Welches Teleskop fĂŒr đŸȘ & 🌌 | Astronomie.de - Der Treffpunkt fĂŒr Astronomie

Welches Teleskop fĂŒr đŸȘ & 🌌

Nistler

Mitglied
Hallo und erstmal vielen Dank fĂŒr die Annahme!

und nun kurz zu meiner Person

Man nennt mich Nis (warum auch immer :LOL: ), bin 53 Jahre alt, und der Himmel fasziniert mich schon seit der Kindheit.
Noch heute bin ich fasziniert und in letzter Zeit habe nun einen Peak erreicht das ich mich nun schon vor Wochen zu einem Kauf eines Teleskopes entschieden habe.
Denn ich schaue immer wieder öfters in den Himmel und wĂŒnsche mir die Planeten von nĂ€herem zu betrachten. Vorallem der Saturn mit seinen Ringen und der Mond wĂŒrde ich gerne mal nĂ€her sehen und beobachten. Also im grossen und ganzen kann ich sagen interessiere ich mich vorwiegend fĂŒr fĂŒr Planeten aber auch Galaxien ziehen mich an und bewundere ich immer wieder mal im Netz.

Ich wohne in nĂ€he einer Grosstadt die leider schon an einer Lichtverschmutzung vom Wert ca.10 betroffen ist (gemĂ€ss Karte bei darksky.ch), könnte jedoch fĂŒr Beobachtungen noch in Gebiete "flĂŒchten" mit den werten um 3 und etwas entfernter sogar um 1,5 (Hab die Massangabe/Norm wie es genau heisst leider nicht mehr im Kopf *shame on me"

In meiner Kindheit hatte ich mal ein pseudo Teleskop (Ich glaube es war ein 50/600) aber da rede ich lieber nicht mehr darĂŒber ausser das man kaum was sah, alles extrem dunkel war und Saturn zb. nur als Punkt sichtbar war ohne Ringe und das nur mit enormem Röhrenblick und Augenakrobatik. (Gesichtsfeld?) Was fĂŒr mich als BrillentrĂ€ger auch eine enorme Herausforderung ist/war und AusbaufĂ€hig ist das Teil sowieso nicht da es keiner Norm entspricht und uralt ist.. Das Teleskop wĂŒrde ich nicht mehr einem SchĂŒler zumuten.

Nun brenne ich und wĂ€lze ich mich schon seit Wochen im Netz durch und lese in den Foren was hier das Ideale wĂ€re und immer wieder wenn ich mich auf ein Teleskop fixiere lese ich wieder etwas was dagegen spricht. Dahe habe ich mich nun entschieden selber in den Foren aktiv zu werden und zu beschreiben was ich fĂŒr Erwartungen habe, wie und was ich mir vorstelle. Ich werde hier wohl nicht gleich an alles denken aber wenn mir was einfĂ€llt, werde ich es hier noch anfĂŒgen. In der Hoffnung das Ihr Fachleute mir hier unter die Arme greifen könnt und ich mich bald mal fĂŒr ein Teleskop entscheiden kann. :cool:

Mein Budget liegt bei ca +- 1000.-- weniger ist immer besser aber mir ist auch klar, dass ich mit meinen AnsprĂŒchen schon etwas springen lassen muss. :rolleyes:

Wie bereits erwĂ€hnt ist mein primĂ€res Ziel der Saturn der mich in seinen Bann gezogen hat und auch der Mond. Aber ganz klar auch die anderen Planeten sind auf dem Plan. (Nachtrag: Planeten stehen im mom nicht gut, habe ich auch eben mitbekommen) Saturn erwĂ€hne ich einfach so deutlich damit es am Ende dann keine derbe entĂ€uschung wird. Es ist mir auch klar das ich keine Bilder erwarten kann wie man sie oft im Internet findet oder fĂ€lschlicherweise auf Abildungen bei Angeboten vorzufinden sind. Ich habe schon einige Youtube Vids angeschaut mit meinen Favoriten Teleskopen die ich am Ende noch erwĂ€hnen werde und diese Aufnahmen sind fĂŒr mich schon sehr faszinierend.

Wichtige Punkte die ich gerne einhalten möchte sind bestimmt mal das Budget und das das Teleskop ev. auch noch Mobil ist um eben noch zu die besseren Gebieten zu gelangen. GoTo wĂ€re fĂŒr mich auch ein grosser Wunsch, da ich mich nicht noch lange mit Suchen beschĂ€ftigen will und einfach auch noch ein "Technikkind" geblieben bin. :D Ich weiss fĂŒr Planeten ist dies nicht wirklich erforderlich und VerstĂ€rkung an Handy Apps gibt es auch genĂŒgend aber dennoch möchte ich an einem GoTo festhalten da ich ja auch Galaxien wie ev. die Andromeda- Galaxie ansteuern will sowie generell gerĂŒstet sein möchte da ich weiss, das ich immer mehr sehen möchte was mir bisher fremd war. Es muss schon ein guter Grund sein mich von diesem Vorhaben abzubringen.

Nachtrag: Was ich eben auch erfahren habe sollen ToGo durchs Band alle Probleme machen bei Firmware-Updates was mich wiederum verunsichert. Es Wurde Wifi empfohlen wobei ich da auch schon gelesen habe das es Probleme geben soll... Ich bin nun total verwirrt..

Im weiteren sehe ich vor in einem weiteren Schritt zu Filmen/Fotografieren und mich mit dem Stacking vertraut zu machen. (Was mir auch noch völlig neu sein wird) Dies wohl mit einer speziellen Teleskopkamera wie ZWO oder sonst was sich da empfiehlt. Ich besitze zwar noch eine Canon EOS 60D, denke aber das eine spezielle Kamera aufgrund des Gewichtes eher zu empfehlen ist, diese fĂŒr eine GoTo Montierungen wohl idealer ist und ich mir so kosten fĂŒr eine noch teurere Montierung sparen kann. Abgesehen davon habe ich auch keine Ahnung wie die zu bedienen wĂ€re um was brauchbares rauzukitzeln.. _affeaugen: Werde jedoch gerne des besseren belehrt. FĂŒr den Anfang könnte ich zum Probieren vielleicht sogar das Handy erstmal einsetzen um die ersten Bilder festzuhalten. :sneaky: (Apple)

Immer wieder wird auch Dobson empfohlen was ich aber nicht wirklich so praktikabel finde fĂŒr den Transport und fĂŒr Film und Foto auch nicht so gegeben ist.
Nun noch auf die Montierung zu kommen sind diese ja meist vorgegeben und es gibt auch welche auf Parallaktischen Stativen was ich vorziehen wĂŒrde wenn es dann ins Budget passt. Was mich aber gleich zur nĂ€chten Unklarheit fĂŒhrt. Wenn ich so sehe das es viele Azimutale GoTo Montierungen mit automatischer NachfĂŒhrung gibt, frage ich mich ob diese ĂŒberhaupt fĂŒr Film und Foto geeignet sind oder ob man da was beachten muss. FĂŒr Planeten vielleicht nicht so problematisch aber wenn ich hier zb, an die Andromeda- Galaxie denke!?

Ach ja so nebenbei: Ich glaube auch noch irgendwie mal irgendwo was aufgeschnappt zu haben das sich fĂŒr Foto/Cam ein ÖffnungsverhĂ€ltnis von F/5. bis ca. F/8 empfiehlt, was auch immer das heissen mag. Info: Ich bin fĂŒr Formeln und Berechnungen ĂŒberhaupt nicht empfĂ€nglich und daher auch die Fotografie aufgegben weil es mich ein wenig ĂŒberforderte.... Jaa ist mir auch klar etwas fehl am Platz fĂŒr dieses Hobby is halt so.. _affeaugen:

Ich weiss es gibt keine Eier legende Wollmilchsau (heisst das so? :rolleyes: ) Ich versuche einfach fĂŒr mein Budget das beste herauszuholen und fĂŒr die Zukunft zu rĂŒsten da ich nicht in einem Jahr nochmals soviel ausgeben kann. Sollte ich nicht gleich alles beim ersten mal schaffen zu kaufen, was anzunehmen ist, dann sollte es auch möglich sein das Teil laufend zu erweitern also aufrĂŒstbar resp. ausbaubar sein. Damit man auch eben spĂ€ter auf Film/Foto nachrĂŒsten kann (vorzugsweise Teleskop eigene Cams oder wie bereits erwĂ€hnt zu begin mit nem iOs Handy?), sowie auch mal bessere Okulare hinzukaufen kann.

