Susann
Neues Mitglied
Guten Tag an die Forenmitglieder!
Wie man unschwer erkennt, bin ich neu hier und möchte dennoch um Rat auf meine Anfängerfragen bitten. Ich bin beruflich zwei bis drei Mal im Jahr in der meiner Firmenzentrale in Italien. Dort gibt es unter den Ehemännern der dort arbeitenden Mitarbeiterinnen einige enthusiastische Hobby-Astronomen, die Unsummen für ihr Hobby ausgeben. Mich hat das begeistert, war aber schon enttäuscht trotz der Riesengeräte nur schwarz-weiß zu sehen. Die Begeisterung ist zurückgekehrt, als mir gesagt worden ist, auch mit einfacheren Mitteln können schöne Farbbilder erstellt werden. Ich habe meine Fotoausrüstung "piggiback" aufmontieren dürfen und dann mit 30 Sekunden Belichtungszeit den Orionnebel fotografiert. Enttäuschend waren die ersten Ergebnisse, die aber letztendlich mit unzähligen Kniffen zu einem recht brauchbaren Ergebnis zusammengerechnet worden sind. Ich habe mich nun im Web durch diverse Social Media Kanäle durchgeguckt und habe erst jetzt wahrgenommen, wie viel Zeit darin steckt. Die Zeit habe ich, nehme sie mir gerne. Meine Firma hat viel in der Pandemie umgestellt. Ich arbeite hauptsächlich im Homeoffice von zu Hause aus. Kundenkreisbedingt leider vier Tage die Woche hauptsächlich in der oder bis spät in die Nacht. Zur Sternenfotografie wurde eine gebrauchte Nachführung gekauft und intensiv ausprobiert. Weniger die Planeten, als die wunderschönen Nebel und Galaxien sind Mittelpunkt meines Interesses. Die Defizite limitieren mich sehr, deshalb möchte ich unbedingt upgraden. Die Nachführung hinkt mit einem nachgekauften Gegengewicht bei über zweieinhalb Kilo nach. Sternenstriche sehe ich bei längeren Belichtungen. Mehr als zwanzig Sekunden sind nicht drinnen. Die Enttäuschung war wieder da. Die Nutzung durch versierte Hobby-Astronomen hat die Limits bestätigt. Ich habe bei einigen Astrofirmen angerufen und völlig divergierende Angebote erhalten. Nur ein einziger Händler ist auf meine Wünsche eingegangen. Ich möchte keinen fünfstelligen Betrag als Anfänger ausgeben. Auch wenn ein spacig aussehendes Gitterteleskop eine Wucht ist. Ich habe in den vergangenen Tagen euer Forum durchforstet und so viele verschiedene Meinungen gelesen. Die Unschlüssigkeit hat sich nur verstärkt. Resignieren ist nicht meine Tugend. Ich habe mit meinem Wissen versucht analytisch an das Problem heranzugehen und Entscheidungspunkte zu definieren. Für mich sind ein paar Meilensteine mit Produktentscheidungen gepaart. Meine persönliche Timeline:
Mir ist bereits im Vorfeld bewusst, eine Richtungsentscheidung wird mit dem Mounting und der Nachführung getroffen. Mein primäres Fernziel sind derzeit 1000mm mit Newton-ähnlichem Teleskop mit geringerem Kollimationsaufwand und 8-10 Zoll Öffnung oder ein Linsenteleskop mit auch so um die 1000mm und mehr als 120mm Öffnung. Eine gute Farbkamera mit mehr als 24 Megapixeln. Von den Schwarz-Weiß Kameras nehme ich Abstand, die Handhabung liegt schon im Profibereich. Um das sicher führen zu können brauche ich eine stabile und tragbare Mount. Ich will auf meiner Dachterrasse fotografieren und dennoch die Alpennähe mit so vielen dunklen Orten nutzen können. Gewichtstragkraft lese ich aus den Beiträgen heraus nur bei 60% des Angegebenen ansetzen. In den Auskünften waren die guten Teleskope alle über 10 Kilogramm, manche darüber. Mitte