Schiefspiegler als Reise(dobson)version?

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Hallo,

bleibt doch mal

- sachlich
- nett zueinander
- und am Thema und der Frage

... denn sonst macht es wirklich keinen
Spass mehr, hier eine Frage zu stellen,
die dann einen Tsunami auslöst.

Spannenderweise weiss jeder was, aber
keine hat je durch einen solchen Chief
geschaut...

Wie auch immer, wenn ihr mögt, diskutiert
gerne noch weiter, ich bin dann mal raus ...

Gruß
Andreas
 
Hallo Andreas,

es ist auch recht unwahrscheinlich, dass hier auf die Schnelle einer schreibt, der genau diesen Reiseteleskop-Schiefspiegler besetzt und damit beobachtet.

Konsens ist aber, dass die Jagt nach immer weniger Obstruktion nur die Spitze des Eisberges in Sachen Teleskopoptik ist. Es da zu übertreiben bringt nicht viel. Stattdessen kann man auf herkömmliche Designs setzten, die eventuell erprobter sind.








@Kurt: Kurt, ließ dir das mal durch. What are the effects of obstruction? Ich glaube, du hast ein etwas anderes Verständnis von der Darstellung der MTF bezüglich Kontrast. Kontrast ist nicht gleich Frequenz, also Abstand von Details. Man könnte zum Beispiel annehmen, das flächige Objektdetails mit schwachem Kontrast im Bereich <0.5 Ortsfrequenz liegen. Dann stimmt die Fausformel ganz gut. So wird zum Beispiel oft gesagt, dass Refraktoren grobere, flächige Details mit schwachem Kontrast besser darstellen als gleich große obstruierte Spiegelteleskope.



VG,
Christian
 
Hallo Christian,

da der Thread ohnehin im Eimer ist warum nicht.

Genau dieses Teleskop hat wahrscheinlich noch keiner der hier schreibt berührt oder sogar durchgeschaut.
Solche Optikkonzepte kennen aber einige schon und haben auch schon durchgeschaut, Kurt hat einige sogar höchstselbst konzipiert und gebaut.
Mit dem tollen "keiner hats gesehen" Argument kannst Du Dich also höchstens selbst totschlagen.
Denk mal drüber nach, der Fraktionsjäger hat ohnehin anderes im Sinn als praxistaugliche Information.
Der warnt, wie bereits verlinkt, an anderer Stelle eindringlich vor den Schwierrigkeiten von Schiefspieglern um hier Leute die nur Reisetauglichkeit und die Notwendigkeit sich der Problematik für den Einsatzzweck zu stellen, hinterfragen, anzugreifen.

Für Dein Verständnis der Obstruktionseffekte könnte es höchst erhellend sein, wenn Du Dir auf gängige unobstruierte Optiken mal eine von Praktikerseite immer wieder vorgeschlagene, künstliche Obstruktion legst.
Das haben hier wiederum einige Leute schon durch (wurde auch geschildert).

Sollte man sich irgendwann mit Dir den Spass erlauben, zwei gleich große unobstruierte Teleskope gleicher Qualität nebeneinander aufzubauen und Dich einem Blindtest auszusetzen, welches der Teleskope mit künstlichen 15% Obstruktion belegt wurde, kannst Du höchstens das Glück haben, dass man nicht bemerkt, wie Du zwecks Entscheidung ziemlich weit aus dem Fokus gegangen bist. Im scharfen Bild siehst Du das nicht und ich auch nicht. Da versuche Mal Deine kleinen, mittleren und hohen Ortsfrequenzen zu selektieren.
Viel Spass.
20% ist sehr schwer, 25% für viele Beobachter machbar, 35% eigentlich unübersehbar.

Der Unterschied zwischen 25% und 35% bei Speigeloptiken ist bei zwei Teleskopen nebeneinander jederzeit nachweisbar, auch der zwischen 30% und 20%. In diesen Größenordnungen sind unsere Augen offensichtlich gut.

Verlass Dich auf Deine Augen, die stellen Dir Deine MTF wo sich wichtig und praxisrelevant wird schon dar.

Gruß
*entfernt*
 
Zuletzt bearbeitet:
@Günther: Hallo Günther, mein Verständnis der Obstruktion geht weit genug, um zu wissen, dass sich eine übermäßige Diskussion nicht lohnt. Der Unterschied von 20 und 30% mag für sich relevant sein, ich bin der Meinung, dass das an den meisten Tagen im Jahr völlig unwichtig ist, weil das Seeing so oder so die Wellenfront verhaut.


