Canon IS Gläser

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Entschuldigt, wenn ich das hier frage - ich hoffe ich kapere damit das Thema nicht.
Ich überlege auch schon länger, ob ich mir ein Canon IS Glas kaufen soll.

Nun wurde mir statt dessen das bildstabilisierte Sig Sauer 16x42 (ZULU6) empfohlen, da es zu ähnlichem Preis eine bessere Abbildung haben soll.
Kennt jemand von euch die stabilisierten Sig Sauer Gläser und kann einen Vergleich zu den Canon IS ziehen?

Danke und Grüße,
ich lese hier sehr interessiert mit,
Mario

EDIT: Hab gerade den Beitrag hier gefunden. Wenn dennoch jemand noch etwas dazu sagen kann/will, gerne.
 
Daher nutze ich das Glas hauptsächlich im Garten 3-30 Meter (Super) und natürlich im Urlaub ca 50 Meter - 370.000 KM. :p
Hallo Michael,

das ist bei mir genauso, deshalb hatte ich es vor Jahren auch wieder verkauft, der Einsatz fast nur im Nahbereich war für mich damals keine Rechtfertigung das Glas zu behalten.
Inzwischen sehe ich das anders, genau das ist Rechtfertigung genug und zum Milchstrassenwandern ist es durch das weite Feld natürlich auch perfekt.

Für weitere Distanzen mag ich gerne mehr Vergrößerung, insbesondere Tiere zeigen dann einfach mehr Details.
Bisher nutzte ich dafür das 15x50IS, aber das wurde nun durch das Zeiss 20x60S abgelöst.

Grüße Jochen
 
ist Dein Canon schon angekommen und wenn ja welche Unterschiede siehst Du im Vergleich zum Leica 10x50 BN?
Hab gerade zwei frische UV-Filter von Hoya eingeschraubt und etwas genauer durchgeschaut (erkenne keinen Unterschied mit oder ohne Filter).
Vor ein paar Jahren hatte ich die Möglichkeit, das Canon mit meinem Leica BN 10x50 zu vergleichen in der festen Annahme, dass das Leica selbstverständlich vorne liegt. Dem war zu meiner Überraschung überhaupt nicht so, denn das Canon zeigte keine Schwachstelle im Randbereich, und auch sonst waren die Bilder durchaus vergleichbar und schienen mir auch sogar ein wenig heller.
So, nun hab ich ja seit ein paar Tagen das Canon und hab mir das Ganze gerade bei Tageslicht und schönem Wtter nochmal etwas genauer betrachtet.
Bestätigen kann ich die leichte Randunschärfe des Leica, auch wenn es nicht wirklich stört, da hat das Canon die Nase vorn. Die Fokussierung im Leica ist zwar etwas schwergängier aber präziser und die gesamte Haptic ist besser, das liegt auch an der exzellenten Verarbeitung und des Materials des Leica, alles irgendwie hochwertiger. Das Bild im Canon scheint tatsächlich ein klein wenig heller aber nicht wirklich besser. Kann es sein, dass man beim Canon (Stablisierung off) manchmal etwas nachfokussieren muss, während das leica durchgängig stabil bleibt? Am Stern heute Abend kommt sicher die Antwort.
Eine andere Welt eröffnet sich dagegen beim Einschalten der Stabilisierung, nicht einbetoniert sondern leicht schwimmend werden Dinge sichtbar, die man vorher gar nicht vermutet. Alleine das rechtfertigt die hohe Ausgabe für solch ein Fernglas. Schreibe nochmal nach einer Nachtbeobachtung am Himmel.
Ich denke nicht, das Leica zu verscherbeln ... .
Gruß Rolf
 
Spaßeshalber mal das kleine Leica Trinovid 10x25 danebengehalten und was soll man sagen, die Show. Klein aber fein, gestochen scharf. Erstaunlich, was so eine kleine Optik verglichen zu einem 50 mm leistet.
Und noch etwas: 7x50 geht auch mit etwas Ruhe ohne Stabilisierung. Gerade getestet mit meinem älteren schweren Fujinon 7x50 - die Optik ist immer noch auf der Höhe. Und sogar ein gewöhnliches no name 7x50 für 50 Euro zeigt brauchbare Bilder, wenn man sich mit einem kleinen Renault begnügt.
Kurz: Den Unterschied macht tatsächlich die Stabilisierung, ein Quantensprung.
Gruß Rolf
 
Hallo Rolf,

meines ist noch das "10x37", das haben Sie ein paar Jahre darauf geändert.

