Unistellar eVscope 2

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Hallo!
Das Teleskop trifft bis auf den Preis voll den Zeitgeist, nicht mehr mit den Basic's beschäftigen, sondern "Ready to Go" etc. Die Technik ist sicherlich interessant, welche dahinter steckt und der Hersteller es nicht so ohne weiteres preisgibt.
Das Gerät wird sicher seine Käufer und Nutzer finden, ist halt wie ein Apple, nicht's zu erweiterten, man kauft und verkauft komplett.
Mein Fall ist es definitiv nicht. Ich bin noch ein Kind der "self made" Zeit, wenn man was haben wollte, musste man sich damit mal intensiver aus einander setzen, und selbst (teil-) zusammenbauen vor allem im damaligen östlichen Teil Deutschlands. Mein erster Homecomputer war ein Buch, wo ein Bauplan von einem Z80-Rechner erklärt wurde mit abgedruckten BIOS und großen Basicinterpreter, Heute undenkbar.
 
Hallo!
Mein Fall ist es definitiv nicht. Ich bin noch ein Kind der "self made" Zeit, wenn man was haben wollte, musste man sich damit mal intensiver aus einander setzen, und selbst (teil-) zusammenbauen vor allem im damaligen östlichen Teil Deutschlands. Mein erster Homecomputer war ein Buch, wo ein Bauplan von einem Z80-Rechner erklärt wurde mit abgedruckten BIOS und großen Basicinterpreter, Heute undenkbar.
Wieso sollte das heute undenkbar sein? Es hat sich eine große „Maker-“Szene etabliert mit eigenen Zeitschriften und Webseiten und Onlineshops in denen man sämtliche Werkzeuge und Bauteile bekommt um wirklich alles selber basteln zu können. Sogar Smartwatches und Handies. Wenn das nur in meiner Jugend schon so gewesen wäre.
Mein erster Computer (noch vor dem Sinclair) war übrigens auch ein Z80 Steckkartensystem mit selbst geätzten Platinen (liebe Umwelt, ich entschuldige mich hiermit für die Sauerei, die ich damit angerichtet habe -( ). Ich bin aber schon lange beim Apple angekommen, auf sowas wie Leiterplattenätzen und Maschinenspracheprogrammierung werde ich keine Lebenszeit mehr vergeuden.
Und nicht viel anders sehe ich es bei einem EAA Fernrohr. Ich habe wahrhaftig schon genug gebastelt und werde das auch weiterhin gerne tun, aber es muss mir Freude machen. Irgendwelche Kameratreiber auf dem Raspberry Pi zum Laufen zu bringen und „Indiserver für Nina“ einzurichten (was immer das sein mag) macht mir keine Freude. Da kaufe ich lieber was fertiges vom dem Geld, das ich mit meiner Arbeit verdiene, denn die macht mir Freude. Wobei der Preis wirklich noch etwas fallen muss bevor ich schwach werde,

Grüße
Maximilian
 
Auf CN hat jemand einen Testbericht geschrieben der mir gefallen hat.
....
EVscope Pros

· Gute Einführung in die Grundlagen der Astrofotografie. Es fügt eine weitere Dimension hinzu.

· Präzise GOTOs und Tracking

· Vollständig integriertes Paket, also keine Kabel, Anschlüsse oder Kompatibilitätsprobleme.

· Funktioniert mit jedem Android- oder Apple-Mobiltelefon oder -Tablet mit WLAN.

· Kann sehr schwache Astroobjekte aufdecken und die Bilddateien speichern.

· Gute grundlegende App-Schnittstelle. (wäre besser mit einer richtigen Anleitung)

· Sehr tragbar (OTA und Stativ weniger als 20 lbs)

· Kein weiteres Zubehör erforderlich.

· Kleine Lernkurve.

EVscope Nachteile

· Teuer

· Vollständig integriertes Paket. Wenn irgendetwas fehlschlägt, haben Sie einen Briefbeschwerer.

· Begrenzte Möglichkeiten im Vergleich zu anspruchsvolleren Setups. Berichten zufolge arbeitet Unistellar an Upgrades, um den Scope für diejenigen, die mehr Kontrolle haben möchten, AP-freundlicher zu machen. Immerhin verwendet es denselben Sony IMX224 -Sensor wie einige beliebte Aftermarket-AP-Kameras.

· Spärliche Dokumentation für Umfang und insbesondere die Unistellar-App. (um fair zu sein, sie haben schnell auf zwei Fragen geantwortet, die ich ihnen gestellt habe)

· Nicht wirklich für die helleren Ziele des Sonnensystems gedacht (obwohl sie abgebildet werden können …)

· Nicht geeignet für den terrestrischen Gebrauch.

Also wenn ich mal zu Gelde komm, werde ich schwach.

