NIGHTTIME IMAGING 'N' ASTRONOMY An astrophotography imaging suite "N.I.N.A"

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Hallo Peter,

danke für die Info zur relativen Anpassung der Fokusposition bei Temperaturdrift. Weiß Du ob es auch die Möglichkeit gibt, die Temperatur des Standorts anstatt von einem Temperaturfühler, durch die Temperatur aus der eingebundenen Openweathermap zu verwenden? Die passt bei mir ganz gut und mein Motorfokus hat keinen Fühler.

Grüße und CS
Ralf
 
Hallo Ralf,
Das glaube ich nicht. Die Temperatur müsste m.E. per Hardware direkt am Tubus gemessen werden, damit das Ganze vernünftig funktioniert. An meinem 130er beträgt die Fokusdrift ca. 65 mikrometer pro Grad C. Der Schärfebereich liegt innerhalb +- 20 Mikrometer, also bei 1/3 Grad. Man sollte auch nicht die Lufttemperatur, sondern die Tubustemperatur messen. Dazu ist mein Sensor unter isolierender Gaze mit selbsthaftender med. Wickel auf dem Rohr fixiert.
 
Hallo Peter,

ok, bei Dir würde das dann womöglich nicht funktionieren, wobei es ja um die relative Temperaturänderung des Tubus geht, die ja der langsamen Lufttemperatur Änderung folgen sollte, wenn der Tubus nicht geheizt wird.
Bei mir mit 400 mm Alutubus Länge wären das nur ca. 10 Mikrometer pro Grad (Annahme, die Linsen bleiben unverändert) , bei einer Fokustoleranz von +/- 35 Mikrometer (f/5,6). Also gute 3 Grad Toleranzbereich. Das könnte klappen

Viele Grüße Ralf
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Ralf, das muss nicht so sein. Bei mir spielt z. B. die Temperaturänderung der Linsen eine größere Rolle als die des Tubus. Bei fallender Temperatur fährt der Fokusser nämlich rein statt raus! Am besten bestimmt man über eine Nacht die Chatakteristik seines Teleskops mit ein paar Messungen von Temperatur und Fokuslage und lässt Excel die Formel berechnen.
Link zur Grafik: https://live.staticflickr.com/65535/49878540978_0548bbd981_z.jpg
 
Hallo Peter,

sehr interessant. Dann werde ich das auch mal ausmessen und den wahre Einfluss der Temperatur auf den Fokus bei mir bestimmen. Danke für das Beispiel Deiner Messung.

Grüße Ralf
 
Hallo allerseits,

nachdem ich mein Setup längere Zeit auf DSLR Objektive umgebaut hatte, also ohne Motorfokus unterwegs war, konnte ich gestern endlich die neue Instruktion für den Temperaturausgleich testen. Kurz: klappt super. An meinem MFOC lasse ich die Temperatursteuerung jetzt ausgeschaltet und NINA übernimmt das. Die Instruktion dürfte an jedem Motorfokus funktionieren, der einen Sensor hat, so z. B. am ZWO EAF.

Man kann die Funktion zu den Belichtungen packen und der Ausgleich erfolgt dann zwischen den Belichtungen:

Screenshot 2021-07-14 174134.jpg


Man stellt den Gradienten ein und den Schalter "Absolut" auf "aus". Damit ist man im relativen Modus und NINA gleicht dann die Temperaturdrift selbsttätig aus.
Achtung: anders als im Bild oben ist die Steigung bei einfahrendem Fokus (Temperatur sinkt) positiv - das Vorzeichen ist also umgekehrt zu dem beim MFOC!

Die Anweisung heißt "Bewege Okularauszug nach Temp." und findet sich natürlich im Fokusermenü:

Screenshot 2021-07-14 173639.jpg


Darunter findet sich die neue, grafisch unterstützte 3-Punkt Polarausrichtungsroutine, die sehr interessant zu sein scheint. Habe ich noch nicht ausprobiert. Das Gleiche gilt für die neue automatische Filter-Offset-Messung von Darkarchon. Beide Plugins kann man unter dem Menüpunkt "Plugins" installieren :sneaky: .
Dann gibt es auch noch ein neues Plugin für das GNS (Good Night System), das über eine App Warnmeldungen auslöst, wenn Störungen auftreten (PC-Absturz etc.).
Eine weitere recht neue Funktion ist "Nach Drift zentrieren".

Screenshot 2021-07-14 185112.jpg


Wenn die Verschiebung über den Vorgabewert hinaus geht, wird der Ausschnitt rezentriert. So etwas kann ja z. B. vorkommen, wenn der Guider wegen Wolken für eine Weile ausfällt.

Für Phd2 gibt es denn auch eine "Restore Guiding" Funktion, die prüft, ob das Programm noch aktiv ist und es bei Bedarf wieder startet.

Also jede Menge neues bei NINA. Es ist wirklich erstaunlich, wie schnell sich das System weiter entwickelt und einmalig, wie schnell Ideen, Kritik und Vorschläge in konkrete Programmanpassungen und neue Features umgesetzt werden. Es wäre nur nicht schlecht, wenn mal klarer Himmel käme, damit man das alles auch ausprobieren kann...:rolleyes:
 
Hallo allerseits,

nachdem ich mein Setup längere Zeit auf DSLR Objektive umgebaut hatte, also ohne Motorfokus unterwegs war, konnte ich gestern endlich die neue Instruktion für den Temperaturausgleich testen. Kurz: klappt super. An meinem MFOC lasse ich die Temperatursteuerung jetzt ausgeschaltet und NINA übernimmt das. Die Instruktion dürfte an jedem Motorfokus funktionieren, der einen Sensor hat, so z. B. am ZWO EAF.