Hier nun die Teleskope die ich mal in das Auge gefasst habe aber immer teilweise irgendwo immer wieder mal in Grund und boten Kritisiert wurden. Ich wĂŒrde mich auf eine Hilfe und Tipps wirklich sehr freuen um vielleicht endlich bald mal das fĂŒr mich geeignete Telekop kaufen zu können, denn schon Wochenlang schlage ich mich nun mit dem Thema herum und verwerfe immer wieder irgendwelche Teleskope. Dabei juckt es mich so extrem unter den FingernĂ€geln und hĂ€tte eigentlich lieber schon seit "gestern" eines. Da bin ich wie ein kleines Kind aber reinschiessen und gleich das erste was mir ĂŒber den Weg lĂ€uft will ich dann doch nicht kaufen weil ich genau weiss das die ein Fehlkauf werden wird... o_O

FĂŒr die Geduld und Hilfe bedanke ich mich jetzt schon! :y:

- Celestron NexStar 127 SLT Teleskop (erste Wahl?)
- Skywatcher Star Discovery 150Pi WIFI GoTo Newton Teleskop (2. Wahl aber das WiFi soll scheinbar eine Knacknuss zu sein)
- Celestron NexStar 6 SE - 152/1500mm-Schmidt-Cassegrain-GoTo-Teleskop (Aller letzte alternative da ĂŒber dem Budget und nirgends Lieferbar [:0] )

Dies nur mal die jenigen Teleskope, die mich am lĂ€ngsten beschĂ€ftigen da ich bei YT hier fĂŒr mich gute Saturn Beispiele gefunden habe. Besser geht natĂŒrlich immer und bin auch offen fĂŒr andere VorschlĂ€ge. :jungehier:

Nachtrag: Auch hier wurde mir schon abgeraten davon da keines davon parallaktische Montierung.. (Weshalb macht man das dann nicht parallaktisch wenn es doch mehr Sinn macht? :rolleyes:)

Gruss
Nis

PS: Sorry fĂŒr den Mega Text, wollte so genau und ausfĂŒhrlich wie möglich sein.. o_O:censored:
 

Kusifu

Mitglied
Hey Nis
Gibt es bei dir in deiner NĂ€he einer Vereinssternwarte.
Dan solltest du dort mal durch die Teleskope schauen, vielleicht auch mal fotografieren. Bei deinem BĂŒdget fĂ€llt deepsky fotografie (wiedfield Objektiv nicht mitgezĂ€hlt) raus. MIt den Azimutalen Montierungen hast du recht bei Mond und Planeten kann man damit auch fotografieren. Deepsky aber nicht, wegen der Bildfelddrehung und da hier 2 Achsen nachfĂŒhren mĂŒssen, was zu ungenauigkeiten fĂŒhrt. Die Planeten Jupiter, Saturn, Merkur und Mars kann man, wenn sie gegen Opposition gehen und das seeing stimmt. Durch aus wie auf Bildern, also die von uns Amateuren sehen, die Venus auch aber Detaillos die Bilder auf denen Wolkenstrukturen zusehen sind werden mit speziellen UV Filtern gemacht und dafĂŒr ist unser Auge nicht empfindlich.

Clear Skies
Felix
 

Martin_B

Mitglied
Hi Nis,

wie du schon sagst gibt es diese eierlegende Wollmilchsau nicht.
Heißt im Umkehrschlusß, man muss Kompromisse machen, oder wie es viele machen im Laufe der Zeit mehrere Teleskope anschaffen. Du setzt dein Budget an bei 1000.- fĂŒr Deepsky, Planeten und Fotografie.
Manche setzen fĂŒr dieses Ziel nur 400.- an aber meiner Meinung nach sind dafĂŒr deine 1000.- auch nicht ausreichend, es sei denn, du machst große Kompromisse.

Du willst Planeten/Mond beobachten.
Das macht Spaß mit Refraktoren ab 100mm Öffnung.
Ein guter Refraktor mit 100mm frisst schon dein ganzes Budget (ohne Montierung + Zubehör) wenn es Spaß machen soll. Alternativ mit einem Newton ab 150mm. Weniger Öffnung beim Newton fĂŒr Planeten kannst vergessen wegen der zunehmenden Obstruktion bei kleinen Spiegeln.
Dieser 150mm Newton ist aber auch nicht unbedingt ein GerĂ€t, mit dem Deep-Sky Spaß macht.

Somit sind wir bei 200mm Öffnung.
Als Refraktor scheidet das aus, also Newton oder SC.
SC einigermaßen angemessen montiert liegt deutlich ĂŒber Budget.

Bleibt der Newton mit 200mm und f/5 oder f/6.
Damit kann man sehr gut Planeten beobachten, Mond und auch Deep-Sky.

Nimmt man es als Dobson (du schreibst, dass dir das nicht so ganz geheuer ist) kommt man gĂŒnstig zum Ziel.
Ist aber dann auf die Dobson Bauweise eingeschrĂ€nkt. Fotografieren kann man (Planeten siehe hier im Forum) auch erst mal ohne NachfĂŒhrung. Und wenn du Deep-Sky fotografieren willst, benötigst du eh eine andere AusrĂŒstung bzw. eine gute (und dann auch teure) Montierung.

Es gibt auch Angebote fĂŒr 8" f/5 Newtons auf EQ5 Montierung, ich kann aber nicht beurteilen, ob das Sinn macht.

Hier im Nachbarthread sucht ein Kollege das gleiche wie du, nur ohne Foto-Option.

Gruß Martin
 

mbba18

Mitglied
Hallo Nis,

willkommen hier im Forum.

Ich versuche mal auf Dein Anfrage zu antworten.

Budget liegt bei 1000,-€.
Es sollen hauptsÀchlich Planeten/Mond und "etwas" DeepSky beobachtet werden.
Das Ganze soll mobil sein, da Du in der Großstadt wohnst.
Astrofotografie ist angedacht aber momentan nicht im Fokus.

So, ein bisschen Mathematik ist leider gefragt, aber ist zu bewÀltigen. Bei der Astrofotografie ist es etwas mehr, aber in der DeepSky Fotografie kenne ich nur die Grundlagen.

die Montierung zu kommen sind diese ja meist vorgegeben
Man muss nicht auf diese Sets zurĂŒck greifen.
Der wichtigste Grund dabei ist, dass die Montierung meist zu schwach sind, der berĂŒhmte "Wackeldackel".
Einzel Zusammenstellung ist m.E. die bessere Wahl.

Wenn ich so sehe das es viele Azimutale GoTo Montierungen mit automatischer NachfĂŒhrung gibt
Bitte GoTo nicht mit NachfĂŒhrung verwechseln.
GoTo ist eine elektronische Auffindhilfe die NachfĂŒhrung mit sich bringt.
Alt/AZ Montierungen sind recht intuitiv. Rauf/runter = Altitude und links/rechts = Azimuth.
Diese Montierungen sind mit GoTo/NachfĂŒhrung gut fĂŒr Planetenvideos geeignet. Das ist auch das, was ich mit meiner Alt/AZ betreibe.

Soll es DeepSky Fotografie werden, ist eine parallaktische Montierung zwingend notwendig.
Das Ganze mit einer DSLR, Guiding-Scope und Guiding-Kamera und noch das Ein oder Andere dazu, aber da sind andere berufener Dir was zu sagen.

GoTo mit all seinen VorzĂŒgen, aber auch mit seinen Nachteilen, macht ein System teuer.
FĂŒr mich ĂŒberwiegen die Vorteile und wie gesagt, fĂŒr DeepSky Fotografie zwingend notwendig.

