Walking Pattern Noise - Video

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frasax

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Hallo,

nicht nur weil das Thema hier auch gerade mal wieder heiß diskutiert wird, sondern weil die Frage danach generell häufig auftaucht. Und weil man nicht oft genug sagen kann wie wichtig dithern ist, hier ein Video zum Thema Walking Pattern Noise. Es handelt sich dabei um ein lästiges Rauschmuster, welches häufig bei DSLRs auftaucht. Aber seht selbst:


CS Frank
 
Hallo Frank,

schon wieder ein Video. Hätte meine Frau Deine Schaffenskraft, ginge es mir gut.
Spaß beiseite. Ich finde Deine Videos gut, auch wenn ich das Hobby, na ja, etwas "entspannter" angehe. Du greifst viele Themen auf, über die man sich dabei Gedanken machen sollte. Und die mache ich mir.

Gruß

*entfernt*
 
Hallo Frank,

tolles Video und super erklärt.

Eine Anmerkung zur Ursache dieses Rauschens.

Zitat:
"Wenn gleichförmiges Licht auf einen Kamera-Sensor fällt, sollte jedes Pixel theoretisch genau den gleichen Wert ausgeben. Kleine Abweichungen in der Zellgröße und dem Oberflächenmaterial führen jedoch zu leicht unterschiedlichen Ausgabewerten. Der Unterschied zwischen der tatsächlichen und der gleichförmigen Ausgabe eines Sensors wird als Photo Response Non Uniformity (PRNU) bezeichnet. Da PRNU aufgrund der physikalischen Eigenschaften des Sensor auftritt ist es nahezu unmöglich, diesen Effekt vollständig auszumerzen. PRNU wird daher häufig als normale Charakteristik des Sensors betrachtet."
Quelle: Stemmer Imaging AG

CS
Sven
 
Lieber Frank,

ich habe mir am vergangenen, ruhigen Sonntag einen gut Teil Deiner Videos angeschaut. Speziell zum Thema PixInsight, welches ich erst seit kurzem im Einsatz habe. Das hat mir sehr beim Einstieg geholfen.

Ich mag Deine ruhige, sachliche Art der Präsentation und möchte Dir an dieser Stelle für die Arbeit danken, die Du für uns investierst!


Mit besten Wünschen, Gerd
 
Hi Frank,

hier ist noch ein Musterbeispiel von WPN zur Anschauung, dort sogar kreisförmig.

Gruß Okke
 
hier ist noch ein Musterbeispiel von WPN zur Anschauung, dort sogar kreisförmig.

Hallo Okke,

Dein kreisförmiges "WPN" kann verschiedene Ursachen haben. Ich vermute(!) mal ein nicht ausreichend integriertes MasterFlat, oder ein nicht passendes Dark. Alles Vermutungen. Natürlich kann man sich, wenn man nichts besseres weiß, mit Dihering helfen. Man kann so auch Staubdonuts wegbekommen, bzw untermischen.

Ich vergleiche das mal mit den Erfahrungen aus dem Bekanntenkreis nach einem Artzbesuch. In den meisten Fällen können die Ärzte die Ursache für die Erkrankung nicht finden, sondern doktern am Symptom herum. Und verschreiben Pillen (Dithern). Damit ist für den Arzt das Problem gelöst, der Patient ist aber nicht geheilt, ihm geht es nur "besser".

Gruß,
Peter
 
Hallo Frank,

tolles Video und super erklärt.

Eine Anmerkung zur Ursache dieses Rauschens.

Zitat:
"Wenn gleichförmiges Licht auf einen Kamera-Sensor fällt, sollte jedes Pixel theoretisch genau den gleichen Wert ausgeben. Kleine Abweichungen in der Zellgröße und dem Oberflächenmaterial führen jedoch zu leicht unterschiedlichen Ausgabewerten. Der Unterschied zwischen der tatsächlichen und der gleichförmigen Ausgabe eines Sensors wird als Photo Response Non Uniformity (PRNU) bezeichnet. Da PRNU aufgrund der physikalischen Eigenschaften des Sensor auftritt ist es nahezu unmöglich, diesen Effekt vollständig auszumerzen. PRNU wird daher häufig als normale Charakteristik des Sensors betrachtet."
Quelle: Stemmer Imaging AG

CS
Sven

Hallo Sven,

also kann man dem nur mit Statistik begegnen = dithern. Oder, wenn extrem, mit der Ausreißereliminierung. Ich denke, dass es ohnedies nie vollkommen möglich sein wird, alle Unperfektionen des Sensors, auch wenn sie in einer Mischung von strukturbedingen und stochastischen Effekten auftreten, durch Kalibrierung zu eliminieren, der statistische Ansatz dürfte hier durchaus seine Legitimität finden.