Hier der Link dazu:

Gruß *entfernt*
 
Wieso sollte das heute undenkbar sein? Es hat sich eine große „Maker-“Szene etabliert mit eigenen Zeitschriften und Webseiten und Onlineshops in denen man sämtliche Werkzeuge und Bauteile bekommt um wirklich alles selber basteln zu können. Sogar Smartwatches und Handies. Wenn das nur in meiner Jugend schon so gewesen wäre.
Wenn ich die heutige Versorgung mit Bauteilen und Zusatzplatinen damals schon hätte gehabt, ich glaube ich wäre heute noch am Feiern.
Auch tippt heute keiner mehr den neuen Interpreter oder Compiler als Hex-Werte so ab. Damals hatte ich zum Programmieren Von EPROMS mittels Modelleisenbahntaster jedes Bit der Daten und Adressen einzeln eingestellt und programmiert. Auch hat man damals schnell gelernt, dass nicht alle EPROMS so einfach 25V vertragen, da kam auch schon mal die "Chipinnenbeleuchtung" im Quarzglasfenster für ein paar Millisekunden, danach nie wieder. :cool:
Ist zwar jetzt ein wenig OT gewesen, sorry, aber die Vergleiche mit einer Differenz von ~30Jahren hinken.
 
Hallo,

jetzt weiß ich auch wo Unistellar abgekupfert hat. Hier das Pikon-Teleskop:


4,5-Zoll Spiegel, Kamerasensor auf der optischen Achse und RaspberryPi zum Aufnehmen. Kommt euch bekannt vor? Das Pikon gibt es aber schon seit 2014. Wahrscheinlich kauft Unistellar nur die 3-D gedruckten Bausätze und die Elektronik für ein paar hundert Pfund ein und jubelt es uns dann in einer Plastikhülle für ein paar tausend unter :LOL:.
Soviel noch mal zum revolutionären Konzept (ich weiß, ich weiß - die Bequemlichkeit).

Gruß

*entfernt*
 
Hallo!
Soviel noch mal zum revolutionären Konzept (ich weiß, ich weiß - die Bequemlichkeit).
Das revolutionäre Konzept ist die Software von Unistellar. Natürlich gibt es auch von anderen Heretllern azimutal montierte Reflektorteleskope mit Kamerasensor. Ein NexStar 6 mit Hyperstar und einem Starsense-Modul ist auch nichts anderes, das gibt es jetzt auch schon viele Jahre.
Die Kunst ist es, das so zu programmieren dass es „out of the box“ funktioniert und von jedermann innerhalb von zwei Minuten bedient werden kann.

Grüße
Maximilian
 
Klar, jetzt habe ich verstanden, daß alle nur heimlich DOOM auf dem Raspi des eVscope spielen wollen (ganz unten in GitHub - jankais3r/Unistellar-eVscope-research). Die Bilder die es liefert sind vielleicht doch etwas langweilig ;)
(Sorry, nicht ernst nehmen. Aber die Bemerkung konnte ich mir nicht entgehen lassen.)

Gruß

*entfernt*
 
4,5-Zoll Spiegel, Kamerasensor auf der optischen Achse und RaspberryPi zum Aufnehmen. Kommt euch bekannt vor?

Ja klingt nach nem Teleskop mit Kamera dran und sowas gibt es nicht erst seit 2014.
Gegenfrage was sagt du denn zu so einem runden Ding mit einem Zifferblatt und 2 Zeigern aus dem Kaugummiautomaten.
Klingt für dich doch bestimmt nach ner Rolex oder?

Das Pikon ist kein Smart Teleskop, es hat bei weitem nicht die Gebrauchseigenschaften.
Es beherrscht weder eine automatische Herstellung der Betriebsbereitschaft noch kann es Live Stacking und damit dunkle DS Objekte zeigen.
Das Pikon ist lediglich ein stinknormales Teleskop mit billig Cam dran die winzige Pixel hat und an dem langsamen Newton vom Sampling her nur für Mond und Planeten geeignet ist.
Und selbst da sehr schlechte Ergebnisse liefert.

Mit dem Grundkonzept eines Smart Teleskop das primär für dunkle DS Objekte gedacht ist hat das billig Mond und Planeten Teleskop Pikon nicht das Geringste zu tun.
Ein Teleskop mit Kamera dran ist noch lange kein Smart Teleskop.
[von Moderation entfernt]


Da sollte schon die für ein Kinder Teleskop mitgelieferte Halterung fürs Handy dieses Teleskop zum Smart Teleskop machen.
Wohlgemerkt das Teleskop hat nicht mal eine motorisierte Montierung noch ne Cam und kann daher für DS Fotografie gar nicht verwendet werden.
Geschweige denn das es in seinen Gebrauchseigenschaften auch nur ansatzweise in die Nähe eines Smart Teleskops kommt.
Dreister geht’s nimmer.

Ach ja die Grundidee des eVscope wurde von Arnaud Malvache, im Austausch mit Laurent Marfisi im Jahre 2014 entwickelt.
Die Grundidee war übrigens dunkle DS Objekte ohne viel Mühe mit Hilfe von Live Stacking zu erreichen.
Das Konzept der automatischen Herstellung der Betriebsbereitschaft in Verbindung mit Live Stacking ist das neue und revolutionäre an dieser Idee.
Das gab es so vorher noch nicht und auch das Pikon hat weder mit der automatischen Herstellung der Betriebsbereitschaft noch mit Live Stacking auch nur das Geringste zu tun.

