Erstes Video vom neuen MGEN-3!

mdopp65

Mitglied
Liebes Forum,
ich habe das MGEN-III nun auch schon mehrere Nächte an einem Celestron CGX in Betrieb. Leitrohr ist ein 240/60 (richtig im Setup eingetragen) und ich steuere eine Canon EOS 5D mk III Kamera an (Dithering, Spiegelvorauslösung).
Im Wesentlichen funktioniert das alles super und ich hab‘ schon einige wirklich tolle Bilder damit machen können.
Jetzt kommt das unvermeidliche ‚aber‘:
ich habe nach einigen Stunden Betrieb immer wieder die Situation, dass das MGEN die Synchronisation verliert. Im Guidegraf erscheinen dann nur noch senkrechte rote Striche. Ich glaube nicht, dass das ein Kabelproblem ist, denn erstens habe ich nie die Meldung ‚Kamera aus‘ (oder so ähnlich) und zweitens kann ich in so einer Situation ohne weiteres manuell wieder auf ‚Sterne suchen‘ gehen und dann das Guiding neu starten. Danach läuft‘s wieder für ein paar Stunden. Das ist halt etwas blöd, wenn das System die ganze Nacht durchlaufen soll und ich nicht alle Stunde nach dem Rechten sehen mag...
Irgendeine Idee, woran das liegen kann?
Was mir noch aufgefallen ist: Der Spiegelschlag meiner Canon ist offenbar ziemlich heftig und erzeugt jedesmal im Guidegraf einen roten Strich. Aber eben nur einen und danach geht‘s weiter. Könnte es sein, dass sich das System dabei irgendwann mal verhaspelt?
Ich stehe halt nicht stundenlang daneben, um die Fehlersituation abzupassen und zu beobachten.
 

hibernatus

Mitglied
Guten Morgen,

die MGEN hat gestern meine Aufnahmesession ohne murren bestanden. Kein Verlust der Kameraverbindung. Guiding funktionierte toll.

Hier mal das, was dabei rausgekommen ist.

M51.jpg


M51

Skywatcher Explorer 200PDS
Baader MPCC Mark III Komakorrektor
Canon 6D

ISO 800
26 x 180s Lights (4 musste ich wegen Wind wegschmeißen)
10 Darks
15 Flats
20 Bias

Bearbeitet mit Astro Pixel Processor, Photoshop

Da ich hier (Erkrath, NRW) einen sehr stark aufgehellten Himmel habe, musste ich wegen der Lichtverschmutzung einiges anstellen.
Das Bild ist nur marginal beschnitten (oben und unten ein wenig die Ränder abgeschnitten). Ansonsten ist es praktisch so wie die Originalaufnahme.

Bin zufrieden :)

Gruß
Marcus

Grüße
Marcus
 

mdopp65

Mitglied
Hi mdopp65,

wow, da liegen Welten zwischen meinem Bild und Deinem.
Gefällt mir sehr gut (y)
Danke :)
Und, sorry, ich wollte Dich nicht auskontern aber das war wirklich ein Zufall, dass wir (fast) zeitgleich das gleiche Ziel hatten.
Bei mir waren es 67 ausgesuchte Fotos aus 87 mit je 2,5 min Belichtungszeit und ISO 3200.
Nach einigem Herumexperimentieren lasse ich das Thema Flats, Darks, Bias jetzt komplett bleiben und die Kamera die Rauschunterdrückung intern machen. Das dauert halt jeweils pro Bild nochmal 2,5 Minuten, aber meine Ergebnisse werden dann besser.
Ich bin jedenfalls auch zufrieden mit dem Resultat.
Viele Grüße
Martin
 

hibernatus

Mitglied
Und, sorry, ich wollte Dich nicht auskontern aber das war wirklich ein Zufall, dass wir (fast) zeitgleich das gleiche Ziel hatten.
Hallo Martin,

neee, keine Sorge. Meine Lernkurve steigt stetig mit Höhen und Tiefen ;)

Hier mal das Bild von M51 von vor genau einem Jahr. Gleiches Setup, etwas weniger Belichtet und etwas mehr beschnitten.

M51_22.03.2019.jpg


Sieht im Vergleich zum gestrigen aus, wie ein Pfund Gehacktes ... :)

Gruß
Marcus
 

Miquel Prado

Mitglied
Hallo mdopp65. Kannst du die Infos zum Bild posten? Welche Kamera hast du benutzt? etc.
Die Galaxie finde ich extrem gut gelungen. Die Sterne ansonsten ein wenig zu groß/unscharf.