Hier mal ein Zitat aus dem obigen Link von Legault, der das nochmal gut zusammenfassend sagt:
Of course, all other conditions being equal, it is better to have an instrument with a low obstruction than with a high obstruction. But it would be absurd to concentrate on obstruction to the detriment of all other considerations and to imagine that a telescope with a low obstruction is automatically better than a telescope with a higher obstruction. Because in the image quality field, obstruction is the tip of the iceberg.
Die Spitze des Eisbergs ;)


VG,
Christian
 
Hallo Christian,


es gibt hier im Forum vereinzelt Leute die selber beobachten, selber experimentieren und Teleskope und Zubehör bauen. Von Dir kommen nur Zitate vom hörensagen und gelesen haben.


Viele Grüße Felix
 
Hallo Christian,

dann kannst Du das ja so hinnehmen und das Gute meiden.
Ich werde halt auch für die besseren Tage gerüstet sein.

Dabei komme ich sogar sehr gut ohne Diskussionen aus, in denen man mir zunächst erzählen will, was alles besser ist als meine Teleskope um abschließend zu schlechten Schluss zu kommen, dass sich nicht mal ein guter Newton lohnt.

Gruß
*entfernt*
 
Hi Felix,

wie oft wird wohl schlechtes Seeing für schlechte oder nicht beherrschte gute Teleskope herhalten müssen?
Naja, wers nicht scheut kann ja dem Forengedonner auf den Beobachtungswiesen gelegentlich erhellende Lichtblitze folgen lassen.
Teleskope sollten ja immerhin verfügbar sein.

Gruß
*entfernt*
 
Hallo Günther und Felix.
Ich kann euch langsam nicht mehr verstehen. Jeder sachlichen, begründeten Argumentation weicht ihr aus, nur um dann auf die Beherrschung und nicht Beherrschung von Teleskopen und eigene, subjektive Beobachtungen zu verweisen. Erfahrungsberichte und Analysen (siehe T.Legault) interessieren euch nicht. Euch interessiert nur Eure Erfahrung und Euer Standpunkt.



Zum Thema Obstruktion gibt es eigentlich nicht viel zu sagen, außer, dass sie meist der unwichtigste Punkt an einem Teleskop ist. Wenn ihr das verstanden habt, kann man weiter reden.

-- Dejustage
-- Auskühlen
-- optische Qualität
-- ungenügend genaues Fokussieren (gilt eher für CCD-Videos)
-- praktische Verwendbarkeit
-- mechanische Stabilität

sind viel wichtigere Faktoren als Obstruktion. Ich verwende lieber ein gutes 8"SC mit 38% Obstruktion, als einen 8"Gurken-Newton mit 18% Obstruktion. Ich hoffe, das ist für euch nachvollziehbar.








Insofern kann man also auch zu einem 10 oder 12" Reisedobson mit etwas mehr Obstruktion raten und muss dem Wahn nach immer weniger Obstruktion nicht nachkommen.




VG,
Christian



PS: simuliert euch doch mal eine MTF in Aberrator 3.0 mit etwas Tubulenzen. Dann könnt ihr nachvollziehen, warum Seeing allgemein als der Feind Nr.1 angesehen wird und das für alle Teleskope egal welcher Güte die Abbildung unter die Möglichkeiten drückt. Ihr mögt meinen, eure Newtons "beherrschen" zu können. Die Atmosphäre könnte ihr aber nicht beherrschen und die zieht euch nahezu immer die Abbildung in den Keller. Das müsstet ihr aufgrund eurer unfehlbaren Erfahrung doch eigentlich wissen.
 
Hallo Christian,

es ist doch eigentlich belustigend: Man muss das doch gar nicht diskutieren, wenn schon die Grundlagen für den Vorschlag fehlen. Wie soll denn bitte hier in Form dieses speziellen Schiefspieglers ein derart schwer zu justierendes Gerät zerlegt und vor Ort mit beschränkten Hilfsmitteln wieder in korrektem Zustand aufgebaut werden? Und selbst wenn man das sicherstellt, bestehen doch erhebliche Zweifel daran, ob der Aufbau des Gerätes als Reisegerät die Justage überhaupt hält.

Ich lese von Dir seit Monaten nur Sprüchlein. Dein PS ist ein solcher. Entweder man beherrscht die Thermik in seinem Teleskop (bauart beliebig), dann schafft man die Grundlage, überhaupt beobachten zu können (außer an den Tagen an denen die Thermik sich von selbst im Zaume hält, weil die Temperaturkurve der Nacht danach ist), oder aber man kann nichtmal das und braucht dann auf gute Luftruhe in der Hochatmosphäre gar nicht erst zu hoffen.

