Ich sehe das etwas anders. In dem Thread, den du eröffnet hast, geht es speziell um das Guiding mit der AAP/AA+.Hallo Ulrike,
aus dem Grund hatte ich vor langer, langer Zeit diesen Thread eröffnet: Autoguiding mit ZWO ASIAIR Pro und ASIAIR PLUS
Ich schlage daher vor, dort weiter zu diskutieren! Oder wir machen hier weiter? Grundsätzlich wird sich die AM5/3 auch unter NINA/APT oder was auch immer auf PHD bassiert guidingtechnisch nicht anders als mit der ASIAIR verhalten!
CS
Alex
Vielleicht unterschätzt Du schlicht das Seeing, hier sehe ich mehr negativen Einfluss auf die Rundheit / Größe Deiner Sterne als durch das Guiding.
Das alte Prinzip: Garbage in - Garbage out. Einzelne schiefe Töne meines Saxophons kann ich zur Not mal etwas korrigieren mit Software. Komplett schief gespielte Musik klingt auch digital verarbeitet sch.... Genau so ist es mit Astrofotos.Wenn man geduldig ist und König in Pixinsight / Photoshop / Affinity etc. kann man das wieder hinbiegen, Eiersterne durch schlechtes Guiding sicher nicht aber das geht!
Ich habe die AM5 seit August 2022 und hatte sie erstmals im September des selben Jahres auf La Palma im Einsatz und kann Dir sagen trotz schlechterer Guidingkurven als heute südlich von Frankfurt (nicht an der Oder) waren die Sterne kleiner und runder!
Hallo Alex, Frank, Ulrike
bezüglich Aggressivität sehe ich die Sache so:
Der periodische Fehler bei Harmonic drives hat an den Flanken sehr hohe drift Raten und der Fehler kommt da auch sehr stetig. Wenn ich nun eine geringere Aggressivität einstelle sehe ich es am Bulls Eye, auch längere Belichtungszeiten ergeben öfter schlechtere Resultate.
Wenn das Guiding durch lasche Aggressivität and den steilen Flanken immer hinterherhechelt, bekommt man Eine Ellipse im PHD Bulls Eye.
Ich habe die Agressivität so hoch eingestellt wie es geht ohne dass PHD sich aufschwingt und dann 5% zurück.
Aber ich lasse mich gerne eines besseren belehren.
Es ist schwer eine Harmonic Drive Montierung nur an einem Abend zu bewerten oder die Guiding Parameter einzustellen.
Das Guiding läuft [zensiert] geil an einem Objekt, macht man einen Meridian Flip oder schwenkt woanders hin, läuft es vielleicht nur noch OK.
Bei mir überwiegen bei weitem die guten Passagen.
Noch mal zurück zu meinem vorigen Post, es darf nicht unterschätzt werden, das der Antrieb nicht von der Wellenlagerung entkoppelt ist. Geringste Ungleichheiten in den Lagern haben Spikes zur folge. Diese tauchen auch oft gleichzeitig in RA und DE auf, was logisch ist, wenn man sich das Prinzip verinnerlicht hat. Diese kann man auch nicht Rausguiden, weil diese sich sofort selber zurückstellen. Von daher habe ich max Duration stark begrenzt auf ca 350ms in beiden Achsen.
Mit den Standardeinstellungen kann sich die Monti an diesen Spikes aufschwingen.
Diese Spikes werden vermutlich auch Encoder nicht entfernen können.
Eventuell kann jemand der eine NYX was dazu sagen, hat diese ebenfalls solche Spikes? Hier ist die Lagerung, dem Aussehen nach, klassischer gelagert.
Hoffe ich habe meine Gedankengänge zu diesem Thema verständlich darlegen können, bin aber auch an anderen Erklärungen interessiert. man lernt nie aus.
Ein kleines Fazit:
Harmonic Drive Pros
-Super Stabil
-Sehr leicht
-kompakt
- wenig Spiel
-Auf GG kann eventuell verzichtet werden
Cons
-Guiding inkonsistent
-kurze guide cyclen sind essenziell, eventuell sind diese nicht immer erreichbar (OAG, Dual Chip Cam bei langsamen öffnungsverhältnissen.