Jetzt kommt das unvermeidliche ‚aber‘:
Ich hatte neulich das Problem, dass von 60 geplanten Aufnahmen nur 40 aufgenommen wurden.
Es war zwar nicht am MGEN aber das Problem war, ich hatte zu wenig Zeit zwischen den Bildern eingeplant.
ab >= 4s (zwischen jeder einzelnen Aufnahme) war es dann ok. Nach der Aufnahme braucht es Zeit für die Verarbeitung des Bildes.
CS
 

tommy_nawratil

Mitglied
@ mdopp65:

Ich vermute, dass deine Einnordung nicht ausreichend ist. Dadurch bekommst du eine Bildfelddrehung
um das Sternfeld, nach dem der Mgen-3 guidet. Nach einiger Zeit stehen die Sterne nicht mehr dort wo sie anfangs standen, und die gemessenen Abweichungen sind nicht mehr konkordant. In einer späteren Firmware wird der Mgen die
Rotation auch messen und verarbeiten können, aber für jetzt solltest du erst mal genauer einnorden. Du wirst so eine stärkere
Rotation wohl auch auf den Einzelbildern spüren, wenn die nicht allzu kurz sind. Ich habe auch Sessions über viele
Stunden und kein Problem damit, dabei bin ich kein besonders genauer Einnorder (5-10 Bogenminuten reichen).

Alternativ alle gefundenen Sterne bis auf einen deaktivieren. Dann ist die Rotation egal. Aber es ist dann kein Multistar Guiding mehr.

@ Sebastian: Jupp, die Wartezeit etwas länger stellen als die DSLR zum Speichern braucht. Sonst verschluckt sie sich. ;)

lg Tommy
 

mdopp65

Mitglied
@tommy
OK, das klingt plausibel, danke für den Tipp!
Ich habe die Montierung nach dem Einschalten und dem Fahren in die Home-Position manuell auf den Polarstern ausgerichtet, aber da ist natürlich die kleine Abweichung des Polarsterns vom Himmelpol nicht berücksichtigt.
Ich habe dann auch beobachtet, dass die Sterne beim anschließenden "Two-Star-Align" erstmal nicht gut angefahren werden.
Beim nächsten Abend probiere ich mal, die Montierung noch mit "Precise Polar Align" auszurichten.
Zu blöd, dass der CGX kein Polarscope hat...
 

mdopp65

Mitglied
@Clear Skies, Sebastian

Die Belichtungszeiteinstellung war bei mir kein Problem: 2:30 min Belichtung und 2:35 min Pause. Da sieht man nach jedem Bild für ein paar Sekunden das Resultat auf dem Display, dann geht's weiter.
Die Kamera war eine Canon EOS 5D Mk III, ISO 3200, Celestron Edge HD 925, CGX-Mount und natürlich den MGEN-III mit einem 240/60 mm Guidescope. Sonst noch ein paar Heizmanschetten und das war's :)
 

Shreevy

Mitglied
Hi zusammen,

hat jemand von euch schon mal ausprobiert mit dem MGEN III über APT zu dithern und könnte berichten, wie man das anstellt?

Vielen Dank und viele Grüße
Sharif
 

MeisterDee

Mitglied
Hallo Tommy,
es liegt für mich ganz offensichtlich an der Kabelverbindung.
Vom ersten Moment an hatte ich diesen „Kamera aus“-Fehler.
Wird das Kabel bewegt: Fehler da, wird es nicht bewegt: Fehler weg.
Mit einem anderen Kabel ist alles OK. Der Fehler kann beliebig provoziert werden (man muss nur das beigelegte Kabel verwenden)
Die Stromversorgung des MGEN funktioniert mit den Kabeln,
aber mit der Kamera klappt’s eben nicht.
Das Gerät selbst ist unschlagbar!

CS

Dietmar
 

hibernatus

Mitglied
Hallo Tommy,
es liegt für mich ganz offensichtlich an der Kabelverbindung.
Vom ersten Moment an hatte ich diesen „Kamera aus“-Fehler.
Wird das Kabel bewegt: Fehler da, wird es nicht bewegt: Fehler weg.
Mit einem anderen Kabel ist alles OK. Der Fehler kann beliebig provoziert werden (man muss nur das beigelegte Kabel verwenden)
Die Stromversorgung des MGEN funktioniert mit den Kabeln,
aber mit der Kamera klappt’s eben nicht.
Das Gerät selbst ist unschlagbar!