Sodann sehe ich bei Dir gerne so eine Art Kausalitätsumkehr, bzw. Du scheinst weder den Günther, noch den Felix zu lesen. Die beiden haben wohl unmissverständlich zu verstehen gegeben, ab wann sie an der Obstruktion arbeiten. Nämlich dann, wenn sie alles andere im Griff haben. Und dass das so ist, das kann man sich bei verschiedenen Gelegenheiten selbst anschauen. Ich konnte das schon und zumindest das unterscheidet uns beide voneinander - wie ich finde wohltuend.
Wofür zitierst Du da die Altvorderen? Und woher zauberst Du einen Gurken-Newton, wo wir doch aufgrund vieler Testreihen wissen, dass selbst bei Billigspiegeln aus der 300 Euro Gegend nur wenige Spiegel wirklich nicht beugungsbegrenzt sind? Ein Gurkenspiegel gehört ausgetauscht, gerade deshalb haben doch gerade Sternfreunde aus den Forenwelten die Händler so lange gepiesakt, bis dieses Wörtchen Beugungsbegrenzt im 8" Dobson für (damals) 300 Euro offenbar kaufentscheidend genug wurde und damit bei allen Händlern drin stand - ganz im Gegensatz zu den Produktbeschreibungen bei viel teureren Teleskopen, um die es auch nicht automatisch immer gut bestellt ist.

Also simuliere Du Dir doch mal in Aberrator eine klare Nacht, eine grüne Wiese mit viel Landschaft drum herum, damit Du mal bei gutem lokalen Seeing sehen kannst, wie ein 10-Zöller einen 8-Zöller am Planeten toppt.

Wenn ich eins nachvollziehen kann, dann dass Du das noch nicht gesehen hast. Da ich es aber mehrfach gesehen habe, kann ich Deinem Standpunkt in weiten Teilen keinen Beifall geben. Und ich habe sogar Verständnis dafür, dass Du glaubst, in weiten Teilen Deine Teleskope richtig zu behandeln.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Christian,
@Kurt: Kurt, ließ dir das mal durch. What are the effects of obstruction? Ich glaube, du hast ein etwas anderes Verständnis von der Darstellung der MTF bezüglich Kontrast…
Da halte ich mich strikt an das was in der Fachliteratur zu finden ist. Obiger Artikel ist mir bestens bekannt. Ich hab doch weiter oben schon aufgelistet wie sich relativ geringe und mittelprächtige Obstruktion praktisch bemerkbar macht. Jetzt gleich eine simple Testaufgabe für dich: Definiere Kontrast und Kontrastübertragung im Sinne der MTF (= ModulationsTransferFunktion= Kontrastübertragungsfunktion). Ich hab nämlich nach deinem Posting den Eindruck dass du wie viele andere da nicht ganz auf klar siehst.

…Kontrast ist nicht gleich Frequenz, also Abstand von Details…
Wie kommst du denn darauf? Hab ich das irgendwie gesagt? Bei der MTF- Grafik wird die Kontrastübertragung üblicherweise auf der Ordinate (y-Achse) skaliert und ist bei gegebener Optik eine genau definierte Funktion des Testgitterabstandes. Der wird üblichereise auf der Abzisse (x- Achste) angegeben. Ebenfalls gebrächlich ist die Skalierung in Linien/mm, Bogensekunden, Ortsfrequenz oder wie bei "Aberrator" als normierte Ortsfrequenz.

…Man könnte zum Beispiel annehmen, das flächige Objektdetails mit schwachem Kontrast im Bereich <0.5 Ortsfrequenz liegen. Dann stimmt die Fausformel ganz gut…
Wieso denn das? Wie ausgedehnt die scheinbare Größe flächiger Objekte tatsächlich ist hängt doch einzig und allein vom Objekt und dessen Abstand zum Teleskop ab und nicht von Teleskop. Eine Formel die einen wesentlichen Teil der MTF einfach ignoriert halte ich für wenig hilfreich.

…So wird zum Beispiel oft gesagt, dass Refraktoren grobere, flächige Details mit schwachem Kontrast besser darstellen als gleich große obstruierte Spiegelteleskope…
Da muss man sich erst mal darauf verständigen was mit gröbere, flächige Details gemeint und wie groß die Obstruktion ist. Sonst besteht die Gefahr dass jeder etwas anderes darunter versteht.

Gruß Kurt
 
Hallo Andreas,

...Spannenderweise weiss jeder was, aber
keine hat je durch einen solchen Chief
geschaut...
da kann ich dir nur beipflichten :applaus:. Das bringt mich nämlich auf die Idee mir die passenden Linsen zu besorgen um einen Korrektor für ein 8" F/8 "Chief" zu bauen. Den HS hätte ich nämlich schon genau passend indem ich meinen 8 1/2" f/7,5 auf 8" abblende.

Aber davon mal ganz abgesehen weiß ich doch schon recht gut aus Obstruktionvversuchen mit meinen Kutters und Refraktoren wie sich beliebige Obstruktion im einzelnen auswirkt.

