Langbrennweitige Vier Zoll Flourit Refraktoren - Vixen FL102S und Takahashi FC100DL | Seite 8 | Astronomie.de - Der Treffpunkt für Astronomie

Langbrennweitige Vier Zoll Flourit Refraktoren - Vixen FL102S und Takahashi FC100DL

donadani

Mitglied
ist nur etwas vulominöser ;)

Ein TSA-120 mit Schiebetaukappe in Kampftrimm wiegt 8,2 kg - inkl. Staubkappen, Tak-Schelle, Losmandy-Schiene, 2" Verlängerung, FT-Untersetzung. Gerade die Schelle "trägt dick auf"... - ohne den ganzen Klimbim sind 6kg realistisch schätze ich...
 

marcus_z

Mitglied
Jetzt habe ich nachgewogen:
FC-100DL, ohne Kappen, mit Vixen Schiene und Primalucelab-Schellen: 3943g
TSA-120N mit 3" FTF, ohne Kappen mit Vixen Schiene und Primalucelab-Schellen: 6965g
TSA-120N mit 3" FTF, ohne Kappen ohne Vixen Schiene ohne Schellen: 5845g
 

Hayabusa

Mitglied
Danke! Das sind Angaben, mit denen man was anfangen kann.

Ja Christoph, die einteiligen Takahashi Rohrschellen sind massiv und schwer.

Der Takahashi FS-102 ist übrigens mit 5,3 kg "angegeben", soweit ich es verstehe, mit Takahashi-Rohrschelle. Müsste allerdings gewogen werden.

Und der FS-102NSV mit verkürztem Tubus und verschiebbarer Taukappe dürfte etwas leichter sein, vermutlich knapp unter 5 kg.
 

Hayabusa

Mitglied
Da kommt jetzt langsam einiges an Informationen zusammen. Neben den physikalischen Daten wie Öffnung, Brennweite und Gewicht auch Aussagen zur Farbkorrektur. Letztere sind naturgemäß subjektiver Natur, solange man keine interferometrischen Messungen gemacht hat.

Wenn ich Zeit habe, werde ich eine Tabelle erstellen. Jetzt haben wir schon einige Daten zu den verschiedenen Refraktoren "um die 4 Zoll" zusammengetragen. Dürfen gerne auch die "nicht Flourite" dabei sein. Das sollte eine schöne Übersicht ergeben.

Kann allerdings dauern, bin momentan in verschiedensten Dingen sehr eingespannt.

Beste Grüße
Uwe
 

Bachianer

Mitglied
Hallo Uwe,

angeregt durch diesen Thread habe ich Gestern seit langem wieder mal den Vixen 102/900mm. nach draußen geführt!

Bei allem Theoretisieren über Strehlwerte, chromatische Aberrationen, Gewicht u.s.w...hach, es sind doch tolle Optiken.
Kein mir bekanntes optisches System liefert so eine ästhetische Abbildung, offene Sternhaufen zum reinlegen, Mond, Planeten einfach grandios, Doppelsterne u.s.w., es ist immer wieder eine Freude durch solch herrliche Optiken schauen zu können!
Nutzt die Zeit und schleppt eure Scopes unter den Himmel, die Klarheit und Transparenz ist derzeit besonders gut, wenigstens ein positiver Aspekt der Coronakrise.

CS,
Andreas
 

Hayabusa

Mitglied
Das ist endlich mal ein Post, der sich mit dem wirklich Wichtigen befasst Andreas!

Da bekomme ich richtig Lust selbst mehr zu machen, obwohl ich in den vergangenen zwei Wochen, häufiger als sonst, draußen unter dem Himmel war. Habe allerdings nur mit kleineren Optiken beobachtet. Unter anderem mit einem Vixen ED80S f/9. Tatsächlich ein sehr schönes Gerät, obwohl es nicht die Perfektion der Flourit Optiken besitzt. An der Venus konnte ich keinerlei Farbe feststellen.