Die Sets die Du ausgesucht hast sind alle Alt/AZ und somit nur fĂŒr Planetenvideos geeignet, ohne jetzt genauer auf die Teleskope selbst einzugehen. Und nochmals, in den Sets sind die Montierungen meist unterdimensioniert.

Nachtrag: Auch hier wurde mir schon abgeraten davon da keines davon parallaktische Montierung.. (Weshalb macht man das dann nicht parallaktisch wenn es doch mehr Sinn macht?
Nicht jeder "knipst" DeepSky". Es sind einfach aufzubauende Systeme und sehr intuitiv zu bedienen.

Parallaktisch stabil montiert wird teuer, wenn eine gewisse GrĂ¶ĂŸe an Teleskop angedacht ist.
DeepSky braucht Öffnung, jetzt mal nur vom rein visuellen Beobachten ausgehend, und da liegst Du dann so bei 8" (katadiopter ausgeschlossen) und so ein Rohr parallaktische zu montieren bist Du in der, fĂŒr rein visuelles Beobachten, HEQ-5 oder auch noch EQ-5 Klasse. HEQ-5 gibt es nur mit GoTo und mit der wĂ€re Dein Budget weg. Die EQ-5 gibt es mit und ohne GoTo (aber nachrĂŒstbar). Die liegt so bei 700,-€ bis 800,-€. Da bleibt dann nicht mehr viel fĂŒr die Optik ĂŒbrig, keine Rede von Okularen dabei.
Fotografisch bei 8" liegst Du in der EQ-6 R Klasse. Die kostet aber nochmal 500,-€ mehr als Dein angedachtes Budget.

Meine Empfehlung, verabschiede Dich fĂŒr den Anfang von der Astrofotografie, ausser vielleicht Planetenvideos, und befasse Dich die ersten ein, zwei Jahre mit dem rein visuellen Beobachten.

Ich bin da bei Martin.
Somit sind wir bei 200mm Öffnung.
Als Refraktor scheidet das aus, also Newton oder SC.
SC einigermaßen angemessen montiert liegt deutlich ĂŒber Budget.

Bleibt der Newton mit 200mm und f/5 oder f/6.
Damit kann man sehr gut Planeten beobachten, Mond und auch Deep-Sky.
SCs, Schmidt-Casegrains, sind feine Teleskope, aber halt der Preis.
In 8" bist Du bei ca. 1300,- bis 1500,- €.
Mein SC Setup liegt bei etwa 3500,-€, da sind dann aber nur zwei Okulare eingerechnet.

Der von Martin angesprochene 200mm Newton, nun ja, finanzierbar bei deinem Budget nur als Dobson.

Es gibt auch Angebote fĂŒr 8" f/5 Newtons auf EQ5 Montierung, ich kann aber nicht beurteilen, ob das Sinn macht.
Da bin ich auch skeptisch ob das Sinn macht. Aber soweit ich gelesen habe betreibt der Ein oder Andere dieses Setup visuell und es soll gut gehen. Vielleicht meldet sich ja jemand diesbezĂŒglich.

Versuche, wenn irgend möglich, Dir Teleskope "live und in Farbe" anzuschauen und auch durch zu schauen.
Volkssternwarte, Astrostammtisch usw. usw..
 

christian79

Mitglied
Hallo Nis,

Mathias hat im Prinzip alles Wesentliche gesagt.

ErgĂ€nzen möchte ich, dass die Aussage, dass ein 6'' Newton fĂŒr Deep Sky nicht wirklich Spaß macht, nicht pauschalisiert werden darf. FĂŒr Galaxien und planetarische Nebel braucht man natĂŒrlich grĂ¶ĂŸere Optiken. Gasnebel und Sternhaufen werden aber sehr schön gezeigt. Ich persönlich liebe vor allem die großen Gesichtsfelder, die mein 150/750 Newton bei Deep Sky bietet.

Achtzöller gelten hier als sehr guter Kompromiss: Genug Öffnung, um schon rchtig was zu sehen und noch vernĂŒnftig zu transportieren. Lediglich planetarische Nebel und Galaxien verlangen bisweilen nach noch mehr Öffnung, wenn man viele Details erkennen möchte.

Was soll man nun konkret raten? Auf jeden Fall Finger weg vom Star Discovery, er enthÀlt meines Wissens nach zu viel Plastik an tragenden Teilen.

Ein 200/1000 ist auf EQ-5 de Facto nicht stabil. Meiner Erfahrung nach ist die EQ-5 bereits mit 5 kg visuell genzwertig belastet (auch sonst ist mir auch nach ĂŒber zwei Jahren Nutzung unbegreiflich, wo die ihren guten Ruf her hat... :n:).

Ich wĂŒrde tatsĂ€chlich zu einem Dobson raten, und zwar wegen deiner Deep Sky-Ausrichtung direkt zum Zehnzöller. Mit guten Okularen liegst du damit noch im Budget. Soll spĂ€ter fotografiert werden, wĂŒrde ich raten, mit einem entsprechenden, zweiten GerĂ€t aufzurĂŒsten, also zweigleisig zu fahren. Oder, noch besser, zunĂ€chst kleine und mittlere Kameraobjektive mit einer parallaktischen Montierung nachfĂŒhren.

Ist der Gebrauchtkauf eine Option?
 

Martin_B

Mitglied
ErgĂ€nzen möchte ich, dass die Aussage, dass ein 6'' Newton fĂŒr Deep Sky nicht wirklich Spaß macht, nicht pauschalisiert werden darf.
Das stimmt. Das war etwas pauschal formuliert.
Versuche, wenn irgend möglich, Dir Teleskope "live und in Farbe" anzuschauen und auch durch zu schauen.
Volkssternwarte, Astrostammtisch usw. usw..
Das ist wirklich anzuraten. Nur so kannst du dir ein vernĂŒnftiges Bild machen, was da genau auf dich zu kommt und was dich auch erwartet an "Seherlebnis" mit unterschiedlichen Teleskopen / Öffnungen.
 

janapier

Mitglied
Ein gebrauchter C8-Tubus kostet in der Bucht ab ca. €350,-. Dort finde ich gerade auch einen 8" Newton auf Meade LXD 650 fĂŒr €830,00. Kurzum: Ich wĂŒrde ĂŒber einen Gebrauchtkauf nachdenken, da die meisten Teleskope unmittelbar nach Neukauf eklatant an Wert verlieren.

Planeten, z.B. Saturn, erfordern qualitativ hochwertige und somit scharf abbildende Optiken mit möglichst großer Öffnung und möglichst beherrschbaren sonstigen Anforderungen. Zu diesen Anforderungen gehören z.B. das thermische Management und die Kollimation, aber auch Auf- und Abbau.

Refraktoren sind i.d.R. ab Werk kollimiert und gute halten die Kollimation dauerhaft. Sie sind auch vom AuskĂŒhlverhalten meist unproblematisch. DafĂŒr sind sie als Apos gemessen an der Öffnung extrem teuer, groß und schwer.

Deswegen werden oft qualitativ hochwertige Newtons als Planetenteleskope empfohlen. Sie sind recht gĂŒnstig in der Anschaffung und auch thermisch gut in den Griff zu bekommen. Da man allerdings die entsprechende Öffnung (z.B. ab 10") braucht, kostet die Montierung entsprechend. Ein Planetenteleskop sollte gut montiert sein, denn man starrt ggf. sehr lange auf die Planetenscheibe, um den Moment des besten Seeings nicht zu verpassen.

SCT stellen bauartbedingt weniger Anforderungen an die Montierung und sind gut auf- und abbaubar, dafĂŒr aber thermisch oft problematisch. Den besten Jupiter meines Lebens habe ich dennoch an meinem C11 gesehen (weil ich da gute KĂŒhlung und den sehr seltenen Moment des absoluten Seeing-Stillstandes hatte). Der Tubus kostet allerdings gebraucht schon €1000,- und die Monti sicher nochmal das Gleiche. Man muss die Dinger auch bei sehr hohen VergrĂ¶ĂŸerungen sauber am Stern kollimieren, sonst zeigen sie nur Matsch.