Nicht umsonst wird die Relevanz von Messwerten durch ihre statistische Auffälligkeit bewertet. Je empfindlicher und feinfühliger unsere Methoden werden um so mehr nähern wir uns der Grenze, an der diese Betrachtungsweise wichtig wird.

CS
Jörg
 
Hallo Jörg,

ich bin auch gar nicht gegen das Ditern, im Gegenteil. Aber ich kümmere mich auch darum, die Muster, die ich damit untermische, vorher durch geeignete Flats und Darks zu minimieren.

Das Dithern hat ja auch seine Nachteile: Zumindest bei meiner Anwendung in PHD2 dauert das Dithering schonmal über zwei Minuten, dann läuft es in ein Timeout. Vielleicht mache ich was falsch. Ich weiß auch nicht, warum das so lange dauert, die Position zu verschieben und den Leitstern neu zu justieren. So weit von der alten Positon dithere ich nie. Hat jemand einen Tipp?

Bei 5min Frames fällt das noch nicht so groß ins Gewicht, außerdem dithere ich alle 5 Frames, aber bei Kurzzeitbelichtungen von 30s oder kürzer, fällt das Dithering zeitlich schon sehr ins Gewicht. Da dauert ein Dithervorgang schonmal länger als die Belichtung selbst.

Anmerkung: Die Zeit für das Dithern hängt natürlich direkt mit der Belichtungszeit der Guidingkamera zusammen. Teliweise ist die schon zwischen 10-30s. Das zieht sich natürlich durch den Dithervorgang. Wenn man mit großen Brennweiten und weit von der galaktischen Ebene arbeitet, ist ein heller Leitstern nicht immer im Blickfeld. Zumindest, wenn man einen OAG benutzt und kein Leitrohr. Von Letzterem halte ich aber gar nichts.

Gruß,
Peter
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo zusammen,

Deine Motivation den Ursachen für das Rauschmuster auf den Grund zu gehen ist natürlich sehr löblich, ich vermute nur, dass du da nicht weiter kommen wirst als tausende Astrofotografen weltweit vor dir, die seit ca. 15 Jahren immer wieder mit der Problematik konfrontiert werden. Ohne dein Wissen schmälern zu wollen, und dir die Motivation zu rauben, aber da haben sich andere berufene Astrofotografen auch schon dran versucht. Immer mit dem gleichen Ergebnis, nämlich dass das dithern hier Abhilfe schafft. Aber wer weiss...

Was das Flat angeht, bin ich mir ziemlich sicher, dass das nicht das Problem ist. Was die Darks angeht, sehe ich da schon eher einen möglichen Zusammenhang. Denn empirisch bewiesen ist, dass schlechte Darks das Problem eher verschlimmern. Im Umkehrschluss könnte man also denken dass "gute" Darks das Problem verbessern könnten. Nun ist es aber ja bekannt, dass es extrem schwer ist mit einer DSLR reproduzierbare Darks zu erstellen. Auch da haben sich, seit dem DSLRs in der Astrofotografie verwendet werden, tausende Astrofotografen weltweit die Zähne dran ausgebissen. Mit dem Resultat, dass es heute gängige Praxis ist die Darks ganz weg zu lassen. Es gibt hunderte sehr beeindruckende DSLR Aufnahmen die mit diesen beiden Vorgehensweisen erstellt wurden.

Also denke ich im ersten Schritt müsste eine Methode gefunden werden reproduzierbare Darks zu erstellen. Das würde sicherlich sehr viele Astrofotografen interessieren. Darüber hinaus wäre es sehr interessant falls sich da neue Erkenntnisse auftun, was die Ursachen des Rauschens angeht. Lass es uns wissen wenn du eine Alternative gefunden hast.

Das dithern hat übrigens ja noch andere Vorteile. Übrigens wurde es hier im Forum sehr publik gemacht von einem Berufsastronomen. Dieser riet schon vor mehr als 10 Jahren die Aufnahmen zu dithern. Auch bei Astrofotografen die mit gekühlten CCDs arbeiten ist das die gängige Praxis (lese ich oft in Papers bei der Objektrecherche). Die Begründung sind statische Rauschmuster die man durch die Anwendung von Flats und Darks ins Bild introduziert (sog. Kalibrationsrauschen). Ausserdem ist es nötig zu dithern falls man seine Aufnahmen resamplen will (z.Bsp. Drizzling).