Man kann die Funktion zu den Belichtungen packen und der Ausgleich erfolgt dann zwischen den Belichtungen:

Den Anhang 204527 betrachten

Man stellt den Gradienten ein und den Schalter "Absolut" auf "aus". Damit ist man im relativen Modus und NINA gleicht dann die Temperaturdrift selbsttätig aus.
Achtung: anders als im Bild oben ist die Steigung bei einfahrendem Fokus (Temperatur sinkt) positiv - das Vorzeichen ist also umgekehrt zu dem beim MFOC!

Die Anweisung heißt "Bewege Okularauszug nach Temp." und findet sich natürlich im Fokusermenü:

Den Anhang 204528 betrachten

Darunter findet sich die neue, grafisch unterstützte 3-Punkt Polarausrichtungsroutine, die sehr interessant zu sein scheint. Habe ich noch nicht ausprobiert. Das Gleiche gilt für die neue automatische Filter-Offset-Messung von Darkarchon. Beide Plugins kann man unter dem Menüpunkt "Plugins" installieren :sneaky: .
Dann gibt es auch noch ein neues Plugin für das GNS (Good Night System), das über eine App Warnmeldungen auslöst, wenn Störungen auftreten (PC-Absturz etc.).
Eine weitere recht neue Funktion ist "Nach Drift zentrieren".

Den Anhang 204529 betrachten

Wenn die Verschiebung über den Vorgabewert hinaus geht, wird der Ausschnitt rezentriert. So etwas kann ja z. B. vorkommen, wenn der Guider wegen Wolken für eine Weile ausfällt.

Für Phd2 gibt es denn auch eine "Restore Guiding" Funktion, die prüft, ob das Programm noch aktiv ist und es bei Bedarf wieder startet.

Also jede Menge neues bei NINA. Es ist wirklich erstaunlich, wie schnell sich das System weiter entwickelt und einmalig, wie schnell Ideen, Kritik und Vorschläge in konkrete Programmanpassungen und neue Features umgesetzt werden. Es wäre nur nicht schlecht, wenn mal klarer Himmel käme, damit man das alles auch ausprobieren kann...:rolleyes:

Ich bin ja sehr auf das Polar Alignment gespannt.

Leider geht bei uns im Norden auch nicht viel ?
 
Ich bin ja sehr auf das Polar Alignment gespannt.

Leider geht bei uns im Norden auch nicht viel ?
Ich konnte das Polar Alignment Tool gestern endlich ausprobieren. Es funktioniert hervorragend. Das Teleskop fährt selbstständig 3 Positionen an und macht jeweils ein Platesolving. Daraus berechnet es den Richtungsfehler in RA und DEC. Der Vorgang dauerte bei mir etwa 1 Minute. Der Fehler wird grafisch dargestellt. Während man an den Alt-AZ-Schrauben dreht, werden in einer Schleife Aufnahmen gemacht und man sieht die Auswirkung direkt in Zahl und Bild. So kann man sehr schnell, bequem und präzise einnorden. Man muss sich vielleicht noch schlau machen, welche Position man dem Programm am besten als Startwert vorgibt. Mit der Vorgabe endet man in der Nähe von Polaris, wobei es vielleicht besserere Möglichkeiten gibt.

Seit Nightly #112 ist die Funktion nicht nur im Sequenzer, sondern auch als Tab oben rechts im Aufnahmebildschirm zu finden und damit jederzeit unkompliziert anwendbar (siehe roter Pfeil). Wie bei NINA üblich, kann man den Tab fest im Hauptfenster des Aufnahmebildschirms verankern (siehe Bild):

Nina Polar.jpg


Auch eine andere der neuen Funktionen hat sich gestern - während ich schlief - hervorragend bewährt. Nach Mitternacht zogen offenbar Wolken auf und das Guiding hat sich für 2 Stunden verabschiedet. Die Aufnahme ist dabei aus irgendeinem Grund heftigst gedriftet. Nachdem die Wolken durch waren, hat die Funktion "recenter guiding" jedoch selbstständig alles wieder gerichtet, so dass bis zum Morgengraue noch ein paar vernünftige Aufnahmen auf die Platte gekommen sind
 
@pete_xl
Wie ist denn das zu verstehen? Wenn bei mir eine wolke durchzieht, guidet phd2 einfach auf irgendwelchen Artefakten ins Nirwana...egal was ich da einstelle oder kalibriere...und danach ist die Aufnahme verloren. Stellt nina das dann einfach wieder zurück aufs Objekt, wenn wieder normal geguidet wird? Das wäre klasse. Aber wie merkt das Tool das?

Und kann nina plugins einbinden? Das wusste ich gar nicht.

Gehen diese Features nur mit den dev builds? Ist das denn stabil?

Grüße
Joachim
 
...also bei mir hat es funktioniert. Ich benutze seit einer Weile phd2. Ob das auch mit dem MGEN funktioniert, weiß ich nicht.