Mfg, Kurt
Ja, erkennt man gut an den Blendenringen im Inneren, und/oder ander AP. Meins von 2009 (frisch gebraucht) hat wie alle weiteren knapp über 40,5mm - also ein 10x41. Interessant ist es, wenn Vergrößerungen und AP weiterer Alphagläser verglichen werden; da passt auch der Aufdruck nicht immer.
 
So, komme gerade rein und kann von folgenden Eindrücken berichten. Recht guter Nachthimmel, wenn auch nicht rabenschwarz. Beobachtung vom Liegestuhl aus. Was ich schon heute morgen vermutete, bestätigt sich in der Nacht am Stern. Das Canon bildet nicht so rein ab wie die Leica, bei der das Bild sofort sauber gestochen scharf ist. Vielleicht kommt es von der Konstruktion der schwimmenden Elemente im Canon oder einer unsauberen Kollimation. Auch ist das Einblickverhalten bei der Canon eine deutliche Nummer schlechter. Bei der Leica kommt alles irgendwie intuitiv spontan gut zusammen, während die Canon da mehr Mühe erfordert und man geneigt ist, ständig ein klein wenig nachzufokussieren und nicht immer klar ist, wo denn nun der optimale Punkt ist. Auf der anderen Seite sind die Sterne in der Canon etwas brillianter, ich nehme an, dass hier die moderne Glasvergütung ihren Trumpf ausspielt. M 13 ist in beiden leicht sichtbar, wobei der Vorteil der brillianteren Abbildung der Canon durch die höhere Auflösung der 50mm-Optik der Leica wettgemacht wird.
Den Unterschied macht wieder die Bildstabilisierung, ist allerdings in der Nacht nicht so bedeutend, wenn man liegend beobachtet und das Glas einigermaßen ruhig hält. In dieser Position wäre ich geneigt, der Leica wegen der eindeutig besseren Haptic den Vorzug zu geben.
Bescheidenes Kurzfazit: Das Canon wird wohl eher für Tagbeobachtungen herhalten. Ich hatte es ja schon mal gesagt, dass für mich astronomisches Beobachten Sinn macht, wenn alles wirklich entspannt abläuft, und das ist bei einem Fernglas mit Geradeeinblick weniger der Fall, auch nicht im Liegestuhl, es ist einfach anstrengend. Was für ein Vergnügen, den Himmel mit diesem großen Gesichtsfeld mit 90°-Einblick ohne Krampf in alle Richtungen abzufahren!
Gruß Rolf
 
Was für ein Vergnügen, den Himmel mit diesem großen Gesichtsfeld mit 90°-Einblick ohne Krampf in alle Richtungen abzufahren!
Was aber für die geradsichtigen Canon-Gläser halt nicht zutrifft - also doch nur bedingt astrotauglich?

Wobei ich mir ein handgehaltenes Glas mit 90°-Einblick nicht recht vorstellen kann, weder mit oder ohne IS.

Was mich aber, bei all der hier zum Ausdruck gebrachten Begeisterung, bislang von den bildstabilisierten Gläsern abgeschreckt hat, ist das beträchtliche Mehrgewicht, das man da mit sich rumschleppt und beim Einsatz dann auch stemmen muss:

Canon 10x42L IS WP .................................................... 1.110 g (Gewicht ohne Batterien)

Leica Trinovid 10x42 HD ................................................ 730 g

Das ist immerhin ein Faktor von nehr als 1,5 !!!

Ist das nicht kontraproduktiv?

Gruß, Peter
 
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Gibt doch auch leichtere IS Gläser..ist das Mehrgewicht gegenüber meinem Monarch HG kontraproduktiv ? Jetzt nachdem ich das 10x42 besitze kann ich die Frage ganz klar verneinen..aber das ist nur meine Meinung :) Grüße Olaf
 
also doch nur bedingt astrotauglich?