Die Klarheit und Transparenz hat übrigens mit dem COVID-19 Lockdown überhaupt nichts zu tun. Gemäß Messungen ist genauso viel Staub in der Luft wie sonst. Laut Metereologen liegt (lag) das an der Hochdruckwetterlage mit trockener Festlandluft. Sie war der einzige Grund für die gute Sicht und den blauen Himmel.

Wie man auf "Flightradar" sehen kann, sind immer noch viele Flugzeuge in der Luft. Der Frachtverkehr läuft wie bisher weiter und dieser macht einen signifikanten Anteil am Luftverkehr aus. Was sonst möglicherweise noch als Beiladung mitging, wird jetzt auf spezielle Frachtflugzeuge umdisponiert. Und die großen Containerschiffe, schippern ebenfalls noch munter durch die Weltmeere. Nur Öltanker haben aktuell keine Hochkonjunktur. :cool: :)

Viele Grüße
Uwe
 

Bachianer

Mitglied
Die Klarheit und Transparenz hat übrigens mit dem COVID-19 Lockdown überhaupt nichts zu tun. Gemäß Messungen ist genauso viel Staub in der Luft wie sonst. Laut Metereologen liegt (lag) das an der Hochdruckwetterlage mit trockener Festlandluft. Sie war der einzige Grund für die gute Sicht und den blauen Himmel.

Wie man auf "Flightradar" sehen kann, sind immer noch viele Flugzeuge in der Luft.
Moin Uwe,

nah wenn das die Metereologen sagen wird es vermutlich stimmen.;)

Womit ich allerdings nicht übereinstimme ist der Flugverkehr, der hat doch rapide nachgelassen, auch zu sehen an den drohenden Lufthansa und Condorpleiten!
Bei dem schönen Wetter liege ich häufig draußen in der Hängematte, natürlich mit Fernglas bewaffnet und momentan kann ich selber eindeutig feststellen wie wenig am Himmel los ist, die Kondesstreifen die die Vielfliegerei mit sich brachten sind momentan kaum mehr vorhanden, ein Umstand den ich sehr begrüße und der gerne so bleiben kann!

CS,
Andreas
 

Hayabusa

Mitglied
Das stimmt gerade nicht. Bei trockener Luft gibt es überhaupt keine Kondensstreifen, völlig egal, was am Himmel los ist. Man kann sich das im Einzelnen mit der App "Flightradar" ansehen, was ich nach einem entsprechenden Hinweis selbst gemacht habe.

Wenn man genau darüber nachdenkt, wird man sich erinnern, dass es Tage gibt, wo ein strahlend blauer Himmel ohne Kondensstreifen zu sehen ist und das ganz ohne COVID-19 Lockdown.

Das weniger los ist, stimmt natürlich, schließlich sind die ganzen Passagiermaschinen am Boden. Aber es ist immer noch mehr als genug, was da oben rumschwirrt.

Die drohende Pleite von Fluglinien, die Ihr Geschäft hauptsächlich mit Personenverkehr machen, versteht sich von selbst. Es finden keine Urlaubsreisen und kaum mehr Geschäftsreisen statt.

Wichtig für uns Amateurastronomen ist nur die klare Durchsicht und das ist meteorologisch bedingt und nicht in letzter Konsequenz den Auswirkungen eines Virus geschuldet.

Beste Grüße
Uwe
 

Fensterrollo

Mitglied
Ich glaube Andreas meinte es unabhängig von trockener Luft. Weniger Flugverkehr=weniger mögliche Kondensstreifen=klarerer Himmel möglich. Mich hat es beim Blick nach oben immer genervt wenn bei viel Flugverkehr viele Kondensstreifen den Himmel so "zuschmieren", dass es ewig dauert bis es wieder klar wird.

