Unistellar eVscope 2

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Alex,
erst noch mal wirklich Danke, dass Du den Blog machst und das eVscope 2 vorstellst und auch wirklich reale Bilder vorstellst.

Alles Leute, die in der Regel keine Lust haben, eine Anleitung zu lesen und sich für Peters Ansatz, das selber zu bauen, nicht begeistern können, sondern ein System wollen, das Out of the Box funktioniert – und das man andernfalls dem Händler um die Ohren schlagen kann. Oder ihn dafür bezahlen, dass er es ihnen aufbaut.

... ok, ok, von mir aus, dass kann Ich schon alles nachvollziehen, aber um es mal auf den Punkt zu bringen, Ich bin ja nun wirklich kein "Pixelpeeper", aber Ich habe mir jetzt in deinem Blog alle Bilder angeschaut und muss sagen, diese Abbildungsqualitaet

Alex1.PNG


ist wohl eher die Regel, als die Ausnahme. Welche wilde Mischung aus optischen Fehlern und Nachfuehrfehlern hier am Werk ist, dass mag Ich nicht mal vermuten wollen.

Wahrscheinlich wirst Du mir jetzt erklaeren, dass sich die antizipierte Kaeufer-Zielgruppe nicht mit Teleskopkollimation beschaeftigen will, aber mir faellt hier wirklich nur ein, dass man offenbar das gleiche von Unistellar auch sagen kann (?).
Irgendwie habe Ich hier gerade etwas ratlos einen "des Kaisers neue Kleider Moment" (?), denn Alex, mal ehrlich, das ist doch zu >85% ein einziger Matsch quer durch alle Bilder.

Kann man das Ding eigentlich irgendwie kollimieren und/oder auch mit einem aufwendigeren Pointingmodell etwas vernuenftiger nachfuehren lassen, oder ist das tatsaechlich der "that's it" Standard? :oops:

Weil diese Abbildungsleistung fuer das Geld (oben uebersehen, das eVscope kostet tatsaechlich 3800Euro, dass eQuinox "nur" 2800) reduziert doch solche Aussagen
Aber nicht in der ersten Nacht. Und bis jemand, der noch nie ein Teleskop bedient hat, einen EAA-Setup selbst mit Forumshilfe zusammengestellt und am Laufen hat, hat der eVscope-Benutzer schon längst seine Erfolgserlebnisse gehabt.
irgendwie schon zum Euphemismus des Monats.

Mein erstes "Telekoperlebnis" war Saturn am alten 114er Vixen-Newton (hatte vorher noch nie ein Teleskop bedient, es war werkskollimiert) und nach 10Min hatte Ich nadelfeine Sterne.
Und sicher, EAA muss nicht den Qualitaetsanspruch von penibler Astrofotografie haben, da koennen wir gerne die Kirche gerne im Dorf lassen und Ich habe auch kein Problem mit einem Plug-and-Play Roboteleskopen fuer Leute die sich nicht fuer Technik-Kram interessieren, aber hier waere fuer mich das Lastenheft fuer so ein Konzept ganz klar nicht zufriedenstellend umgesetzt.

MfG & CS
 
Hi!

Das Teleskop ist da zu gedacht, die Bilder auf dem Handy oder im elektronischen Okular anzuschauen. In dem Maßstab funktioniert es (wobei die Sterne im "Okular" viel fetter sind als auf dem Handy; der Anblick ist von Bildfeld und Vergrößerung etwa wie in einem 50-60°-Okular). Auf dem Handy kommt der am PC eher enttäuschende Pferdekopfnebel auch besser rüber. Schau dir die runden Fotos am Handy an, mit maximal 2-3x Vergrößerung (bei mir am iPhone Mini – keine Ahnung, ob man am Tablet auch so hoch vergrößern kann). Das ist das, was der Normaluser sieht. Wer Interesse an RAWs hat, der ist mit einem Setup wie bei Peter besser bedient. Keine Frage.

Wie gesagt: Für klassische Visuelle Beobachter ist es eher nichts, weil man selbst nicht durchschaut und ganz andere Sterne gewohnt ist (man sieht im Okular weniger, aber anders) – mich begeistert auch nicht die Bildqualität, sondern dass das Ding mir M27 in Farbe zeigt, während er in einem Horizontsiff steht, wo ich es mit meinem ED80 nicht einmal probiere. Und für einen Astrofotografen ist das Bild auch nichts, der hat ganz andere Ansprüche. Das ist eher auf dem Level Ritschratsch-Filmkamera mit 9x13-Fotoabzug, wenn du dich noch an die Zeit erinnerst. Was da an Urlaubsbildern rauskam, ist nach heutigem Maßstab auch grottig.

So weit reinzoomen kannst du normalerweise gar nicht – man hat keinen einfachen Zugriff auf die RAWs, das ist eine Blackbox. Erst, nachdem sie zu Unistellar hochgeaden wurden, kann man per Kontaktformular um einen Downloadlink bitten. Das ist für mich der beste Beweis dafür, dass Leute, die an die Bilder ranwollen, nicht die Zielgruppe sind. Da muss man schon selbst sehr aktiv werden und danach suchen.

Man kann es kollimieren, wobei ich mir das für den Test geschenkt habe und in den "Dummer User"-Modus gegangen bin. Ich glaube, dass auch sehr viele Newtons rumstehen, die nie kollimiert wurden. Das eVscope macht immer ein aktuelles Platesolving, ich glaube nicht, dass da dediziertes Guiding dabei ist. Für mehr Stabilität kann man das Stativ aber deutlich niedriger einstellen, was sichtbar rundere Sterne liefert. Ich glaube, bei dem Bild war das Teleskop bodennah, und ich hatte es nicht berührt. Bei anderen Bildern hatte ich mal während der Aufnahme in das Okular geschaut. Wie gesagt: Das Bild gehört auf's Handydisplay, nicht auf den großen Monitor. Da wird es in der Praxis betrachtet, der Schwerpunkt liegt eher auf dem Live-Erlebnis als auf schönen Bildern (so verstehe ich das EAA-Smart-Teleskop-Konzept jedenfalls).

Ich bin da auch zwiegespalten: Was die Technik angeht, die begeistert mich, weil sie einfach funktioniert. Der Anblick hat allerdings wenig mit dem zu tun, was ich vom Teleskop gewohnt bin. Das geht für mich als langjährigen Beobachter in die Richtung "ganz nett, ja, aber..." – aber dann hat mir das Ding, nachdem ich es einfach auf den Balkon gestellt habe, ohne Murren den Pferdekopfnebel gezeigt. In Farbe. Im Dorf. Einfach so. Das ist das erste Mal, dass ich das Pferdchen gesehen habe. Nur: Ich habe nicht das Gefühl, ihn selbst gesehen zu haben...

