Teleskopmount und automatischer Nachführung

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Susann

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Guten Tag an die Forenmitglieder!

Wie man unschwer erkennt, bin ich neu hier und möchte dennoch um Rat auf meine Anfängerfragen bitten. Ich bin beruflich zwei bis drei Mal im Jahr in der meiner Firmenzentrale in Italien. Dort gibt es unter den Ehemännern der dort arbeitenden Mitarbeiterinnen einige enthusiastische Hobby-Astronomen, die Unsummen für ihr Hobby ausgeben. Mich hat das begeistert, war aber schon enttäuscht trotz der Riesengeräte nur schwarz-weiß zu sehen. Die Begeisterung ist zurückgekehrt, als mir gesagt worden ist, auch mit einfacheren Mitteln können schöne Farbbilder erstellt werden. Ich habe meine Fotoausrüstung "piggiback" aufmontieren dürfen und dann mit 30 Sekunden Belichtungszeit den Orionnebel fotografiert. Enttäuschend waren die ersten Ergebnisse, die aber letztendlich mit unzähligen Kniffen zu einem recht brauchbaren Ergebnis zusammengerechnet worden sind. Ich habe mich nun im Web durch diverse Social Media Kanäle durchgeguckt und habe erst jetzt wahrgenommen, wie viel Zeit darin steckt. Die Zeit habe ich, nehme sie mir gerne. Meine Firma hat viel in der Pandemie umgestellt. Ich arbeite hauptsächlich im Homeoffice von zu Hause aus. Kundenkreisbedingt leider vier Tage die Woche hauptsächlich in der oder bis spät in die Nacht. Zur Sternenfotografie wurde eine gebrauchte Nachführung gekauft und intensiv ausprobiert. Weniger die Planeten, als die wunderschönen Nebel und Galaxien sind Mittelpunkt meines Interesses. Die Defizite limitieren mich sehr, deshalb möchte ich unbedingt upgraden. Die Nachführung hinkt mit einem nachgekauften Gegengewicht bei über zweieinhalb Kilo nach. Sternenstriche sehe ich bei längeren Belichtungen. Mehr als zwanzig Sekunden sind nicht drinnen. Die Enttäuschung war wieder da. Die Nutzung durch versierte Hobby-Astronomen hat die Limits bestätigt. Ich habe bei einigen Astrofirmen angerufen und völlig divergierende Angebote erhalten. Nur ein einziger Händler ist auf meine Wünsche eingegangen. Ich möchte keinen fünfstelligen Betrag als Anfänger ausgeben. Auch wenn ein spacig aussehendes Gitterteleskop eine Wucht ist. Ich habe in den vergangenen Tagen euer Forum durchforstet und so viele verschiedene Meinungen gelesen. Die Unschlüssigkeit hat sich nur verstärkt. Resignieren ist nicht meine Tugend. Ich habe mit meinem Wissen versucht analytisch an das Problem heranzugehen und Entscheidungspunkte zu definieren. Für mich sind ein paar Meilensteine mit Produktentscheidungen gepaart. Meine persönliche Timeline:

  • Auswahl Teleskopstativ und Mounting und Nachführung. Nutzung vorhandene Kamera und Linsen. Einarbeitung in die notwendige Software
  • Danach Anschaffung astronomisches Teleskop, Nutzung vorhandene Kamera, Einarbeitung in Handhabung und Vertiefung des Softwaregebrauchs
  • Zum Schluss Anschaffung astronomische Kamera, Filterbeiwerk und Zubehör
Dieser Weg sollte mich in der Auswahl der Komponenten zeitlich entzerren, mein Wissen reifen lassen und neue Erkenntnisse in den Prozess miteinfließen lassen.