Vg Oliver
 

konfokal

Mitglied
Davon abgesehen trägt (natürlich nicht nur, aber auch) der Flugverkehr dazu bei, insbesondere die empfindlichen hohen Luftschichten der Atmosphäre durch Treibhausgase zu erwärmen. Wodurch diese mehr Feuchtigkeit aufnimmt, was beides dann wiederum die Meteorologie bzw. Wetterlage sehr wohl beeinflusst und nicht nur lokal zu veränderter Wolkenbildung, oder mehr Dunst und Hochnebel beitragen dürfte. Und neben der Transparenz dürfte der zunehmende Verkehr auch das Seeing nicht unberührt lassen.

Dass die Meteorologie demgegenüber eine unabhängige bzw. vom Luftverkehr unbeeinflusste und weitgehend autarke Größe sein soll, halte ich für eine dieser für uns alle so typischen Schutzbehauptungen, mit denen wir Interessen, Privilegien, Geschäftsmodelle usw. bewahren möchten, um unangenehmen Wahrheiten und evt. nötigen Veränderungen oder Einschränkungen nicht ins Auge sehen zu müssen... Persilscheine mögen uns Menschen kurzfristig beruhigen, werden uns aber auf Dauer nichts helfen. Der Umwelt - und dazu gehören ja auch Viren - ist unsere Psychologie nämlich schnurz. Und unser (im Grunde nur eingebildetes) Freiheitsrecht auch...

Gruss
Mathias
 
Zuletzt bearbeitet:

Bachianer

Mitglied
Hallo Uwe,

so ganz glaube ich das auch nicht das der ganze Flugverkehr keinen Einfluss auf die Himmelsqualität haben soll?!
Sowas kann einfach nicht folgenlos sein... Flug-Verspaetet.de

Übrigens, genau wie Oliver es oben nochmal hingeschrieben hat so meinte ich es auch!;)

Andreas
 

Hayabusa

Mitglied
Fakt ist, auf das Nicht-Vorhandensein von Kondensstreifen hat der Flugverkehr als solcher in diesem Fall Null Einfluss gehabt. Das lag ausschließlich an der trockenen Luft, die nun mal keine Kondensstreifen zulässt.

Mit irgendwelchen Schutzbehauptungen hat das nun schon mal überhaupt gar nichts zu tun, so ein ausgemachter Unsinn. Das ist schlicht und ergreifend eine Tatsache, die aus der Metereologie, einer exakten Wissenschaft, bekannt ist.

Da braucht es keine pseudo-religiös vorgebrachtem Moralpredigten zum Thema Umwelt. Die können gerne in anderen Foren gehalten werden.

Natürlich gäbe / gibt es bei weniger Flugverkehr, weniger Kondensstreifen. Der Punkt ist, dass es bei trockener Luft auch bei viel Flugverkehr keine Kondensstreifen gibt. Dieses Phänomen ist lange hinlänglich bekannt. Und ja, ob man es glaubt oder nicht, der Einfluss des Flugverkehrs auf die "Himmelsqualität" ist marginal.

PS. Meine letzte private Flugreise war im Jahre 2008, von daher habe ich ohnehin kein schlechtes Gewissen, so oder so.
 
Zuletzt bearbeitet:

Fensterrollo

Mitglied
Erst neulich war es wieder ein feiner Genuss meinen Tak FC-100DL in den Himmel zu richten. Die Sternabbildung fein gestochen scharf ohne Lichthof etc. vor dunklem Hintergrund. Ich staune immer was auch deep-sky mäßig mit dem Rohr geht wenn der Himmel dunkel ist.
Für mich ist er visuell eine eierlegende Wollmilchsau weil:
- sehr gute Optik ohne Kompromiss
- mit Blende F/9 entspanntes Design
- die CaF2 Linse bringt kein Streulicht
- moderne Vergütung für sehr gute Transmission
- kühlt sehr schnell aus, quasi sofort einsatzbereit
- Justage hält und hält und hält
- absolut unkritisch bezüglich der Okulare
- mit Rohrschelle ca. 4kg leicht
- ich es damals geschafft hatte mangels Verfügbarkeit hier in Europa viel günstiger aus HongKong selbst zu importieren
- ich mit dem Gerät nie das Gefühl habe da fehlt noch was und hier könnte was anders sein etc., er passt wie er ist