Aber wenn ich 30 Jahre zurückdenke, als ich bei "Weltraum" den StarTrek TNG Vorspann im Kopf hatte, wäre ich von sowas wahrscheinlich wesentlich begeisterter gewesen – da wären mir nadelscharfe Sterne, wie ich sie vom Refraktor kenne, egal.

Heute begeistern mich Matschflecken, die ich dafür selber finde und sehe. Da ist das eVscope für mich zu einfach, und ich schaue den ganzen Tag in irgendwelche Monitore. Und ich erlebe es bei Führungen oft genug, dass ich eine Galaxie auf unserer Sternwarte zeige, den Anblick im C14 toll finde, und das dann mit "Dieser Matschfleck?" kommentiert wird. Zu meiner Zeit kamen die ersten Hubble-Bilder, und in den Büchern waren krisselige SW-Fotos von Galaxien abgebildet. Heute erwarten viele dank Hubble & Co andere Sachen, da liefert das eVscope immerhin Farbe und mehr Strukturen.

Von daher: Die Geräte haben ihre Zielgrupe, aber du gehörst genauso wenig dazu wie ich. Eine spannende Technik, aber für mich in der Anwendung langweilig, weil ich dabei nichts zu tun habe außer Objekte auswählen und anzuschauen.

Beste Grüße,
Alex
 
Hi Alex,

ja, die Geräte haben wohl ihre Zielgruppe. aber das Interesse dieser Zielgruppe an der Astronomie hat mM wenig mit dem der Menschen hier in diesem Forum zu tun.
Aber das ist vielleicht auch eine falsche (old School) Einschätzung von mir.

Sorry, deswegen verstehe ich auch nicht, warum darüber soviel Text verloren werden muss (Werbung?).
Erinnert mich an einen anderen Faden. Da war es ähnlich.

Gruß
Peter
 
Hi,
Oldschool ist cool. Aber eben auch relativ. Was würde z.B. Sir Isaac sagen? "Pah, die Schnösel gehen einfach in einen Laden und kaufen sich ein Teleskop, und prahlen dann mit den tollen Bildern. Das hat nix mehr mit der Astronomie zu tun, die wir alten Hasen machen. Die sollten sich erstmal ihr Fernrohr selbst bauen..." :)
Ich bin selbst kein Freund von diesen Roboscopes, aber ich bin eben auch schon -- zumindest old. Vielleicht auch noch cool oder School, das mögen andere beurteilen :cool:. Mich interessiert auch das drumrum, ich bin die Ausübung des Hobbys anders gewohnt, aber abgesehen davon ist es natürlich per se interessant, was alles schon weitgehend automatisiert werden kann. Wir verwenden im Alltag so viel technisches Zeugs, das uns alle möglichen Arbeiten abnimmt, ohne dass wir die genaue Funktionsweise der ganzen Aparillos jederzeit durchschauen, oder gar, wenn ein Gerät kaputt ist, mal schnell einspringen und es selbst von Hand erledigen könnten. Warum soll es in der (Hobby-)Astronomie dann anders sein?
-cb
 
Alex,
Das Teleskop ist da zu gedacht, die Bilder auf dem Handy oder im elektronischen Okular anzuschauen.
dann wuerde Ich sagen, dafuer ist es viel zu teuer, denn da koennen andere einfach mehr.

Ich muss dich jetzt einfach mal enttaeuschen: Du scheinst von dem Vorurteil geleitet zu werden, dass Ich als "nicht Zielgruppe" nicht in der Lage waere mir sowas nicht etwa mal vorurteilsfrei anzuschauen.

Ich glaube das kann Ich sehr wohl, und Ich komme einfach zu folgendem Fazit:

Mal ganz abgesehen von der Frage, ob man auf Robotic-EAA nun steht oder nicht, man sich ja auch mal fragen, was ist denn eigentlich State-of-the-Art?

Denn
Aber wenn ich 30 Jahre zurückdenke, als ich bei "Weltraum" den StarTrek TNG Vorspann im Kopf hatte, wäre ich von sowas wahrscheinlich wesentlich begeisterter gewesen – da wären mir nadelscharfe Sterne, wie ich sie vom Refraktor kenne, egal.

da muss Ich sagen, naja in derselben 4kE Liga ledert doch gelinde gesagt das Vaonis Stellina das eVscope ziemlich sauber ab:

Das Stellina ist ein kompakter staubdichter 80mm ED mit Reducer/Flattener und durchdachter Vollintegration die sowohl vom AF ueber die Tauheizung bis zum Filterwechsler (LP Filter) und Kamerarotator (!) offenbar tatsaechlich alles so beisammen hat, was man - wenn schon, denn schon - fuer so einen Kameraroboter so braucht.

Funktioniert konsequent vollautomatisiert besser als das eVscope vom Sofa aus und sicher, auch da gibt es Limits wie die 10s max Einzelaufnahmedauer und den etwas zu kleinen Sensor (der allerdings immernoch einiges besser als der des eVscope ist).
Das Ding kann genauso "quick and dirty EAA" machen wie das eVscope, allerdings - und da beisst die Maus nun kein Faden ab - darueber hinaus auch laengere Deepskyaufnahmen (da schlaegt der Rotator und der dual-Band Filter voll zu) , die von der Qualitaet her in einer ganz anderen Liga spielen, als das was Ich hier vom eVscope 2 gesehen habe. Auch die Rohdaten bekommt man direkt auf den USB-Stick wenn man will und muss die nicht von Unistellar aus der Cloud anfordern :unsure:.

Die Bilder von Stellina sind sicher auch nicht Profi-Qualitaet, aber schon ok, dafuer muss man sich bei der Integrationszeit nicht schaemen:

Beim Stellina kann man dann (gerne auch mit oder gegen Peter) darueber philosophieren, ob nicht "Hands-on-Astro-Rustikal" so einem Astro-iPhone nicht vorzuziehen waere, oder ob so ein Astroroboter nicht auch sein Flair und seine Anwendungen hat.

Ich hoffe Ich breche dir nicht das Herz wenn Ich dir ehrlich sage, das eVscope ist IMHO im direkten Vergleich dagegen too little, too late und das noch ueberteuert. Die "Zielgruppe" von der Du hier seitenweise sprichst wird ihr Teleskop schon finden, nur daran dass es sich dabei um das eVscope 2 handeln wird, daran glaube Ich eher weniger.
Wie nicht selten waren hier ein paar Kickstarter zu lange am tuefteln und haben ihren Chance auf ihre Marktnische offenbar etwas verpasst. Das ist schade, aber wohl irgendwo dann doch Stand der Dinge.