Mir ist bereits im Vorfeld bewusst, eine Richtungsentscheidung wird mit dem Mounting und der Nachführung getroffen. Mein primäres Fernziel sind derzeit 1000mm mit Newton-ähnlichem Teleskop mit geringerem Kollimationsaufwand und 8-10 Zoll Öffnung oder ein Linsenteleskop mit auch so um die 1000mm und mehr als 120mm Öffnung. Eine gute Farbkamera mit mehr als 24 Megapixeln. Von den Schwarz-Weiß Kameras nehme ich Abstand, die Handhabung liegt schon im Profibereich. Um das sicher führen zu können brauche ich eine stabile und tragbare Mount. Ich will auf meiner Dachterrasse fotografieren und dennoch die Alpennähe mit so vielen dunklen Orten nutzen können. Gewichtstragkraft lese ich aus den Beiträgen heraus nur bei 60% des Angegebenen ansetzen. In den Auskünften waren die guten Teleskope alle über 10 Kilogramm, manche darüber. Mitte zwanzig Kilogramm Gewichtstragkraft, denke ich, sind anzustreben. Ein Schreck kam dann wieder beim Gewicht der Mounts. Auf mehrfache Nachfrage beim Beratungsgespräch wurde mit einer 20309 der des Herstellers Skywatcher als Kompromisslösung geantwortet, weil die nur 15 kg las schwerstes Einzelteil wiegt. Eine praktikablere Lösung erscheint mir diese neuartigen harmonischen Mounts, die fast ebenso viel tragen können. Als tragkräftigest Lösung habe ich eine Warpastron Warpdrive WD-20 im Internet gefunden, die bis 30Kilogramm tragen kann und selbst aber nur einen Bruchteil davon wiegt. Die Beschaffung ist kein Problem, meine Firma hat genügend asiatische Kanäle. Ein passendes Stativ wird sich finden, im Ernstfall habe ich ein sehr stabiles Leofoto zu Hause mit 50kg Tragkraft. Berlebach aus Holz, auch wenn hier sehr kontroversiell diskutiert, würde mir auch gut gefallen. Bei der Nachführung bin ich mir noch unsicher. Ich lese von einfacheren Modellen von Zwo aus Asien, die aber einen Firmenzwang mit sich bringen. Alternativ von der Software von Herrn Berg, die mehr kann und frei konfiguriert werden kann, wo man aber die Hardware selber suchen muss. Und da finde ich keinen Produkteleitfaden an kompatiblen Hardwarekomponenten. An die anderen Komponenten denke ich noch gar nicht, bis ich die Richtung nicht genau entschieden habe, wo meine Reise hingehen soll.
Was meint ihr zu meiner Mount-Auswahl und zur Nachführung?
Ich sage Dank für jeden Hinweis von euch und wünsche euch einen schönen sonnigen Adventsonntag!
Susann
 
Hallo Susann,

Willkommen im Forum. Da werden sicherlich bald eine ganze Menge Meinungen auf Dich einprasseln.
Ohne irgendwelche Ratschläge zu geben, solltest Du nochmal grob auf dein angestrebtes Budget eingehen. Du schreibst, du willst nicht gleich 5-stellig investieren. Verständlich! Aber ein >120mm Linsenteleskop mit entsprechender HD-Montierung, Stativ und weiterem Fotozubehör (Guiding cam, ggf. Flattener of. Reducer, Mini-Computer etc.) ist da nicht weit entfernt von oder mittendrin. Hängt natürlich auch mit dem Qualitäts-Anspruch an die Einzelkomponenten und deinem Willen zusammen, etwas zu basteln und aufeinander abzustimmen (Linux/Windows, Primaluce, PegasusAstro) oder eine „fertige“ Lösung à la ZWO zu bevorzugen. Auch da könntest du vielleicht noch genauer definieren, was dir mehr liegt.
Viel Spaß und Geduld mit diesem tollen Hobby!