Grüße Gerd
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Inwiefern ist eigentlich die Fähigkeit eines Smart-Teleskop dynamisch? Also ich meine damit wie intelligent die Aufnahmen ablaufen. Gibt es für jedes bekannte DS-Objekt eine Art Profil für Aufnahme-Parameter die stumpf abgelaufen werden?
Anders gefragt: wenn heute am Himmel eine neue Supernova sich zeigt - würde ein Smartteleskop von sich aus ideale Parameter für ein Bild mit maximaler Qualität und Details hervorbringen (im Rahmen seiner Spezifikation)? Ok, der Fall ist ein bisschen konstruiert und hochgradig selten, aber mir geht es wirklich um das Prinzip hinter der Technik.

Gruß Markus
 
Hallo zusammen,

Das Konzept der automatischen Herstellung der Betriebsbereitschaft in Verbindung mit Live Stacking ist das neue und revolutionäre an dieser Idee.
wirklich revolutionär ist das nicht.
Dafür sind Computer m.E. da, dass sie mir gewisse Aufgabe abnehmen und zu meiner Zufriedenheit erfüllen.

Einschaltknopf betätigen und das Notebook rumpelt hoch bis zur Anmeldung.
Et voila, Betriebsbereit.
Das ganze kann man dann noch weiter treiben, das lästige und unbequeme ;) Anmelden abschalten und im Nachzug Programme starten (Autostart).
Das im Zuge der Herstellung der Betriebsbereitschaft auch sämtlich Hardware mit eingebunden wird, halte ich für selbstverständlich.

Das war 1978 bei der Erstanschaffung meines C64 (Brotkiste) revolutionär. Wobei der nicht wirklich Betriebsbereit war nach dem Einschalten.

Nichts anderes ist das doch bei den SmartScopes.
Da werkelt ein Raspberry drin. So wie es aussieht mit einer Zusatzplatine, in der sicherlich Denkarbeit rein gesteckt wurde.
Das Teil wird seine verbaute Hardware abfragen, eine Ortsbestimmung durchführen, automatisch die benötigte Software starten, einen Hot Spot aufspannen und wenn das passende SmartPhone in der Nähe ist, sich mit dem verbinden.

Diese ganzen Einzelkomponenten sind alle frei käuflich zu erwerben, wie man diesem und vielen anderen Fäden entnehmen kann.
Software für die ganzen Komponenten gibt es zur genüge.
Das praktische dabei ist ja, da das ganze ja auf einem Raspberry läuft und somit Linux basiert ist, stehen jedem, der will, die Quellcodes zur Verfügung und darf sie nach den Vorgaben von GNU auch variieren und für seine Bedürfnisse anpassen. Die dahinter steckende Philosophie von Linux. Mit der Lizenzierung von GNU/Linux muss man sich halt auseinander setzen, was erlaubt ist und was nicht.

Ja, wenn man das alles selbst aufbastelt ist das sicherlich nicht so schick, hipp und kompakt verpackt.
Auch muss ich mehr, als nur den Einschaltknopf betätigen, machen.

Revolutionär/Bahnbrechend, nun ja, für mich eine konsequente weiter Entwicklung und Ausschöpfung der technischen/elektronischen/rechnerischen Möglichkeiten.
Das ganze wirklich in ein Gehäuse rein packen und mit einem Knopfdruck starten.


Inwiefern ist eigentlich die Fähigkeit eines Smart-Teleskop dynamisch? Also ich meine damit wie intelligent die Aufnahmen ablaufen. Gibt es für jedes bekannte DS-Objekt eine Art Profil für Aufnahme-Parameter die stumpf abgelaufen werden?
Anders gefragt: wenn heute am Himmel eine neue Supernova sich zeigt - würde ein Smartteleskop von sich aus ideale Parameter für ein Bild mit maximaler Qualität und Details hervorbringen (im Rahmen seiner Spezifikation)? Ok, der Fall ist ein bisschen konstruiert und hochgradig selten, aber mir geht es wirklich um das Prinzip hinter der Technik.
Musste ich sofort an die, in verschiedenen Fäden, kühn aufgestellte These (Verschwörungstheorie :eek:) denken, dass da hochauflösende Fotos hinterlegt sind.
Was an Hand, der auf git-hub hinterlegten Research, und meines Wissens nach, widerlegt ist.

In diesem Sinne :coffee:.
 
Meiner Meinung nach hat diese Produktkategorie die gleiche Daseinsberechtigung wie jede andere astronomische Ausrüstung. Was dem
Einem sein 16er Dobson ist, ist dem Anderem ein 3 Zöller: ein Teleskop das benutzt wird und Spass macht. Wenn es auch nur begrenzt dazu beitragen sollte dessen Käufer für die Astronomie zu begeistern - ist doch prima. Der aktuelle Preis ist in meinen Augen zu hoch, aber erinnert Euch mal an die ersten Notebooks, Videorecorder, MP3- Player, Mobiles, OLED-Fernseher, usw. Falls die Marktführer in dieses Konzept einsteigen sollten, werden auch die Preise bröckeln. Möglicherweise ausgereifter und mit deutlich besserer Abbildung, vielleicht sogar als ein Hybridgerät mit wahlweise optischem bzw. elektronischem Okular.
 