Gruß Kurt

 
@Kurt: Danke Kurt für deine weisen aufklärenden Worte. Lass uns doch teilhaben an deinem genialen Wissen und stell die Lösung der Aufgabe hier rein. Dann haben alle etwas von deine Fachliteratur. Meine Quelle: What is a MTF curve? Das reicht fürs grobe Verständnis.

Auf diese Art und Weise der Diskussion habe ich keine Lust.




Wir sind doch hier nicht im Kindergarten. Siehe Felix Post. :mauer: Fehlt nur noch das Oberhaupt der "Fraktion".





Viele Grüße,
Christian
 
hallo Christian,

du gibst einfach keine Antworten wenn man dich was fragt, sondern weichst mit billiger Polemik aus. Von Kurt könntest du tatsächlich was lernen wenn du ein wenig aufgeschlossener wärst. Wenn er dir eine Aufgabe stellt, dann kannst du sie beantworten und er wird dir dabei helfen wenn es ein Problem gibt. Dann kannst du wachsen. So sieht es leider nur aus als ob du keine Ahnung hättest und hier rumsuderst. Lass das nicht auf dir sitzen sondern schreib mit deinen Worten was du unter der MTF verstehst, das wäre konstruktiv - dass du einen Link posten kannst wissen wir bereits.

lg Tommy
 
Hallo Christian,

(1) Strukturen mit hohem Kontrast, z.B. Mond, Doppelsterne, Cassini-Teilung, Mondschatten auf Jupiter , Planetenkante etc. Das Auflösungslimit ist in der rechten Seite der MTF-Kurve platziert und wird durch Obstruktion (praktisch) nicht beeinflusst.

(2) Strukturen mit wenig Kontrast, z.B. Oberflächenstrukturen auf Mars , Jupiter und Saturn. Dies ist repräsentiert durch den Linken Bereich in der MTF Kurve, also der Bereich der kleinen Frequenzen, die den schwachen, feinen Kontrast repräsentieren.

das stimmt so nicht. Die linke Seite der MTF-Kurfe zeigt an wie niedere Frequenzen (große Strukturen) übertragen werden. Die rechte Seite zeigt, wie hohe Frequenzen (kleine Strukturen) übertragen werden.

Lese mal in Deinem Link die letzten paar Zeilen. Bei großen Strukturen wird fast der gesamte Kontrast abgebildet. Der Kontrast kleiner Strukturen wird stark verringert abgebildet.

Die Kurve zeigt also, was vom Kontrast des Originals durchkommt. Große Strukturen mit egal welchem Kontrast werden praktisch originalgetreu übertragen. Kleine Strukturen mit egal welchem Kontrast, werden mit stark verringertem Kontrast abgebildet.

Grüße

Kurt
 
Hallo Christian,


merkst Du eigentlich nicht daß DU derjenige bist der hier alles in Abrede stellt und jedem widerspricht? Und das nicht auf eigenem Wissen basierend sondern wegen...weil...ja warum eigentlich?


Weitere wichtige Informationen möchte ich Dir keinesfalls vorenthalten:


Die Fraktion hat kein Oberhaupt. Wir haben einen König.

Die Fraktion wird nicht in " " gesetzt - das gehört sich einfach nicht. Wir schreiben ja auch nicht "Christian_P" - gell?

DU kommst NIEMALS in die Fraktion :neinnein:


Solltest Du mich jetzt endgültig für völlig beknackt halten - jo, stimmt! Wenn einer nicht alle Tassen im Schrank hat dann ich. :/


Viele Grüße aus dem Sandkasten :D

Felix
 
Zitat von Kurt_Schneider:
Hallo Christian,

(1) Strukturen mit hohem Kontrast, z.B. Mond, Doppelsterne, Cassini-Teilung, Mondschatten auf Jupiter , Planetenkante etc. Das Auflösungslimit ist in der rechten Seite der MTF-Kurve platziert und wird durch Obstruktion (praktisch) nicht beeinflusst.

(2) Strukturen mit wenig Kontrast, z.B. Oberflächenstrukturen auf Mars , Jupiter und Saturn. Dies ist repräsentiert durch den Linken Bereich in der MTF Kurve, also der Bereich der kleinen Frequenzen, die den schwachen, feinen Kontrast repräsentieren.

das stimmt so nicht. Die linke Seite der MTF-Kurfe zeigt an wie niedere Frequenzen (große Strukturen) übertragen werden. Die rechte Seite zeigt, wie hohe Frequenzen (kleine Strukturen) übertragen werden.

Lese mal in Deinem Link die letzten paar Zeilen. Bei großen Strukturen wird fast der gesamte Kontrast abgebildet. Der Kontrast kleiner Strukturen wird stark verringert abgebildet.

