Hab nun Feedback vom Astroshop wegen der Fensterheizung der vetec 571. Die Kamera habe eine Heizung verbaut, diese wäre aber passiv und würde von innen heizen.
Ich interpretiere das mal so, dass da keine spezifischen Widerstände um das Fenster verbaut wird, sondern die Abwärme der Elektronik benutzt wird. Die Einstellungsmöglichkeit im Treiber dürfte demnach keine Funktion haben.
Um Probleme mit Tau zu vermeiden, wurde mir empfohlen die Sensorkammer immer möglichst trocken zu halten, da trockene Luft eine deutlich geringere Wärmeleitfähigkeit hat als feuchte. Ich vermute, dass die warme Elektronik in dem Fall am Ort des Fensters die Oberhand gewinnt gegen den gekühlten Chip und es so dann nicht zu einem Beschlag von außen kommen kann.
Ich werde ab jetzt auf jeden Fall die Trockenmittelpatrone immer angeschlossen lassen und das Silikagel ab und an regenerieren. Ob sich das bewährt, wird sich aber erst im Herbst/Winter zeigen, wenn richtig feucht wird. Der feuchte Tag am Wochenende war für Anfang September hier eher die Ausnahme.
das Phänomen des "Datensammelns" im Idle ist bekannt und konnte eingegrenzt werden. Ich bin mit Touptek in Verbindung und habe einen Beta-Treiber, der vielversprechend aussieht. Leider konnte ich es noch nicht am Sternenhimmel testen.
Man hat mir empfohlen nicht so stark herunterzukühlen um das Problem mit der Geisterbelichtung zu reduzieren. Das würde dafür sorgen, dass sich der Sensor besser entladen kann vor der Aufnahme. Empfohlen wurde mir nicht tiefer als -5°C zu gehen. Das Problem selbst kannte man bei Astroshop aber wohl nicht. Bis der Treiberupdate kommt, wird man wohl im Hinterkopf behalten müssen, vorm Stacken der Sequenz noch ein Bias zu machen, damit nicht die erste Aufnahme mehr Schaden anrichtet als nutzt. Bei den Kalibrationsdateien werde ich in Zukunft ebenfalls die erste Datei bei Average Stacking wegwerfen oder gleich mit Median stacken.
Wenn man das alles im Hinterkopf behält, dann kann man mit der Kamera arbeiten. Meine Testsession kann ich wegen der fehlenden Flats wohl wegwerfen. Abgesehen davon ist das SNR der 571m im Vergleich dem meiner ASI533MC deutlich überlegen. Die Mono löst dazu noch etwas höher auf. Der IMX571 ist ja auf Pixellevel vergleichbar mit dem IMX533. Kann man schön sehen welchen Vorteil eine Mono im Vergleich zu einer OSC bietet. Allerdings ist die Mono auch eine deutlich teurere Geschichte. Am Ende kommt die Mono mit Filtern, Filterrad und Adapterteilen auf fast das Doppelte wie die vergleichbare OSC.
Bei der ASI533MC hatte ich nicht mit so Kinderkrankheiten zu kämpfen wie mit der vetec 571m. Die lief von Anfang an ohne Probleme. Damit kann man einfach aufnehmen ohne sich um irgendwas Gedanken machen zu müssen. Und die war damals beim Kauf auch neu am Markt. Die vergleichbare ASI2600MM kostet allerdings 50% mehr. Darf man halt auch nicht vergessen.
Grüße,
Joachim