Grüße
Bernd
 
Hallo Susann,
Bernd hat leider recht. Mit deinen Wünschen kommst du sehr schnell in den fünfstelligen Bereich. Du planst einzusteigen mit einer Ausrüstung, die manche Sternfreunde im ganzen Leben nicht erreichen. Gerade wenn du mobil sein willst, solltest du meiner Ansicht nach etwas kleiner denken, denn für deine Wünsche brauchst du schon einen Kombi und Arme wie Arnold. Viele Sternfreunde machen tolle Fotos mit einer HEQ5 und Refraktoren mit 100mm oder Reflektoren mit 150mm Öffnung. dazu eine astromodifizierte Kamera mit weniger Pixeln, ein paar Adapter und Filter, für die Mobilität eine Batterie und für die Nachbearbeitung ein PC, mit kostenloser oder kostenpflichtiger Software. Selbst für diese Ausrüstung sind wohl minimal 3000€ fällig, was auch viel Geld ist. Am besten besuchst du einen Astroverein/Volkssternwarte. Dort lernst du viel und kannst bestimmt ein paar Sachen gebraucht erwerben. Auch hier im Forum geht das. Bei teureren Sachen würde ich Selbstabholung empfehlen (auch hier treiben sich inzwischen ein paar Betrüger rum).
CS und einen erfolgreichen Start
Harald
 
Wenn du dich relativ neu im Hobby schon an Astrophotographie ranmachen möchstest (meiner Meinung nach ein Fehler mit hoher Frusttrationswahrscheinlichkeit) dann wäre

mein erster (fader) Tipp:
hol dir einen Zwo Seestar S50

der zweitbeste Tipp:
auf keine Fall eine Teleskop mit Brennweite höher 500mm, besser weniger, und schon gar nicht einen Newton oder einen 1000mm+ Apo => 30-40kg+ Ausrüstung (thank me later).
Es gibt gute Gründe warum von fast allen die sich auskennen am Anfang ein Refraktor mit kurzer Brennweite empfohlen wird,
wenn du das Budget hast sowas wie das hier: This Portable Astrophotography Setup Does It All!
Persönlich würde ich mir einen stabileren Mount nehmen, einen Zwo AM3 und einen 60-70mm Apo wie den hier Teleskop-Express: Skywatcher Evolux-62ED OTA - apochromatischer 62/400 mm Refraktor
und das ganze über eine Asiair mini steuern.
Damit könnte man tolle Fotos von Nebeln usw machen und die Ausrüstung wäre einigermaßen transportabel.

Schau dir ein paar Videos von einem Profi wie Astrobackyard an, der hat auch mit einem großen Neweton angefangen, das hat er bald sein lassen.
Die Komplexität von Deepsky Astrophotographie wächst exponentiell mit der Brennweite und der Größe der Ausrüstung.


LG
Martin
 
@ Bernd, Harald, Martin: Danke.