Die Kurve zeigt also, was vom Kontrast des Originals durchkommt. Große Strukturen mit egal welchem Kontrast werden praktisch originalgetreu übertragen. Kleine Strukturen mit egal welchem Kontrast, werden mit stark verringertem Kontrast abgebildet.

Grüße

Kurt
Hallo Kurt, danke dir, das habe ich auch gelesen. Die Information kommt vom selben Autor. Wie erklärt man sich zum Beispiel, dass das Auflösungslimit nicht von Obstruktion beeinflusst wird (rechte Seite der Kurve)? Cassini-Teilung, Mondkrater etc... Die Intensität geht wohl nicht mit ein, oder?

Wie könnte man das deiner Meinung nach hinsichtlich der Beobachtungsobjekte interpretieren?





Hier habe ich mal versucht, die MTF zu beschreiben.
Eine sachliche Diskussion kann zu diesem Thema dann an dieser Stelle gern weitergehen.






VG,
Christian
 
Hallo Leute,

soll ich noch einen zweiten Thread starten,
damit ihr Euch zu einem weiteren Thema
streiten könnt ... kann ich gerne tun...

Manchmal glaube ich echt nicht, was hier
so abgeht ... das ist eher unterirdisch als
überirdisch.

Gruß
Andreas
 
Hallo Christian,

das Auflösungslimit wird nicht beeinflusst, weil durch die Obstruktion der Kontrast bei solchen Strukturen erst dann auf 0 ginge, wenn die Obstruktion so groß wäre, wie die Öffnung selber. (Soll kein Scherz sein.) Die Obstruktion hat auch nicht den Effekt, dass allein der Kontrast bei kleinen Strukturen herabgesetzt ist. Vielmehr ist es so, dass große Strukturen relativ unbeeinflusst bleiben (abgesehen vom Verlust durch den Verlust an Lichtsammelfläche), und dass dann zu den mittleren und kleinen Strukturen hin ein Kontrastverlust durch die Obstruktion auftritt. Das passiert letzten Endes durch die Veränderung des Beugungsbildes. Dazu gleich mehr. Nahe der Auflösungsgrenze nun tritt ein Effekt ein, der tatsächlich sogar den Kontrast verstärkt, nämlich dann, wenn der 1. Beugungsring (durch Obstruktion heller als bei unobstruierten Geräten) genau so zu liegen kommt, dass er die gegenüberliegende Linie verstärkt.

Sehr schön vorstellbar ist das ganze durch eine Beschreibung, die ich vor ein paar Jahren las. Man stelle sich das Beugungsscheibchen der unobstruierten Öffnung vor und dann nehme man dazu ein Beugungsscheibchen, dass eine Optik genau mit dem Obstruktionsdurchmesser als Öffnung hätte. Und dieses legt man invertiert (hell und dunkel vertauscht) darüber, quasi mit Vorzeichenberücksichtigung. Die kleinere Öffnung hat ein größeres Beugungsbild (weniger Auflösung bei gleicher Brennweite). Dadurch reicht das Airy-Scheibchen weiter hinaus und hellt den 1. Beugungsring der "großen" Optik auf. Funktioniert erstaunlich gut, wenn man bei einer Bildaddition die beiden Beugungsfiguren mit entsprechende Ebenenverknüpfung übereinander legt.

Kurz zur Intensität: Es ist grundlegend, dass die MTF nur den Faktor angibt, der auf den Originalkontrast, also nicht die Helligkeit an sich, sondern wohlgemerkt auf den Helligkeitsunterschied, angewandt wird. Beim Wert 0,5 ist also der Helligkeitsunterschied gegenüber der physikalisch unmöglichen Idealoptik nur noch halb so groß. Überhaupt muss man bei der Übertragung auf die Realität bedenken, dass reale Bilder nun einmal keine Linienmuster sind. Details stehen "zuweilen" nicht im "erwünschten" Abstand zueinander, sondern gelegentlich auch für sich allein.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Felix,

ich möchte Deine Ausführungen noch durch ein paar Fraktionsgrundsätze ergänzen. Ganz wesentlicher Teil der Verfassung ist zum Beispiel der Artikel 1: "Man kann König werden, durch Selbstbestimmung - ohne Widerrede."

Artikel 2: Der König hat stets den Leitsatz "Sie sind alle so dumm, und ich bin ihr Chef!"