CS

Dietmar
Hallo Dietmar,

das kann ich bestätigen. Seit dem Wechsel des Kabels, hatte ich keine Aussetzer der Kamera mehr.

Gruß
Marcus
 

tommy_nawratil

Mitglied
hallo,

vielen Dank für das feedback, sehr gut zu wissen dass es am Kabel liegt und nicht am Stecker.
Wir senden euch natürlich getesteten Ersatz, wenn ihr euch mit dem Problem meldet!

lg und bleibt gesund!
Tommy
 

conehead

Mitglied
HI,

auch ich habe genau das gleiche Problem mit den Kabeln. Eines funktioniert an der Kamera wunderbar. Das andere kann ich nur für die Stromversorgung des Mgen benutzen. Anscheinend sind die Kabel nicht ganz so gut wie erwartet.

@tommy_nawratil nach mgen I und mgen II hätte ich erwartet das Ihr da bessere, vor allem flexiblere Kabel mitliefert.

Gruß Markus
 

Suabelis

Mitglied
Hi zusammen,

gestern habe ich bei unter 0 Grad den Test mit einem neuen Kabel (Amazon-Choice) zwischen Kamera und MGEN-3 gemacht. Jetzt funktioniert alles. Zudem habe ich noch eine Schlinge um die Guiding-Teleskop-Halterung mit dem Kabel gemacht, um eine Zugentlastung zu bekommen. USB-Mini ist nicht gerade ein gute Steckverbindung, aber so geht´s. Der Guiding-Abend verlief deshalb erfolgreich (wenn man mal vom Mond absieht).
CS Jürgen
 

Ulli1951

Mitglied
Ich hatte das Problem mit dem Wackelkontakt des Originalkabels auch als ich es tasgüber getestet habe. Gelöst habe ich es mit einem Gummiband.

IMG_2660.jpg
IMG_2662.jpg
 

Ulli1951

Mitglied
Gebe dir recht. Besser wäre ein Kabel ohne Wackelkontakt. Mir scheint. dass die USB-Buchse nicht optimal ist. Werde mal schauen, ob ich ein anderes Kabel finde, das besser passt. In der Zwischenzeit tut es diese Lösung.
 

Terrorernie

Mitglied
Auf dem USB Kabel darf halt kein Zug oder Druck sein... die Idee mit dem Gummi finde ich gut. Ansonsten, so mach ich es, sind meine Kabel alle mit Klettband so am Teleskop/Montierung fixiert, dass da nix auf Zug oder Druck ist...
 

conehead

Mitglied
Hi,

das da kein zug oder Druck drauf sein sollte ist schon klar. Aber das Kabel darf doch wohl frei hängen.

Wir hatten vor kurzem das Problem das man bei einer bestimmten Netzwerkswitch Serie (deutscher Hersteller, made in Germany) das Patchkabel nach unten oder oben gebogen hat und der Link ging flöten. Nicht gut wenn da in einem Verteilerschrank gearbeitet wird und eine Produktionsmaschine keine Daten mehr bekommt.
Da wir mit dem Hersteller und deren Entwicklern der Industrial Switche in sehr engem Kontakt stehen wurde das Problem genauer untersucht. Dabei wurden die Kabel bzw. genauer die RJ45 Stecker diverser Hersteller genauestens vermessen und geröngt. Ebenso wurde der Hersteller der Buchsen kontaktiert. Diese wurden auch vermessen und geröngt. Da wurde richtig Geld in die Hand genommen und es wurde viel Zeit investiert.
Sowohl die Hersteller der Kabel als auch die Hersteller der Buchsen waren absolut genau im Toleranzbereich und trotzdem konnte der Fehler problemlos nachgestellt werden. Was ich damit sagen will: nicht immer ist alles passend auch wenn es der Normung entspricht. Am Ende wurden in einer größeren Produktion die 4000 Patchkabel eines Namhaften deutschen Herstellers gegen 10 Cent Kabel ausgetauscht bei denen der Fehler nicht nachstellbar war...