Ich hatte den Befehl "Restore Guiding" in der Sequenz. Der prüft in einer Schleifenbedingung ob phd2 noch lebt und reaktiviert es ggf. bzw. veranlasst es, neue Leitsterne zu wählen. Wenn phd2 bereits guidet, passiert nichts.

Dann war noch der Befehl "Recenter after Drift" eingebunden. Man kann dort eine Anzahl Bilder und eine maximal zulässige Abweichung in Bogenminuten eingeben, nach der NINA dann ein Platesolve macht und auf die Soll-Koordinate der Sequenz rezentriert. Das Platesolve dauert mit ASTAP nur wenige Sekunden. Wenn phd2 z. B. wegen Wolken in die Irre guidet, werden in der Sequenz weiter Aufnahmen gemacht, bis wieder Sterne im Bild sind. Dann führt der Recenter Befehl mit dem ersten erfolgreichen Platesolve den Ausschnitt zurück. In einer Nacht mit drohenden Wolken kann man die Vorgabe vielleicht auf 3 Aufnahmen und 10 Bogenminuten stellen.

NINA Resore Guiding.jpg


Unbenannt-2.jpg


In den Nightly Builds ist seit Nr. 102 oder so auch ein Menüpunkt für NINA Plugins vorhanden (siehe Pfeil).

NINA Plugins.jpg


Man kann sehen, welche installiert sind und es gibt eine kleine Bilbliothek von Plugins, die mit den Updates aktualisiert wird. Die Plugins werden dort auch kurz beschrieben. Einige der ehemaligen Plugins sind mittlerweile schon in feste interne Instruktionen übernommen worden, so z. B. Francesco Meschia's Plugin für die automatische temperaturgeführte Fokusdriftkompensation. Andere bleiben bestimmt extern, wie z. B. das "Good Night System" auf dass ich große Hoffnungen setze, weil es mir die Angst vor einem PC-Crash vor dem Meridian Flip nehmen soll.

Wegen des neuen Sequenzers benutze ich seit vielen Monaten und dutzenden von Versionen ausschließlich die Nightly Builds. Sie sind aktuell bei # 113 angekommen und laufen für meine Konfiguration sehr stabil. Ab und zu schleicht sich bei einem Update mal ein untergeordneter Fehler ein, der aber meist umgehend bemerkt und behoben wird. Weil der normale Sequenzer so bequem ist, hatte ich zunächst gezögert, den neuen zu benutzen. Rückblickend war das falsch. Nach kurzer Eingewöhnung in den neuen Sequenzer möchte ich nicht mehr zurück. Funktionsumfang und Flexibilität sind einfach klasse und die Zuwachsrate an neuer Funktionalität und Komfort ist m. W. ohne Beispiel. Und mein Nachtschlaf profitiert sehr davon :sleep:.

Peter
 
Dann war noch der Befehl "Recenter after Drift" eingebunden. Man kann dort eine Anzahl Bilder und eine maximal zulässige Abweichung in Bogenminuten eingeben, nach der NINA dann ein Platesolve macht und auf die Soll-Koordinate der Sequenz rezentriert. Das Platesolve dauert mit ASTAP nur wenige Sekunden.

Guten Morgen Peter,
Danke fuer das Update, diese Funktion ist mir naemlich bisher glatt durch die Lappen gegangen, aber auch die warte Ich schon lange sehnsuechtig.
Gerade am teilbewoelkten Himmel (hier eher die Regel als die Ausnahme), duerfte diese Funktion so manche Nacht retten und deren Fehlen war fuer mich bisher Grund #1 fuer unruhigen Schlaf.

Wegen des neuen Sequenzers benutze ich seit vielen Monaten und dutzenden von Versionen ausschließlich die Nightly Builds. Sie sind aktuell bei # 113 angekommen und laufen für meine Konfiguration sehr stabil. Ab und zu schleicht sich bei einem Update mal ein untergeordneter Fehler ein, der aber meist umgehend bemerkt und behoben wird. Weil der normale Sequenzer so bequem ist, hatte ich zunächst gezögert, den neuen zu benutzen. Rückblickend war das falsch. Nach kurzer Eingewöhnung in den neuen Sequenzer möchte ich nicht mehr zurück. Funktionsumfang und Flexibilität sind einfach klasse und die Zuwachsrate an neuer Funktionalität und Komfort ist m. W. ohne Beispiel. Und mein Nachtschlaf profitiert sehr davon :sleep:.

Der advanced Sequencer entwickelt sich mit (fuer eine open source software) tatsaechlich mit atemberaubender Geschwindigkeit. Ich bin sofort umgestiegen und habe den "normalen" seit dem nicht ein einziges Mal mehr benutzt.

Das Einzige (aber da sind andere Sequenzer nicht anders) was immer dann zickt, wenn man es 15x erfolgreich getestet hat ist der Meridian-Flip. Da muss Ich noch mal Erdarbeiten ansetzen, um zu sehen wo meine gelegentlichen Haenger herkommen...
Jedenfalls,
Danke fuer's Verkuenden der guten nachricht und CS
 
Danke für die Info, Peter

Ich hab mirs mal installiert. Der neue Sequenzer kann eigentlich alles was ich immer schon haben wollte. Bedarf aber einer Eingewöhnung.