Viele Grüße
Sven
 
Hallo Christian,

die MTF-Kurven gehen von einem priodischen, ausgedehnten Muster aus, z.B. viele schwarze und weiße Balken nebeneinander. Wenn das Muster ganz grob ist, sieht man praktisch das Original. Wird das Muster sehr fein, sieht man nur noch eine mittelgraue Fläche.
Ein Stern ist an Feinheit nicht zu überbieten und trotzdem sieht man ihn als total hellen Punkt auf total schwarzem Hintergrund. Hier fehlt die Ausdehnung des Objekts. Im Gegensatz dazu erscheint die Milchstraße als graues Band, obwohl sie aus einzelnen hellen Sternen auf dunklem Hintergrund besteht. Da ist eine gewisse Ausdehnung gegeben. Bei einzelnen Objekten, wie den Teilungen des Saturnrings, ist die MTF-Kurve also so nicht anwendbar. Eine einzelne Hochspannungsleitung in der Ferne sieht man als schwarze Linie, obwohl ihre Breite weit unter der Auflösungsgrenze liegen kann. Tausende Hochspannungsleitungen in weiter Ferne, die nur durch den Drahtdurchmesser getrennt wären, würde man als mittelgraue Fläche wahrnehmen.

Grüße

Kurt
 
hallo Christian,

das find ich jetzt gut reagiert, dort können wir mit Kurt und anderen die sich wirklich gut auskennen diskutieren und allesamt was dazu lernen. Das Thema kann man gar nicht tief genug intus bekommen.

Und hier ist wieder Platz für Andreas Frage nach dem Schiefspiegler. Also mein Kollege hat einen 10" Yolo in Riesen Holzkasten, das ist definitiv kein Reiseteleskop, ausser man verwendet es auch als Boot ;-)

lg Tommy
 

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Hallo Kurt,

Wenn es um Reiseteleskope geht dann kann ich nach bestem Wissen und Gewissen weder zum 8“ f/8 Newton noch zum 8“ f/8 „Chief“ raten. Dabei stütze ich mich auf meine Erfahrung bei zahlreichen Flugreisen mit relativ großem Astrogepäck bis 16“ Dobson sowie auf die Praxis mit meiner Eigenbau- Exotensammlung.

ok als Reisedobson ist so ein f/8 in der Tat weniger geeignet da muss ich Dir recht geben.
Obwohl wer mit einem 16“ f/4 ? oder gar etwas langsamer ?
Auf Reisen geht der sollte eigentlich mit einem 8“ f/8 kein Problem haben.
Na ja in jedem Fall wäre es besser gewesen wenn Du das durchaus stichhaltige Argument „Sperrigkeit“ halt gleich gebracht hättest und hier nicht stattdessen mit Zmeck bashing gekommen wärst.

Ich weiß nicht welche Newtons von der Strange mehr als 25% Obstruktion haben.

Nur mal so ne kleine Stippvisite.

http://www.teleskop-express.de/shop...ton---Parabolspiegel---2--Crayford---OTA.html

http://www.teleskop-express.de/shop...leskop-200-1200mm-mit-2--Crayford-Auszug.html

http://www.teleskop-express.de/shop...0mm-Dobson-Teleskop---2--Crayford-AKTION.html

Zu den angegebenen FS Abmessungen sind noch mindestens 2mm bis 3mm wegen der GSO Plastikfassung hinzuzurechnen.

Einen 8“ f/8 Newton von der Stange womöglich mit 35% Obstruktion kenne ich so auf Anhieb auch nicht.

Ich auch nicht aber es reicht mir völlig einen mit 8“ f/6 mit standartmäßig 25% zu kennen und das ist ja wohl auch der Klassiker schlecht hin, frag mal in der Newtonfraktion nach.

Bei 25% Obstruktion liefert die Zmeck Faustformen noch ein absolut zufriedenstellendes Ergebnis.
Ganz im Gegensatz zu dem was Du behauptest.
Mensch Kurt ich kenne Dich eigentlich als einen Mann der weiß was eine praxisgerechte Interpretation von kleinen Abweichungen bedeutet.
Du zeigst hier die MTF für 25% und ziehst Dich ernsthaft an einer kleinen Diskrepanz von wenigen % zwischen beiden Kurven im für schwache Kontraste interessanten Bereich der MTF hoch und behauptest hier die Rechnung nach Zmeck wäre ne Milchmännchenrechnung.

Du meine Güte das sind (ich habs jetzt nicht nachgeprüft) allerhöchstens 5% die man bei 25% Obstruktion zu viel abzieht.
Mach meinetwegen die Korrektur und zieh bei 25% Obstruktion nur 20% statt 25% von der Öffnung für den effektiven Kontrastdurchmesser für schwache Kontraste ab wenn Dich das Erbsenzählen denn so glücklich macht.
Ich halte diese höchstens 5% Diskrepanz bei 25% Obstruktion für nicht praxisrelevant, den Unterschied siehst Du nie im Leben das ist ne Faust Formel und die ist absolut Praxistauglich und nichts für Erbsenzähler die sich an theoretischen Abweichungen hochziehen.
Bei Obstruktionen im 30ger Bereich passt die Rechnung nahezu exakt und darüber zieht man dann halt ein bisschen zu wenig ab wie Du ja auch noch mal an einem Extremfall der für visuelle Teleskope eher nicht infrage kommt gezeigt hast.