Manche schwören auf große Dobsons von 18" oder mehr, aber im Grunde sind sich wohl alle ernsthaften Planetenbeobachter einig: Entweder man hat einen Apo zum Preis einer Mittelklasse-Limousine (8" aufwĂ€rts), oder ein Spiegelteleskop von mindestens 10", sonst fehlt es an Lichtsammelleistung und Auflösung. Die optische QualitĂ€t und Justage muss stimmen, sonst zeigen die Spiegelteleskope nur Matsch und mĂŒssen sich auch kleinen Apos geschlagen geben.

Eins steht jedoch fest: Jeder Mensch sollte mindestens einmal in Leben Saturn mit seinen eigenen Augen durch ein Teleskop mit guter Abbildungsleistung gesehen haben.
 

mbba18

Mitglied
Hallo Nis,

Ich persönlich liebe vor allem die großen Gesichtsfelder, die mein 150/750 Newton bei Deep Sky bietet.
Mit so einem Newton, leider auf einer EQ3-2, habe ich auch angefangen.
Wenn das Teil gut justiert ist, drei (3) schöne Okulare dazu, 1x Übersicht so um die 32mm, 1x mittlere VergrĂ¶ĂŸerung so um die 20mm und 1x hoch/höher VergrĂ¶ĂŸernd so um die 10mm, wirst Du viel "Wow-Effekte" haben.
 

christian79

Mitglied
Hallo Mathias,

nicht zu vergessen ein 5mm-Okular fĂŒr die förderliche VergrĂ¶ĂŸerung von hier 150x.

Die Aussage von Janapier, dass Planeten erst ab 10'' aufwĂ€rts Sinn machen, kann man so nicht stehen lassen. Gut beherrscht und kollimiert, ermöglichen auch kleinere Teleskope ab vier Zoll Öffnung sehr schöne Planetenbeobachtungen. Das hĂ€ngt aber auch von den individuellen AnsprĂŒchen ab. Und FĂŒr Planeten kommt es nicht auf die Lichtsammelleistung, sondern auf die Auflösung an.

Ich merke es immer wieder: Bei großen Öffnungen sind Planeten bei VergrĂ¶ĂŸerungen um 200x (mehr ist seeingbedingt in Mitteleuropa in den meisten FĂ€llen nicht machbar) so hell, dass viele Details ĂŒberstrahlt werden. Und das Filter-Geschraube kann schnell nervig werden.

Nur in sehr seltenen FĂ€llen lassen sich die wirklich großen Öffnungen seeingbedingt voll ausnutzen, sprich mit hohen VergrĂ¶ĂŸerungen von 250 - 300x oder gar noch mehr sinnvoll betreiben. Dann ist das aber, das muss ich zugeben, eine Offenbarung.

Es bleibt jedem selbst ĂŒberlassen, ob sich fĂŒr die paar Momente im Jahr mit echtem Ausnahme-Seeing diese Investition fĂŒr reine Planeten-Anwendungen lohnt. FĂŒr Deep Sky in jedem Fall.
 

Nistler

Mitglied
WOW, da habe ich mir ja das richtige Forum ausgesucht. VIELEN DANK ALLE fĂŒr die vielen Feedbacks, mit dem hĂ€tte ich in solcher grösse nicht gerechnet. Nun muss ich erst mal alles grĂŒndlich lesen und verarbeiten. Das werde ich morgen in aller Ruhe mache da ich schon ziemlich am Anschlag mit Info Flut bin :LOL:

Beim kurz ĂŒberfliegen jedoch hat sich schon mal heraus kristalisiert das ich jetzt schon sagen kann das ich die Filmerei auf Planeten beschrĂ€nken werde (vorerst). Dobson in allen ehren aber das ding ist mir schon etwas suspekt zumal ich schon was von 10", sind ja geschlagene 254mm und wie ich die dann auf meinen hĂŒgel oder aufs Land schleben will ist mir ein RĂ€tsel zumal ich nicht weiss ob ich nĂ€chstes Jahr noch ein Auto habe.. Klar hat es seine Reize doch wenn es anders vernĂŒnftig möglich ist why not.

Sternwarte:
Es gibt bei uns nur eine Sternwarte und daran habe ich auch schon gedacht doch diese ist aber eher eine kleinere und fĂŒr die Öffentlichkeit seit Corona geschlossen und wird auch nicht in absehbarer Zeit wieder öffnen. Da war ich vor ca. 20-25 Jahre wo mal der Mars das Thema war und konnte da den Mars mal beobachten. Leider war das Wetter icht so optimal und konnte diesen, so wie ich mich noch erinnern mag nicht in seiner schönsten Pracht bestaunen können, da habe ich auf YT von Hobby Astronomen schon besseres gesehen mag ich behaupten.

Also nochmals fĂŒr alle:
Mein entscheid zu Deepsky Fotografie ist vorerst auf Eis gelegt, ist wohl vernĂŒnftiger. Auf nen Knippser vom Saturn werde ich wohl (in naher Zukunft und guten Bedingungen natĂŒrlich) nicht verzichten können, zu sehr faszieniert mich dieser Planet. Somit werden wohl wieder andere konfigurationen möglich und das Filmen kann wie eben erwĂ€hnt auch spöter nachgerĂŒstet werden wenn ich somit mal mit meinem Budget eine gute Grundkonfiguration hinbekomme. Da kann ich ja auch auf die teuren para Montis vorerst verzichten. Damit steht schon fast wieder alles offen.

Neues Ziel:
Fokus Planeten mit spÀterem Fotos/Filme
Deepsky somit vorerst nur versuchen zu sehen falls mlglich. So ein Adromeda sollte doch schon möglich sein denke ich mal.

So nun habe ich doch mehr geschrieben als gewollt ich muss mal am kissen horchen gehn und abschalten, zu sehr bin ich nun angefressen.. kĂŒmmere mich zZ kaum noch um was anderes... :S

Bis dahin nochmals Danke!

Gruss,
Nis
 

lacrimosa

Mitglied
Hallo erstmal,

Ich wohne in nĂ€he einer Grosstadt die leider schon an einer Lichtverschmutzung vom Wert ca.10 betroffen ist (gemĂ€ss Karte bei darksky.ch), könnte jedoch fĂŒr Beobachtungen noch in Gebiete "flĂŒchten" mit den werten um 3 und etwas entfernter sogar um 1,5 (Hab die Massangabe/Norm wie es genau heisst leider nicht mehr im Kopf *shame on me"
wenn Du mobil sein musst, GoTo haben willst und fotografieren möchtest, brauchst Du auch Strom. Das heisst, dass Deine AusrĂŒstung mehr umfassen wird als Teleskop und Montierung. Dies nur so nebenbei. Auch wirst Du weiterhin diverse kleine Dinge brauchen, die Dir jetzt noch nicht einfallen. Man kauft sich den ganzen Kram auch nicht auf einen Schlag, sondern nach und nach.
GoTo wĂ€re fĂŒr mich auch ein grosser Wunsch, da ich mich nicht noch lange mit Suchen beschĂ€ftigen will und einfach auch noch ein "Technikkind" geblieben bin.
Visuell halte ich GoTo fĂŒr unnötig. Auch macht die Suche fĂŒr mich den eigentlichen Reiz aus. Wenn ich die Objekte sofort auf dem PrĂ€sentierteller hĂ€tte, fĂ€nde ich das sehr langweilig. Wenn Du auf die Suche verzichten möchtest, dann ist es halt so.
Da Du sowieso fotografieren willst, wĂŒrde ich eher zu einer parallaktischen Montierung tendieren. Beispielsweise eine HEQ-5 Synscan. Die hat GoTo, man muss es aber nicht nutzen.