Hallo,

ich habe mir Mal zum Thema "Citizen Science" ein paar der Unistellar Webseiten angesehen und kann dazu nur "na ja", mit Einschränkungen sagen...

Was mir so auffiel ist, dass in der Tabelle Unistellar Asteroid Occultations Results zwar steht, ob eine Beobachtung positiv oder negativ war - leider steht da aber nichts weiter über die Dauer der Bedeckung. Gerade die macht ja die Beobachtung von Sternbedeckungen durch Kleinplaneten für die Wissenschaft so interessant, da man daraus im Zusammenspiel vieler Beobachter rückwirkend die Form des bedeckenden Objektes bestimmen kann.

Wären also die Fragen (die wahrscheinlich nur der Hersteller beantworten kann, da man ja anscheinend (noch) nicht selbst an die Rohdaten rankommt, wenn ich das richtig verstanden habe):
  1. Wie gut ist die Zeitbestimmung einer Aufnahme (also die Genauigkeit des Startzeitpunkts oder der Aufnahmemitte)? In den Artikeln der IOTA lese ich immer, dass es besser als 0,1s soll.
  2. Aus (1) resultierend sollte dann natürlich auch die Belichtungszeit kürzer als 0,1s sein, weshalb alle mir bekannten Bedeckungsbeobachter immer Videotechniken zur Dokumentation eines solchen Events benutzen.
Ich befürchte der einzige wissenschaftliche Wert einer positiv/negativ Beobachtung ist die Bestätigung, dass die berechnete Bahn des Kleinplaneten und die Position des bedeckten Sterns richtig waren. :confused: Außer man hat den seeehr selten Fall, dass man noch ein Sekundärereignis - also eine zweite Bedeckung durch einen Kleinplanetenmond - beobachtet.

Auf einer anderen Seite von Unistellar werden mit den eVscope erzeugte Kleinplaneten-Lichtkurven gezeigt. Na ja, in den Beispielen sind Lichtwechsel zu erkennen ... aber toll sind die Messfehler mit 0,1mag bei einem 15mag Objekt nicht gerade. Da zeigt sich einfach, dass 4,5" für solche Objekte etwas zu wenig ist.

Wobei ich bei meinen Messungen aber auch nur einen maximalen Messfehler von 0,007 mag toleriere...

Hier sehe ich aber durchaus trotzdem ein gewisses wissenschaftliches Potential eines solchen Teleskops!

Die Photometrie von helleren (< 13 mag) Objekten!

Das müssen jetzt auch nicht unbedingt Kleinplaneten sein. Man könnte natürlich auch Veränderliche oder helle Novae/Supernovae nehmen... Es kommt halt auf die Schnelligkeit der Veränderung an. Wenn es langsam genug ist, so dass man trotz längerer Belichtungszeiten noch eine vernünftige zeitliche Auflösung der Lichtkurve hinbekommt, ist alles o.k. ...

Aus meiner eigenen Erfahrung bei der Photometrie von Kleinplaneten mit einem 14"-Newton muss ich das aber auch direkt wieder relativieren: Bei mir ist bei Objekten heller als ca. 10mag sinnvollerweise Schluss. Damit des Zielobjekt nicht überbelichtet ist, müsste ich dann nämlich so kurz belichten, dass ich in meinem ca. 42' x 29' großen Bildfeld oftmals nur wenige bis gar keine brauchbaren Vergleichssterne finde.

Nun hat das eVscope aber mit seinen (wenn ich richtig gerechnet habe) 37' x 28' Bildfeld fast exakt das gleiche Feld - und wird damit also exakt die gleichen Probleme bekommen, wie ich.

Viele Grüße,
Axel
 
Hallo Felix,

das ist das was ich meinte!

Auch mit kleinen Teleskopen kann man wissenschaftlich wertvolle Ergebnisse sammeln, man muss halt nur die entsprechende Niche finden.

Die Beispiele bei Unistellar sind in meinen Augen dafür jetzt nicht ganz so passend - aber eben werbewirksam ... von wegen "protect the earth" usw.

Das Problem ist wohl aber leider der Beobachter, der dahinter steht. Ich für meinen Teil finde es spannend zu sehen, wie ich nach und nach - teilweise über mehre Tage und Wochen - eine Lichtkurve erstelle. Für die meisten (und da wahrscheinlich für so gut wie alle Leute der Zielgruppe) ist das aber langweilig, weil man eben nicht sofort "nach max. 5 Minuten" einen Erfolg sieht.

Axel
 
Was mir so auffiel ist, dass in der Tabelle Unistellar Asteroid Occultations Results zwar steht, ob eine Beobachtung positiv oder negativ war - leider steht da aber nichts weiter über die Dauer der Bedeckung. Gerade die macht ja die Beobachtung von Sternbedeckungen durch Kleinplaneten für die Wissenschaft so interessant, da man daraus im Zusammenspiel vieler Beobachter rückwirkend die Form des bedeckenden Objektes bestimmen kann.