zwanzig Kilogramm Gewichtstragkraft, denke ich, sind anzustreben. Ein Schreck kam dann wieder beim Gewicht der Mounts. Auf mehrfache Nachfrage beim Beratungsgespräch wurde mit einer 20309 der des Herstellers Skywatcher als Kompromisslösung geantwortet, weil die nur 15 kg las schwerstes Einzelteil wiegt. Eine praktikablere Lösung erscheint mir diese neuartigen harmonischen Mounts, die fast ebenso viel tragen können. Als tragkräftigest Lösung habe ich eine Warpastron Warpdrive WD-20 im Internet gefunden, die bis 30Kilogramm tragen kann und selbst aber nur einen Bruchteil davon wiegt. Die Beschaffung ist kein Problem, meine Firma hat genügend asiatische Kanäle. Ein passendes Stativ wird sich finden, im Ernstfall habe ich ein sehr stabiles Leofoto zu Hause mit 50kg Tragkraft. Berlebach aus Holz, auch wenn hier sehr kontroversiell diskutiert, würde mir auch gut gefallen. Bei der Nachführung bin ich mir noch unsicher. Ich lese von einfacheren Modellen von Zwo aus Asien, die aber einen Firmenzwang mit sich bringen. Alternativ von der Software von Herrn Berg, die mehr kann und frei konfiguriert werden kann, wo man aber die Hardware selber suchen muss. Und da finde ich keinen Produkteleitfaden an kompatiblen Hardwarekomponenten. An die anderen Komponenten denke ich noch gar nicht, bis ich die Richtung nicht genau entschieden habe, wo meine Reise hingehen soll.
Was meint ihr zu meiner Mount-Auswahl und zur Nachführung?
Ich sage Dank für jeden Hinweis von euch und wünsche euch einen schönen sonnigen Adventsonntag!
Susann
Wie man unschwer erkennt, bin ich neu hier und möchte dennoch um Rat auf meine Anfängerfragen bitten. Ich bin beruflich zwei bis drei Mal im Jahr in der meiner Firmenzentrale in Italien. Dort gibt es unter den Ehemännern der dort arbeitenden Mitarbeiterinnen einige enthusiastische Hobby-Astronomen, die Unsummen für ihr Hobby ausgeben. Mich hat das begeistert, war aber schon enttäuscht trotz der Riesengeräte nur schwarz-weiß zu sehen. Die Begeisterung ist zurückgekehrt, als mir gesagt worden ist, auch mit einfacheren Mitteln können schöne Farbbilder erstellt werden. Ich habe meine Fotoausrüstung "piggiback" aufmontieren dürfen und dann mit 30 Sekunden Belichtungszeit den Orionnebel fotografiert. Enttäuschend waren die ersten Ergebnisse, die aber letztendlich mit unzähligen Kniffen zu einem recht brauchbaren Ergebnis zusammengerechnet worden sind. Ich habe mich nun im Web durch diverse Social Media Kanäle durchgeguckt und habe erst jetzt wahrgenommen, wie viel Zeit darin steckt. Die Zeit habe ich, nehme sie mir gerne. Meine Firma hat viel in der Pandemie umgestellt. Ich arbeite hauptsächlich im Homeoffice von zu Hause aus. Kundenkreisbedingt leider vier Tage die Woche hauptsächlich in der oder bis spät in die Nacht. Zur Sternenfotografie wurde eine gebrauchte Nachführung gekauft und intensiv ausprobiert. Weniger die Planeten, als die wunderschönen Nebel und Galaxien sind Mittelpunkt meines Interesses. Die Defizite limitieren mich sehr, deshalb möchte ich unbedingt upgraden. Die Nachführung hinkt mit einem nachgekauften Gegengewicht bei über zweieinhalb Kilo nach. Sternenstriche sehe ich bei längeren Belichtungen. Mehr als zwanzig Sekunden sind nicht drinnen. Die Enttäuschung war wieder da. Die Nutzung durch versierte Hobby-Astronomen hat die Limits bestätigt. Ich habe bei einigen Astrofirmen