MfG & CS
 
Hallo!
... das eVscope ist IMHO im direkten Vergleich dagegen too little, too late und das noch ueberteuert.
Muss ich das verstehen? Das eVscope war einige Jahre vor dem Stellina verfügbar, hat eine größere Öffnung und kostet weniger. Mir ist das im Prinzip egal, aber weil wir ab und zu darüber nachdenken sowas fürs Publikum anzuschaffen stellt man sich solche Fragen schon manchmal.

Grüße
Maximilian
 
N'abend zusammen,

Wir verwenden im Alltag so viel technisches Zeugs, das uns alle möglichen Arbeiten abnimmt, ohne dass wir die genaue Funktionsweise der ganzen Aparillos jederzeit durchschauen, oder gar, wenn ein Gerät kaputt ist, mal schnell einspringen und es selbst von Hand erledigen könnten. Warum soll es in der (Hobby-)Astronomie dann anders sein?
und das ist für mich mit einer der Knackpunkte.
Ja, ich betreibe gelegentlich auch EAA und habe bestimmt insgesamt ähnlich viel Geld ausgegeben und komme noch nicht an die Qualität der hier gezeigten Bilder ran. Weder an die von solch einem Smartscope noch von den EAA-Spezialisten hier.
Der Unterschied ist aber, ich weiß was bei mir werkelt.
Ich kann eingreifen, optimieren oder auch verschlimmbessern ;).
Ich bin nicht auf das eine Teleskop angewiesen, die eine App, die eine Kamera... ... ...

Die Idee dieser Teleskope wird sicherlich auch bald von den "großen" Herstellern aufgegriffen werden, wenn es nicht schon geschehen ist und daran gearbeitet wird.

Es wird Klientel dafür geben, aber ob ich als hauptsächlich visueller Beobachter, mit gelegentlichen EAA-Ambitionen, mich dazu zähle... :unsure:.
Meine Ambitionen bezüglich des beobachten und der Hobby-Astronomie sind da schon etwas weit reichender.
Bin zwar auch ein fauler Typ, aber nur einschalten und laufen lassen und dann ein Ergebnis auf dem Mini-Display des Smartphone sehen, ist dann doch nicht so meins.
Möchte schon wissen wieso, weshalb und warum... ... ...

Wers mag, OK.
Wers nicht mach, OK.
Wer EAA mag, OK, wer nicht auch OK... ... ... ...
 
Sorry, deswegen verstehe ich auch nicht, warum darüber soviel Text verloren werden muss (Werbung?).
Tja, auf Astrotreff – wo ich den kompletten Bericht am Stück veröffentlicht hatte – war eher Interesse da, mal etwas aus erster Hand über das Gerät zu lesen. Geld kriege ich keins dafür – daher ist es nicht mehr oder weniger Werbung, als wenn hier über irgendein Stück Zubehör diskutiert wird oder Geräte in einer Signatur aufgeführt werden. Unistellar hat keinen Einfluss darauf, was ich letztlich geschrieben habe, und hätte auch mit einem Verriss leben müssen.

Und es ist eine neue Technik, die den ein oder anderen bestimmt interessiert. Teleskoptreffen, auf denen man die Geräte mal live sehen kann, gibt's ja grad keine. Gerade auf Astrotreff gibt es den ein oder anderen User, der EAA für die beste Erfindung seit aller Zeiten hält. Für mich ist es das nicht.

Ich hoffe Ich breche dir nicht das Herz wenn Ich dir ehrlich sage, das eVscope ist IMHO im direkten Vergleich dagegen too little, too late und das noch ueberteuert.
Wieso solltest du? Ich habe das Gerät um Testen gekriegt, finde es sehr interessant, aber nichts für mich, und schicke es ohne Bedauern wieder zurück. Interessant war es allemal. Du scheinst irgendwie zu glauben, dass ich Fan davon wäre, nur weil ich es nicht komplett ablehne...

Das Vaionis konnte ich nicht testen, daher schreibe ich nur über das, was ich in den Händen hatte – auch wenn es ohne digitales Okular noch abstrakter ist. Das eVscope gibt sich wenigstens noch den Anschein, man würde durch ein Teleskop schauen, und wenn man das auf einer öffentlichen Veranstaltung hat, kann man wenigstens noch Leute durchschauen lassen, statt nur das Handy rumzureichen. Das Vaionis sieht schicker aus, ist mit reiner Darstellung auf dem Handy aber noch langweiliger und geht noch mehr Richtung Astrofoto als Richtung "selbst" beobachten. Dass du an die RAWs rankommst, zeigt ja schon das andere Konzept dahinter. Ob einem das Pseudo-Okular den Aufpreis wert ist oder man lieber nur auf ein Display schaut (egal ob der Laptop vom Eigenbau oder am Vaionis), muss jeder selbst entscheiden. Für den Abend am Pool würde ich wohl das Okular bevorzugen und das Gerät, das nach Teleskop aussieht.So bleibe ich bei meinen vorhandenen Geräten.

Was mich angeht, ich weiß jetzt, wie das Beobachten mit so einem Smartteleskop ist, und wem ich es empfehlen kann und wem nicht.

Darüber, wer die Zielgruppe sein dürfte, schreibe ich nur, weil nachgefragt wurde – sonst hätte ich das aus meinem Bericht hier nicht extra wiederholt ;) Wer sich welches Gerät holt, ist nicht mein Problem – Hauptsache er hat Spaß daran. Ich sehe in EAA (gerade mit Komplettlösungen) eine neue Astro-Sparte neben visuell und Astrofotografie.

Beste Grüße,
Alex
 
Hallo zusammen,

ich denke nicht das Alex es nötig hat hier für oder gegen irgend etwas zu schreiben.
Genauso wenig wie andere, die schon ähnliche Berichte geschrieben haben.

Es ist gut das sich "gestandene" Hobby-Astronomen mit diesen neuen Techniken auseinander setzen und darüber Berichten.
Nicht zwingend super objektiv aber auch nicht zwingend super subjektiv.
Eben aus den eigenen Erfahrungen und der Praxis heraus.
:y:

Was ich als interessierter Leser daraus mache... ... ...

Diese Teleskope werden Einzug halten in unserem Hobby. Ob mir das nun passt oder nicht, mei, ich brauch es mir ja nicht kaufen, oder ich kaufe es mir.

Diese Diskussionen wird es immer geben.
Brauch ich das, will ich das, passt das zu mir, geht mir da was verloren, habe ich einen Zugewinn... ... ...

Letztendlich muss das jeder für sich entscheiden, egal wie ich dazu stehe.
Jeder hat seine Gründe und das ist auch OK so, aber nur so lange ich nicht anfange zu missionieren und das Ganze als einzig wahre und heilbringende darstelle.