Gruß Markus
 

tommy_nawratil

Mitglied
hallo,

Super improvisiert! Eine Zugentlastung ist immer wichtig am Guider, das Teleskop schwenkt ja langsam über den Himmel. Ich mache gerne eine lockere Schlinge um den Sucherhalter, oder fixiere per Kabelbinder.

Wir haben den mini B Stecker genommen, weil es beim Mgen2 dazu gar keine Reklamationen gab. Die Micro Stecker hat sich unser Zoltan auch überlegt, aber die werden üblicherweise anders an der Platine befestigt - weniger stabil:

"Micro conns are only available as SMDs (those I
could see), those need extra metal fixing when you want to protect the
PCB not to break out when a cable is pulled wrong way and hard. "

Es werden auch oft flexiblere Kabel gefragt, ich habe etwas rumgesucht und zB. die Croma von Lindy.de gefunden. Aber die erste Meldung zum 2m Kabel dazu auf Amazon ist "It worked for for a few days and stopped working after that. ".
Bin da echt ratlos, wenn jemand eine Empfehlung hat, herbei! Selber arbeite ich seit jeher mit den Standard Kabeln.

lg Tommy
 

conehead

Mitglied
Hi Tommy,

Dein Kollege hat soweit recht. Die Micro brauchen einen extra Metall "Bügel" der in der Regel mit verlötet wird. Damit ist dann die Micro Buchse unglaublich stabil. Da reißt vorher vieles andere ab. Die B ist ja auch gut. Etwas größer und die Toleranzen sind auch großzügiger.
Ich werde mich mal nach einem Kabel umschauen, für den alten Mgen habe ich lange gesucht bis ich ein flexibles Netzwerkkabel gefunden hatte. Das war dann echt super. Sowas wünsche ich mir für den 3er. Bisher war aber der Leidensdruck nicht hoch genug das ich da noch nicht geschaut habe.

Gruß Markus
 

Miquel Prado

Mitglied
Es werden auch oft flexiblere Kabel gefragt, ich habe etwas rumgesucht und zB. die Croma von Lindy.de gefunden. Aber die erste Meldung zum 2m Kabel dazu auf Amazon ist "It worked for for a few days and stopped working after that. ".
Auf Amazon Bewertungen würde ich nicht allzu viel geben, zumal wenn es nicht genügend viele sind..

Aber ein flexibles und leichtes Kabel (Stoff Ummantelung) wäre vielleicht eine gute Idee.
Wie wichtig ist eine gute Abschirmung?

..habe bei mir jetzt einfach mal die beiden Kabel vertauscht (Power und Kamera Kabel) und siehe da, seit dem keine Abstürze mehr :)

..scheint wohl doch am Kabel und nicht am Anschluss zu liegen..

CS
 

mdopp65

Mitglied
Ich hatte gestern Abend auch die überraschende Situation, dass mit einem der beiden eigentlich ja identischen Kabeln die Kamera einwandfrei funktioniert hat, mit dem anderen aber auch nach mehreren Versuchen gar nicht.
Habe mir jetzt für ein paar Euros neue, flexible Kabel bestellt. Ist ja kein Problem.

Aber der MGEN, das muss ich einfach mal sagen, ist absolut genial. Super einfach zu bedienen, total zuverlässig und präzise. Ich lasse auch die Kamera damit fernauslösen. So kann er zwischen den Aufnahmen noch dithern. Total klasse 👍
 

astrozausel

Mitglied
Hi
Hab mir jetzt auch den Mgen 3 bestellt.
Soll mit APT verbunden werden zwecks Dithering CCD Kamera.
Was muss ich noch auf dem PC laden damit das reibungslos funktioniert???

Gruß Dieter
 

Miquel Prado

Mitglied
Super einfach zu bedienen, total zuverlässig und präzise. Ich lasse auch die Kamera damit fernauslösen. So kann er zwischen den Aufnahmen noch dithern. Total klasse
Ja vor allem wenn man mal auf Reisen leichtes Equipment mitnehmen möchte (ohne Laptop) dann ist die Sequenz Funktion eine tolle Sache, und sogar eine Spiegelvorauslösung hat er. Nur wenn es zum Meridian Flip kommt, dann weis er das nicht und belichtet einfach weiter. Ist aber nicht schlimm. Wenn er jetzt noch eine ASI Zwo Kamera ansteuern könnte..
 
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