Interessant mit der ausgewechselten Schraube.
Wobei ich dennoch denke bei meiner GEM ist irgendetwas schief bei der DEC Einheit. Die Schraube schleift ja nicht überall, nur auf der Seite mit dem Gear Lock Hebel, wenn ich von der anderen Seite her komme schleift nichts. Erst etwa ab der Mitte des DEC Gehäuses. Und auch nur wenn der Schraubenkopf ungünstig steht.
Andere Leute mit der selben Schraube können durchdrehen ohne Schleifen, auch in der ungünstigen Schraubenkopf Position!
Ich wünsche Dir jedenfalls viel Spass und Erfolg beim First Light und wäre dann sehr an einem Bericht (auch wenn nur kurz) interessiert ;-)
Bei mir herrscht starke Ernüchterung:
Gestern konnte ich erneut testen. Diesmal bereits mit einer Parallelbefestigung (aber leider noch mit dem alten Guidescope, da das falsche geliefert wurde...).
Um Kabelzug zu minimieren ohne Heizmanschetten, nur DSLR Auslösekabel und MGEN Kamerakabel. Beide Kabel habe ich auf der RA Einheit festgemacht. Die verbleibende Schlaufe ist sehr klein und es zieht so auch erheblich weniger nach unten. Das Auslösekabel kann ich sowieso vernachlässigen meiner Meinung nach... das ist federleicht.
Hab wieder sehr schlechte Guidingresultate erzielt. RA ist diesmal auch extrem schlecht. Das einzige was ich aber für RA verändert habe, ist die 2mm Inbusschraube (3mm Loch) für den "Gear meshing adjustment plunger" nicht mehr so fest anzuziehen (wie mir empfohlen wurde).
Ab Werk war sie aber sehr fest angezogen! Ich werde nun beide 2mm Schrauben wieder fester anziehen und hoffe mindestens für RA wieder bessere Werte zu erzielen.
Vorher hatte ich im Schnitt 0.14px bei RA std. erreicht, bei einer MGEN Toleranz von 0.20. Das müsste OK sein wie ich vielerorts gelesen habe.
Gestern hatte ich 0.40px als besten Wert.
Bitte nicht vergessen (auch wegen Differential Flexure): ich bin mit nur 400mm Brennweite unterwegs.
Meine aktuellen MGEN Einstellungen:
Guider Setup: 162mm, RA 0.50x, DEC 0.50x, dasselbe im GEM Handcontroller
Guiding: Gain 9, Exp. 1000, Threshold 10
RA: Num 1, Tol. 0.20, Aggr. 70%, Mode 2
DEC: Num 5, Tol. 0.20, Aggr. 50%, Mode 2
Random Displacement: Uniform Square, 5px
Nach einigen 5 Minuten Belichtungen hab ich noch den Persei Cluster ins Visier genommen. Hab nur 60s subs gemacht, da der Mond doch schon sehr störend war, DEC guiding auf dem MGEN fast deaktiviert mit NUM = 5 (--> 5x weniger Korrekturen als mit NUM 1) und erhalte dennoch auf 44(!) von 125 Aufnahmen solche Resultate:
Ein paar Besipiele in voller Auflösung habe ich auch beigefügt (IMG_1131.JPG bis IMG_1203.JPG).
Kommt das von Differential Flexure?
Ich benutze noch immer die selbe Optik und Guiderohr wie auf dem Star Adventurer, mit dem ich sicherlich keine perfekten Sterne hinbekommen habe bei dieser Brennweite, aber solch störenden Ausschuss hatte ich dort dennoch nicht.
Der Astrokollege den ich auch schon mal erwähnt habe, hat sich jetzt auch um das Differential Flexure gekümmert, berichtet mir heute aber leider von denselben (DEC) Problemen wie vorher. Auch er ist mit 400mm Brennweite unterwegs und guided mit dem MGENII.
Wir haben auch schon andere Einstellungen versucht beim MGEN, zB "Exclusive AG out", was bestimmt wie die Steuersignale an die Montierung gesendet werden (parallel oder seriell, bei seriell gibts dazu noch eine Totzeit einzustellen).
Hat alles auch keine Besserung gebracht.
Nutzt sonst noch jemand von euch die GEM mit einem MGENII Guider?
Viele Grüsse und CS
Karol