Ich mag keine Newton und im speziellen keine Dobson ;). Es ist einfach so. Kann es noch nicht mal rational begründen.
Wer sie mag und das erreicht was er erreichen möchte, ist doch toll.
 
Du musst gar nix, du kannst dich Meinungen anschliessen, oder deine eigene begruenden.
Meine Meinung ist diese:

Das eVscope war einige Jahre vor dem Stellina verfügbar, hat eine größere Öffnung und kostet weniger.
Das eVscope sollte bei 114mm f/4 trotz Zentralobstruktion eine bessere Sternabbildung haben, als ein 80mm f/5 ED. Jetzt einfach mal die Bilder anschauen und dich dann noch mal fragen "muss Ich das verstehen"?

Woher kommt's offenbar?
Naja, es sollte es sich ja doch herumgesprochen haben, dass man Reflektoren gelegentlich kollimieren muss, dagegen sind Refraktoren schon deutlich stabiler justiert. Es duerfte daher (wirklich ganz wertfrei gesehen) auf der Hand liegen, welches optische Konzept man fuer ein vollautomatisiertes Teleskop zu waehlen waere, an das der Benutzer explizit keine Hand anlegen muss/sollte.
Und auch der Alex als doch eigentlich erfahrener Beobachter ist doch genau in diese Bequemlichkeitsfalle gelaufen: An das eVscope haette man wohl Hand anlegen muessen, denn das was da optisch abgeliefert wurde, liegt klar unter dem, was ein 114mm f/4 eigentlich abliefern sollte. Nicht einmal zum nachfokussieren wurde da eingeladen, und offenbar wurde deshalb des Potential des 114mm f/4 schlichtweg verschenkt.
Daher liegt es doch auf der Hand dass die Wahl der Optik offenbar fuer die "nur-nix-anfassen-abgesehen-vom-Mobiltelefon Philosophie" dieser Teleskope beim eVscope offensichtlich deutlich ungluecklicher gewaehlt ist.

Mir ist das im Prinzip egal, aber weil wir ab und zu darüber nachdenken sowas fürs Publikum anzuschaffen stellt man sich solche Fragen schon manchmal.

Das Stellina ist halt vom Konzept her eben konsequent das zu Ende gedacht, was der Alex hier besingt: Ein vollautomatisiertes Komplettpacket, dass
man von der Couch aus bedienen kann.
Es sind halt genau die Dinge zusaetzlich integriert, die es nicht in die Neuauflage des eVscope in's eVsope 2 geschafft haben:
Das Stellina hat einen Regensensor und macht die Klappe zu, wenn das Wetter nicht mehr mitspielt. Das Stellina hat einen Feldrotator, mit dem sich das Bildfeld anpassen laesst und dann auch von einer AZ-Montierung laengere Stacks geschossen werden koennen und das Stellina hat einen AF und schaltet bei Bedarf die integrierte Tauheizung ein.
Wie gesagt, wer tatsaechlich hinter so einem iPhone-Astro-Roboter her ist, welchen man am Nachmittag 'raus stellt und dann abends mit dem Mobiltelefon bequem vom Sofa aus bedienen kann, der bekommt beim Stellina die ganze Saga, waehrend das eVscope aus meiner Sicht den Weg nicht konsquent zu Ende geht. Da musst Du aufstehen und draussen 'rumfokusieren und kannst erst danach die Beine wieder hochlegen, und am Ende muss auch noch abgebaut werden. Schwere funktionelle Stilbrueche.
Und was den Preis angeht, da sind dann 3,8kE zu 4kE letztendlich Peanuts, denn fuer Teleskope dieser Oeffnung sind das beides Bentleys.
Und nochmal, das ist meine Meinung, meiner Philosophie entspricht keines dieser Teleskope.
 
Ich bin ja nun wirklich kein "Pixelpeeper", aber Ich habe mir jetzt in deinem Blog alle Bilder angeschaut und muss sagen, diese Abbildungsqualitaet

So so du willst also kein Pixelpeeper sein aber dann machst du genau das.
Du nimmst einen kleinen Ausschnitt aus einer Ecke und vergrößerst ihm gnadenlos nach.
Ich schätze mal das du den kleinen Ausschnitt mindestens 5 mal nachvergrößert hast und so die Sterne bzw. den sichtbaren Fehler gnadenlos aufgeblasen hast.
Derart krasse Übertreibungen sind nun mal ganz typisch für Pixelpeeper.

Sinnvoll wäre es das Bild in original Größe zu betrachten denn so macht man es ja auch in der Praxis.
Deine dramatische Übertreibung ist nicht praxisgerecht!
Ja auch in original Größe kann man nicht leugnen das die Sternabbildung etwas zu wünschen übrig lässt und da muss ich ganz ehrlich sagen da hadere ich auch etwas.
Aber so schlecht wie du es uns mit dem von dir krass aufgeblasenen Bildausschnitt weiß machen willst ist die Situation nun längst nicht.


Kann man das Ding eigentlich irgendwie kollimieren und/oder auch mit einem aufwendigeren Pointingmodell etwas vernuenftiger nachfuehren lassen, oder ist das tatsaechlich der "that's it" Standard?

Selbstverständlich kann man das eVscope kollimieren.


Das geht hier sogar sehr einfach und ist damit auch ohne viel Übung von jedem hinzukriegen.
Der große Vorteil ist hier ja das man keinen FS hat.
Der Sensor sitzt ja direkt vor dem HS.
Das vereinfacht die Sache gegenüber einem Newton enorm.
Man muss hier ja lediglich die optische Achse des HS auf die Sensormitte ausrichten und fertig.
Das gelingt beim eVscope mit 2 Schrauben.
Das sollte jedes Kind hinkriegen.

Allerdings merkt man schon das das eVscope keinen Komakorrektor hat.
In den Bildecken wird daher auch das ordentlich justierte eVscope etwas Koma zeigen.
Im elektronischem Okular sind die Bildecken aber nicht sichtbar.
Für den Anwendungsfall ist das daher nicht ganz so dramatisch.

Grüße Gerd
 
Das eVscope sollte bei 114mm f/4 trotz Zentralobstruktion eine bessere Sternabbildung haben, als ein 80mm f/5 ED. Jetzt einfach mal die Bilder anschauen und dich dann noch mal fragen "muss Ich das verstehen"?

Wie kommst du den darauf ?
Selbstverständlich hat der ED 80/400 auch ohne Flattener eine bedeutend bessere Fedkorrektur als der Newton 112/450 ohne Komakorrektor!

ED80_Newton112.jpg


Es wundert also überhaupt nicht wenn der schnelle Newton ohne Komakorrektor zu wünschen übrig lässt.