Noch eine Beobachtung meinerseits, aber noch nicht pber einem längeren Zeitraum beobachtet:
Mit meiner ASIAIR bekomme ich bessere Guiding Resultate. Bei gleicher Belichtungszeit und Guiding Kamera ist der Guidezyklus kürzer als bei meinem PHD auf einem Eagle4S Computer. Nicht viel, aber es wirkt sich aus.
Die ASIAIR scheint in dieser Hinsicht gut optimiert zu sein. Vielleicht kennt jemand einen Trick dem PC PHD beine zu machen?
Viele Grüße,
Stephan
Und bitte quäle mich nicht mit der Tatsache das der Himmel in der Eifel oder Namibia besser ist als südlich des Frankfurter Flughafens!
Ich würde vorschlagen, wir testen mal die jeweiligen Einstellungsvorschläge aus den Foren und tragen hier die Ergebnisse zusammen.
Es ist schwer eine Harmonic Drive Montierung nur an einem Abend zu bewerten oder die Guiding Parameter einzustellen.
Das Guiding läuft [zensiert] geil an einem Objekt, macht man einen Meridian Flip oder schwenkt woanders hin, läuft es vielleicht nur noch OK.
Bei mir überwiegen bei weitem die guten Passagen.
Bei gleicher Belichtungszeit und Guiding Kamera ist der Guidezyklus kürzer als bei meinem PHD auf einem Eagle4S Computer. Nicht viel, aber es wirkt sich aus.
Eventuell kann jemand der eine NYX was dazu sagen, hat diese ebenfalls solche Spikes?
Mit meiner beschriebenen Herangehensweise bekomme ich perfekt runde und kompakte Bulls Eye Abbildungen über den maximal Anzeigbaren Zeitraum hinweg und 10 min Subs sind in der Regel perfekt, auch bei 2m Brennweite, womit ich derzeit fast ausschliesslich fotografiere.Da gebe ich dir grundsätzlich recht, aber der periodische Fehler ist so eindeutig (du schreibst selbst, man sieht es am Bullseye), und der ist immer da, egal wohin die Montierung guckt. Das wäre aber ein Ansatz, da zu schauen ob es wirklich stimmt, dass es bestimmte Parameter gibt, mit denen man den eingedämmt bekommt. Ich fürchte alle sporadischen Events kann man knicken.
Das habe ich nicht ganz verstanden. Der Guidezyklus ist kürzer? Also was ich festgestellt habe ist, dass die Downloadzeiten der Bilder eine Rolle spielen. Man kann noch so kleine Belichtungszeiten einstellen, wenn entweder die Kamera und/oder die Software die Bilder nicht schnell auslesen kann. Vielleicht wird deshalb ab und an binning 2x2 empfohlen!? Ich würde eher zusehen, dass man mit nicht zu großen Chips guidet (wie ich es dummerweise gemacht habe) oder eine ROI aufzieht.
Moin Stephan,ASIAIR, keine feststellbare Verzögerung zwischen auslesen des Bildes und Korrekturbefehl. Also bei 0,5s Belichtungszeit werden ziemlich genau 2 Korrekturbefehle pro Sekunde gesendet. Man sieht in der unteren Statusleiste auch 0.5 FPS konstant.
Hi Alex,Hallo Ulrike,
kann Deinen Frust verstehen! Aber erstens habe ich beide Threads eröffnet und in beiden Threads sind wir teilweise "Off Topic" geraten, zweitens kann ich die Calibration-Settings des Users (in Deinem Link) nicht nachvollziehen, Interesse halber werde ich das aber wenn's der Himmel zulässt mal ausprobieren, da erwarte ich aber keine Unterschiede, lasse mich aber gerne eines besseren belehren! Ich schätze mal bei Brennweiten unter 700mm bist Du mit einem RMS besser 1" auf der sicheren Seite, da sollten keine Eiersterne rauskommen. Vielleicht unterschätzt Du schlicht das Seeing, hier sehe ich mehr negativen Einfluss auf die Rundheit / Größe Deiner Sterne als durch das Guiding. Wenn man geduldig ist und König in Pixinsight / Photoshop / Affinity etc. kann man das wieder hinbiegen, Eiersterne durch schlechtes Guiding sicher nicht aber das geht! Jetzt gehöre ich nicht zu den Königen der Bildbearbeitung und nehme die Ratschläge/Tutorials von Frank S, Thommy N, Daniei N und anderen gerne an und probiere mich durch!