Einen Vixen FL hatte ich mal. Er war zwar optisch auch sehr gut (98% Tak) aber dennoch für mich kein "Keeper", weil CaF2 Linse war ohne Vergütung (ich weiß, nicht unbedingt erforderlich) und der Okularauszug nervte und mit nem FT oder Moonlight sähe er verbastelt aus.

Vg Oliver
 
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konfokal

Mitglied
Der Punkt ist, dass es durch viel (Flug)verkehr u. a. auch mehr feuchte, und damit seltener trockene Luft gibt. Übrigens nicht nur indirekt wegen des Beitrags zur Klimaerwärmung, sondern auch weil Triebwerke (und Verbrennungsmotoren) sehr viel Wasserdampf emittieren. Und wenn es mal vorübergehend trockene Luft am Himmel gibt, dann heisst dass noch lange nicht, damit wäre meteorologisch exakt beweisen, der Flugverkehr hätte mit steigender Luftfeuchtigkeit grundsätzlich und langfristig nichts zu tun. Sonst könntest Du auch schlussfolgern, jeder Raucher, der nach einer Zigarette weiterlebt, bewiese medizinisch exakt, dass Rauchen generell unschädlich wäre und mit der Lebenserwartung nichts zu tun hätte. Womit ich genauso wenig Moral predigen will wie vorhin.

(Und die Frage, ob Du oder Dir wichtige Leute in der Branche involviert sind oder von Vielfliegerprogrammen profitieren oder gerne fern verreisen usw, verkneife ich mir besser, machen wir lieber Schluss mit offtopic😉)

@Oliver: warum braucht CaF2 keine Vergütung?

Gruss,
Mathias
 
Zuletzt bearbeitet:

Hayabusa

Mitglied
So lasst uns in dieser Zeit den Blick durch unsere Fernrohre genießen. Insbesondere uns 100mm +/-10mm Fluorit Apo Eigner, denn so bekommen wir bei besserer Transparenz des Himmels mehr Reichweite.
Vollkommen richtig, ganz meine Meinung!

Leider ist die Zeit des klaren Himmels bis aut weiteres erst einmal Geschichte. Wir werden sehen, wie es nächste Woche aussieht. Momentan sieht die Vorhersage noch ziemlich durchwachsen aus.
 

Hayabusa

Mitglied
Es wird und wurde hier nichts geschlussfolgert. Mir hat ein Metereologe erklärt, dass die Häufigkeit der Kondensstreifen in erster Linie mit der Beschaffenheit und dem Feuchtigkeitsgehalt der Luft zu tun haben. Er sagte, dass bei trockener Festlandsluft, unabhängig vom Luftverkehrsaufkommen, keine Kondensstreifen entstehen können. Darum ging es und nichts anderes wurde von mir hier geschrieben.

Ob irgendwelche Leute hier involviert sind tut dabei Null zur Sache, da dies eine Tatsache ist und für sich steht. Selbst wenn ich CEO der Lufthansa wäre, wäre diese Aussage nicht falsch.

Was für ein total lächerlicher letzter Satz, inklusive kaum verhohlener unsäglicher Unterstellungen. Was soll das?
 