Grüße Gerd
 
Zuletzt bearbeitet:
So so du willst also kein Pixelpeeper sein aber dann machst du genau das.
Du nimmst einen kleinen Ausschnitt aus einer Ecke und vergrößerst ihm gnadenlos nach.
Ich schätze mal das du den kleinen Ausschnitt mindestens 5 mal nachvergrößert hast und so die Sterne bzw. den sichtbaren Fehler gnadenlos aufgeblasen hast.
Derart krasse Übertreibungen sind nun mal ganz typisch für Pixelpeeper.

Sag' mal Gerd,
jetzt mal ganz im Ernst: Willst Du jetzt nur punkten, oder hast Du deine Lesebrille kurz verlegt?

Willst Du mir ernsthaft das Bildbeispiel als "leichtes Koma in den Ecken" verkaufen, welches nur einem Pixelpeeper auffaellt?
Na klar hab' Ich das vergroessert, damit man mal sieht, was fuer ein grottiges Bild das ist.
Schauen wir doch mal nach, wo Ich den Bildausschnitt her habe:

Gerd.png


... so bildet das Ding auf der Achse ab und wenn der f/4 Newton da den f/5 ED nicht schlaegt, dann haben wir wohl ein kleines Problem, oder?
Den Rest deines Postings buchen wir daher mal der Hoeflichkeit halber als gegenstandslosen heiteren Ausflug ab, dein zweites Posting inklusive, ok Gerd?

Mal Klartext: Geh doch mal auf Alex Blog und schau dir an, wie von Nacht zu Nacht diese beschixxene Kollimation neu durchgemischt wird. Ob das normal ist, oder da alle Kollimationsschrauben oder gar der Spiegel locker sind, vermag Ich nicht zu sagen. Aber die Abbildung ist selbst fuer EAA-Verhaeltnisse grottig.

Und was ist denn hier demzufolge dann die Take-Home Message: Hey, ein vollautomatisches Scope, welches prospektgemaess in 5min von einem Vollnoob einsatzbereit gemacht werden kann und sofort "wunderbare Beobachtungserlebnisse" liefert, aber nur leider die typischen Allueren eines nicht kollimationsstabilen schnellen f/4 Reflektors zeigt und daher jedesmal noch kurz vorher durchkollimiert werden muss?
Aber in der Praxis macht das nichts, weil kaschiert wird das mit einer phlegmatischen Fokussierung und einem niedrigaufloesenden EVF?
Fuer 4kE ...
Ja was soll man dazu dann sagen: Na supi?

Leute, ihr fasziniert euch hier fuer Roboscopes, ist doch fein, damit hab' Ich doch ueberhaupt keine Probleme, nur dann macht man's halt auch richtig: Kollimationsstabiler Refraktor 'rein, den ganzen Rest vom PiPaPo fuer hands-off Betrieb auch dazu und fertig ist die Laube an der man auch nicht dauernd 'rumschrauben muss. Je laenger Ich allerdings ueber diese eVscope nachdenke, desto dubioser erscheint mir sowieso das ganze Konzept in seinen Details: Einen f/4 Reflektor mit einer manuellen Hauptspiegelfokussierung, auch das muss man erst mal einsinken lassen: Olala, war das eigentlich als dufte Idee so geplant, oder hat sich das auch irgendwie so ergeben ...

Wie dem auch sei Gerd, was Ich hier lese,
Das geht hier sogar sehr einfach und ist damit auch ohne viel Übung von jedem hinzukriegen.
ist doch genau das Kernargument welches dieses Design vom Ansatz her ad absurdum fuehrt. Daher Danke fuer deine engagierte argumentative Unterstuetzung.
Denn das, naemlich doch wieder herumfummeln - das kannste dann wirklich wesentlich billiger haben und da bin Ich ganz beim Peter.

MfG & CS
 

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Hallo,

Auch ich bin kein "Pixelpeeper", mir fällt aber dennoch auf dem ersten Blick auf, das die Abbildung der Sterne nicht gut aussieht. Bei der Abbildung der Sterne werden meiner Meinung mehrere Fehler überlagert. Es ist nicht nur eine Koma in den Ecken der Bilder zu sehen, sondern die fehlerhafte Sternabbildung zieht sich über das gesamte Feld.
Ich habe auch schon in früheren Threads zu diesem Teleskop bzw. seinem Vorgänger die mangelhafte Abbildung der Sterne angesprochen.
Auf einem kleinem Bildschirm eines Smartphones kommt das noch nicht so zum tragen, die fehlerhafte Abbildung ist dennoch auf dem ersten Blick zu sehen. Auf einem Tablet ist die fehlerhafte Abbildung deutlich zu sehen.

Zur Kollimation:
Jetzt ist es schon nicht einfach einen f/4 Newton zu justieren, bei diesem Teleskop soll das auf einmal unproblematisch sein. Bei der mangelhaften Sternabbildung wird es meiner Meinung nach nicht genügen, nur dem Hauptspiegel mit den beiden Justierschrauben auszurichten, da ich der Meinung bin, das in der optischen Achse noch weitere Fehler sein müssen die das fehlerhafte Bild der Sterne ergeben.

Wie oben geschrieben, gibt es mit dem "Stellina" ein weiteres automatisches Teleskop in dieser Preisklasse. Das erscheint mir wesentlich durchdachter und ausgereifter zu sein. Mit dem "Stellina" wird das Konzept eines automatischen Teleskops deutlich besser umgesetzt. Im diesem Hinblick ist das "eVscope" ein ungenügendes Teleskop mit deutlich sichtbaren Mängeln in der Abbildung der Sterne und auch in der Abbildung der Objekte.

Viele Grüße
Gerd
 
Moin zusammen,

t'schuldigung wenn ich das mal so frage, ist diese, ich sag mal, "Aufregerei" über die Qualität der Bilder solch eines Robocops äähhh... Roboteleskop nicht etwas zu weit über das Ziel hinausgeschossen?

Ich glaube nicht, dass die Zielgruppe der langjährige Astrofotograf und visuelle Beobachter ist. Nach dem was ich jetzt hier im Faden gelesen habe und auch an anderer Stelle, wird denen das nicht reichen, was da dann "abgeliefert" wird.

Diese Teile sind wohl eher für Leute gedacht, die in ihrer superduper Dachterrassenwohnung mit Pool ein nettes Spielzeug für die geselligen Abende mit Freunden haben. Nach dem Motto "schau mal ich bin jetzt auch unter die Astronomen gegangen, toll nicht wahr?".
Es erscheint nach noch recht überschaubarer Zeit (zu lange darfs aber auch nicht werden ;)) ein Bild auf dem Minidisplay des Smartphones und das in Farbe.

