Es war zwar nicht der Postbote der es gebracht, nein ich habe das Teleskop, bei einem sehr netten Sternfreund, abgeholt und mir einen kleinen Traum erfüllt.
Da ich seit einiger Zeit schon einen 10" Mak oder ein Mewlon 250 suche, hat sich nun die Gelegenheit ergeben, ein seltenes Mewlon 250 S zu bekommen.
Die hervorragende und gleichbleibende Qualität der Takahashi Teleskope ist bekannt und so gestaltete sich auch der der Kauf eines Gebrauchten, keinesfalls zu einem Lotteriespiel.Neu, sind die grossen Mewlons hier in Europa, überhaupt nicht zu erwerben.
Ich war überrascht von den Abmessungen, stolze 80cm misst der Tubus, genauso lang, wie das C14.
Zu Hause angekommen hab ich das Teleskop gleich auf die Waage gestellt, da es im Netz dazu unterschiedliche Angaben, von bis zu 17kg, gibt.
Überrascht war ich dann vom Ergebnis, nur ganze 13,45kg, bei dieser soliden Bauart.
Ausgestattet mit einer Befestigungsmöglichkeit, ausschliesslich für grössere Tak Montierungen, von denen ich aber keine habe, musste eine Prismenschiene adaptiert werden.Auf CN fand ich eine Lösung des Herstellers Casady, der aber leider die Produktion eingestellt hat, also hab ich bei TS nachgeschaut.
Fündig geworden, bestellt und wie von Wolfi gewohnt, war die Baader Losmandy Level Prismenschiene, am nächsten Tag da.Diese noch passend zum Lochbild des Teleskops gebohrt und sicher verschraubt, kann ich den Mewlon nun auf der EQ6 oder der G11 montieren.
Für ein paar Schnappschüsse und nur dafür, (bevor ich gesteinigt werde, weil ich die Sphinx überlaste

), habe ich den 250 S kurz montiert.
Durch den Umbau und Wegfall des originalen Magnetlaufgewichtes, sowie der Tak Klemme, konnte ich das Gewicht sogar etwas senken, auf 12,65kg.Durch abnehmen der hinteren Tubusabdeckung zum besseren auskühlen, wird er dann nochmals etwas leichter und wiegt nur noch 12,20kg.
Zudem kommt der Tubus nun tiefer und der Schwerpunkt wurde abgesenkt.
Die Sphinx, welche mit bis zu 12kg Tragfähigkeit ausgelegt ist, balanciert den Tubus mit den 2 je 3,7kg Gegengewichten, komplett aus!
Dies sogar mit einem zusätzlichen Adapter von Losmandy auf Vixen Level, der den Schwerpunkt anhebt und den Hebel vergrössert.
Die EQ6 und die G11, tragen das Teleskop stabil, auch weil man keine zusätzliche Taukappe benötigt.Durch den serienmässigen elektrischen Fokussiermotor, welcher den Fangspiegel shiftingfrei bewegt, fällt auch das oft übliche Nachzittern beim manuellen scharfstellen, komplett aus.
Auch kann ich den Feathertouch oder den JMI Motorfocus des 210 wahlweise verwenden, die Gewinde beider Teleskope, sind identisch.
Der 210er Mewlon, liegend im Hintergrund, sieht gegen den 250 S, fast wie ein Spielzeug aus, auf den Montierungen nebeneinander, kommen die Dimensionen, nicht so richtig zur Geltung.
Ich freue mich schon sehr auf das First Light, mit Mars und Jupiter.
CS, Wolfgang
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