Das mit dem nachtschlaf mache ich schon länger so. Ich starte die Sequenz, schaue mir noch eine Weile die Sterne an und gehe dann ins Bett. Morgens ist die Aufnahme im Kasten. Außer es ist halt mal eine Wolke durch gezogen. Hoffentlich hilft das neue Feature. Getestet habe ich noch nicht. Bleibt dann nur noch der automatische Windows Update. Da kann ich auch einstellen was ich will. Letztens ist mir deswegen wieder das teleskop an die Säule gefahren, weil ich vergessen hatte das WLAN auszuschalten.

Grüße
Joachim
 
Hallo Joachim,

um zu verhindern, dass das Teleskop gegen etwas stößt hab ich bei mir den automatischen Pier Flip in der Steuerung der Montierung (iOptron GEM45) aktiviert, aber so eingestellt, dass der normalerweise vorher bereits von NINA gemacht wird. Fällt NINA aus, oder Windows bootet mal durch, fährt nichts irgendwo dagegen, sondern die Montierung macht selbst den Pier Flip und führt halt weiter nach.

Viele Grüße
Ralf
 
um zu verhindern, dass das Teleskop gegen etwas stößt hab ich bei mir den automatischen Pier Flip in der Steuerung der Montierung (iOptron GEM45) aktiviert, aber so eingestellt, dass der normalerweise vorher bereits von NINA gemacht wird. Fällt NINA aus, oder Windows bootet mal durch, fährt nichts irgendwo dagegen, sondern die Montierung macht selbst den Pier Flip und führt halt weiter nach.

Diese Loesung verstehe Ich nicht ganz?

Wenn Software ausfaellt, oder die Dinge irgendwie aus dem Ruder laufen, dann sollte man das doch besser so einrichten, dass ein kontrollierter Stop kommt und nicht irgendwelche Pier-Flips.

Bei meiner Montierung (Onstep) habe Ich die Hardware-Limits daher so gesetzt, dass in dem von dir genannten Fall die Montierung in's Limit laeuft und dann einfach abschaltet. Welchen Sinn hat es einen Pier-Flip zu machen und dann noch ein paar Stunden nachzufuehren, wenn NINA oder der ganze Astrocomputer laengst abgekachelt ist?

Meine persoenliche Erfahrung ist, wer die Montierung alleine werkeln laesst, der sollte auf jeden Fall als allererstes die jeweiligen Hardware-Limits konfigurieren, sonst kann das sehr teuer werden.
Bei meiner alten GP-DX hatte Ich mal die Rutschkupplung zu hart angeballert mich in den Kahn gehauen und selbiges mal vergessen und um 4:00 knirsch war dann ein Getrieberitzel hin.
 
Hallo Defunct,

Diese Lösung basiert darauf, dass ich die Montierung auch ohne NINA verwende, und dann den Puer Flip möchte. So muss ich nicht immer umstellen. Wer das nicht möchte, kann sie ja auch anhalten lassen. Wichtig ist halt, dass nichts irgendwo anschlägt

Grüße Ralf
 
Das Einzige (aber da sind andere Sequenzer nicht anders) was immer dann zickt, wenn man es 15x erfolgreich getestet hat ist der Meridian-Flip. Da muss Ich noch mal Erdarbeiten ansetzen, um zu sehen wo meine gelegentlichen Haenger herkommen...

Hi,
was können denn deiner Meinung nach die Ursachen sein? Die meisten Probleme um den Meridian Flip herum hängen nach meinen Erfahrungen entweder mit einem gescheiterten Platesolve oder Problemen bei der Wiederaufnahme des Guiding zusammen. In besonderen Fällen (je nach Deklination und Setup) kann es auch zu Kollisionen von herausragenden Teilen mit der Säule oder dem Stativ geben. Für alles gibt es in NINA mittlerweile gute Lösungen. Beim Platesolve vor und nach dem Flip kann man Beruhigungszeiten und Wiederholungen einstelle. Das Guiding kann aktiv überwacht bzw. neu gestartet werden. Dann gibt es noch den Recenter Befehl (nach Drift zentrieren). Mit dem neunen "Smart Meridian Flip" Plugin von Francesco Meschia können deklinationsabhängig unsichere Bereich hinterlegt und damit vermieden werden (habe ich noch nicht ausprobiert). Also eigentlich bleiben nicht viele Ursachen für Probleme beim Flip übrig. die sich nicht über die Einstellungen lösen lassen.

Ich hatte früher mal heftige Probleme mit gescheiterten Platesolves nach dem Flip und hab lange gesucht. Ursache war ein Backlash in der DEC Achse, der über 30 Sekunden lang für Startrails sorgte, an denen Astap scheiterte. Erst habe ich die Beruhigungszeitz verlängert und bei der nächsten Gelegenheit den Backlash beseitigt. Seit dem läuft alles wie geschmiert.

Danke für die Info, Peter

Ich hab mirs mal installiert. Der neue Sequenzer kann eigentlich alles was ich immer schon haben wollte. Bedarf aber einer Eingewöhnung.

Das mit dem nachtschlaf mache ich schon länger so. Ich starte die Sequenz, schaue mir noch eine Weile die Sterne an und gehe dann ins Bett. Morgens ist die Aufnahme im Kasten. Außer es ist halt mal eine Wolke durch gezogen. Hoffentlich hilft das neue Feature. Getestet habe ich noch nicht. Bleibt dann nur noch der automatische Windows Update. Da kann ich auch einstellen was ich will. Letztens ist mir deswegen wieder das teleskop an die Säule gefahren, weil ich vergessen hatte das WLAN auszuschalten.