Selbst bei der 15% Obstruktion liegt man nach Zmeck lediglich schätzungsweise 7 bis 8% daneben.
Und die 15 % Obstruktion sind ein absoluter Extremfall der selbst bei absolut kompromisslos getunten Newton eher nicht zu erreichen ist, unter 20% ja aber die 15% wird man kaum knacken, jedenfalls nicht mit üblichen Öffnungen und Öffnungsverhältnissen.

Das verminderte Auflösungsvermögen mitsamt Lichtsammelvermögen der erheblich kleineren Öffnung mit „Kontrastdurchmesser“ wird völlig unterschlagen, ebenso die leichte relative Kontrastanhebung durch Obstruktion im höheren Ortsfrequenzbereich.

Lieber Kurt die Zmecksche Rechnung soll nur für schwache Kontraste wie sie am Planeten nun mal zu finden sind eine Einschätzung erlauben.
Schwach bedeutet Kontraste im Bereich 20% und weniger, hier bdarf es einer Mindestkontrastübertragung des Teleskops damit von diesen 20% die vorn reinkommen hinten überhaupt noch etwas mit Relevanz rauskommt.
Das bedeutet für einen 20% Kontrast ist es ein schwacher Trost wenn ein obstruiertes Teleskop bei hohen Ortzfrequenzen in Relation gut aussieht, die Kontrastübertragung ist hier längst schon so niedrig das von den 20% schlicht nichts mehr übrig bleibt auch wenn hier von einem 100% Kontrast noch ein bisschen was bleibt.
Es ist daher müßig sich für einen 20% Kontrast mit den höheren Ortzfrequenzen der MTF zu befassen.
Interessant sind hier vor allem die niedrigen bis mittleren weil nur hier noch etwas Nennenswertes von diesen 20% Kontrast übrig bleibt.
Und genau hierfür ist die Zmecksche Rechnung ein sehr guter Anhaltspunkt.
Sie soll weder was über das trennvermögen am Doppelstern aussagen noch über das Lichtsammelvermögen sondern nur etwas über einen 20% Kontrast wie er am Planeten typischerweise zu finden ist.

Grüße Gerd
 
Hallo Sven,

nichts für ungut aber gerade lese ich.

Die Obstruktion hat auch nicht den Effekt, dass allein der Kontrast bei kleinen Strukturen herabgesetzt ist. Vielmehr ist es so, dass große Strukturen relativ unbeeinflusst bleiben
Was soll denn dieser Unsinn?
Hast Du Dir schon mal ne MTF einer obstruierten Optik angesehen?
Dann solltest Du gemerkt haben das es genau umgekehrt ist.
Der Kontrast für kleine Strukturen (hohe Ortsfrequenzen) wird durch eine Obstruktion nicht gemindert sondern ganz im Gegenteil sogar in einem Bereich leicht angehoben.
Der Kontrast für größere Strukturen (kleine bis mittlere Ortsfrequenzen) wird hingegen durch diese deutlich gemindert.
Eventuell hilft Dir ein Blick auf die von Kurt hier geposteten MTFs Deinen Irrtum zu erkennen.
Immer in Relation zur idealen Optik naürlich!

Grüße Gerd

PS.: schönes Teamespiel in der Fraktion, das ist schon irgendwie amüsant.
 
Hallo Gerd,


Selbst bei der 15% Obstruktion liegt man nach Zmeck lediglich schätzungsweise 7 bis 8% daneben.
Und die 15 % Obstruktion sind ein absoluter Extremfall der selbst bei absolut kompromisslos getunten Newton eher nicht zu erreichen ist, unter 20% ja aber die 15% wird man kaum knacken, jedenfalls nicht mit üblichen Öffnungen und Öffnungsverhältnissen.

Bis leicht über 15% Obstruktion kommt noch ohne allzu große Klimmzüge aus, darunter wird es dann schwierig bzw. verlangt unhandliche Öffnungsverhältnisse oder Konstruktionen wie einen Schlittenfokussierer.

Beispiele:

8"f6 mit 33mm FS, sind ca. 16,5% Obstruktion und verlangt nur nach einem möglichst flachen OAZ. Ich habe einen leicht bearbeiteten alten Orion OAZ verbaut, es gibt aber ähnlich flache zu kaufen. Ich hoffe jetzt es geht nicht um den letzten mm. Bei diesem Newton ließen sich 15% Obstruktion mit visuell ausreichender Ausleuchtung durch einen Tausch des FS realisieren - das zu tun wäre Unsinn, klar.