Selbstverständlich wird auch mit dem eVscope nicht einfach nur registriert ob man das Ereignis beobachten konnte sondern auch Zeiten und Helligkeitskurve erfasst.

Link zur Grafik: https://unistellaroptics.com/wp-content/uploads/2020/12/Nicola_Meneghelli.gif

Die Uhrzeit wird wie du oben siehst vom eVscope (rechts am Ende der Legende) ) mit 0,1S Genauigkeit angezeigt.





Ein konkretes Ergebnis das man mit Hilfe von mit eVscope gewonnenen Daten erhalten hat hast du wohl auf der von mir schon verlinkten Seite überlesen.


With the growing size of the community, the collective force of the Unistellar network is delivering more and more results. In September 2020, two US-based citizen astronomers from our community detected an occultation by asteroid Begonia, revealing, after analysis by professional astronomers from the SETI Institute, our science partner, that its size was 20% bigger than expected. In February 2021, it is this time no less than five France-based citizen astronomers who, with other amateur astronomers, detected an occultation by asteroid Chaldea.

Grüße Gerd
 
Ein Teleskop mit Kamera dran ist noch lange kein Smart Teleskop.
Hör doch auf uns hier für dumm zu verkaufen.

Hallo Gerd,

Ironie und Sarkasmus ist etwas, was nicht jeder versteht - aber die brauchen dann vielleicht auch ein Smart-Teleskop.

Außerdem, das Pikon hat immerhin einen RaspberryPI und für den durchschnittlichen eVscope-Nutzer, der laut Dir ohne Probleme auch den Bildsensor und die Hauptplatine zum Upgrade umlöten könnte, ist es doch kein Problem da z.B. die Stellarmate-App aufzuspielen und mit ein paar kleineren Modifikationen ein Smartteleskop daraus zu machen ;)

Gruß

*entfernt*

PS: Das "für dumm verkaufen" habe ich übrigens schon hier angefangen:
 
PPS: ich habe mal ins Paper von M.Buie geschaut. Dort steht zum timing mit dem eVscope: "Absolute timing of the observations is supported by time information provided by a connected cellular telephone during data collection with an absolute timing accuracy estimated at 50 ms. These observations were further supported by the use of an auxiliary timing system (known as ChronoFlash) that is estimated to improve the absolute timing to a level similar to the QHY174 cameras."
Die Genauigkeit kommt also nicht vom eVscope. Aber ich will da nicht meckern, schließlich greift man auch mit anderen Teleskopen auf externe Zeitgeber bei Bedeckungsmessungen zurück. Der Punkt ist, jedes andere Teleskop mit einem Timer und einer Kamera hätte es hier auch getan - wenn man sich an so etwas beteiligen will.
 
Einschaltknopf betätigen und das Notebook rumpelt hoch bis zur Anmeldung.
Et voila, Betriebsbereit.

Na ja das es ein Computer es schafft seine eigene Betriebsbereitschaft selbstständig herzustellen ist in der Tat nicht neu. Mein C64 schaffte das allerdings ohne mein Zutun noch nicht. Das Basic war zwar sofort betriebsbereit aber die Software mit der ich dann arbeiten wollte musste ich erst umständlich mit Bacic Befehlen laden.

Hier geht es ja aber darum das nicht nur der Computer sondern ein ganzes Teleskop zur Fotografie mit GOTO selbstständig auf Knopfdruck seine Betriebsbereitschaf herstellt.
Bisher musste hier manuell eingenordet werden und das Alignment ausgeführt warden und man musste bisher diverse Komponenten anbringen, und miteinander verkabeln.

All das fällt bei Smart Teleskopen weg und das ist nun mal neu und war so bisher noch nicht dagewesen.

Grüße Gerd
 
Auch mit kleinen Teleskopen kann man wissenschaftlich wertvolle Ergebnisse sammeln, man muss halt nur die entsprechende Niche finden.
... davon mal abgesehen, naja wer tatsaechlich schon mal in den Naturwissenschaften herumdiletiert hat, der weiss nichts ist leichter als grosse Datenberge aufzuhaeufen, deren Analyse ein ziemliches langweiliges und garstiges Geschaeft ist.

Das Problem ist wohl aber leider der Beobachter, der dahinter steht. Ich für meinen Teil finde es spannend zu sehen, wie ich nach und nach - teilweise über mehre Tage und Wochen - eine Lichtkurve erstelle.
Es wuerde sogar Sinn machen, mit einem Schwarm von Kleinteleskopen Kleinplaneten-Lichtkurven zu messen und die Beobachtungen zu korrelieren und zu analysieren. Nur ist das halt ein Projekt dessen Komplexitaet an "Seti at home" heranreicht. Und da muss man sich halt fragen, was ist hier die Henne, was ist das Ei: Zieht hier eine dringende wissenschaftliche Frage die Initiative von kommerzialisierten Schwarmteleskopen nach sich, oder spannt hier ein kommerzielles Interesse an verschaerftem Absatz wissenschaftliche Fragen vor den eigenen Karren.
Das soll schon jeder fuer sich selbst beurteilen, der da investiert.
Ich bin da wohl eher in deinem Lager: Konsum ist "lasterhaft" geworden und so muss man sowas halt eine vordergruendige Sinnhaftigkeit andichten, hier dann eine wissenschaftliche.