Ich bitte um Verzeihung für die zu unpräzise Formulierung meiner Gedanken. Wissend ob des Geldbedarfes bin ich sehr wohl bereit in fünfstellige Beträge zu investieren, alleine die Preise der teureren Teleskope und Mounts haben mir gezeigt in welchen Sphäen man sich da bewegen kann - und wenn man Qualität haben will, auch zum Teil muss. Ich habe deshalb die Formulierung gewählt, um darzulegen, dass ich mich Stück für Stück an die Materie herantasten will. Zuerst die Montierung kaufen und mit meiner Fotoausrüstung beginnen und erst im weiteren Verlauf Teleskop und astronomische Kamera kaufen. Meine Ausrüstung reicht von 12mm bis 800mm Brennweite. Ich denke zwischen den einzelenen Milestones liegen da sicher einige Monate, wenn nicht ein Jahr. DANN bin ich sehr wohl bereit, diese Beträge zu investieren. Und dann möchte ich später einmal die angestrebte Hardware besitzen und nutzen. Nur eben zu Beginn nur eine passende Mount kaufen und eine Nachführung. Erfahrung sammeln, weiter einlesen, dann die nächste Anschaffung überlegen und tätigen.
Wenn ich irgendwo Tipps erhalte, welche Komponenten bei Hr. Berg´s Softwarelösung mit einander harmonieren und für den Outdooreinsatz taugen, bastle ich sehr gerne. Meine PC-Hardware habe ich mir zu Hause auch selbst zusammengebaut.
Der Hinweis mit dem Astrovereinist ein sehr guter, ich habe gerade einen in der näheren Um,gebung gefunden und dort 'ne Mail hingeschrieben.
Astrobackyard und Nebula Photos, auch den Astrocologne schau ich immer wieder. Deshalb auch mein Entschluss zuerst einen passenden Mount, der auch genug Kraft für eine schwerere Ausrüstung (für später!) hat und eine meiner eigenen Cams drauf montieren. Ich hab genug lichtstarke Linsen von 12 bis 800mm mit Extender.
Verwende ich einen APS-C body auf 400mm f2.8 müsste ich in der Mitte ein planes Feld haben. Genug für die ersten besseren Bilder. Um das sicher steuern zu können brauche ich bei einem Gesamtgewicht von fast 5kg eine andere Nachführung als die Staradventurere GTI. Das hat man mir auch in allen Shops so mitgeteilt.
Wo liegt mein Irrtum? Was ist falsch an meinem Plan Mount/Nachführung beschaffen und eigene vorhandene Kamera nutzen, später Teleskop kaufen und Erfahrung sammeln (eventuell eine der Kameras umbauen lassen), später erst astronomische Kamera mit Filter uws.?
Könnt ihr mir zum Mount was sagen, ist der harmonische Antrieb eine gute Sache, oder soll ich den 20309 Mount kaufen?
Kennt wer eine Seite, wo ich für die freie softwarelösung von Hr. Berg Empfehlungen für die Hardware finde?
Danke und schöne Grüße
Susann
 
Hallo Susann,
dein Plan ist schon gut durchdacht. Allerdings sind die harmonic Drive Montierungen noch relativ jung am Markt. Deswegen würde ich mir im Moment keine kaufen, die auf das Gewicht der letzten Ausbaustufe ausgelegt ist, denn im Laufe der kommenden Jahre werden noch weiter entwickelte Montierungen für weniger Geld kommen. Es gibt hier ein paar Threads zu solchen Montierungen. Mit deiner vorhandenen Fotoausrüstung anzufangen ist eine gute Idee. Trotzdem solltest du dir überlegen, auch Teleskopseitig etwas bescheidener anzufangen. 1000mm mit kleinen Pixeln sind schon eine Herausforderung, an der mancher erfahrener Astrofotograf scheitert. Erfahrung ist auch durch eine perfekte Ausrüstung nicht vollständig zu ersetzen.
CS Harald
 
Bezüglich Software werfe ich mal noch N.I.N.A. in den Ring. Ist auch kostenlos (allerdings sollte eine Spende für diese großartige Software moralisch fast schon verpflichtend sein), mit sehr viel Hardware kompatibel (eigene Treiber und ASCOM) und man findet viele Anleitungen und Support im Netz.
 
Realisiere gerade, dass NINA von Stefan Berg entwickelt wurde. Sorry.
 
Hallo Susann,

meine ersten Belichtungen wurden mit einem 900mm-Brennweite-Refraktor auf einer NEQ3 erstellt, ohne Guiding, ohne GoTo, ohne Computer -> hat funktioniert! Gebraucht erworben befand sich das gesamte Equipment deutlich unterhalb von 1000 €. Dies nur als Erfahrungsbericht, auch für andere stille Mitleser...

Viele Grüsse, schöne Weihnachtszeit

Markus
 
Kennt wer eine Seite, wo ich für die freie softwarelösung von Hr. Berg Empfehlungen für die Hardware finde?

Du kannst mit N.I.N.A. von Stefan Berg jede nur erdenkliche Astronomie-Hardware nutzen. Wie bei anderen Software-Lösungen werden diese über sogenannte ASCOM-Treiber eingebunden, siehe hier: ASCOM - Standards for Astronomy

Defacto gibts es für jede Astro-Hardware insbesondere Montierungen vom jeweiligen Hersteller einen ASCOM Treiber. In N.I.N.A. sind darüber hinaus die gängigen Astrokameras und DSLRs auch direkt eingebunden, brauchen dann also nicht noch einen ASCOM-Treiber dazwischen.