12,5"f7 mit 46mm FS, liegt wenn ich mich nicht irre ähnlich. Auch da kommt man noch mit einem normalen unbearbeiteten OAZ von der Stange aus, wobei handlich anders ist.


Viele Grüße Felix
 
Hallo Sven,


wir haben eine Verfassung? Das ist ja fein! Irgendwo hab ich noch Hammer und Meißel und Steinplatten rumliegen...


Viele Grüße Felix
 
Hallo Gerd,

das ist wieder niedlich. Wenn Du lesen würdest, worauf ich antworte, dann müsste erkennbar sein, dass ich gerade eine Aussage wiederhole, um sie durch das Wort vielmals - ach das hat sich ja aus dem Rest des Postings schon ergeben, kannst Du nachlesen. Gerd, wie immer nur aufgelaufen, um mir guten Tag zu sagen? Huhu?!? :D Boingboingboing! - Du weisst schon, oder?
Achso, Du hast studiert - da muss ich es Dir natürlich erklären - also einen Strahl in den Schatten werfen: Du magst mich nicht leiden und wenn ich etwas schreibe, liest Du das in etwa rückwärts, bis Du was findest. Findest Du nichts, erfindest Du was beim vorwärts lesen. Im Posting nebenan ist Dir auch erst nach (na zähl selber wieviel Postings in diesem Thread sind) aufgefallen, dass da jemand nach Reise fragt...

Eigentlich bist Du mir nicht wichtig genug, als dass ich meine Postings Gerd Dühring interpretationsfest mache. Dir scheint aber viel an mir zu liegen.

Viele Grüße
Sven

PS: Sag mal, die Newtonfraktion - wer ist das eigentlich? Haben die auch einen König? Wir schon - macht Spaß.
 
Hallo Gerd,

Du meine Güte das sind (ich habs jetzt nicht nachgeprüft) allerhöchstens 5% die man bei 25% Obstruktion zu viel abzieht.
Mach meinetwegen die Korrektur und zieh bei 25% Obstruktion nur 20% statt 25% von der Öffnung für den effektiven Kontrastdurchmesser für schwache Kontraste ab wenn Dich das Erbsenzählen denn so glücklich macht…
Da solltest du tatsächlich mal genauer hinschauen. Nimm z. B. meine Kurve für 25% Obstruktion und lies die Kontrastübertragung für die normierte Ortsfrequenz von z. B. 0,5 aus. Dann ist für diese Ortsfrequenz die echte Kontrastübertagung = 0,37, die für die Zmeck- Kurve dagegen nur 0,23. Das ergibt also Kontrastübertagung Zmeck/echt = 0,62. Wenn man einen Tick weitergeht auf Ortsfrequenz 0,6 dann wird das Verhältnis sogar nur 0,12/0,32 = 0,36. Wer meint das sei Erbsenzählerei weil dieser Bereich für Planetenbeobachtung wegen angeblichem Objektkontrastmangel nicht gilt der mag mit der Zmeck- Formel glücklich werden. Ich kann mit derartigen Näherungen dazu noch kombiniert mit willkürlichen Festlegungen wie „Schwach bedeutet Kontraste im Bereich 20% und weniger….“ praktisch garnix anfangen.

Um den praktischen Nutzen der Zmeck- Lehre experimentell zu überprüfen müsste man Obstruktionsversuche z. B. mit einem Refraktor, Schiefspiegler oder off axis– Newton wie folgt durchführen:

a) Beobachtung eines Planeten mit definierter Obstruktion bei optimaler Vergrößerung .
b) Entfernung der Obstruktion und gleichzeitig Abblendung auf „Kontrastdurchmesser“ unter Beibehaltung der Vergrößerung.

Aber vermutlich hat das schon mal jemand gemacht, oder?

Dabei frag ich mich noch ob vielleicht auch schon jemand ernsthaft darüber nachgedacht hat dass bei der ganzen MTF- und Kontrastphilosphie das helligkeitsabhängige Wahrnehmungsvermögen des Auges für Farbunterschiede gar nicht berücksichtigt wird. Nach meiner Einschätzung wäre dabei eine Reduzierung der Öffnung gemäß der Zmeck´ schen Formel eher kontraproduktiv. Denn die nach Zmeck zulässige 25% Minderung der Öffnung bei gleichzeitigem Fortfall der 25%igen Obstruktion würde immerhin 40% Helligkeitsverlust bedeuten. Auch die Wahrnehmbarkeit von SW- Kontrasten ist helligkeitsabhängig. Aber du hast mir ja jetzt beigebracht das derartige Überlegungen Erbsenzählerei gleichkommt. Vielen Dank für die Hilfe:applaus:

Gruß Kurt
 
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