Wobei ich mir ein handgehaltenes Glas mit 90°-Einblick nicht recht vorstellen kann, weder mit oder ohne IS.
Bedingt astrotauglich für mich. Beobachten soll heißen nicht mal nur freihändig schnell drüberhuschen. Und 90° natürlich nur mit Stativ, wie denn sonst?
Hatte es mit dem Leica BN 10x50 verglichen.
 
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Hallo Rolf, ich habe das Glas gestern auch gen Sternenhimmel geschwenkt..ich habe nun kein Leica zum Vergleich sondern nur mein Monarch HG..ich habe das aber ähnlich empfunden: es sieht im IS einfach etwas brillianter und leuchtkräftiger aus..die Stabilisierung tut ihr übriges um die Wahrnehmung beträchtlich zu steigern und sich viel mehr aufs Objekt als auf's ruhighalten des Glases zu konzentrieren..es war nur ein kurzer Schwenk Richtung Norden und so richtig dunkel war's ja auch nicht..trotzdem: das war die bisher beste freihändige Beobachtung die ich erlebt habe..Grüße Olaf
 
Ich nutze das 10x42IS ja auch (fast) ausschliesslich am Tag und da vorwiegend auf Kurzdistanz.
Am Sternhimmel oder auch am Tag auf längere Distanz ist das 15x50IS eine ganz andere Hausnummer, bel gleich gutem Stabi und praktisch gleichem Gewicht.
Messierobjekte, die bei 10x alle gleich fast aussehen werden bei 15x erkennbar.
Da erübrigt sich dann auch der Vergleich mit handgehaltenen 15x endgültig.

Klar kann man nun wieder sagen, aber das 15x hat keine so gute Optik, mich hat das nie gestört obwohl ich ziemlich pingelig bin.

Will man perfekte Optik mit stabilisierter hoher Vergrößerung bleibt einem nur das Zeiss.
Aber das ist ja veraltet :)

Grüße Jochen
 
Am Sternhimmel oder auch am Tag auf längere Distanz ist das 15x50IS eine ganz andere Hausnummer,
Hallo Jochen, das glaube ich Dir gerne, schließlich hast Du wesentlich mehr Erfahrungen mit IS Gläsern gesammelt als wir Neubesitzer , zwei IS Gläser zu haben um damit Natur und Astrobeobachtungen abzudecken halte ich für absolut sinnvoll, im Moment habe ich aber erstmal Spass mit dem 10x42..ist aber nicht auszuschließen das mich eines der 50er Modelle in ferner Zukunft zum Kauf reizen..
Noch eine Frage: Kann man die Augenmuscheln des 10x42 eigentlich abschrauben oder anderweitig entfernen ? Grüße Olaf
 
die Augenmuscheln kann man einfach abziehen, drunter sind dann noch Kunststoffringe für die Höhenverstellung die man mit jeweils 2 kleinen Schrauben lösen kann. So kommt man auf 4cm Durchmesser
 
Ja das stimmt übrigens, für eine etwa 1cm lange Gegenlichtblende wäre noch Platz in der Tasche...Gruß Olaf
 
Ich will ja nicht streiten, aber weil Du so großen Wert darauf legst:
Grundsätzlich spielt ein Fernglas dieser Größenordnung doch in einer ganz anderen Klasse. Es wäre ja traurig, wenn es nicht mehr zeigen würde als die beiden erwähnten Canons. 60 mm anstatt 42 oder 50 sind doch eine ganz andere Welt und 20-fach ebenso, ganz zu schweigen von dem Mondpreis. Und bei dem Gewicht soll mir keiner sagen, dass er damit entspannt längere Beobachtungen macht. Und wenn die Optik seit den vielen Jahren noch die gleiche ist, wie man es hier vernimmt (stimmt das eigentlich?), sorry, den Namen Zeiss nicht überstrapazieren, um daraus das Wunderfernglas zu machen, so wie es hier angepriesen wird. Also bitte die Kirche im Dorf lassen ... . Aber vielleicht hatte Zeiss ja schon vor 30 Jahren den Stand, den heute Canon hat ... .:LOL:
Gruß Rolf
 
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Hallo Rolf,

selbst wenn das Glas von 1920 und made in China wäre, wäre mir das völlig egal, wenn es so performen würde, wie es es tut.