Und etwas IMHO demaskierend ist halt die ebenso ueberzogene wie bemuehte Art und Weise wie dafuer getrommelt wird. Man schmoekert den Link vom Gerd nur etwas an und schon liest man sowas (Hervorhebung von mir):

"On December 29, astronomy professionals and amateurs in North America attempted to observe a star occultation by Leucus. 19 observers got positioned well, among them 12 obtained a positive detection, one of them being the Unistellar team. In comparison with other chords, the Unistellar’s chord one (labeled below as FM1) is consistent. This result validates therefore one of the key parameters for an occultation, the time precision of an eVscope."

um dann zu diesem Fazit zu kommen:

“Once again, the Unistellar eVscope has provided valid scientific information to professional astronomers” explained Dr. Franck Marchis, senior astronomer at the SETI Institute and Unistellar’s Chief Scientific Officer. “ Not only does the eVscope allows anyone to observe galaxies and nebulae in unparalleled details, this backyard telescope is turning day after ay into an invaluable citizen astronomy tool”.

... invaluable also. Na dann ;)
Die Ironie ist allerdings offenbar, dass die Initiative fuer diesen Beobachtungs-Event weder von Unistellar oder dessen User-Community ausging, trotzdem aber jetzt PR-maessig komplett vor deren Karren gespannt wird. Da werden sich die anderen 28 Teilnehmer sicher freuen und wie viele eVscope unter den 17 nichterfolgreichen Beobachtungen waren, erfahren wir diskreter Weise auch nicht. ;)

(Nebenbemerkung: Ueber die Hyperbole "observe galaxies and nebulae in unparalleled details" sage Ich nix mehr, denn dazu ist in dem Thread bereits genug gesagt worden).

Alles was hier das Unistellar Scope als Schwarmteleskop besonders praedestiniert, sind Bilder mit GPS-Daten und Zeit im Header und ein standardisiertes Bildformat. Selbstverstaendlich kann man das auch mit anderer Aufnahmesoftware (muss halt NMEA GPS kompatibel sein und ein GPS dranhaengen haben) und beliebigen anderen Fernrohren auch machen. Was hier halt aufgeblasen wird, ist dass ein automatisches GoTo-Scope wie das eVscope (wie jedes Fabrikat dieser Art oder auch eine iOptron oder ZWO Auto-AZ Montierung auch) natuerlich sowieso GPS haben muss.

Was unter den Tisch gekehrt wird, ist die designbedingte Bruchstelle des Scopes fuer dieses Konzept: Eigentlich ist es ja erst mal prima, dass Schwarmtelekope standardisiert sind (macht das bearbeiten des Datenwusts einfacher). Eigentlich also eine gute Sache. Was das unistellar Scope letzendlich in dieser Rolle limitieren wird, hat der Alex hier exemplarisch vorgefuehrt: Mit einem halb-fokussierten Teleskop, welches der antizipierte Otto-Normalo auch nur unvollstaendig oder gar nicht kollimieren wird, bleibt das Ding (DAS gibt ja immerhin der Gerd noch zu) halt hinter den Moeglichkeiten eines 4" f/4 zurueck. Wahrscheinlich wird uns dabei erzahlt werden, dass das Gesetz der grossen Zahl auch dieses Problem loest: Wenn 25000 Teleskope verkauft wuerden (Umsatz > 50ME) und davon 250 jede Nacht beobachten wuerden, dann waere es ja i.d.T. Wurst, wenn 125 davon unbrauchbare Daten liefern. Ob diese Rechnung so aufgeht, kann man sich ja mal ueberlegen.
MfG & CS
 
Zuletzt bearbeitet:
Anders gefragt: wenn heute am Himmel eine neue Supernova sich zeigt - würde ein Smartteleskop von sich aus ideale Parameter für ein Bild mit maximaler Qualität und Details hervorbringen (im Rahmen seiner Spezifikation)? Ok, der Fall ist ein bisschen konstruiert und hochgradig selten, aber mir geht es wirklich um das Prinzip hinter der Technik.

Warum sollte es das denn tun?
Der große Vorteil von Smart Teleskopen ist für mich vor allem das hier lästige immer wieder gleiche und damit auf Dauer langweilige Vorbereitungsarbeiten wegfallen und es auf Knopfdruck betriebsbereit ist.
Bei der eigentlichen Beobachtung will ich als Nutzer dann aber selber ran und selber die optimalen Einstellungen vornehmen.
Das ist leider momentan noch recht rudimentär aber durchaus möglich.
Ich möchte die kreative Phase während der Nutzung nicht automatisiert haben sondern nur die eintönige und langweilige Phase der Vorbereitung bis zur Herstellung der Betriebsbereitschaft.
Das ist ja auch der Sinn von Automation, dem Menschen , eintönigen immer wieder gleiche Tätigkeiten abzunehmen damit es sich kreativ betätigen kann.

Grüße Gerd
 
Hallo Gerd,

Die Uhrzeit wird wie du oben siehst vom eVscope (rechts am Ende der Legende) ) mit 0,1S Genauigkeit angezeigt.