Grüße
Joachim
Hallo Joachim,

das Windows Update kann man überlisten bzw. für die Nachtstunden ausschalten. Bei Windows 10 Start > Einstellungen > Update und Sicherheit > Windows Update und dann Nutzungszeit ändern ausführen. Als Nutzungszeit gibt man die Nachtstunden an. In dieser Zeit werden dann keine automatischen Updates gefahren. Ich habe bei mit 18:00 Uhr bis 06:00 eingestellt. Funktioniert bis jetzt einwandfrei.

Hallo Joachim,

um zu verhindern, dass das Teleskop gegen etwas stößt hab ich bei mir den automatischen Pier Flip in der Steuerung der Montierung (iOptron GEM45) aktiviert, aber so eingestellt, dass der normalerweise vorher bereits von NINA gemacht wird. Fällt NINA aus, oder Windows bootet mal durch, fährt nichts irgendwo dagegen, sondern die Montierung macht selbst den Pier Flip und führt halt weiter nach.

Viele Grüße
Ralf
Hallo Ralf,

es gibt in NINA ja jetzt auch eine konfigurierbare Instruktion mit Schnittstelle zum GNS (Good Night System), die auch bei Totalausfall des Computers under beim schiefgegangenen Flip eine Warnung an's Bettchen schickt. Die Vollversion ist zwar kostenpflichtig, aber wenn das wirklich funktioniert, werde ich mir das einrichten. Nichts geht über einen albtraumfreien Nachtschlaf ;)

Schönen Sonntag noch euch allen!
Peter
 
was können denn deiner Meinung nach die Ursachen sein? Die meisten Probleme um den Meridian Flip herum hängen nach meinen Erfahrungen entweder mit einem gescheiterten Platesolve oder Problemen bei der Wiederaufnahme des Guiding zusammen.

Das hat mehr mit der Montierung zu tun, als mit NINA.

Meine Montierung (rennovierte G11 mit Escaps) kann nicht weit ueber den Meridian fahren (bevor's kracht...), aber nimmt andererseits natuerlich auf der noch "guten Seite" das neue Goto gerne dankend entgegen, sieht aber keinerlei Veranlassung irgendwas zu tun (ist ja noch auf der guten Seite).
Und so habe Ich die Dinge vom Timing her sehr knapp konfigurieren muessen.
Aber bei einer Schmalbandbelichtung die nun mal ein paar Minuten dauern kann, wird's dann schon mal knapp: Vor dem letzten Bild war der Meridianflip noch nicht spruchreif, danach war's zu spaet und die Montierung ist in's Hardwarelimit gelaufen.
Und jedesmal wenn man das kleinteilig hingefrimelt hat und tatsaechlich 15x erfolgreich probiert hat und es auch klappt, dann ist dann vier Naechte spaeter wieder ein Haenger.
Meine Hardwareloesung (Ich wollte eh' die G11 Achskreizverlaengerung zum Teilen der Montierung anschaffen) war wegen Covid lange nicht lieferbar. Das wird demnaechst mal abgehakt.

Der Rest (Ausschwingen lassen und dann Plate-Solve) funktionierte (abgesehen von Wolken) immer ziemlich gut. Ich habe auch meine Goto-Geschwindigkeit ziemlich gedrosselt. Ruhig und sachlich anfahren und dann nur 20s zum Ausschwingen warten muessen vor dem Plate-Solve ist effektiver als erst hektischer Schwenk und dann 2 Min extra weil sich das PS nur Strichspuren einfaengt.

Mit dem neunen "Smart Meridian Flip" Plugin von Francesco Meschia können deklinationsabhängig unsichere Bereich hinterlegt und damit vermieden werden (habe ich noch nicht ausprobiert).
Klingt interessant, das muesste Ich mir auch mal anschauen...

Jedenfalls, Gruss und CS
 
...Meine Montierung (rennovierte G11 mit Escaps) kann nicht weit ueber den Meridian fahren (bevor's kracht...), aber nimmt andererseits natuerlich auf der noch "guten Seite" das neue Goto gerne dankend entgegen, sieht aber keinerlei Veranlassung irgendwas zu tun (ist ja noch auf der guten Seite)...
Einen sicheren Workaround für das Problem gäbe es ja mit dem neuen Sequencer. Mit bekannter Flipzeit könntest du statt des "automatischen" Flip ja einen eigenen Flip "programmieren" und als Standardsequenz für die regelmäßige Verwendung abspeichern.

Dazu den normalen Flip Befehl aus der Sequenz herausnehmen und statt dessen eine "loop until time" Funktion hereinziehen und auf 5 Minuten vor Flipzeit einstellen". Danach dann ein Goto auf die Koordinate deines Ziels minus 10 Minuten in RA setzen und dort schon mal ein "Slew and Center" dranhängen. Die Montierung schwenkt und wird zentriert und synchronisiert - und du bist dann auf der "guten" Seite.

Dann ein "loop for time span" von 10 Minuten, anschließend ein Goto mit "Slew and Center" auf dein eigentliches Ziel, das dann ja auch den Meridian überschritten hat (kannst du vom Start der Sequenz kopieren. Schließlich die normale Aufnahmesequenz für den Rest der Nacht darunter kopieren. Ich nehme da meistens "Loop until Time" mit der Bedingung "Beginn nautische Dämmerung + 30 Minuten".