Dass du Probleme mit dem dithern hast, tut mir leid zu hören. Bei mir dauert es ca. 10s.bei einer Schrittweite von 5px. Ich finde auch immer einen Leitstern am OAG dank der empfindlichen Lodestar (Mit der ASI120, ALccd 5II oder dem MGEN dürfte es auch keine Probleme geben). Nur bei Kameras wo sich der OAG bzw, der Nachführchip hinter dem Filterrad befindet (z.Bsp. STL11000) kann es problematisch werden, vor allem wenn man mit Schmalbandfiltern arbeitet. Und natürlich bei weniger empfindlichen Nachführkameras.
Der größte Nachteil des dithern liegt m.E. im Beschnitt. Da verliert man am Rand natürlich schon mal ein paar Pixel. Wenn man natürlich so stark dithern will um auch Staubkringel raus zu bekommen, muss man ja schon im Bereich von 100px arbeiten:-) Da empfiehlt es sich doch eher bessere Flats zu machen:-)
Dass es bei sehr kurzen Belichtungszeiten problematisch ist zu dithern da nicht zielführend, ist ja nachvollziehbar. Das muss jeder für sich entscheiden.

So, das nächste Video muss gemacht werden.

CS Frank
 
Moinmoin,

die Ausprägung des kreisförmigen WPN ist ziemlich sicher von unpassenden Darks herrührend (wobei das kreisförmige nordungsbedingt ist, die Pattern-Anwesenheit von den Darks) und noch sicherer nicht von den Flats.

Es gibt aber eine Methode, mit einer DSLR perfekte Darks zu machen: die 800er Eos - imho die beste APSC DSLR von Canon - bietet die Möglichkeit, unmittelbar nach dem Light einen Darkabzug zu machen. Die Ergebnisse hauen einen um! Bereits auf dem RAW ist kaum noch Rauschen auszumachen, ich war einfach nur baff! Selber hab ich es nie ausprobiert, aber der Nachbesitzer (wir sind zumeist gemeinsam auf Photonenjagd) meiner "Ex" hat es und wir haben nur noch gestaunt, was das ausmacht! Ob das für andere Kams genauso gilt, weiß ich nicht.

Es wird hi und da von dieser Methode abgeraten, warum auch immer. Die 800er gab es möglicherweise zur Zeit, als dieser Ratschlag geboren wurde, noch nicht?

Natürlich hat das auch einen Preis: die zur Belichtung verfügbare Zeit in einer Nacht wird halbiert, da die Darkaufnahme selbstredend dieselbe Zeit in Anspruch nimmt wie die Belichtung und unmittelbar im Anschluß gemacht wird. Deshalb verzichte ich auf diese Möglichkeit (kann die ältere 6D das überhaupt?), ich dithere inzwischen. Auch gibt es wohl kein zusätzliches RAW, das den Dunkelbildabzug nicht hat.

CS Okke
 
Es gibt aber eine Methode, mit einer DSLR perfekte Darks zu machen: die 800er Eos - imho die beste APSC DSLR von Canon - bietet die Möglichkeit, unmittelbar nach dem Light einen Darkabzug zu machen. Die Ergebnisse hauen einen um! Bereits auf dem RAW ist kaum noch Rauschen auszumachen, ich war einfach nur baff! Selber hab ich es nie ausprobiert, aber der Nachbesitzer (wir sind zumeist gemeinsam auf Photonenjagd) meiner "Ex" hat es und wir haben nur noch gestaunt, was das ausmacht! Ob das für andere Kams genauso gilt, weiß ich nicht.

Natürlich hat das auch einen Preis: die zur Belichtung verfügbare Zeit in einer Nacht wird halbiert, da die Darkaufnahme selbstredend dieselbe Zeit in Anspruch nimmt wie die Belichtung und unmittelbar im Anschluß gemacht wird. Deshalb verzichte ich auf diese Möglichkeit (kann die ältere 6D das überhaupt?), ich dithere inzwischen. Auch gibt es wohl kein zusätzliches RAW, das den Dunkelbildabzug nicht hat.
Das konnte sagar schon die 450D, ich habs aber nie ausprobiert...
Wär mal einen Versuch wert bei meiner 600D, vor allem bei Mondnächten.