Wobei sich mir mittlerweile immer öfter die Frage stellt, warum man alles, was nicht Niet und Nagelfest ist, mit einem Smartphone/Tablet verbinden muss. Von der popels Decken-LED über Zuckermessgeräte bis hin zu diesen Robocops.
Bei James Bond mag das ja einen "tieferen" Hintergrund haben, das er seinen Agenten-Flitzer mit dem Smartphone steuert.
Mei, es scheint der Zeitgeist zu sein und gehört aber wohl in einen anderen Thread :censored: ;).

Das ist es doch was erwartet wird wenn man durch ein Teleskop schaut. Hübsche Bilder in bunt, wie man es aus einschlägigen Artikeln und Literatur kennt.

Heute begeistern mich Matschflecken, die ich dafür selber finde und sehe. Da ist das eVscope für mich zu einfach, ... .... ... Und ich erlebe es bei Führungen oft genug, dass ich eine Galaxie auf unserer Sternwarte zeige, den Anblick im C14 toll finde, und das dann mit "Dieser Matschfleck? kommentiert wird"
Trifft es doch recht genau.

Da brauch ich doch nur an die Einsteiger-Threads zu denken, in denen immer wieder darauf hingewiesen wird, wenn da gemekelt wird das man ja keine Farbe sieht, das Farbe erst mit der Fotografie ins Spiel kommt und das das dann teuer wird und einen nicht unerheblichen Aufwand nach sich zieht.

Auch denke ich, dass die meisten hier, bis auf ein paar Ausnahmen, nicht aus dem Stehgreif 4000,-€ auf die Theke blättern können, sondern sich ihr Equipment Stück für Stück angeschafft haben, mit Erfahrungssammlung und Wissensvermehrung verbunden. Keine Frage, letztendlich auch bei dieser Summe angelangt sind. Wenn ich da so mein Geraffel betrachte :unsure:, könnt sogar mehr sein.

Klar kann es auch dazu führen das der Ein oder Andere sich überlegt und seinen Kopf anstrengt und beginnt sich tiefer gehend mit der Thematik auseinander zu setzen.

Ich denke auch, dass diese Teile bei Vorführungen ihre Berechtigung haben können.

Wie schon von mir erwähnt,
wer es haben will, aus welchen Gründen auch immer, bitte.
Wer es nicht haben will, ebenso aus welchen Gründen auch immer, bitte.

Würde mir auch gern mal so ein Teil anschauen und nutzen. Wer weiß... ... ...
Aber so gelegentlich wie ich EAA in selbstaufbaubastelei betreibe, würde mir da sehr wahrscheinlich auch ziemlich fad bei werden.

Müsste man vielleicht mal ein Interview mit den jeweiligen Herstellern/Ideengebern führen und das jenseits der Werbung und Webseitenversprechungen, was die grundsätzliche Idee war.
 
Hi!

Ich find's auch faszinierend, wie hoch hier die Wellen schlagen. Von wem stammt nochmal der Spruch, dass erfahrene Sternfreunde in Teleskopen keine Sterne sehen, sondern Optikfehler?
  • Ist es faszinierend, dass man heute einfach ein Teleskop hinstellen kann und sofort bunte DeepSky-Objekte aus dem Ort sieht? Ja!
  • Ist die Bildqualität toll? Geht so. Aber es ist beeindruckend zu sehen, wie in wenigen Minuten Spiralarme sichtbar werden, auf dem Handy oder im elektronischen Okular.
  • Sind die Sterne unrund? Ja – wundert mich aber nicht, wenn das Teleskop voll ausgezogen auf einem Balkon stand und ich es beim Blick ins Okular berührt habe, wie bei M1. Die Aufnahme von M27 – bodennah aufgenommen, Stativbeine nicht ausgezogen – sieht schon runder aus. Geht noch mehr? Bestimmt. Das trifft auch für meine eigenen Aufnahmen zu, in manchen Nächten läuft alles rund, in anderen überhaupt nicht.
  • Ist da Koma? Ja. Aber ich schaue mir das Objekt in der Bildmitte an. Justieren würde ich das Teleskop, wenn ich es behalten würde. (Nette Anekdote: Vor Jahren habe ich auf einer Sternwarte im Mittelmeer eine öffentliche Führung mitgemacht und durch ein komplett dejustiertes Teleskop geschaut. Die Betreuerin war schon fast am Durchdrehen, als ich zum Fokussierknopf gegriffen hatte – DON'T TOUCH IT! Wenn mich andernorts schon ein Profi am Scharfstellen hindert, habe ich keine Probleme damit, wenn in der Schnellstartanleitung erklärt wird, wie man mit der Bahtinovmaske fokussiert und sonst auf die ausführliche Anleitung verwiesen wird – für die, die mehr wollen.)
  • Ist das Gerät teuer? Ja.
    Ist es zu teuer? Das regelt der Markt.
  • Ist die Technik schon am Ende? Nö. Die nächsten 10 Jahre werden sehr interessant (außer, es gibt auf absehbare Zeit weder Glasrohlinge noch Computerchips mehr...)
  • Werden die Käufer Spaß haben? Das entscheidet nicht das Forum ;)
    Für mich ist es nichts; dass Do-it-yourself-EAA einen ganz anderen Reiz hat, glaube ich gerne – da ist man selbst mehr am Ergebnis beteiligt und nicht nur Zuschauer.
  • Erwarte ich sowas von den großen Teleskopherstellern? Vorerst eher nicht als Komplettlösung. Die freuen sich über die Bastler, denen sie Zubehör und Erweiterungen verkaufen können. Bei eVscope und Unistellar kommt vielleicht noch eine Ablage für das Handy dazu, oder eine edle Staubschutzabdeckung oder Merchandising wie ein Thermosbecher (oder ein Komakorrektor ;)). Da können sie nicht wie bei einem klassischen Teleskop immer neues Zubehör an den Käufer bringen, bis man eine neue Montierung braucht, und dann vielleicht gleich das nächstgrößere Teleskop. Aber vielleicht bringen Unistellar und Vaionis Bewegung in den Markt. Auch nicht schlecht.
Und um doch etwas Richtung Werbung zu schreiben: Man hat (aktuell) 60 Tage Rückgaberecht. Dafür muss ich mit meinem Teleskophändler schon gut verhandeln, um mich bei einem Kauf so lange entscheiden zu können, dass ich sicher Wolkenlücken zum Testen habe.

Ansonsten hoffen wir einfach mal, dass es irgendwann mal wieder Teleskoptreffen gibt, auf denen bestimmt auch diese Geräte irgendwann auftauchen.

Ich hol dann mal Popcorn Frühstück. Mein Herz hängt nicht an einem Teleskoptyp, ich muss da nicht kämpfen ;) Wer meine Erfahrungen hilfreich findet: Gut; Schlüsse darf der geneigte Leser selber ziehen.