Das hört sich wild an, aber einmal abgespeichert, musst du zukünftig jeweils nur einmal eine Koordinate und eine Uhrzeit eingeben.
 
Hätte eine Frage zu dem 3-Star Polaralignment plugin.

Funktioniert es auch wenn Polaris nicht sichtbar (verdeckt) ist?
Und kann man die Sterne selber vor definieren die angefahren werden?

Viele Grüße
Sebastian
 
@Miquel Prado

Ja, das müsste gehen. Man kann die Richtung, in der gemessen wird, frei festlegen. Bei der Standardeinstellung ist das die Gegend von Polaris, aber man kann auch in eine andere Richtung zielen. Versuch macht klug.

1627235336727.png


Die folgende Beschreibung habe ich aus der Plugindatenbank kopiert (es gibt noch nicht für alle neuen Funktionen Übersetzungen...). Bis Punkt 5 läuft alles automatisch. In Punkt 6 justiert man die Montierung über die Alt/Az Schrauben während laufend Aufnahmen gemacht werden. Man sieht die Veränderung nach jeder Aufnahme anhand der aktualisierten Messwerte und der grafischen Justierhilfe. Ich hatte 1 s Belichtungszeit eingestellt und die Darstellung war damit quasi "Live"

1627235055659.png
 
Dann ein "loop for time span" von 10 Minuten, anschließend ein Goto mit "Slew and Center" auf dein eigentliches Ziel, das dann ja auch den Meridian überschritten hat (kannst du vom Start der Sequenz kopieren. Schließlich die normale Aufnahmesequenz für den Rest der Nacht darunter kopieren. Ich nehme da meistens "Loop until Time" mit der Bedingung "Beginn nautische Dämmerung + 30 Minuten".

Das hört sich wild an, aber einmal abgespeichert, musst du zukünftig jeweils nur einmal eine Koordinate und eine Uhrzeit eingeben.

Der Vorschlag ist an sich gut, und wenn man mit einer MC Kamera fotografiert mit vertretbarem Aufwand umsetzbar. Aber so wie Ich das sehe, muesste Ich dann ja dann mit LRGB+NB auch jedesmal berechnen, wie weit Ich in der Sequenz 'drin bin und die dann entsprechend splitten. Das wird schon nervig. Ich muss noch mal schauen, ob mir da nicht noch was einfaellt.
Denn man kann ja auch mal in SC von der Onstep schauen, ob man das Verhalten wenn die Montierung in die limits laeuft nicht anders loesen kann.
Muss Ihc mir mal in Ruhe anschauen.
Dir jedenfalls Danke fuer den Denkanstoss.
 
...also bei mir hat es funktioniert. Ich benutze seit einer Weile phd2. Ob das auch mit dem MGEN funktioniert, weiß ich nicht.

Man kann sehen, welche installiert sind und es gibt eine kleine Bilbliothek von Plugins, die mit den Updates aktualisiert wird. Die Plugins werden dort auch kurz beschrieben. Einige der ehemaligen Plugins sind mittlerweile schon in feste interne Instruktionen übernommen worden, so z. B. Francesco Meschia's Plugin für die automatische temperaturgeführte Fokusdriftkompensation. Andere bleiben bestimmt extern, wie z. B. das "Good Night System" auf dass ich große Hoffnungen setze, weil es mir die Angst vor einem PC-Crash vor dem Meridian Flip nehmen soll.

Peter

Hallo Peter,

die letzten Tage konnte ich den neuen Sequenzer testen.

Die erste Runde ist schief gelaufen, da ich aus dem Template das Loop Limit übersehen bzw. vergessen habe rauszunehmen. Durch die hierarchische Struktur der Anweisungen muss man gut aufpassen. Ich wollte eigentlich bis zu einer bestimmten Uhrzeit aufnehmen. Immerhin hatte ich 20 Bilder pro Kanal von denen aber nur 10-15 brauchbar war. Das war schade, denn es war eine super klare Nacht mit super ruhiger Luft. Naja, Anfängerprobleme halt...

Gestern waren dann 30% Wolken gemeldet bis um ca. 3:00 Uhr morgens, aber wieder super ruhige und transparente Luft. Da habe ich das Rezentrieren getestet. Das funktioniert tatsächlich und scheint auch zuverlässig zu sein. Wenn ich mein Guiding Log anschaue, muss der mindestens 10x über die Nacht das Guiding neu gestartet und auch neu zentriert haben. Ich habe die Aufnahme ca. 1h vor dem Meridian gestartet, obwohl da dauernd Wolken durchgezogen sind. Trotzdem stand M27 auch bei der letzten Aufnahme noch genau in der Mitte. Es ist auch keine einzige Aufnahme dabei, bei denen man das typische zickzack Muster sieht mit dem PHD2 ins Nirvana guidet.