Gruß Norbert
 
Ja, man müßte sich mal die Mühe machen, eine Aufnahme mit und eine ohne Dunkelbildabzug zu machen und beide dann zB mit "Blink" und/oder "SNRmax" zu vergleichen.

Die Gelegenheit für Mondnächte ist wie immer günstig, Klara Himmel kommt endlich mal wieder vorbei und was ist? Genau, sie hat, wie immer, den Mond im Schlepp, der - natürlich - wieder mal "strunze-voll" ist :rolleyes::ROFLMAO:
 
Hallo zusammen,

Deine Motivation den Ursachen für das Rauschmuster auf den Grund zu gehen ist natürlich sehr löblich, ich vermute nur, dass du da nicht weiter kommen wirst als tausende Astrofotografen weltweit vor dir, die seit ca. 15 Jahren immer wieder mit der Problematik konfrontiert werden. Ohne dein Wissen schmälern zu wollen, und dir die Motivation zu rauben, aber da haben sich andere berufene Astrofotografen auch schon dran versucht. Immer mit dem gleichen Ergebnis, nämlich dass das dithern hier Abhilfe schafft. Aber wer weiss...

Hallo Frank,

meine Devise ist halt: erst denken, dann dithern. :)

Deine Argumentation, "tausende Astrofotografen weltweit vor dir" keine Lösung gefunden habe, ist natürlich eine sehr unwissenschaftliche Argumentation. Nach Deiner Überzeugung gäbe es also keinen Fortschritt und Naturwissenschaft und Technik, weil vorher tausende Leute auch keine Idee dazu hatten.

Wie schon mehrfach geschrieben halte ich das Dithern sogar aus anderen Gründen für notwendig und auch sinnvoll. Es kann aber nachträglich nicht mehr angewendet werden. Es geht doch um was anderes: Wenn man nun mal Bilder gibt, die dieses "Walking Noise" im Summenbild haben, gibt es Möglichkeiten, die Erwin und ich aufgezeigt haben, das zu mildern, bzw ganz heraus zu rechnen.

Das Flat durchaus auch einen Beitrag in dieser Richtung liefen, habe ich hier.

Es sind eben auch sehr wenige, die mit der Thematik hinreichen vertraut sind und auch ein gewissen Grundverständis (Ausbildung) dafür haben, sich mit diesen Dingen zu beschäfitgen und nach Lösungsansätzen zu suchen.

Was die Leitsterne angeht, die sind oft zu schwach, um sie nur kurz zu belichten (1-2s). Ich benutze die ASI120m, auch sehr lichtstark. Ich will die Guidingkamera nicht gegen die Hauptkamera drehen, weil ich sonst unterschiedliche Falst machen muß, wegen der Abschauutung durch den Spiegel im OAG....

Gruß,
Peter
 
Hallo Peter,

dass meine Argumentation unwissenschaftlich ist, gestehe ich ja gerne ein, aber den Schluss den du daraus ziehst..

Nach Deiner Überzeugung gäbe es also keinen Fortschritt und Naturwissenschaft und Technik, weil vorher tausende Leute auch keine Idee dazu hatten.

Das ist mal wieder das Wort im Mund umgedreht, sowas nennt man Polemik.
Ich sage auch nicht dass du keine bessere Lösung finden wirst, ich sage lediglich, dass ich die Chancen dafür als sehr gering einschätze. Meine persönliche Meinung, kannst du und andere anders sehen. So What...

Es sind eben auch sehr wenige, die mit der Thematik hinreichen vertraut sind und auch ein gewissen Grundverständis (Ausbildung) dafür haben, sich mit diesen Dingen zu beschäfitgen und nach Lösungsansätzen zu suchen.

Es sind mehr als du denkst. ICH gehöre sicherlich nicht dazu, falls es dir darum geht. Aber es gibt massig Ingenieure, Physiker, Informatiker oder generell Leute mit sehr guter Ausbildung im technisch/mathematischen Bereich, die sich dieser Problematik bereits angenommen haben.

Das Problem was ich mit deinen Beiträgen habe ist, dass du zwar die gängige Praxis anzweifelst aber keine konkreten Alternativen anbietest. Statt dessen auch nur Vermutungen anstellst. Du trägst bisher also nur zur Verwirrung der Leute bei, die sich ihr Rauschmuster nicht erklären können, und mögliche Ursachen schnellst möglich abstellen wollen.