Clear Skies,
Alex
 
Hallo zusammen,

Für mich ist es nichts; dass Do-it-yourself-EAA einen ganz anderen Reiz hat, glaube ich gerne – da ist man selbst mehr am Ergebnis beteiligt und nicht nur Zuschauer.
da zähle ich mich dann dazu, zu den Do-it-yourself-EAA-lern.
Schöne Wortschöpfung, danke :y: :D.

So wie Du es schreibst ist es bei mir.
Ich bin selbst beteiligt und werde nicht nur auf die "Bedienung" des Einschaltknopfes reduziert.
Es hat schon einige Zeit gebraucht, bis mein Do-it-yourself-EAA so funktioniert wie es momentan funktioniert. Bin aber immer noch nicht zufrieden und alles mit Trockenübungen, aus Ermangelung geeignetem Wetters, ist halt nicht so der Bringer.

Do-it-yourself-EAA ist für mich nicht das einzig heilbringende. Es ist eine Ergänzung zur visuellen Beobachtung.
Auch hat mir der Weg dahin, einiges an Wissen und Erfahrung beschert.
Was will ich mehr?
Klaren Himmel :ROFLMAO:.

Ist die Technik schon am Ende? Nö. Die nächsten 10 Jahre werden sehr interessant (außer, es gibt auf absehbare Zeit weder Glasrohlinge noch Computerchips mehr...)
Da denke ich auch, dass da noch einiges passieren wird.
Wer weiß, wenn ich dann in drei Jahren Rentner bin und dann in weiteren fünf Jahren keinen Lust oder es körperlich nicht mehr so kann, das ganze Geraffel auf den Balkon oder Acker zu schaffen, warum nicht.
Das gesammelte Wissen und die gesammelte Erfahrung bis dahin gehen nicht verloren und bleiben mir.
Auch der evtl. sinkende Preis und weiter Entwicklung bis dahin... ... ...
 
Hi,

warum ich so ein Produkt gleich schlecht finde, ist halt, dass für mich eine Tendenz in der Gesellschaft sichtbar ist, alles möglichst ohne eigenen Aufwand auf Knopfdruck zu bekommen.

Das ist für mich ganz klar ein falscher Weg, der zu schlecht motivierten, wenig gebildeten Menschen führt.

Ich vergleiche es auch immer ein bisschen mit dem Lernen eines Musikinstruments (ich spiele Klavier/Keyboards). Da gibt es Tausende von "Methoden", die versprechen ein Musikinstrument ohne Aufwand zu lernen. So funktioniert das einfach nicht. Man muss sich damit beschäftigen und eigene Lern/Übe-Arbeit reinstecken. Da gibt es keine Abkürzung oder Knopfdruck-Lösung.

Aber es ist klar, dass es Menschen gibt, die einfach ein Produkt haben wollen mit denen sie den Anschein haben sie machen Astronomie und/oder sich auch einfach nur gut unterhalten lassen wollen. Und natürlich der gewonnene Status und Werbungs Effekt.

Aber das ist mM nicht die Mehrheit der Menschen hier in diesem Forum. Deswegen ist das Produkt, wenn überhaupt, hier nur eine Randnotiz. Die ganzen Berichte (vielen Dank an Alex @Kerste für den schönen Blog Bericht) gehören zB in ein "Life-Style"-, Manager- oder Reise-Magazin oder Forum. Da sind die richtigen Kunden.

Und was ich schlussendlich bei diesen Automat-Teleskopen überhaupt nicht verstehe. Man kann sich doch einfach im Internet entsprechende Bilder oder Teleskop Simulationen anschauen. Da gibt es doch wirklich tolle Sachen. Das was man da dann an Bedienung macht und dann als Ergebnis bekommt ist doch identisch zum Automat-Teleskop.
OK, die Bilder, die man bekommt, sind deutlich besser, vielleicht sind die schlechten authentisch wirkenden Bilder der Reiz? ;)

Oder noch besser und das geht wieder in echte Astronomie, man mietet sich Zeit auf einem tollen Remote Teleskop in Chile oder sonst wo.

Gruß
Peter
 
Hi!

Ich find's auch faszinierend, wie hoch hier die Wellen schlagen.
Da die laengsten Postings deine und meine sind, fuehle Ich mich jetzt doch einfach mal angesprochen und heisse dich hiermit als Teil der Welle ausdruecklich mitwillkommen. :cool:

Von wem stammt nochmal der Spruch, dass erfahrene Sternfreunde in Teleskopen keine Sterne sehen, sondern Optikfehler?
  • Ist es faszinierend, dass man heute einfach ein Teleskop hinstellen kann und sofort bunte DeepSky-Objekte aus dem Ort sieht? Ja!
Natuerlich.
Ebenso faszinierend ist es natuerlich dir zuzuhoeren wie Du ueber solche Konzepte staunst, aber andererseits durch dein Zitat "wenn es doch sowas mit einer Vixen Schiene gaebe" schon zu irgendwo zu erkennen gibst, dass an dir als (offenbar) primaer visuellen Beobachter die rapide konzeptionelle Entwicklungen der letzten vier Jahre in der Szene irgendwo vorbeigegangen sein muss:

Denn Alex, wenn man das menschliche Auge hinter dem Fernrohr erst mal durch einen Sensor ersetzt, dann wird sehr vieles technisch einfacher. Was Du dir da wuenschst gibt es bereits seit so 2-3 Jahren, sogar in verschiedenen Formen z.B. in der einer Asiair+AZ-GTI+Mobiltelefon Kombo, oder der Asiair+iOptron+Mobiltelefon Kombo, oder, oder, oder ...

Ja die muss man zwar verkabeln (vier Kabel uebrigens, mit AF fuenf), aber Ich finde es nachgerade ebenso Popcorn-amuesant, wie viele Leute offenbar nicht wissen, dass man das gute alte Star-Alignment schon lange einfach unbesehen wegklicken kann, weil das erste PS+Sync einer Asiair +GPS auch eine iOptron sofort selbstreferenziert orientiert und man tatsaechlich sofort loslegen kann.

Das wissen die (eher technikaffinen?) Astrofotografen schon eine ganze Weile Alex und daher bleibt halt das grosse Staunen von dieser Seite aus. Jetzt gibt's das als vollintegriertes One-Trick-Pony, ok.

Und das Zweite was sich damit offenbart, ist dass Du etwas Probleme hast, ein Konzept konsequent zu Ende zu denken. Sobald man Montierung, Sensor und Fernrohr wieder trennt und modular/austauschbar macht, ist natuerlich Schluss mit "keine Kabel, keine Konfiguration, kein gar nichts", denn einen Tod muss man sterben, dass ist auch im Industriedesign so: "Vollintegiert" und "modular" gleichzeitig, geht nun leider nicht (oder wird extrem teuer). Was du dir da gewuenscht hast, dass war in etwa exakt das, was dir der Peter als bereits existente Loesung vorgeschlagen hat. Das ist dir interessanter Weise nicht so recht klar geworden.