Immer wieder wird auch Dobson empfohlen was ich aber nicht wirklich so praktikabel finde fĂŒr den Transport und fĂŒr Film und Foto auch nicht so gegeben ist.
Einen 200/1200er Dobson kann man normalerweise auf der RĂŒckbank ablegen und anschnallen. Die Rockerbox kommt dann in den Kofferraum. Den Aufwand fĂŒr den Transport halte ich fĂŒr geringer als wenn Du eine parallaktische Montierung plus Stativ plus Teleskop plus Stromversorgung plus Laptop usw. durch die Gegend schleppst.
Da Du aber eher zur Fotografie tendierst, wĂŒrde ich vom Dobson abraten.

Du willst Planeten anschauen, sie fotografieren, Galaxien anschauen und sie fotografieren.

FĂŒr Planeten wĂ€re ein C8 oder ein 200/1000er Newton eine Möglichkeit.
Das C8 ist leichter, der Newton billiger, aber schwerer. Ich hatte mich damals fĂŒr das leichtere C8 entschieden.
Ein Kollege filmt Planeten mit einem 127/1500 Maksutov. Der wĂ€re auch nicht so teuer. FĂŒr Deep Sky wĂ€re halt der Newton nicht schlecht, der aber z.B. eine EQ-6 als Montierung erfordert.

FĂŒr die Andromeda-Galaxie dĂŒrfte fĂŒr den Anfang ein 200mm Teleobjektiv reichen, um erste Foto-Erfahrungen zu sammeln.

Mein Vorschlag wÀre:
1. Einen Verein oder eine Beobachtungsgruppe kontaktieren und sich verschiedene GerÀte in der Praxis anzuschauen.

2. Das Wichtigste ist die Montierung. Kaufe Dir die Montierung, die Du noch schleppen möchtest. Wenn Du mobil bist, musst sie jedes Mal aufbauen.
Beispielsweise eine HEQ-5 Synscan. Dann hĂ€ttest Du aber kein Geld mehr fĂŒr das Teleskop.
FĂŒr knapp 1000 Euro wirst Du Kompromisse eingehen mĂŒssen. Beispielsweise eine EQ-5 Synscan
Dazu kÀme dann der Maksutov. Mit dem kannst Du Dir Planeten anschauen und sie auch filmen.
Nachteil: Der Maksutov ist kein GerĂ€t fĂŒr Deep Sky Objekte.
Die Andromeda-Galaxie kannst Du erstmal mit einem 200mm Teleobjektiv fotografieren.
An Deiner Stelle wĂŒrde ich aber noch etwas sparen, damit Du nicht zu viele Kompromisse eingehen musst. In der Zwischenzeit kannst Du Dir die GerĂ€te mal in der Praxis anschauen.

Gruß
Ronald
 

christian79

Mitglied
Hallo Ronald,

wie oben bereits angedeutet, möchte ich von der EQ-5 ausdrĂŒcklich abraten. Ich habe sie gut zwei Jahre in Gebrauch gehabt. Meine Erfahrungen hiermit sind die folgenden:

  • Selbst visuell mit 5 kg als Maksutov (kurzer Tubus) grenzwertig belastet
  • Gegengewicht rutscht wĂ€hrend der Beobachtungssession langsam, aber stetig von alleine runter
  • Knöpfe zur manuellen NachfĂŒhrung fallen von alleine ab
  • Biegsame Wellen stoßen immer wieder an den Tubus und stehen dann unter Spannung, so dass sie abfallen und ohne Tubus-Demontage nicht wieder befestigt werden können. Bei der NEQ-3 waren sie durchdachter positioniert.
  • Kleine Sicherungsschraube zur Absicherung der Prismensvhiene verkantet beim Festschrauben und muss fast immer mit einer Zange gelöst werden.
So viele Kleinigkeiten, die in der Summe den Beobachtungsspaß ruinieren, habe ich noch bei keinem Produkt erlebt. Daher kann ich die EQ-5 nicht reinen Gewissens empfehlen. Oder habe ich hier zufĂ€llig ein MontagsgerĂ€t erwischt, bei dem irgendwie nichts richtig funktionierte?
 

janapier

Mitglied
...Die Aussage von Janapier, dass Planeten erst ab 10'' aufwĂ€rts Sinn machen, kann man so nicht stehen lassen. Gut beherrscht und kollimiert, ermöglichen auch kleinere Teleskope ab vier Zoll Öffnung sehr schöne Planetenbeobachtungen. ...
Ich muss doch bitten. "Sinn" macht die Planetenbeobachtung mit jedem brauchbaren GerĂ€t. Nur wollen z.B. die meisten ernsthaften Jupiter-Beobachter die Farben möglichst gesĂ€ttigt sehen, und zwar oft mit Bino (also Licht pro Auge /2), sie wollen Strukturen im GRF und White Ovals sehen usw., und dazu braucht es das Licht und die Auflösung von Instrumenten ab 10". Ich selbst baue bei den z.Z. ĂŒblichen Bedingungen in meinem Garten in Stuttgart und einer Planetenhöhe von 18° den Esprit 150 auf und nicht den 21" Dobson oder das C11. So viel zu "macht nur am 10 Zoll 'Sinn'". Bei der Opposition in zwei Jahren und 41° Planetenhöhe wird man mich dann alledings oft mit dem C11 an Orten mit gutem Seeing finden...
 

Brunobaer

Mitglied
Also ich wĂŒrde zur Eq5 raten.
Ich hatte eine Bresser Mon 2 (eq5 Klon) und war damit in Verbindung mit einem 150/750 Newton zufrieden. Das ganze ist transportabel und ausreichend stabil.
GrĂŒsse
Bruno
 

Antares

Mitglied
Hi Christian,
da hast Du wohl viel Pech mit der EQ5 gehabt. 5 Kilo ist normal zu wenig. So schlecht ist die nicht.
Ich hatte selbst ne Eq5 ne Astro 5 und ein Kollege die Mutter, die GP von Vixen.
Mit Stahlrohrstativ und ausreichen dimensionierten Gewichten, war auch ein 8" f/4 Newton, visuell gut verwendbar. Fotografisch sehe ich einen 6" f/5 damit durchaus fĂŒr gut verwendbar.
CS
 

Martin_B

Mitglied
Das Problem fĂŒr Neueinsteiger ist, dass es viele Teleskope / Kombinationen gibt,
die man guten gewissens empfehlen kann aber diese natĂŒrlich auch alle ihre jeweiligen StĂ€rken + SchwĂ€chen haben.
Und der Neueinsteiger damit komplett ĂŒberfordert ist, da er das alles nicht wirklich einschĂ€tzen kann.
Und wir wissen nicht, was dem Kollegen mit seiner individuellen Sichtweise dann letzendlich in der Praxis wirklich taugt.

Es gab hier schon so viele begeisterte Dobson Neueinsteiger, die wĂ€ren vielleicht mit einem GoTo-SC nicht glĂŒcklich geworden. Oder doch?
Und viele GoTo-SC Einsteiger, fĂŒr die wĂ€re ein Dobson nie praktikabel gewesen. Oder Doch?
Man weiß es nicht :)

Das begrenzte Budget, welches oft sehr niedrig angesetzt wird, mach das Ganze noch schwieriger.
Ok, hier sind 1000.- angesetzt was natĂŒrlich viel Geld ist. Aber wenn man alles zusammenrechnet was man braucht, ist selbst das eher niedrig angesetzt.

Gebrauchtkauf wurde hier auch schon mehrfach angesprochen.
Das hat natĂŒrlich den Vorteil, dass man gĂŒnstiger kauft und mit dem Budget welches man hat gleich 1-2 Stufen höher kommt. Weiterhin ist der Wertverlust beim Verkauf viel kleiner.
Das Warten auf ein passendes Angebot ist natĂŒrlich schwierig, denn eigentlich will man ja in den Laden fahren und das Ding gleich mitnehmen, um heute Abend damit zu beobachten :)

Um heraus zu finden, was einem wirklich liegt und Spaß macht hilft nur ausprobieren.
Wenn es keine Sternwarte gibt in der NĂ€he; vielleicht gibt es eine Beobachtergruppe in deiner NĂ€he?
Frag doch mal an hier im Forum.