Dahlmann

Mitglied
Hallo Mathias,
....sorry vorab, dass es um das offtopic Thema geht... ich wohne in Brandenburg. Wir haben hier, meines Wissens, öfter Kontinentalklima Einflüsse, als z.B. In Nordrhein Westfalen und somit auch öfter trockene Luft. Meine Wahrnehmung... Kondensstreifen entstehen bei feuchter Luft und das hat nix mit viel oder wenig Verkehr zu tun. Wir hatten in den letzten Tagen durchaus unterschiedliche Situationen und kaum wurde die Luft feuchter, waren auch die Kondensstreifen wieder da. Zwar weniger.... aber sie waren da...;-)
So... jetzt bitte wieder zurück zum Thema... ich nutze einen 98% Strehl Lzos 100f8 und es ist ein TraumGerät...leider ohne Fluorit....

Grüsse Holger
 

Hayabusa

Mitglied
Hallo Oliver,

danke für Deinen kurzen FC100DL Erfahrungsbericht! Scheint ein Traumteleskop zu sein. Der Vergleich zum Vixen ist interessant, wobei der Unterschied offenbar nicht sehr groß ist. Die beste Optik mit der ich bisher beobachtet habe, war ein Vixen FL70S f/8. Unglaublich, was dieser kleine Refraktor zu leisten imstande war.

Ich habe einen Vixen ED102S mit Feathertouch Auszug. Stört mich persönlich jetzt nicht, da alles passt und der Auszug um Längen besser als das Original ist. Zur Not gibt es auch direkt von Vixen eine Feineinstellung, die man anbringen kann.

Viele Grüße und weiter viel Spaß mit dem FC100DL!
Uwe
 

konfokal

Mitglied
Hallo Holger und Uwe,

gut, noch ein letztes Mal zur Klarstellung der Missverständnisse: Kondensstreifen (oder Wolken, Dunstschleier und Nebel) bilden sich nicht bei trockener Luft, das ist unstrittig (und ich habe das auch nirgendwo in Frage gestellt, oder was anderes entgegen der Meteorologie behauptet!)

Daraus folgt aber nicht, der Ausstoß von Abgasen einschliesslich grosser Mengen Wasserdampf durch den Luftverkehr (oder sonstige Verbrennungsmotoren) und damit sein Einfluß auf die Himmelsqualität (sprich auf Wolken-, Dunst- und Nebelbildung und damit Transparenz und Seeing) wäre marginal, wie Uwe oben feststellen wollte. Auch wenn es immer mal wieder lokal und kurzzeitig zu Wetterlagen mit trockener Luft kommt, ist aufs Ganze und über längere Zeit gesehen das Gegenteil der Fall, der (Luft)verkehr befeuchtet und benebelt den Himmel zusätzlich und zwar signifikant.

Ich zitiere dazu mal aus dem Artikel Umweltauswirkungen des Luftverkehrs – Wikipedia

Zitat:
"Der Wasserdampf, dessen Ausstoß in großen Höhen als Kondensstreifen sichtbar ist, kann zur Kondensation des in der Atmosphäre bereits vorhandenen Wasserdampfs führen, sodass es durch diese Anregung zu einer verstärkten Wolkenbildung kommt; dieser Effekt ist von der Wetterlage abhängig. Dass Kondensstreifen messbare Auswirkungen auf das Wetter haben, zeigte eine Studie aus den USA im Zusammenhang mit dem Flugverbot nach dem 11. September 2001.[8] Direkt nach den Anschlägen wurde der Flugverkehr für einige Tage nahezu vollständig eingestellt.


Link zur Grafik: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/2/2c/RF-Airtraffic-Acp-19-8163-2019-f02-C2006T06.jpg/220px-RF-Airtraffic-Acp-19-8163-2019-f02-C2006T06.jpg

Strahlungsantrieb durch vom Luftverkehr induzierte Wolkenbildung (Simulation für das Jahr 2006 mit Bodenprojektion der Flugrouten)[9]