Aus dem Grund gibt es auch keine Seite oder Anleitung, die Hardware für N.I.N.A. empfiehlt, da du wie beschrieben alles nutzen kannst.

Grüße,
Alexander
 
Hallo Susann,
dein Plan ist schon gut durchdacht. Allerdings sind die harmonic Drive Montierungen noch relativ jung am Markt. Deswegen würde ich mir im Moment keine kaufen, die auf das Gewicht der letzten Ausbaustufe ausgelegt ist, denn im Laufe der kommenden Jahre werden noch weiter entwickelte Montierungen für weniger Geld kommen. Es gibt hier ein paar Threads zu solchen Montierungen. Mit deiner vorhandenen Fotoausrüstung anzufangen ist eine gute Idee. Trotzdem solltest du dir überlegen, auch Teleskopseitig etwas bescheidener anzufangen. 1000mm mit kleinen Pixeln sind schon eine Herausforderung, an der mancher erfahrener Astrofotograf scheitert. Erfahrung ist auch durch eine perfekte Ausrüstung nicht vollständig zu ersetzen.
CS Harald
Das macht Sinn, wenn diese Mounts neu am Markt sind. Ich habe von einem Mount der chinesischen Firma Umi im Forum gelesen. Den haben einige Teilnehmer gelobt. Ist der eine Empfehlung Wert? Bei dem ZWO AM-5 liest man, der sei überteuert.

@ markusbodensee
Ich hätte schon gerne das automatische Nachführen. Ich habe gelesen, die Belichtungszeiten kann man dann länger fahren und etwaige Fehler der Nachführung der Mount wird besser korrigiert. Ist das inhaltlich richtig?

@ astro_alex80 und Scylaac
Bei der Hardware für die Nina Software (tut mir Leid, mir fiel der Name nicht mehr ein, wusste nur den Programmierer) geht es mir vor allem darum, welcher (Mini)-Computer sich dafür eignet. Tau- und Nässegeschützt, leistungsstark, gut gekühlt und mit einer externen Stromversorgung mit 12 Volt betrieben werden kann. Ich habe schon auf Amazon geschaut, aber kaum eine Angabe zur Stromversorgung gefunden. Dafür gibt man schon was her. Keine Frage
 
Hallo Susann,

Ich hätte schon gerne das automatische Nachführen.

Dann können Dir die anderen Forenkollegen hier mit Sicherheit weiterhelfen!

Ich habe gelesen, die Belichtungszeiten kann man dann länger fahren und etwaige Fehler der Nachführung der Mount wird besser korrigiert. Ist das inhaltlich richtig?

Auch das ist sicherlich richtig. Daher wünsche ich Dir viel Erfolg mit den ersten Belichtungen!

Viele Grüsse

Markus
 
Der Mount als zentrale Überlegung ist sicher richtig.

Persönlich würde ich halt nicht eine fiktive Endausbaustufe sondern die nah- und mittelfristige Stufe planen.
Und dieses mittelfristige Stufe würde bei mir sicher keinen 20309er brauchen.
 
Bei der Hardware für die Nina Software (tut mir Leid, mir fiel der Name nicht mehr ein, wusste nur den Programmierer) geht es mir vor allem darum, welcher (Mini)-Computer sich dafür eignet.

Praktisch kannst du jeder Mini-Computer, auf dem Windows läuft, verwenden. Stromversorgung musst du halt schauen, wenn mobil, das du einen mit 12V Stromversorgung nimmst. Beispiel Beelink U59. 8 Gb RAM sollten reichen und eine 256GB Festplatte auch erstmal, ebenso ein +/-2,0 GHz Prozessor.

Astrofotografie (also das aufnehmen) stellt keine großen Anforderungen an die Hardware.