Es würde uns alle selbstverständlich freuen, wenn du eine fundierte Erklärung für das Phänomen lieferst und wie man es restlos abstellen kann.

CS Frank
 
Hallo Frank,

Du magst recht haben damit, dass ich tatsächlich zur Verwirrung beigetrage habe, und dabei die Lösung untergegangen ist. Für Norberts Problem ist es die Mittelung per Median. Damit verschwindet das "walking noise" vollends. Das ist meine (bestens bewährte) Arbeitsweise: trial and error.

In diesem Thread wollte ich nur darauf hinweisen, dass man erst einmal sauber arbeiten muß, also gute Darks und Flats erstellen. Das Dithering notwendig und richtig ist, darauf habe ich mehrfach hingewiesen und mache es selbst ja auch.
Soweit sind wir gar nicht auseinander. Aber das Dithering hat eben auch den Nachteil des großen Zeitkonsums. Darüber muß man sich auch im klaren sein. Ob das Dithering alle N Frames ausreichend ist gegen das "walking noise", muß man ausprobieren.

Ich warte aber noch auf Deinen Tipp, wie ich das Dithering in PHD2 beschleunigen kann.

Wie die Rauschmuster entstehen, ist doch hinlänglich bekannt. Das habe sogar ich jetzt gelernt und Erwin hat es auch nochmal geschrieben. Meine Bestreben ist es aber, selbst herum zu experimentieren, um eine Vorstellung vom dem zu bekommen, mit was man es zu tun hat. Nur wenn man sich mit seinen Daten vertraut macht, kommt man der Lösung nah. Und das geht nun mal eben nur durch trial and error.

Gruß,
Peter
 
Du magst recht haben damit, dass ich tatsächlich zur Verwirrung beigetrage habe, und dabei die Lösung untergegangen ist. Für Norberts Problem ist es die Mittelung per Median. Damit verschwindet das "walking noise" vollends. Das ist meine (bestens bewährte) Arbeitsweise: trial and error.
Hallo Peter,
der Beweis steht noch aus...
Ich bin momentan am Neustacken des M45 mit DSS und verschiedenen Einstellungen (und mit und ohne Darks).
Sobald ich was habe, poste ich hier die Ergebnisse mit DSS.

Das Problem vieler DSLR-Benutzer und auch meins ist die Nicht-Konstanz der Temperatur über die Aufnahmeserie!

Übrigens: Nicht jeder kann sich seine eigenen angepassten Stacker programmieren...

Gruß Norbert
 
Und nun zum Vergleich mit DSS neu gestackt und 4mal gleich vom Gamma eingestellt ohne Stretchen.
Fazit: auch wenn die Darks nicht passen, ist es mit besser wie ohne...

Ich kenne da keinen rechten Unterschied, ausser zw. ohne und mit Dark...
Vielleicht ist auch DSS oder Astroart nicht zum Stacken geeignet?
Stellschrauben gibt es bei der Einstellung Median nämlich nicht...

Übrigens, was man dann in der Nachbearbeitung mit Filtern und Wavelet-Rauschreduzierung macht, ist eine andere Geschichte...

Also Ernüchterung bei mir...

Das sind immer noch diese Rohdaten.

Gruß Norbert
 

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Hi Okke,

Ja, man müßte sich mal die Mühe machen, eine Aufnahme mit und eine ohne Dunkelbildabzug zu machen und beide dann zB mit "Blink" und/oder "SNRmax" zu vergleichen.

ich lese deinen Beitrag erst jetzt. Sämtliche Canons (und auch andere) bieten den sog. internen Darkabzug an (das konnte schon meine olle 350D). Du hast dir die Frage doch selber schon beantwortet: Die Kamera sieht für exakt die Länge des Lights kein Licht, das heisst du verschwendest deine schöne, kostbare und klare Nacht mit Darks machen?!?! Neeee, das ergibt noch weniger Sinn als dithern, wo der Zeit Verlust nach jeder Aufnahme wenn es ganz schlimm kommt bei 20s liegt.
Außerdem wissen wir nicht was da intern passiert in der Kamera. Man kann es sich ungefähr denken, aber wissen tut man es nicht, weil kein Kamerahersteller damit raus rückt.

CS Frank
 
Ich warte aber noch auf Deinen Tipp, wie ich das Dithering in PHD2 beschleunigen kann.