Und zu den Limits...ja, in EQMOD kann ich die setzen, aber was bringt mir das, wenn der Rechner die Biege macht? Ich habe nur Osthimmel, d.h. ich habe das Risiko bei jeder Aufnahme. Bisher hatte ich das NUR durch Rechnerprobleme. NINA ist mir noch nie abgestürzt in bisher >100 Sessions. Außer in zwei Ausnahmen hatte das Teleskop genug Platz zum Durchlaufen. In beiden Fällen hat die EQ6-R bei mir das Tracking von alleine abgeschaltet. Welche Kraft dafür notwendig ist, kann ich aber nicht sagen. Am Teleskop war immer alles noch sauber zentriert und die Montierung läuft auch noch. Das war auch nie mit Gewalt gegen die Säule gedrückt. Man hat weder Spuren am Filterradgehäuse gesehen, noch Farbabrieb an der Betonsäule, die ich mit einem Kalkanstrich versehen habe. Da müsste man eigentlich schon ab einer geringen Krafteinwirkung Farbabrieb oder Druckstellen haben.

Ich werde mir das Good Night System auf jeden Fall anschauen. Wenn sowas nicht passiert, ist natürlich besser. Aber was kann das gegen einen Rechner-Crash oder Reboot eigentlich machen? Bei einem Reboot kann ich es mir noch vorstellen, dass das Tracking abgeschaltet wird, sobald NINA geschlossen wird aber bei einem Crash?

Grüße,
Joachim
 
Tagchen Joachim,
Gestern waren dann 30% Wolken gemeldet bis um ca. 3:00 Uhr morgens, aber wieder super ruhige und transparente Luft. Da habe ich das Rezentrieren getestet. Das funktioniert tatsächlich und scheint auch zuverlässig zu sein. Wenn ich mein Guiding Log anschaue, muss der mindestens 10x über die Nacht das Guiding neu gestartet und auch neu zentriert haben. Ich habe die Aufnahme ca. 1h vor dem Meridian gestartet, obwohl da dauernd Wolken durchgezogen sind. Trotzdem stand M27 auch bei der letzten Aufnahme noch genau in der Mitte. Es ist auch keine einzige Aufnahme dabei, bei denen man das typische zickzack Muster sieht mit dem PHD2 ins Nirvana guidet.

Nachdem dieses Feature nun in NINA 'drin ist, habe Ich das genau wie Du auch gestern Nacht angetestet. Hier der Log von meinem Event:

Capture1.PNG


So wild wie bei dir war meine Nacht nicht, aber um 23:55 ging der Tanz los (grosse Wolke Nummer 7) und PHD2 verliert die Leitsterne (Ich hatte MS-Guiding an) und guided ins Nirvana:

Capture2.PNG


Nina inszeniert danach vier Versuche fuer ein jeweils kurzes Come-Back:

Capture5.PNG


Aber PHD2 schafft danach nur 1-2 Minuten zu guiden, bevor dann wieder Schicht im Schacht ist.

Und nachdem der Wolkenhaufen kurz nach Mitternacht seiner Wege zog, zieht NINA die ganze Episode in einem 5. Versuch gerade und danach gehen die Dinge dann weitere 2:44h ihren geregelten Gang:

Capture4.PNG


Der Fall waere unter normalen Umstaenden wieder ein Murphy's Law Klassiker erster Guete geworden:

Irgendwann so nach 11:30 habe Ich mich in den Kahn gehauen und selbstverstaendlich kreuzt nur 20 Min spaeter eine Wolke auf. In einer "normalen" Nacht waere nach 20Min bereits Schluss gewesen und die 3h wolkenfreie Aufnahmedauer danach verplemperte Zeit.
Prima Sache.

Und zu den Limits...ja, in EQMOD kann ich die setzen, aber was bringt mir das, wenn der Rechner die Biege macht?
Das kann Ich dir nicht sagen, was dir das beim EQMOD bringt, weil Ich den nicht verwende.

Was Ich dir aber sagen kann, ist dass bei der Onstep (oder der FS2, oder ...) die Limits vom Treiber auf den Microcontroller der Steuerung uebertragen werden und dort so lange gueltig sind (i.e. ueberwacht werden), so lange die Montierung laeuft.
So wie man das mit jedem Stepper- oder Servocontroller eben so macht, denn wer waere denn so einfaeltig sowas zu trennen?

Wenn bei deiner EQ6-R die Motoren von einem Microcontroller vom Kalliber eines ARM-Prozessors betrieben werden, allerdings die Hardewarelimits dann in der Software auf der Seite des Steuerrechners am anderen Ende einer wackeligen USB-Verbindung, na dann hast Du vermutlich entweder falsch verstanden wie das Ding funktioniert, oder das waere der Designfehler des Jahres... ;)
CS
 
Hallo Leute,

schön, dass es bei euch geklappt hat :y: :) !

Ich hatte eine ähnliche Ausgangssituation - viele Wolken, die nach Wettervorhersage um 23:45 Uhr verschwunden sein sollten. Um die Zeit musste ich schon lange am Kissen horchen. Deshalb habe ich einen Wartebefehl bis 23:45 eingebaut, dann Schwenkbefehl auf das Ziel und Autofokus sowie Platesolve mit einer Menge Wiederholungen, falls die Wolken noch da wären und einen ordentlichen Sequenzstart gefährden wollten.

Um 2:45 bin ich dann mal aufgewacht und es war alles friedlich - schöne Sterne draußen, aber keine Aktivität. Ich habe dann Autofokus und Bildzentrierung per Knopf gestartet, die diesbezüglichen Sequenzbefehle gelöscht und versucht, noch so viele Aufnahmen wie möglich zu machen. Es sind 5 geworden, dann Wolken bis zum Morgen.