Du kannst bevor du aber mit einem Mini-Pc anfängst, wo dann erst wieder ein WLAN zur Steuerung via Tablet etc. eingerichtet werden muss, etc. auch erstmal einen normalen Laptop nehmen um mit der Materie vertraut zu werden. Insbesondere wenn was nicht gleich so läuft wie gewünscht, einfacher, da größerer Bildschirm, etc.

Grüße,
Alex
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo

Da bist du bei der Montierung etwas in die Irre geführt die nur 60% fotografisch belasten kommt von Montierungen mit Schneckenrad,
Die Harmonic Drive sind da robuster, denke eine AM5 oder Umi17 würde ausreichen. Aber wenn du die von dir genannte Monti günstig bekommst, warum nicht.
Beim Teleskop macht es kaum Sinn über einen 200/800mm Newton hinaus zu gehen.
Ein Refraktor mit 800mm Brennweite führt bei so kompakten Montierungen dazu das die Kamera in Zenitnähe ans Stativ stößt, erfordert besondere Maßnahmen am Stativ.
Nina ist eine gute Empfehlung, mit einem Windows PC, da.gehen ja auch die Minilösungen mit Remotezugriff, oder Notebook.

Ohne Strom geht bei den Harmonicdrive gar nichts, die gehen nicht von Hand zu schwenken.

Gruß Frank
 
Praktisch kannst du jeder Mini-Computer, auf dem Windows läuft, verwenden. Stromversorgung musst du halt schauen, wenn mobil, das du einen mit 12V Stromversorgung nimmst. Beispiel Beelink U59. 8 Gb RAM sollten reichen und eine 256GB Festplatte auch erstmal, ebenso ein +/-2,0 GHz Prozessor.

Astrofotografie (also das aufnehmen) stellt keine großen Anforderungen an die Hardware.

Du kannst bevor du aber mit einem Mini-Pc anfängst, wo dann erst wieder ein WLAN zur Steuerung via Tablet etc. eingerichtet werden muss, etc. auch erstmal einen normalen Laptop nehmen um mit der Materie vertraut zu werden. Insbesondere wenn was nicht gleich so läuft wie gewünscht, einfacher, da größerer Bildschirm, etc.

Grüße,
Alex
Na sicher, aber da wurde hier noch jeder durch alle Probleme gebraucht.
Irgendwas Apo mit 80-100mm Öffnung und dank Reducer bei ca. F/5 ist sicher einfacher und handlicher, aber die angedachte Harmonicdrive sind beim uiden recht gutmütig und führen schnell zum Erfolg.
Man sollte sich nicht davor scheuen Software zu installieren und einzurichten

Gruß Frank
 
@Frank 66: Werd dann bei dem Umi-Mount bleiben. Habe vorhin einen neuwertigen über die Nachrichten angeboten bekommen, der noch dazu ganz nah bei mir wohnt.
Ist die Verwendung meiner Kamera mit meinen Objektiven keine gute Wahl? Das wurde doch so manchem in dem forum geraten, oder irre ich mich? Ich kann von 12mm bis 400mm durchgehend mit f2.8 belichten.

@ Heliklaus: Bitte spezifizieren. Was an meinen Vorstellungen passt nicht. Versuche moderat zu starten. Ein harmonic drive wurde mir auch bei den Astrofirmen als low-budget Version empfohlen. Auch das langsame nach Oben arbeiten ist doch kein Fehler, oder? Oder ist es deiner Meinung nach doch besser, gleich den Astrofirmen zu folgen und highend einzuklaufen?

Danke & schönen Abend
Susann
 
Hallo Susann

Du wirst sehr bald Autoguiding benötigen, diese Art Montierung hat keine ruhigen Momente, ozilieren immer ein wenig, sind aber dafür mit guiding gut zu kontrollieren.
Notebook sollte sein,
wenn du die abholst solltest du dir das Zusammenspiel erklären lassen.
Man benötigt das Notebook schon zum einnorden,
Und wenn du stressfrei dein Ziel finden willst ohne groß Aligment braucht es auch Nina und PlateSolve.
Das passende Upolar aus Asien erspart einiges an Einrichtungszeit.
Diese Montierungen immer nur in Homeposition ausschalten, die fahren sonst nächstes Mal gegen den Anschlag und da ist wirklich Kraft dahinter.