Im Idealfall weißt du anschließen z.B. "Dobson kommt fĂŒr mich nicht in Frage" und "Newton auf parallaktischer Montierung ist mir viel zu unhandlich, Einblick ist ungĂŒnstig", hast vielleicht sowas gesehen und das sagt dir 100% zu.
Oder auch anders herum.

Aufbauend auf diesen Erkenntnissen könnte man danach sehr viel prÀziser nach passenden Angeboten suchen ,,,

Das oben verlinkte Teleskop evt. in 8" wÀre gerade mein Traum als Balkonteleskop.
Die Evolution (nicht SE!) soll sehr gut, tragfÀhig sein. Mit 6-8" kann man schon einiges sehen.
Man kann das Teleskop raus nehmen und ggfs. einen kurzen Refraktor einsetzen oder so.
"Grab + Go" weil keine externe Stromversorgung erforderlich, keine Gegengewichte usw.
Fotografie Planeten wĂŒrde sehr gut gehen.
Deep-Sky kurz belichtet + gestackt ebenfalls und sicher interessant mit einem kurzen Refraktor ...

Gruß Martin
 
Zuletzt bearbeitet:

mbba18

Mitglied
Hallo Nis,

das was Ronald zu GoTo schreibt, ist bei mir, leider, einfach nur unter Nachteile gefallen.
Ja, das GoTo und auch sÀmtliches Astrofotografiegerödel braucht Strom.
Auch "nur" bei Planetenvideos braucht Dein Notebook, neben dem GoTo, Strom. Die Planeten-/Astrokamera wird ĂŒber das Notebook per USB 3.0 mit Strom versorgt.
Es gibt Möglichkeiten, mit nicht ganz unerheblichem finanziellen Aufwand, das auch ĂŒber Tablet, halte ich schlicht wg. des grĂ¶ĂŸeren Display fĂŒr sinnvoller als das SmartPhone, zu realisieren.
Da Du mehr oder weniger gezwungen bist raus zu fahren ist die Anschaffung eines Powerpacks angeraten.
Die Montierungen die mit Batterien laufen, nun ja, da blÀst Du auf Dauer reichlich Geld in den Kauf von Batterien, speziell im Winter.
Montierungen mit ausreichendem, fĂŒr so ca. zwei (2) NĂ€chte/Abende, Akku gehen ins Geld.

Noch was zum hier schon erwÀhnten C8, also ein Schmidt-Cassegrain (SC), von Celestron.
FĂŒr mich ist das wirklich ein tolles Instrument und seit dem ich es habe, bin ich "hin und weg".
Aber,
die Teile haben eine hohe AuskĂŒhlzeit, so ca. ein (1) bis zwei (2) Stunden, abhĂ€ngig von den Temperaturunterschieden des Lagerortes und der Außentemperatur. Schau mal hier im Forum, da gibt es reichlich Threads ĂŒber dieses Thema.
Weiter braucht so ein SC eine Taukappe.
Der Ein oder Andere stört sich auch an der systembedingten Obstruktion.
Dennoch, kompakt, das Gewicht ist moderat, der Anspruch an die Montierung hÀlt sich in Grenzen, transportabel.
Planeten lassen sich gut damit beobachten, DeepSky bist Du etwas eingeschrÀnkt, da gehen kompakte Objekte oder eben halt DeepSky im Detail. Planetenvideos lassen sich gut erstellen, bei DeepSky-Fototgrafie werden wohl hohe Belichtungszeiten auf Dich zu kommen.
Aber es bleibt der Preis.
 

Ollie

Mitglied
Willkommen!

Mein 200/1200er Skywatcher Dobson zusammen mit drei 100°/110° Okularen kostete vor ein paar Wochen etwa 1100 Euro. Damit hast Du ein visuell wunderbares System fĂŒr eigentlich alle Situationen.

Das wars.

Nein...nicht ganz: meine GP Montierung die ich seit langen Jahren besitze hat nur einen RA Motor zur NachfĂŒhrung. Ich habe mir vor kurzem dazu wieder eine Motorradbatterie gekauft und bin nun wieder in der Lage den Motor eine Nacht lang zu versorgen. Auf der Montierung steckte ich meinen alten 90er Fraunhofer Refraktor, der aber bei Beobachtung in ZenitnĂ€he den Einblick so tief am Boden hat, dass ich ihn nun durch ein Vixen 114er Newton (fĂŒr 50 Euro) ersetzt habe. Ich brauche hier nur das 25mm Standard-Plaste-Okular, das wohl jedem neuen Teleskop beiliegt.

Der Witz ist: ich habe auch eine Canon 60D so wie Du. Diese hat einen Klappbildschirm und ansonsten ganz gute Werte um damit das Fotografieren zu lernen und zu ĂŒben. Diese Kamera wird einfach als Gegengewicht an die Montierungsstange geschraubt. Dann Motor an und ab und zu mal geschaut, ob alles noch passt.

Nebenbei schaue ich mir den Himmel mit meinem Fernglas auf einem Fotostativ an. (Immer noch die beste Investition zu dem Thema fĂŒr mich).

Durch die Fotografie ist die visuelle Beobachtung zur Zeit bei mir zur Nebensache geworden. Hier sind Ausgaben fĂŒr teure Okulare also eigentlich unnötig. Objektive fĂŒr die Kamera sind wichtiger (hab ich aber alles schon).

Die 60d macht auch Videos. D.h. wenn ich ein feines Teleskop mit Kameraanschluss habe und das ganze ordentlich ausrichten kann, dann wÀre auch dieses Planetenthema erst einmal versorgt.

Die 60d hat bedingt durch die Lichtverschmutzung meines Himmels (Bortle 5) und ihrer Sensoreigenschaften die optimale Brennweite bei 400mm. Demnach benötige ich dafĂŒr ein entsprechendes Teleskop (mit 400mm Brennweite).

Welches das nun ist, kann ich Dir nicht sagen. Ich bin da selber noch am ĂŒberlegen. Ich tendiere aber zu einem Foto-Newton (6"/420mm: Blende 2.8 (!)), das kostet aber echt viel Geld.

Was also bedeutet das fĂŒr Dich?

1. Eine Montierung die die 60d mit einem 400mm Teleskop trÀgt. Und einem ordentlichen Leitrohr/Sucherfernrohr.
2. und die eine motorische NachfĂŒhrung hat
3. vielleicht noch eine Barlowlinse um den Planeten nĂ€her ranzuholen (nur fĂŒr diesen Fall)

Da sind dann die 1000 Euro in etwa verbraucht.
 
Zuletzt bearbeitet:

lacrimosa

Mitglied
Hallo Mathias,
wie oben bereits angedeutet, möchte ich von der EQ-5 ausdrĂŒcklich abraten.
ich habe keine praktische Erfahrung mit der EQ-5. Ein Kollege hat die Astro5, die Àhnlich viel trÀgt, aber nicht mehr gebaut wird. Darauf setzt er den erwÀhnten Mak.
Daher ging ich davon aus, dass die Kombi EQ-5 + Mak visuell und fĂŒr Planeten okay wĂ€re und das wĂŒrde zu seinem Budget passen.
Bei den Deep Sky Brothers wurde die Kombi fĂŒr visuell mit "sehr gut" eingestuft.

Wie gesagt, besser fÀnde ich die Kombi HEQ-5 plus C8. Die ist aber teurer.
Letztendlich finde ich bei seinen AnsprĂŒchen das Budget zu knapp. Das passt einfach nicht zusammen. Fotografie kostet halt Geld.
Wobei es auch Leute gibt, die mit einem Dobson plus EQ-Plattform Planeten filmen. Mein Ding wÀre das nicht, aber es ist möglich, wie ein Kollege hier des öfteren gezeigt hat.

Deshalb hab ich ihm ja auch empfohlen, sich die GerÀte mal in der Praxis anzuschauen und erstmal zu sparen.