Keine Ahnung, was ich falsche gemacht habe. Das Log-File hat sagenhafte 88792!!! Zeilen. Aber ich finde dort keinen Hinweis. Ich sehe den manuellen Fokus und das Platesolve, die ich vor dem Schlafengehen um kurz vor 23:00 Uhr manuell gestartet hatte. Dann bis 02:45 GAR NICHTS! Wisst ihr, was ich glaube? Ich war zu müde oder zu trottelig, um die Sequenz tatsächlich auch zu starten....o_O:poop:_affeaugen:! Die letzten 7000 Zeilen sind ein einsamer, vergessener, geschleifter Befehl hinter dem Park Home der manuell gestarteten Sequenz, den Ha einfordert, der natürlich schon anlag. Ist das dämlich, oder was :ROFLMAO::ROFLMAO::ROFLMAO:?

Ich tendiere ja generell auch dazu, im Zweifel jeweils dem Programm die Schuld zu geben, aber dieses Mal steht fest, wer es versaut hat ;).

Viele Grüße
Peter
 
Ich hatte eine ähnliche Ausgangssituation - viele Wolken, die nach Wettervorhersage um 23:45 Uhr verschwunden sein sollten. Um die Zeit musste ich schon lange am Kissen horchen. Deshalb habe ich einen Wartebefehl bis 23:45 eingebaut, dann Schwenkbefehl auf das Ziel und Autofokus sowie Platesolve mit einer Menge Wiederholungen, falls die Wolken noch da wären und einen ordentlichen Sequenzstart gefährden wollten.
Uiuiui, Du gehst aber gleich in die Vollen.

Wird Zeit, dass die fuer dich gleich conditional branching einfuehren, denn Trend geht ja zur Zweitbeobachtungsoption in der Gegenrichtung... ;)

Spass beiseite, Du kannst mit dem Advanced Sequencer schon viel machen, aber es kann halt auch viel schief gehen.
Ist halt ein voller Flug nach Autopilot.
Ich setze die Sache i.d.R. persoenlich auf's Gleis und verabschiede mich erst, wenn die Dinge im gruenen Bereich scheinen. Ansonsten ist nach einer tranigen Vergesslichkeit (Klassiker: Deckel abnehmen vergessen) die Sache den Bach 'runter.
Ich habe auch keine Motorrotator und muss daher i.d.R. erst mal Bildfeld per Hand einrotieren, bevor's los geht.

Einige Befehle interferieren auch: Wenn PHD2 den Leitstern verliert und anfaengt 'rumzukaspern, und die HFR-Ueberwachung (wegen Wolke und Streuung) den AF-ausloest und dann NINA noch ein ein Bild fuer das Plate solving fuer "Center after Drift" einschieben will (aber jetzt den Fokus verloren hat), dann kann der Vogel auch mal schnell in's Tudeln kommen. Ich war da in der Daemmerung gestern vorher a bissel am Experimentieren (Leitrohr & Hauptrohr kurz mit einer transparenten Tuete abdecken, die Ich zur Hand hatte) und von dem ein oder anderen Test gab's dann kein Comeback mehr, sondern die Sache stand nach fuenf PS-Versuchen defokussiert schmollend in der Ecke.
Ich war daher ueberrascht, dass es dann doch in der Praxis so gut geklappt hat.
Jedenfalls noch mal Danke fuer den Anstoss, Ich hatte das Feature gezappt.
Gruss und CS
 
LÖSCHEN!
Ist SPAM.

Macht der in vielen Foren... immer denselben Satz, sammelt wohl e-mail-Adressen...

Bildschirmfoto 2021-07-31 um 10.12.59.png



lg
Niki
 
Auf Nachfrage eines Forenkollegen, hatte ich vor ein paar Tagen bei einem der Programmierer für NINA (Francesco Meschia) darauf aufmerksam gemacht, dass - anders als bei phd2 - für den MGEN keine Möglichkeit zur Einstellung einer Wartezeit (Settling Time) nach dem Dithern existiert. Dadurch kann es z. B. in Folge Backlash zu Problemen kommen. Er hat sich der Sache sofort angenommen und seit heute ist die Funktion für MGEN2 und MGEN3 im aktuellen Nightly #129 implementiert.

1629794630727.png
 
Hallo zusammen,

ich habe gestern von der Version 1.10 auf die aktuelle Version 1.11 Nightly#131 geupdatet. Hauptsächlich wegen der neuen Plugins, hier insbesondere dem PolarAlignment Tool. Aber... wenn ich auf den Plugin Button klicke erscheint weder bei Installed noch bei Available irgend ein Eintrag. Beim Klick auf Check for updates passiert auch nichts.
Weiß da jemand Rat?

CS, Rüdiger
 
Gibt es eigentlich einen Kniff, wie man beim Filterrad Menue in NINA die Filter eingeben kann? Slot0-6 soll ja platakiv ergänzt werden um den eingelegten Filter.

Ich kann sie wohl im ASI ZWO Menue außerhalb von NINA Filter eingeben aber in NINA kann ich auf dem Reiter zum Filterrad nix eintragen. Die aktuellen ZWO Treiber habe ich installiert und die zeigt NINA auch an.

User-Dummheit meinerseits?

CS
Dirk
 
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