Gruß Frank
 
Danke. Das mache ich. Kann ich das Autoguiding (ist doch ein eigenes kleines Teleskop, oder?) auch auf meiner Kamera obendrauf montieren, oder empfehlt ihr da etwas anderes, weil ja die Kamera keine Montageplätze wie ein Teleskop bzw. deren Halterung hat?
 
Ich würde einen simplen offaxis Guidering in the Hauptstrahlengang reinsetzen, kann dann mit jedem Setup verwendet werden und spart nochmal Gewicht.

Und Montierung, Kamera und Polar Alignment mit der Asiair mini steuern.
 
@ Heliklaus: Bitte spezifizieren. Was an meinen Vorstellungen passt nicht. Versuche moderat zu starten. Ein harmonic drive wurde mir auch bei den Astrofirmen als low-budget Version empfohlen. Auch das langsame nach Oben arbeiten ist doch kein Fehler, oder? Oder ist es deiner Meinung nach doch besser, gleich den Astrofirmen zu folgen und highend einzuklaufen?

Danke & schönen Abend
Susann
Hi Susann,
darauf ist es schwer zu antworten. Grob gesagt, du willst zu viel für den Anfang, du steigst zu hoch ein. Das alles muss gleichzeitig beherrscht werden, muss gleichzeitig gut laufen. Wenn nur an einer kleinen Stelle was nicht 100% läuft, suchst du dir einen Wolf und der Frust steigt enorm, weil ja alles viel Geld gekostet hat und es funktionieren muss.

Du schreibst, das fu "moderat" einsteigen willst. Ich sehe da persönlich nicht viel von moderat. Es ist für den Anfang gewaltig.
Man kann auch für den Anfang kleine, stetige Brötchen backen, sich mit der Zeit ständig höher lernen und gleichzeitig die Sachen verstehen, warum sie das so machen usw.
Zu den Astrofirmen sag ich nur: Sie wollen verkaufen. Und wenn sie jemanden haben, der das bezahlt, was sie empfehlen (sie empfehlen natürlich sehr viel, was man "absolut braucht"), bist du die Schneekönigin.
Etwas weiter oben wurde schon mal davon geschrieben, das es auch wesentlich geringer als 5 stellig geht. Wurde aber von dir gleich abgeschmettert.
Nach meinem Ermessen hängst du dir die Latte viel zu hoch. Die kannst du mit Käufen erzielen, aber ob du dann alles gleichzeitig zum laufen bringst, bezweifele ich, da das Verständnis für den Anfang fehlt.

PS: iss nur meine persönliche Meinung und Gedanken. Kann auch alles anders laufen. ;)
 
Du baust auf eine lange Prismenschiene das Guideröhrchen
Und dahinter den Kugelkopf für deine Kamera, müsst ja ein recht großer Kugelkopff sein dann sitzt das Tele darüber? Wäre die einfachste Lösung, bei zu viel Weitwinkelkönnte es stören, dann muss es auf ein Brett nebeneinander, Multiplex würde erst mal ausreichen.
Es gibt sicherlich noch andere Lösungen, aber das ist je nach verwendeten Objektiven verschieden, mal hängt das Objektiv an der Kamera, mal umgekehrt

Gruß Frank
 
Hallo Susann @Susann

Weniger die Planeten, als die wunderschönen Nebel und Galaxien sind Mittelpunkt meines Interesses.


ich lese zwischen den / deinen Zeilen etwas ganz was anderes.

Du schreibst von Astrofotografie! Kennst Du EAA? Electronic Assisted Astronomy? Meine Frau, Susanne, ;) und ich sind seit drei Jahren dem Hobby Astronomie verfallen. Wir lieben beide unseren dicken roten Galaxy 10" Newton auf Dobson Montierung für visuelle Beobachtungen, aber ehrlich die meiste Leidenschaft gehört unseren beiden EAA Setups mit Namen Quattrina und Nerone.