Gruß
Ronald
 

lacrimosa

Mitglied
Hallo Martin,
Das Problem fĂŒr Neueinsteiger ist, dass es viele Teleskope / Kombinationen gibt,
die man guten gewissens empfehlen kann aber diese natĂŒrlich auch alle ihre jeweiligen StĂ€rken + SchwĂ€chen haben.
das Problem was ich sehe, dass Anspruch und Budget selten passen.
Mit etwas mehr Zeit und Geduld ist es schon möglich, die Chance eines Fehlgriffs zu verringern.

Gruß
Ronald
 

christian79

Mitglied
Hallo Janapier,

Ich muss doch bitten. "Sinn" macht die Planetenbeobachtung mit jedem brauchbaren GerĂ€t. Nur wollen z.B. die meisten ernsthaften Jupiter-Beobachter die Farben möglichst gesĂ€ttigt sehen, und zwar oft mit Bino (also Licht pro Auge /2), sie wollen Strukturen im GRF und White Ovals sehen usw., und dazu braucht es das Licht und die Auflösung von Instrumenten ab 10". Ich selbst baue bei den z.Z. ĂŒblichen Bedingungen in meinem Garten in Stuttgart und einer Planetenhöhe von 18° den Esprit 150 auf und nicht den 21" Dobson oder das C11. So viel zu "macht nur am 10 Zoll 'Sinn'". Bei der Opposition in zwei Jahren und 41° Planetenhöhe wird man mich dann alledings oft mit dem C11 an Orten mit gutem Seeing finden...
da muss ich mich bei dir ausdrĂŒcklich und öffentlich entschuldigen. Deine Formulierung "... Manche schwören auf große Dobsons von 18" oder mehr, aber im Grunde sind sich wohl alle ernsthaften Planetenbeobachter einig: Entweder man hat einen Apo zum Preis einer Mittelklasse-Limousine (8" aufwĂ€rts), oder ein Spiegelteleskop von mindestens 10", sonst fehlt es an Lichtsammelleistung und Auflösung. ..." deutete ich so, dass Planetenbeobachtung ab 10'' erst richtig losgeht.

Ich selbst habe an meinen Standorten, wie bereits erwĂ€hnt, bei Planetenbeobachtung mit Teleskopen ĂŒber 8'' Öffnung eher schlechte Erfahrungen gemacht. Was nicht heißen soll, dass es unter entsprechenden Seeing-Bedingungen ohne Weiteres möglich ist, einen Reflektor mit 10 bis 12'' aufwĂ€rts auf die Auflösung bezogen auch auszunutzen.

Meine bisher beste Jupiter-Beobachtung hatte ich bisher mit einem 8'' SC bei 333x: Ruhige Luft, den GRF mit Strukturen und die Jupitermonde als kleine Scheibchen mit individueller Farbgebung. Ein Traum!

In den meisten FÀllen liefern bei meinen örtlichen Bedingungen Sechszöller doch die besseren Planetenbilder.
 

Schmitti

Mitglied
Hallo Nis,

da haben dir ja schon viele ausfĂŒhrlich geantwortet. Als Ă€lterer Mensch habe ich gestern nach dem Beobachten noch Nachrichten geschaut und bin dann ins Bett gegangen.

Aber das sind wir beim Beobachten! Nachdem ich unsere Boxer (Training unter Corona Bedingungen) rausgeschmissen hatte, schnappte ich mir zĂŒgig den ĂŒber 50 Jahre alten 60/900 Refraktor, einen Hocker und den Okularkoffer und nichts wie ab auf den Gehweg. Von dort erreicht man nĂ€mlich z.Zt. Jupiter und Saturn problemlos, von meiner Sternwarte aus ist mein Praxisdach im Weg.
Ruckzuck war die parallaktische Montierung grob richtig aufgestellt, Jupiter im Sucher zentriert und los ging es. "Darf ich auch mal gucken?" fragte prompt einer der Sportler, der eigentlich gerade fort fahren wollte. Sofort erkannte er die 4 großen Monde und auch das nördliche und sĂŒdliche Äquatorialband. Beim Wechsel auf Saturn war er vom Anblick voll begeistert. Die Ringe richtig selbst gesehen zu haben, das war völlig anders als ein Bild im Fernsehen oder in einem Buch.

Endlich alleine setzte ich die Beobachtung fort und reizte das kleine Rohr schließlich bis 120 fache VergrĂ¶ĂŸerung (mit einem gescheiten Okular und einer russischen Barlow) aus. Jetzt zeigten sich auch Details in den Jupiter BĂ€ndern und bei Saturn konnte ich die Cassini Teilung erahnen (eine "Diskussion" zu deren Sichtbarkeit gab es kĂŒrzlich hier im Forum).
Letzten Freitag hatte ich mit gleicher Konfiguration auch noch den Mars beobachtet. Auris Sinus und die Polkappe waren deutlichst zu sehen und auf einmal war es spĂ€ter als gedacht, weil ich mich von dem Anblick nicht losreißen konnte.

Warum schreibe ich das alles? Der arme Nis wird mit tausend VorschlĂ€gen ĂŒberschĂŒttet, was er sich alles kaufen sollte und ohne was das ganze gar keinen Zweck hat. Vielleicht wĂ€re gerade fĂŒr die Stadtumgebung etwas solides, kleines das richtige. Damit kann man erst ein mal das Sehen lernen und ĂŒben. Man ist mobil und sofort einsatzbereit und der finanzielle Aufwand hĂ€lt sich in Grenzen. Den Refraktor von Quelle (1. Generation), das gleiche Instrument das ich schon mal als SchĂŒler besaß, habe ich ĂŒbrigens vor ein paar Jahren hier im Forum so fĂŒr € 70,- erworben.

Nicht, dass ich nichts grĂ¶ĂŸeres besĂ€ĂŸe, aber zwischendurch oder mal fĂŒr schnell ist so was einfach Klasse. Weniger ist manchmal mehr!

CS Gerhard
 

Martin_B

Mitglied
Von mir auch volle Zustimmung!
Das Marketing weckt hohe Erwartungen, und wir, die wir hier etwas empfehlen,
orientieren uns unbewusst an dem was wir schon haben.
Und jeder hat etwas anderes :ROFLMAO:

Wenn mir heute jemand sagt, nimm einen Heritage auf EQ3 (fiktives Beispiel) dann sag ich "nein" und wĂŒrde das auch nicht empfehlen,
obwohl ein Neuling damit vielleicht glĂŒcklich wĂ€re.

Vielleicht sollten wir schreiben, womit wir angefangen haben, und ob wir damals glĂŒcklich damit waren.
Bei mir war es ein 75mm f/16 Refraktor auf Alt/Az Montierung.
Planeten/Mond waren fĂŒr mich sehr beeindruckend. Auch offene Sternhaufen, Doppelsterne, helle PNs
Viel mehr ging nicht, ich hatte aber dennoch ĂŒber viele Jahre Freude damit.

Wenn man so etwas einfaches heute kauft, und prinzipiell genau soviel Freude damit haben könnte,
hat man das Problem, dass man andauernd gesagt bekommt und sieht, was man damit eigentlich nicht sieht.
Das ist ein großes Problem an der Sache.

Damals gab es noch kein Marketing, aber solche Kataloge :ROFLMAO:
 
Zuletzt bearbeitet:

christian79

Mitglied
Hallo Martin,

...und wir, die wir hier etwas empfehlen,
orientieren uns unbewusst an dem was wir schon haben. ...
also, bei mir ist das nicht nur unbewusst:

Letztendlich kann man, wenn es seriös bleiben soll, nur ĂŒber GerĂ€te berichten und ggf. empfehlen oder abraten, mit denen man selbst genug Erfahrung hat. Ob in eigenem Besitz oder durch hĂ€ufiges Mitbeobachten in der Gruppe spielt da keine Rolle.

Eine Empfehlung nur vom Hören/Lesen oder auf der Basis von Hersteller- oder HĂ€ndlerangaben ist meiner Meinung nach nur bei allgemeingĂŒltigen Aussagen sinnvoll (z.B. dass ein ins Auge gefasstes Teleskop auf einem Balkon vom Platzbedarf her vermutlich grenzwertig ist oder ein SC eine schlechte Thermik hat). Konkrete Fragen zu GerĂ€ten wĂŒrde ich nur beantworten, wenn ich mit diesen Erfahrungen habe.