Insgesamt tragen die Effekte des Luftverkehrs mit ca. 4–5 % zur gegenwärtigen globalen Erwärmung bei.[10][11] Die größte Bedeutung haben dabei wahrscheinlich die durch den Luftverkehr verursachten Kondensstreifen und Zirruswolken. Der Beitrag der CO2-Emissionen macht etwa ein Drittel aus, der der Emission von Stickoxiden liegt netto bei etwas über 5 %. Der emittierte Wasserdampf selbst hat nur eine geringfügig erwärmende Wirkung, die durch eine etwa gleich hohe kühlende Wirkung der Feinstaubemissionen ausgeglichen wird.[12] Die genaue Klimawirkung der durch den Luftverkehr induzierten Wolkenbildung hängt stark von Flughöhe, Reisezeit (Tag oder Nacht), den atmosphärischen Bedingungen entlang der Route (u. a. Lufttemperatur, Konzentration von Eiskristallen, schon vorhandenen Wolken und Kondensationskeimen) und der Zusammensetzung des Brennstoffes ab. Über Nordamerika, Europa und Ost- und Südostasien, wo der Flugverkehr am dichtesten ist, hat sie die deutlichste erwärmende Wirkung.[9]"
Zitat Ende

Ich hoffe, es überzeugt und wenn nicht, lasst uns nicht länger off topic streiten...

Gruß,
Mathias
 

Fensterrollo

Mitglied
@Mathias
Vixen hatte damals wohl noch kein Verfahren die empfindlichen CaF2 Linsen zu vergüten. Da die interne Transmission des Fluorit sehr hoch ist, das Material kein Streulicht einbringt und die Restreflexion aufgrund der Brechzahl von 1,43 irgendwas nur um die 3% beträgt ist der Verlust gering und die Definition der Abbildung leidet auch nicht darunter.

Heute gibt es einen kleinen Lichtgewinn mit den Vergütungen in sehr guter Ausführung bei den aktuellen Geräten und sicher auch bei dem kleinen FL55ss, dem einzigen Fluorit Apo den Vixen im aktuellen Programm hat. Durch den habe ich noch nicht gucken können.

Vg Oliver
 

konfokal

Mitglied
Hallo Oliver,

danke, sehr interessant, wusste ich nicht. Dann wäre unser toller 100 Jahre alter und vermutlich unbeschichteter 200mm Zeiss-Apo an der Sternwarte mit moderner Vergütung vielleicht gar nicht mehr so viel besser...

Gruß,
Mathias
 

Fensterrollo

Mitglied
Hallo Mathias,

ja das würde ich sagen. In 2018 hatte ich das Vergnügen auf der Sternwarte Sonneberg mit dem 135/2020mm Refraktor von 1925 zu beobachten. Das Objektiv ist ebenfalls von Zeiss ohne Vergütung und bildet tadellos gut ab.

Vg Oliver
 

Hayabusa

Mitglied
Mathias,

wie oft muss ich das noch sagen?

Darum ging es NICHT. Ich habe gesagt bei trockener Luft gibt es keine Kondensstreifen, das ist alles. Damit war und ist von meiner Seite alles gesagt.

Die "Umweltauswirkungen des Luftverkehrs" wurden von mir NIRGENDWO angesprochen, weder explizit noch implizit. Was soll das also?

Uwe
 

konfokal

Mitglied
Uwe,

richtig, um die Klimaerwärmung geht und ging es weder Dir noch mir. Du vertrittst hier aber nachdrücklich die Ansicht, der Flugverkehr hätte mit vermehrter Wolkenbildung überhaupt nichts zu tun, weil bei trockener Luft keine Wolken entstünden. Die Auswirkungen des Flugverkehrs auf die Transparenz wären daher marginal, bzw. gar nicht vorhanden. So ist es bei Dir nachzulesen.

Ich habe dem entgegengehalten, dass das kurzschlüssig gedacht ist. Es wäre nur dann richtig, wenn beliebige Mengen trockener Luft sich völlig unbeeinflusst vom Flugverkehr aus rein meteorologischen Gründen irgendwie und irgendwo immer wieder bilden würden, was aber nicht stimmt. Flugzeuge erhöhen durch ihren großen Ausstoß an Feuchtigkeit und Kondensationskeimen signifikant die Wolken- und Zirrusbildung in höheren Luftschichten und beeinträchtigen damit die Transparenz.