Und mein dritter Punkt ist der: Daher eventuell auch mal darueber nachdenken, dass es zwar tatsaechlich Leute gibt, die mit neuen Konzepten grundsaetzliche Probleme haben, aber dann auch wiederum welche, die ein Konzept durchaus anerkennen, aber dessen Umsetzung dagegen getrennt bewerten.

Der Gerd gibt hier z.B. gerade den Don Quichotte gegen erstere, ohne zu realisieren, dass er sich inzwischen mit Letzteren unterhaelt. Und da muss Ich dich enttaeuschen, da wird es kein Popcorn-Kino geben, denn der Gerd und Ich moegen uns ab und zu bekabbeln, aber Ich denke, wir respektieren uns auch.

Dem Rest deines Postings kann Ich mich inhaltlich nur anschliessen, fuege aber noch einen Seitenhieb an:

Ich hol dann mal Popcorn Frühstück. Mein Herz hängt nicht an einem Teleskoptyp, ich muss da nicht kämpfen ;)

Hier kaempft keiner Alex.
Hier teilt ein Amateur aus Langeweile seine Erfahrungen zu einem Teleskop, dass ihn nach Eigenangabe eigentlich gar nicht interessiert und ein paar andere Fuzzis kommentieren aus Langeweile in schriftform larmoyant dazu, obwohl die das eigentlich auch nicht wirklich tangiert. Wieder andere lesen aus ebensolcher Langeweile den ganzen Mumpitz mit und hoffen auf Forenzoff.

Hier manifestiert sich lediglich wie "Old School" wir eigentlich sind, denn eigentlich muesste man sowieso einen Pro-und-Kontra Haka um das surrende Telekop auf TikTok tanzen, denn anders waere die von dir (mit Plate-Solving) angepeilte Zielgruppe fuer dieses Teleskop ja ueberhaupt nicht zu erreichen ... :cool:

MfG & CS
 
Zuletzt bearbeitet:
Sag' mal Gerd,
jetzt mal ganz im Ernst: Willst Du jetzt nur punkten, oder hast Du deine Lesebrille kurz verlegt?

Falls du es nicht mitbekommen hast, ich habe geschrieben das auch ich mit der Sternabbildung hadere.
Ich kritisierte nicht das du das ansprichst sondern ich kritisiere nur das du mit der Nachvergrößerung stark übertreibst.
Da scheint es mir doch eher so dass du hier nur Punkten willst indem du die Sache künstlich stark aufgeblasen hast.

Willst Du mir ernsthaft das Bildbeispiel als "leichtes Koma in den Ecken" verkaufen, welches nur einem Pixelpeeper auffaellt?

Ich habe nie behauptet das die Koma nur einem Pixelpeeper auffällt sondern nur gesagt das der Pragmatiker bei Betrachtung des Bildes im elektronischem Okular in Originalgröße da noch mit leben kann.
Visuell akzeptiert man ja auch Fehler am Feldrand eines Okulares und wenn ich da mal ein Erfle nehme das schon bei F6 die Sterne am Feldrand krass zu Strichen verzerrt dann ist im Vergleich dazu die Koma im elektronischem Okular des eVscope ja noch moderat.
Na ja visuell hat halt den Vorteil das hier kein Pixelpeeper die Fehler am Feldrand des Okulares noch mal kräftig künstlich aufbläst.

Na klar hab' Ich das vergroessert, damit man mal sieht, was fuer ein grottiges Bild das ist.

So so dir waren die Fehler in Originalgröße also zu klein und du hast es daher für notwendig erachtet diese noch mal künstlich stark aufzublasen damit man sie auch sieht. :unsure:
So wie es ein Pixelpeeper eben tut.

Also ich finde die Fehler groß genug um sie auch in original Größe gut zu erkennen.
Das wäre eben auch praxisgerechter.

Den Rest deines Postings buchen wir daher mal der Hoeflichkeit halber als gegenstandslosen heiteren Ausflug ab, dein zweites Posting inklusive, ok Gerd?

So so die Richtigstellung deiner falschen Aussage in meinem 2. Posting ist also gegenstandslos.
[Von der Moderation entfernt]


Das eVscope sollte bei 114mm f/4 trotz Zentralobstruktion eine bessere Sternabbildung haben, als ein 80mm f/5 ED.

Kann man also so stehen lassen?
[Von der Moderation entfernt]

Grüße Gerd
 
Ich erinnere erneut...

-> Netiquette

Gruß
Für die Moderation
Volker
Hallo Volker,

ich finde es sogar sehr nett wenn man Jemanden auf einen Fehler den er gemacht hat hinweist.
Nicht nett ist es hingegen wenn derjenige dann diesen Hinweis als gegenstandslos abtut.
Ich denke die Sache ist hier glassklar.

Der ED 80/400 bildet im Feld wesentlich besser ab als der 112/450 Newton.
Da gibt es nichts zu diskutieren, das ist ein Fakt!!!

Und wer da etwas Anderes behauptet der erzählt etwas Falsches
Es ist absolut in Ordnung das dann auch so klar und unmissverständlich zu sagen.
Insbesondere dann wenn derjenige die Richtigstellung auch noch als gegenstandslos abtut.
Ich sehe hier absolut keinen Grund dafür das du meinen Beitrag zensiert hast.

Grüße Gerd
 
Ach Gerd,

... so bildet das Ding auf der Achse ab und wenn der f/4 Newton da den f/5 ED nicht schlaegt, dann haben wir wohl ein kleines Problem, oder?

Der ED 80/400 bildet im Feld wesentlich besser ab als der 112/450 Newton.
Da gibt es nichts zu diskutieren das ist ein Fakt!!!

Hervorhebung von mir.
Welchen Nagel meinst Du denn hier auf den Kopf getroffen zu haben?

Das ist jetzt wieder so eine Gelegenheit, wo ... hm ... wo Ich dir einen kleinen Gefallen tue: Ich gehe jetzt kochen...
Dir liebe Gruesse und ein schoenes Wochenende,
CS
 
Hi,

der Gerd (Duering) ist schon ein Unikum. ;)

Gruß
Peter
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich bin gestern zufällig über einen Vortrag von Prof. Spitzer gestolpert und habe den auch komplett angesehen. Als ich mal wieder über diesen Threat geschaut habe, dachte ich, das passt ganz gut dazu. Wenn ich den Vortrag und die ganzen Unsistellar usw anschaue, dann bin ich gerne Oldschool ;-) Aber das ist meine Meinung, ich will da keinem dagegen reden, einige Kilos an Euro abzunehmen um im Matsch zu landen ;)

 
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