Jetzt kenne ich den Bortl an Deinem Standort nicht, aber eines kann ich Dir unabhängig von der Montierung jetzt schon sagen, ich habe bessere Astrofotos in den USA, Brasilien, La Palma, Teneriffa und Marokko als südlich von Frankfurt gemacht wo ich wohne! Ich führe das mal schelmisch auf das Seeing zurück, Montierungsunabhängig! Vielleicht liegt es auch an der Lichtverschmutzung!
Ich habe die AM5 seit August 2022 und hatte sie erstmals im September des selben Jahres auf La Palma im Einsatz und kann Dir sagen trotz schlechterer Guidingkurven als heute südlich von Frankfurt (nicht an der Oder) waren die Sterne kleiner und runder!
Also es gibt da ein paar mehr Einflüsse!
CS
Alex
Hallo Ulrike, da bin ich leider anderer Meinung. Der Gesamt RMS ist nur bedingt aussagekräftig. Aber vielleicht können ja die einschlägigen Experten mit aushelfen.Bezüglich des RMS verweise ich aber mal auf Franks Aussage: Rund sind die Sterne auch bei 1", aber dann auch schon leicht aufgebläht.
Moin Stephan,
ähm, wenn der Guider mit 0,5 FPS läuft, kann das Guiding maximal alle 2 Sekunden einen Befehl an die Montierung schicken.
Bei einer Sekunde Belichtungszeit läuft der bei meiner ASI Air meist auf 0,9 FPS, habe aber die 290 MM-S.
Habe allerdings noch keine Experimente mit kürzeren Belichtungszeiten gemacht (den Gain habe ich aber mittlerweile etwas reduziert ;-) ).
Den Anhang 339597 betrachten
CS
Alexander
Hallo Alex,Hat mal jemand den MGEN3 an der AM5 gehabt? Leider kommuniziert der MGEN nicht mit der ASIAIR dann braucht es wieder einen PC. Oder man lässt die Guidingfunktion der ASIAIR mal außer acht, wäre interessant ob der MGEN dann eher "hektisch" also viele Pulse guidet oder eher wenig Pulse? Nunja wenn ich es nicht vergesse und es das Wetter zulässt werde ich das mal ausprobieren.
Noch mal, wenn ich sage runde Sterne meine natürlich nicht die aufgeblähten, sondern knackig runde, werde ich das nächste mal auch so schreiben sonst ernte ich wieder spitze Kommentare in Richtung Frank.
um den Testbericht beneide ich Dich, wahrscheinlich nicht nur ich!
Ich weiß nicht was du hast Alex, nach meinen Informationen ist nicht wichtig wie breit die Kurve ist sondern wie stark sie Ansteigt, dann ist deine AM5 besser wie die von Gernot da sie gleichmäßiger verläuft
Gruß Alex




Hi Gernot,
um die Unterschiede zu sehen, würde man aber Bilder benötigen die bei gutem, und bei weniger gutem Guiding entstanden sind. Dann hat man einen Vergleich. Auch bist du bei 400 mm und 6.5 Mikron Pixeln weit entfernt davon, dass das einen Einfluss hat (Deine Pixelscale ist 3.4 " pro Pixel). Du könntest auch mit 1" RMS fotografieren und man würde nichts merken. Bei 3 Mikron Pixeln sieht das alles ganz anders aus.
Siehe hier:
Video Autoguiding
CS Frank
Dazu noch die Brennweite von 800-1500mm, das wäre noch interessanterBeim nächsten Test werden ich kleinere Pixel in Form von einer ASI 2600 MC Pro auffahren. Das wird sicher interessant![]()
Dazu noch die Brennweite von 800-1500mm, das wäre noch interessanter![]()