Und dieser Effekt nimmt langfristig zu, d. h. der steigende Flugverkehr lässt die Transparenz und damit auch die astronomische Himmelsqualität absinken, weil es insgesamt seltener zu klarer, trockener und keimarmer Luft kommt. Bisherige Abschätzungen taxierten die erhöhte Wolkenbildung durch die Luftfahrt m. W. auf ca. 4-5%. Ist aber eine ganze Weile her und ich weiß nicht, ob der Wert bei den rasanten Steigerungen noch aktuell ist.

(Die steigenden Mengen von ausgestossenem Wasserdampf sind neben den negativen Auswirkungen auf die Transparenz nach gegenwärtigem Kenntnisstand ein grösserer Klimafaktor als die ebenso ausgestossenen anderen Treibhausgase. Diesen zweiten Aspekt einer Temperatursteigerung hat, richtig, keiner von uns bestritten und er war hier nicht ausdücklich das Thema. Da er aber damit verbunden ist, lässt er sich bei Zitaten schlecht ausklammern, ich dachte das würde jeder beim Lesen selber tun. Der Fokus war doch klar auf die zunehmende Intransparenz gesetzt)

Ansonsten, bevor Du weiter auf Deinem Irrtum beharrst, google doch einfach mal nach "Wolkenbedeckung durch Flugverkehr"

Im Übrigen dürfte es bald Studienergebnisse zu den Auswirkungen von Corona auf die Himmelsqualität geben.

Und damit möchte ich unseren Disput beenden.

Gruß,
Mathias
 
Zuletzt bearbeitet:

Hayabusa

Mitglied
Ich rede von der Abwesenheit sichtbarer Kondensstreifen beim vorherrschen trockener Festlandsluft, und von sonst gar nichts. Das ist schlicht eine Tatsache.

Was das mit Wolkenbildung zu tun hat, weiß ich nicht und es interessiert mich auch überhaupt nicht. Über Tatsachen kann es gar keinen Disput geben.

Mich interessieren hier NUR langbrennweitige 4" Flourit Refraktoren oder andere 4" APOs. Das ist Thema des Threads.
 

donadani

Mitglied
Danke! Das sind Angaben, mit denen man was anfangen kann.

Ja Christoph, die einteiligen Takahashi Rohrschellen sind massiv und schwer.

Der Takahashi FS-102 ist übrigens mit 5,3 kg "angegeben", soweit ich es verstehe, mit Takahashi-Rohrschelle. Müsste allerdings gewogen werden.

Und der FS-102NSV mit verkürztem Tubus und verschiebbarer Taukappe dürfte etwas leichter sein, vermutlich knapp unter 5 kg.
Ein FS-102N - also der mit starrer Taukappe wiegt inkl. Tak Schelle und Vixen-Schiene genau 5,3kg.

Ein FS-102NSV - mit verschiebbarer dagegen 5,9kg - ebenfalls mit Schelle und Vixen Schiene - ist also etwas schwerer...

Das die FL-102S nicht vergütete Fluorit-Linsen haben hab ich auch schon gehört - genau wie ich auch schon gehört habe, dass diese NATÜRLICH vergütet sind. Als ich sie mal zur Reinigung draußen hatte hab ich vergessen zu schauen... - wobei das wurscht ist - einen Unterschied sieht man so und so nicht.
 

MLudes

Mitglied
Die Caf2 Linsen aller jemals gebauten Vixen Fluorit Apos sind unvergütet.
Den Unterschied sieht man sehr, man nehme einen Seite an Seite mit einem gleichguten FS102 und gehe auf Grenzgrößenjagd 😏
 
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