Eigentlich liegt es in der Natur der Sache dass man im Forum nur GerÀtschaften empfiehlt, mit denen man selbst gute Erfahrungen gemacht hat.
 

Christian_P

Mitglied
Manche schwören auf große Dobsons von 18" oder mehr, aber im Grunde sind sich wohl alle ernsthaften Planetenbeobachter einig: Entweder man hat einen Apo zum Preis einer Mittelklasse-Limousine (8" aufwĂ€rts), oder ein Spiegelteleskop von mindestens 10", sonst fehlt es an Lichtsammelleistung und Auflösung. Die optische QualitĂ€t und Justage muss stimmen, sonst zeigen die Spiegelteleskope nur Matsch und mĂŒssen sich auch kleinen Apos geschlagen geben.
@janapier Hi Du, also echt Schade, dann bin ich wohl kein ernsthafter Planetenbeobachter. :) Hab ich's doch gewusst. Mein getuntes 8 Zoll f/6 Newton-Dobson von Omegon und mein Schmidt-Cassegrain (C8) sind einfach keine ernsthaften Teleskope, um systematisch und erfolgreich Planeten zu beobachten. Ist nicht böse gemeint und ich mache nur Spaß, aber ich finde das zu pauschal gesagt und das schließt einfach den Großteil der Sternfreunde aus. Ich denke auch bei Planeten hat jedes Teleskop seinen Himmel.




Meine Empfehlung an Nis wĂ€re auf ein simples Newton auf Dobson-Montierung zu setzten und sich entsprechende gute Okulare zu kaufen. Damit ist man schon gut aufgestellt, finde ich. Das Budget von 1000 Euro wird dann bedingt durch die Okuale recht knapp, aber da mĂŒsste schon was gehen. Es reichen ja erstmal zwei hochwertige Okulare.


GrĂŒĂŸe
Christian
 

Lloyd69

Mitglied
Servus Nils,

Du hast in deinem Eröffnungstread auch das "Celestron NexStar 127 SLT" erwĂ€hnt. Ich habe auch mit diesem Teleskop (der MAK, also der Maksutov Variante) angefangen und wurde fĂŒr grĂ¶ĂŸere WĂŒnsche damit infiziert :)
Die Frage ist ob ich es Dir empfehlen kann......, ich denke ja aber nicht uneingeschrĂ€nkt! Es ist schwierig die eigenen Erfahrungen an andere weiterzugeben da die Vorstellungen meist nicht die gleichen sind. Obwohl ich mir schon nach einem Jahr ein grĂ¶ĂŸers Teleskop zugelegt habe, habe ich den eigentlichen Kauf bisher nicht bereut! (Das kleine MAK steht bei meinen Schwiegereltern die regelmĂ€ĂŸig besucht werden und wird dort weiterhin auch benutzt). Ich hatte mit genau diesem Teleskop die ersten WOW Erlebnisse an den Planeten. Ich habe Saturn mit den Ringen klar und scharf gesehen, die Cassini-Teilung war zu erahnen aber ich beobachte auch aus der Stadt heraus. Ich habe Jupiter mit den WolkenbĂ€ndern und den 4 galllileischen Monden erkundet und natĂŒrlich den Mond mit seinen Kratern. Auch Uranus und Neptun waren als kleine blaue/grĂŒne KĂŒgelchen zu erkennen. Das Teleskop hat meine damaligen Erwartungen erfĂŒllt und erfĂŒllt sie Heute noch, trotzdem habe ich mich dann nach mehr gesehnt. Warum? Weil die Kirschen in Nachbars Garten immer grĂ¶ĂŸer und schöner sind als die eigenen und ich immer im Forum die Erfahrungen der "Nachbarn" lesen durfte die von wackeligen Montierungen gewarnt und von Deep Sky ab 8" geschwĂ€rmt haben:) NatĂŒrlich ist der Sprung zu meinem jetzigen 8" SC auf AVX Montierung klar zu sehen, die Montierung ist stabiler und wackelt nicht bei jeder BerĂŒhrung 1-2 Sekunden nach wie beim kleinen SLT. Auch die Planeten sind nochmals etwas detailreicher und grĂ¶ĂŸer, die Cassini Teilung ist auch aus der Stadt zu erkennen wenn das Seeing passt aber soooo gewaltig ist der Schritt dann auch nicht. Wenn ich den Preis den ich dafĂŒr hingeblĂ€ttert habe vergleiche ist das was das Celestron NexStar 127 SLT MAK bietet seinen Preis doch schon wert!
Klar, gĂŒnstiger, besser, stabiler sind die Dobson Teleskope, aber ich persönlich werde damit einfach nicht warm. Ich liebe die kurze Bauweise eines Mac oder SC Teleskops und bin glĂŒcklich damit^^

Jetzt hoffe ich das ich Dir mit meiner bescheidenen Erfahrung etwas helfen konnte und nicht noch mehr fĂŒr Verwirrung gesorgt habe. Einfach anfangen und loslegen ist die beste Wahl. Egal was Du wĂ€hlst, es wird wahrscheinlich auch bei Dir nicht das "einzige" Teleskop bleiben wenn Du weiterhin auf die vielen Stimmen hier hörst die immer ihre eigenen Erfahrungen gemacht haben.......^^

Ich wĂŒnsche Dir viel Spass und Freude mit deinem Teleskop.

cs
Dietmar
 

christian79

Mitglied
Hallo Nis,

ich kann Dietmar nur beipflichten: Im Laufe der zeit werden es mit ziemlicher Sicherheit weitere Teleskope. Der Satz "Jedes Teleskop hat seinen Himmel" besagt letztendlich, dass jedes Teleskop bestimmte Objekte besonders gut, dafĂŒr aber andere weniger gut oder vielleicht sogar ĂŒberhaupt nicht sichtbar machen kann (Extrembeispiel: Der California-Nebel im f/20-Schiefspiegler).

In der Fotografie benötigte man ja auch mehrere Objektive. Genauso ist es in der Astronomie mit den Teleskopen.
 

christian79

Mitglied
Hallo zusammen,

@janapier Hi Du, also echt Schade, dann bin ich wohl kein ernsthafter Planetenbeobachter. :) Hab ich's doch gewusst. Mein getuntes 8 Zoll f/6 Newton-Dobson von Omegon und mein Schmidt-Cassegrain (C8) sind einfach keine ernsthaften Teleskope, um systematisch und erfolgreich Planeten zu beobachten. ...
Christians Post kann ich nur zustimmen.

Bleibt letztendlich die Frage, ab wo "ernsthaftes Beobachten" beginnt. FĂŒr mich beginnt ernsthaftes Beobachten, unabhĂ€ngig von der beobachteten Objektklasse, wenn man seine Beobachtungen möglichst genau dokumentiert und damit vergleichbar macht. Ob als Zeichnung oder in Textform, spielt hierbei eine untergeordnete Rolle.

Nehmen wir ein Beispiel: Ein Mondbeobachter glaubt, visuell fĂŒr einen Sekundenbruchteil auf der Mond-Nachtseite einen schwachen Lichtblitz wahrgenommen zu haben und notiert Datum, Uhrzeit und Mondregion im Beobachtungsbuch. Seiner Beobachtung ist er sich aber wegen der kurzen Dauer und schwĂ€che des Lichtblitzes nicht sicher.

Etwas spÀter stellt sich heraus, dass ein rÀumlich weit entfernter Beobachter zur gleichen Zeit die gleiche, unsichere Beobachtung machte. Dank der Aufzeichnungen kann dann ein möglicher Impakt auf dem Mond verifiziert werden.

Systematische Beobachtungen sind im Prinzip auch mit kleinen Teleskopen möglich, wie z.B. VerĂ€nderungen der IntensitĂ€ten der Jupiter-WolkenbĂ€nder oder das Abschmelzen der Mars-Polkappen. Hier genĂŒgt bereits ein 70-80mm-Refraktor. :)
 
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