Mmh, das ja ... wenn man aber mal genauer hinschaut, springt es immer um 0,5s ( .1 / .6 / .1 / .6 ... usw.), also war mein Eindruck: "Es sampelt doch nur alle 0,5s?" Das reicht aber AFAIK nicht wirklich für Sternbedeckungen aus... Weshalb ich auch nicht weiter geschaut habe.


Randbemerkung:

Es wäre übrigens nett, wenn man bei solchen Abbildungen das Objekt und den Beobachter mit angeben würde, dann könnte man auch Vergleichsbeobachtungen im Netz finden um das ganze einzusortieren. An dem Tag fanden nämlich mehrere Bedeckungen statt. Von der Zeit her könnte es (401) Ottilia gewesen sein. Ob die Beobachtung mit dem eVscope dabei ist, kann ich nicht sagen, weil ja eben der Beobachter fehlt. :(


Ich habe mir auf Deine Mail hin aber mal die Ergebnisse der anderen genannten Bedeckungen angeschaut:

2000 UD52
(164) Loreley
(175) Andromache
(943) Begonia
(11351) Leucus
  • Die Bedeckung von 2000 UD52 lassen wir mal außen vor, weil man da (einzige positive Meldung) keinen Vergleich hat.
  • Ergebnisse der Bedeckung von (21800) Orus habe ich zwar bei Euraster gefunden, da taucht der einzige bei Unistellar erwähne Name (F. Marchis) aber nicht unter den Beobachtern auf... :(
  • Die beiden in der Tabelle bei Unistallar genannten Namen (S. Rihani und B. Parker) tauchen in der Auswertung von (943) Begonia von Steve Preston (IOTA) gar nicht auf.
  • Auch der in dem von Dir verlinkten PDF aufgeführte (175) Andromache hatte nur zwei positive Beobachtungen, was eine Qualitätsabschätzung schwierig macht.
  • Die Beobachtungen von (164) Loreley und (11351) Leucus passen aber sehr gut zu den restlichen Beobachtungsdaten! :D
Die anderen positiven Beobachtungen aus der Liste unten auf der Webseite habe ich mir jetzt nicht die Mühe gemacht rauszusuchen...


Zu dem Artikel von Astrogeartoday.com:

Ja, Exoplaneten-Transits hatte ich bei meiner Liste dessen, was mit so einem kleinen Gerät möglich ist, vergessen - Schande über mich. ;) Aber auch das sind keine Beobachtungen, bei denen es auf Zehntelsekunden genauigkeit ankommt, so dass man ruhig mehrere Sekunden bis hin zu Minuten Belichtungszeit aufsummieren kann.


Wie bereits gesagt: Mit solch einem kleinen Teleskop kann man durchaus wissenschaftliche Beiträge leisten! Das steht außer Frage! ...aber ob man gleich, wie in dem Astrogeartoday-PDF, mit "Planetary Defence" titeln muss ... ich weiß nicht? Das ist für mich leider BILD-Niveau... (Ja, dazu habe ich mir eine Meinung gebildet. ;))

Klar, selbst mit weniger als 4" Durchmesser kann man auch NEOs fotografieren. Aber doch erst dann, wenn sie in absoluter Erdnähe sind! Bei den dann notwendigen kurzen Belichtungszeiten - um ihn vermessbar (punktförmig) abzubilden - wird das S/N bei einem solch kleinen Gerät nicht mehr so berauschend sein, so dass die Astrometrie auch nicht wirklich brauchbar ist.

Abgesehen davon ist die Astrometrie bei solchen Objekten vor allem über einen großen Zeitraum interessant, weil sich nur durch einen möglichst langen Bahnbogen eine gute (vorhersagbare) Bahn berechnen läßt. In Erdnähe beobachten solche Objekte (fast) alle - da braucht die Wissenschaft die paar Positionen der Kleinteleskope nicht wirklich. Dann, wenn der NEO noch bzw. schon wieder weiter weg ist, werden Daten benötigt - aber dazu braucht es dann wieder ein deutlich größeres Teleskop. Da muss man in der "oberen (Astro-)Amateur-Liga mitspielen ... so ab 12" aufwärts. Sorry, aber das ist nun mal so... :(

Viele Grüße,
Axel
 
Hallo,

Es wuerde sogar Sinn machen, mit einem Schwarm von Kleinteleskopen Kleinplaneten-Lichtkurven zu messen und die Beobachtungen zu korrelieren und zu analysieren. Nur ist das halt ein Projekt dessen Komplexitaet an "Seti at home" heranreicht.