Nur so viel! EAA ist Beobachtung mit digitaler Unterstützung und kann, da Mann/Frau alles auf einem Display beobachten, ohne Probleme zu Zweit, im größeren Team, mit vielen Leuten und sogar "verteilt" übers's Internet gemacht werden.

Folgend ein paar "fotografische" Eindrücke aus unseren Nebel- / Galaxie / Planeten Erfahrungen. Ach ja, die Fotos sind alle ohne nennenswerte und zeit-intensive Nachbearbeitung am Ende der Beobachtungsnacht "as-seen" abgespeichert.












Wie oben erwähnt, das ist keine Astrofotografie, sondern live-Beobachtung mit digitaler Unterstützung ohne lange Nachbearbeitung.

EAA geht durchaus bereits mit einem hohen 3-stelligen Budget ( € 999 ), aber natürlich schießt Geld Tore. Ich habe sicherlich einen mittleren 4-stelligen Betrag versenkt und baue / schleppe für jede Beobachtungsnacht meine Ausrüstung in den Garten und zurück. Deshalb ist mir ein noch tragbares Setup besonders wirklich wichtig.

Servus - MünchenBeiNacht - Ewald
 
Zuletzt bearbeitet:
Harminic Drive ist sicher eine gute Wahl. Ich hätte eine AM5 mit PE200 Stativverlängerung empfohlen, aber die UMI ist sicher auch nicht verkehrt.
Ich besitze einiges von ZWO, deshalb kann ich besonders am Anfang den ASIAir sehr empfehlen.
Welchen Anschluss haben deine Objektive?
 
Hallo

Wichtig ist die ganze Installtion und Softwareeinrichtung in der warmen Stube zu machen, das muss ja erst mal alles installiert und konfiguriert werden, Bilder machen und irgendwie auch verschiedene Software sich gegenseitig steuern können, irgendwelche Bilder zeigen, zum Einnorden mit Nina muss Livebild möglich sein, das willst du alles nicht im Freiem machen.
Da bleibt genug, zum guiden benötigt es dann doch Sterne, könnte dir eine Nacht versauen, Platesove geht auch nur am richtigem Himmel.
Das ganze Nina verstehen und die Hardware konfigurieren auch lieber lndoor.
Klar auf AsiAir sind schon Programme drauf, die aber im Web selbst runterladen und auf installieren klicken kannst du mit jedem Rechner und ab da stehst du genauso dumm da, es ist nicht so einfach Kabel zusammenstellen und läuft.
So eine Harmonicdrive benötigt bei moderater Brennweite fast sekündlich einen Guideimpuls, das guiden ist was man bei EAA nicht will, wenn du zum guiden gezwungen bist ist EAA keine Vereinfachung, kann man aber wenn man Spaß dran hat mit laufendem normalem Fotosetup machen um mal zu gucken wie das Bild entsteht.

Gruß Frank
 
Hallo,
auf diesen Punkt wollte ich Susann auch schon aufmerksam machen. Ich antworte deshalb mal an ihrer Stelle.

Objektive haben meistens eine Objektivschelle mit einem Fuß mit arca-swiss Norm. Die hat mit dem Vixen Profil nichts gemein.

@Susann
Du wirst also nicht umhin kommen, dir für die Objektive ab 200mm aufwärts jeweils ein Paar Rohrschellen machen zu lassen. Es gibt einige Anbieter, die das für kleines Geld nach Maß anfertigen.

Gruß Uwe
 
Ich hatte darauf abgezielt die Objektive mit einem Adapter an einer Astrokamera wie ASI2600MC Pro zu verwenden.
Bei EOS und Nikon Objektiven ist ein Adapter mit einer Filterschublade möglich, auf Duo-Schmalbandfilter für Emissionsnebel kann man eigentlich kaum noch verzichten. Und die genannte Kamera und einige weitere Produkte sind direkt bei ZWO immer noch günstig zu bekommen.
 
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