Hi Peter,

hm, warte ich gucke mal in die Glaskugel:-)
Falls dir mein Video zu PHD nicht weiter hilft, bräuchte ich mal eine wissenschaftlich korrekte Beschreibung des Problems, damit ich mit meinem scharfen analytischen Sachverstand die Möglichkeiten des Fehlers eingrenzen kann:-)

CS Frank
 
...in der Einstellung "Median" ist das Muster noch genauso da.
>>> Dithern, Ende.

Alles andere hätte mich auch verwundert, sonst wäre man auf die Idee schon vor Jahren gekommen.

Hallo Norbert,

das ist schade, das DSS das nicht kann. Hier ist mein Ergebnis:
Screenshot_20191011_192624.png

Ich habe einen ähnichen Ausschnitt gewählt wie Du und habe extrem das Rauschen hochgezogen. Da ist nix mehr zu sehen. Man muß natürlich einiges beachten, wenn man den Medianstack anwendet. Ich denke aber, die Programmierer von DSS wissen, was sie tun. Warum Dein Ergebnis so stark von meinem Abweicht, weiß ich nicht. Hast Du Dir das TIFF von Erwin angeschaut und vergleichen?

Deine alignten Einzelbilder haben auch noch eine "walking" Vignette, weiul Du kein Flat abgezogen hast. Das erschwert die Medianbildung.

Hi Peter,

hm, warte ich gucke mal in die Glaskugel:)
Falls dir mein Video zu PHD nicht weiter hilft, bräuchte ich mal eine wissenschaftlich korrekte Beschreibung des Problems, damit ich mit meinem scharfen analytischen Sachverstand die Möglichkeiten des Fehlers eingrenzen kann:)

CS Frank

Hallo Frank,

das hört sich jetzt aber sehr beleidigt an. Das tut mir leid. Ich werde mir das Video anschauen.

Gruß,
Peter
 
das hört sich jetzt aber sehr beleidigt an. Das tut mir leid. Ich werde mir das Video anschauen.

Hallo Peter, was heißt beleidigt. Aber es klang so als wäre ich dir was schuldig, und das bin ich nicht. Wenn du noch Fragen hast nach dem Video, gerne fragen. Aber vielleicht machst du dazu einen neuen Thread auf. Darüber hinaus war es schon ernst gemeint damit, dass man dann, wenn man sowas aus der Ferne beurteilen soll deutlich mehr Infos benötigt.

Was anderes: Dein Bildbeispiel sieht überzeugend aus. Gleich wenn ich da immer noch das Muster "durchschimmern" sehe. Ich glaube es liegt ein kleines Missverständnis vor was den Begriff Median angeht. Du hast einen Medianfilter benutzt nehme ich an? Ich glaube viele verstehen unter Median eher die Stackingmethode, die man in den verschiedenen Stackingsoftwares einstellen kann um den Mittelwert zu bilden. Vielleicht redet ihr aneinenader vorbei!? Du hast ja wohl eher einen Restaurationsfilter oder von mir aus Rauschfilter verwendet wenn ich es richtig verstehe?

Jetzt muss ich aber nochmal nachfragen: In dem anderen Thread sagst du, dass du das dithern nicht optimal findest, bezogen auf diese Problematik, da damit der "Fehler" nur verschmiert wird. Was macht denn dann der Median Filter anders? Der "verrechnet" doch auch nur Informationen aus den Nachbarpixeln, und die damit neu berechneten Pixel sind somit auch nur interpoliert!? Oder sehe ich das falsch?
Unter "Ursachen bekämpfen" verstehe ich irgendwie was anderes. Also z.Bsp. die korrekte Erstellung von Darks und Flats (ausser Darks und Flats machen fällt mir wirklich nichts ein, was man an den Rohbildern bewirken könnte um die Pixelfehler , die Ursache für das Fixed Pttern Noise sind zu korrigieren).

CS Frank
 
Hallo Peter,

ich habe jetzt mal dein TIF weiter bearbeitet...
Ja das Pattern-Noise ist fast weg...

Was macht dein Stacker anders wie DSS, Astroart oder PI?

Nun, ich habe nur DSS oder Astroart, von daher hilft mir das wohl nix...

Aber:
Da du damit wohl den "Stein der Weisen" gefunden hast, warum lässt du deine Erkenntnisse nicht ins DSS Projekt einfließen?

Gruß Norbert
 

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