angerufen und völlig divergierende Angebote erhalten. Nur ein einziger Händler ist auf meine Wünsche eingegangen. Ich möchte keinen fünfstelligen Betrag als Anfänger ausgeben. Auch wenn ein spacig aussehendes Gitterteleskop eine Wucht ist. Ich habe in den vergangenen Tagen euer Forum durchforstet und so viele verschiedene Meinungen gelesen. Die Unschlüssigkeit hat sich nur verstärkt. Resignieren ist nicht meine Tugend. Ich habe mit meinem Wissen versucht analytisch an das Problem heranzugehen und Entscheidungspunkte zu definieren. Für mich sind ein paar Meilensteine mit Produktentscheidungen gepaart. Meine persönliche Timeline:
- Auswahl Teleskopstativ und Mounting und Nachführung. Nutzung vorhandene Kamera und Linsen. Einarbeitung in die notwendige Software
- Danach Anschaffung astronomisches Teleskop, Nutzung vorhandene Kamera, Einarbeitung in Handhabung und Vertiefung des Softwaregebrauchs
- Zum Schluss Anschaffung astronomische Kamera, Filterbeiwerk und Zubehör
Mir ist bereits im Vorfeld bewusst, eine Richtungsentscheidung wird mit dem Mounting und der Nachführung getroffen. Mein primäres Fernziel sind derzeit 1000mm mit Newton-ähnlichem Teleskop mit geringerem Kollimationsaufwand und 8-10 Zoll Öffnung oder ein Linsenteleskop mit auch so um die 1000mm und mehr als 120mm Öffnung. Eine gute Farbkamera mit mehr als 24 Megapixeln. Von den Schwarz-Weiß Kameras nehme ich Abstand, die Handhabung liegt schon im Profibereich. Um das sicher führen zu können brauche ich eine stabile und tragbare Mount. Ich will auf meiner Dachterrasse fotografieren und dennoch die Alpennähe mit so vielen dunklen Orten nutzen können. Gewichtstragkraft lese ich aus den Beiträgen heraus nur bei 60% des Angegebenen ansetzen. In den Auskünften waren die guten Teleskope alle über 10 Kilogramm, manche darüber. Mitte zwanzig Kilogramm Gewichtstragkraft, denke ich, sind anzustreben. Ein Schreck kam dann wieder beim Gewicht der Mounts. Auf mehrfache Nachfrage beim Beratungsgespräch wurde mit einer 20309 der des Herstellers Skywatcher als Kompromisslösung geantwortet, weil die nur 15 kg las schwerstes Einzelteil wiegt. Eine praktikablere Lösung erscheint mir diese neuartigen harmonischen Mounts, die fast ebenso viel tragen können. Als tragkräftigest Lösung habe ich eine Warpastron Warpdrive WD-20 im Internet gefunden, die bis 30Kilogramm tragen kann und selbst aber nur einen Bruchteil davon wiegt. Die Beschaffung ist kein Problem, meine Firma hat genügend asiatische Kanäle. Ein passendes Stativ wird sich finden, im Ernstfall habe ich ein sehr stabiles Leofoto zu Hause mit 50kg Tragkraft. Berlebach aus Holz, auch wenn hier sehr kontroversiell diskutiert, würde mir auch gut gefallen. Bei der Nachführung bin ich mir noch unsicher. Ich lese von einfacheren Modellen von Zwo aus Asien, die aber einen Firmenzwang mit sich bringen. Alternativ von der Software von Herrn Berg, die mehr kann und frei konfiguriert werden kann, wo man aber die Hardware selber suchen muss. Und da finde ich keinen Produkteleitfaden an kompatiblen Hardwarekomponenten. An die anderen Komponenten denke ich noch gar nicht, bis ich die Richtung nicht genau entschieden habe, wo meine Reise hingehen soll.
Was meint ihr zu meiner Mount-Auswahl und zur Nachführung?
Ich sage Dank für jeden Hinweis von euch und wünsche euch einen schönen sonnigen Adventsonntag!
Susann