Ich habe ein Questar aus den 50er Jahren.
Ich habe es mal mit seinem modernen Nachbau dem ETX90 aus den 2020er Jahren verglichen, Du würdest wahrscheinlich nicht glauben, wie der vergleich ausgefallen ist ;-)

Früher war nicht alles schlechter und ich treffe Entscheidungen lieber nach Tatsachen (selber durchsehen) als nach Theorien.

Grüße Jochen
 
Was meinst Du warum die Teile bei Plane-Spottern so beliebt sind, dat ist dann wie wennze mitfliechs... :sneaky:

CS Jörg
 
Hallo Allerseits,
Ich finde das man IS Ferngläser defacto gar nicht erst mit herkömmlichen Ferngläser vergleichen kann denn das ist eine ganz andere Welt. Seid ich das erste mal durch ein Stabilisiertes Glas geschaut habe würd ich ein Zeiss oderwasauchimmer nicht mal geschenkt nehmen und das mein ich durchaus ernst. Naja vielleicht zum verscherbeln um mir anschließend ein gutes Canon zu kaufen...
LG Christian
 
Ich finde das man IS Ferngläser defacto gar nicht erst mit herkömmlichen Ferngläser vergleichen kann denn das ist eine ganz andere Welt.
Zumal der erhebliche Gewichtsunterschied ja seltsamerweise überhaupt nicht ins Gewicht zu fallen scheint:

Canon 10x42L IS WP .................................................... 1.110 g (Gewicht ohne Batterien)

Leica Trinovid 10x42 HD ................................................ 730 g

Das ist immerhin ein Faktor von mehr als 1,5 !!!
 
Hi zusammen,

Rolf hatte ja schon seinen Eindruck => Vergleich Leica zu Canon beschrieben. Ich kann das nur so aus der Erinnerung heraus bestätigen, da ich zwar das Leica BN auch hatte aber nicht gleichzeitig mit dem Canon is.
Denke aber aus der Erinnerung heraus auch ohne Vergleich möchte ich mich Rolfs Eindruck anschließen.

Und doch, mit dem Canon erkennt man am Tag und am Mond in der Nacht aufgrund des ruhigen Bildes mehr.
Zu Farbsäumen außerhalb der Bildmitte, Verzeichnungen außerhalb der Bildmitte und Randschärfe finde ich beim Canon 10x42 auf höchsten Niveau, schaffen manch andere Spitzengläser nicht dieses Niveau zu erreichen, m. M. nach.

Das Canon hat 2 UD Gläser im optischen Weg die vom Brechungsindex lt Canon in die Nähe von Flouritkristallen kommen sollen.

Jedes Glas hat seine Beobachtungsobjekte könnte man sagen. Es kommt auf den Einsatzzweck an und persönliche Vorlieben,
dann kann die Wahl auch auf ein Zeiss, Swarovski oder Leica neben unzähligen anderen Marken fallen - nur meine Meinung.

VG. Michael
 
Dafür kann ich mit einer kurzen Bewegung eines Fingers das IS-Fernglas zwischen den Modi unstabilisiert und stabilisiert vergleichen. Der Gewinn ist spürbar. Aber natürlich kommt sehr viel persönliches Abwägen der Vor- und Nachteile hinein.
Zum Beispiel möchte man eigentlich Gewicht sparen wenn man viel unterwegs ist und Höhenmeter mit Muskelkraft bewältigt.
Meine unstabilisierten Gläser gebe ich dennoch nicht unfreiwillig ab. Eher hole ich mir einen Gelenkarm wie den Ergotron LX und klemme diesen an die Holzbank meines Beobachtungsplatzes und packe das FG dort drauf ;-)
 
Zitat von P_E_T_E_R:
Canon 10x42L IS WP .................................................... 1.110 g (Gewicht ohne Batterien)

Leica Trinovid 10x42 HD ................................................ 730 g

Das ist immerhin ein Faktor von mehr als 1,5 !!!

Ja, worauf wartet Leica eigentlich, da einen Stabilisator einzubauen?
Ich kenne noch das BN 8x42, es war mein Lieblingsglas, auch weil es so handlich und leicht war, und bei 8-fach gehts noch ohne Stabilisierung.
Der Vergleich hier fand mit dem BN 10 x 50 statt, und das wiegt 1150 Gramm.
 
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