Na ja, man darf als Amateur nicht erwarten, dass man nur Bilder aufnimmt und diese dann einfach "irgendwo" hinschickt. :cool: Man muss da schon selber Hand anlegen. Bisher mache ich es mit meinen Beobachtungen so:
  • Bei den Lichtkurven von Kleinplaneten arbeite ich z.B. mit Prof. R. Behrend von der Uni Genf zusammen. Von mir werden die Daten dabei Objektweise "vor-auswertet", d.h. ich erstelle für jeden Beobachtungsabend eine Tabelle der Form Datum, gemessene Helligkeit, Fehler der Helligkeitsbestimmung und sende diese dann nach Genf. Prof. Behrend kombiniert meine Daten mit denen anderer Beobachter und publiziert dann eine entsprechende (Gesamt-)Lichtkurve mit der Anmerkung ob weitere Daten benötigt werden oder ob die Kurve für diese Opposition final bestimmt ist.
  • Bei der Astrometrie werte ich die Bilder mit Astrometrica selbst aus und schicke dann nur eine Tabelle mit den von mir gemessenen Positionen an das Minor Planet Center. Die pflegen dann meine Daten in die große Datenbank ein und der Computer berechnet jeden Tag anhand aller vorhandenen Daten die aktuellen Bahnparameter aller Kleinplaneten und Cometen, die dann wiederum den Beobachtern in Form der mpcorb.dat bzw. comet.dat zur Verfügung gestellt werden.
Von daher werden sich schon nicht allzu viele eVscope-Nutzer wirklich diesem Teil der Astronomie verschreiben. So wie ich es aktuell verstehe, wird die Auswertung solcher Beobachtungen wohl von Unistellar vorgenommen. Es liest sich zumindest so:

Unistellar is currently working with IOTA and EURASTER,..

Ich vermute, das machen die aber wohl nur für die Objekte, für die sie auch zu Beobachtungen aufrufen? Was macht man, wenn man eigene Beobachtungsprogramme machen will? An die Rohdaten kommt man ja wohl aktuell - zumindest offiziell - nicht nicht ran. ...und fertige JPGs auswerten ist nicht sinnvoll. Da braucht man die originalen FITs Dateien incl. passender Darks und Flats.

Und da muss man sich halt fragen, was ist hier die Henne, was ist das Ei: Zieht hier eine dringende wissenschaftliche Frage die Initiative von kommerzialisierten Schwarmteleskopen nach sich, oder spannt hier ein kommerzielles Interesse an verschaerftem Absatz wissenschaftliche Fragen vor den eigenen Karren.

So wie es Unistellar bewirbt: Eher letzteres!

Zur Bedeckung von (11351) Leucus:

Die Ironie ist allerdings offenbar, dass die Initiative fuer diesen Beobachtungs-Event weder von Unistellar oder dessen User-Community ausging, trotzdem aber jetzt PR-maessig komplett vor deren Karren gespannt wird. Da werden sich die anderen 28 Teilnehmer sicher freuen und wie viele eVscope unter den 17 nichterfolgreichen Beobachtungen waren, erfahren wir diskreter Weise auch nicht.

Nein, dass war ganz sicher nicht die Idee von Unistellar - das ging von der IOTA und Euraster aus. Denen ist aber eigentlich egal, wer da mit welchem Gerät mitmacht. Die Interessiert nur ob die Bedeckung erfolgt ist und wenn ja, dann möglichst genau wann und an welchem Ort, da sie so ein möglichst genaues Schnittbild des Kleinplaneten berechnen können. Den anderen Teilnehmeren wird das auch egal sein - ganz im Gegenteil, die freuen sich über jeden weiteren der mitmacht, wenn am Ende ein gut bestimmter Querschnitt dabei raus kommt. ...und ob es jetzt ein eVscope war oder was auch sonst immer, das keine Bedeckung gesehen hat, interessiert dabei auch keinen. Der Beobachter stand halt nur an der falschen Stelle auf der Erdoberfläche - außerhalb des Schattenpfades - also persönliches Pech... :cry:

Was das unistellar Scope letzendlich in dieser Rolle limitieren wird, hat der Alex hier exemplarisch vorgefuehrt: Mit einem halb-fokussierten Teleskop, welches der antizipierte Otto-Normalo auch nur unvollstaendig oder gar nicht kollimieren wird, bleibt das Ding (DAS gibt ja immerhin der Gerd noch zu) halt hinter den Moeglichkeiten eines 4" f/4 zurueck. Wahrscheinlich wird uns dabei erzahlt werden, dass das Gesetz der grossen Zahl auch dieses Problem loest: Wenn 25000 Teleskope verkauft wuerden (Umsatz > 50ME) und davon 250 jede Nacht beobachten wuerden, dann waere es ja i.d.T. Wurst, wenn 125 davon unbrauchbare Daten liefern. Ob diese Rechnung so aufgeht, kann man sich ja mal ueberlegen.

Dem stimme ich zu: In der Summe kommt wahrscheinlich auch bei vielen schlechten Beobachtungen dank Statistik ein brauchbares Ergebnis raus.

Wie befriedigend das dann wiederum für den einzelnen Nutzer (vor allem die mit einem schlechtem Ergebnis) sein wird, sei jetzt mal dahin gestellt.

Den Durchschnittsnutzer, der sich mal eben ein schönes buntes Bild des Orionnebels beim Weinchen vom Pool aus anschauen will, interessiert's wohl eher nicht, da er mangels Erfahrung sowieso nicht weiß, dass sein Teleskop schlecht kollimiert oder defokussiert ist und auch an solchen Beobachtungskampagnen nicht teilnehmen wird.

Viele Grüße,
Axel
 
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