Starlink-Satelliten | Seite 3 | Astronomie.de - Der Treffpunkt für Astronomie

Starlink-Satelliten

Bosdorfer

Mitglied
Die Simulationen habt ihr auch gesehen?
Die Vorhersage - Wenn alle Satelliten oben sind - Ich hab ca 20 Stück in 30 Minuten vor NGC7000 gezählt...Ich weiß leider den link nicht mehr...
 

ws_mak12

Mitglied
Hi zusammen,

dann bleibt halt nur noch Planeten, Sonne und Mond abzulichten oder eben visuell zu beobachten. Spart am Ende Geld, da man ja viele teure Kameras und sonstiges Equipment nicht mehr braucht...:giggle: Musk meint es ja garantiert nur gut mit uns.:ROFLMAO:

Viele Grüße
Werner
 

ws_mak12

Mitglied
Immerhin kommt es dann von September bis April zu interessanten Bedeckungsereignissen. (y) Die Satelliten sind ja nicht weg...nur weil sie nicht mehr angestrahlt werden...
 

MiMeDo

Mitglied
Starlink Technologie: Das Beste!

Wer sagt, Kessler-Syndrom kann nicht passieren, das die Satelliten untereinander kommunizieren? Es Gab im Juli mit der Testflotte einen ungewöhnlichen Vorfall: Cees Bassa on Twitter
Äh, wenn man da ein bisschen weiter liest, kommt man zu dem Schluss, dass die Annäherung absichtlich gemacht wurde, warum auch immer. Z.B. um das Collision-Avoidance System zu testen. Immerhin wurde die Annäherung in einem deutlich niedrigeren Orbit durchgeführt. Der Test könnte ja schief gehen.


Hi zusammen,

dann bleibt halt nur noch Planeten, Sonne und Mond abzulichten oder eben visuell zu beobachten. Spart am Ende Geld, da man ja viele teure Kameras und sonstiges Equipment nicht mehr braucht...:giggle: Musk meint es ja garantiert nur gut mit uns.:ROFLMAO:
Eine weitere Möglichkeit wäre noch, nicht in der Dämmerung zu fotografieren. Zu einer Zeit wenn die Satelliten im Erdschatten sind.

Gruss
Thorsten
 

ws_mak12

Mitglied
Ich kenne die genauen Bahnen und Orbits nicht...aber vielleicht sieht es in der Antarktis ja besser aus mit dem "unverseuchten" Himmel...
 

ws_mak12

Mitglied
Achso...ich beobachte in der letzten Zeit fast ausschließlich visuell. Könnte mir vorstellen, dass ich dann Zeuge von der ein oder anderen Sternbedeckung quasi in Echtzeit werde, auch wenn's nur extrem kurz ist.:devilish: Spass... :giggle:
 

MiMeDo

Mitglied
[Antarktis...]
Eher nicht. Die Starlink-Satelliten sind gleichmässig verteilt. Und an den Polen kreuzen sich auch die Bahnen von all den sonnensynchronen und polaren Satellitenorbits (nicht Starlink). Da dürfte also eher mehr Traffic sein (und da fand auch die einzige Kollision bisher zwischen dem Iridium-33 und Kosmos 2251 statt).


Achso...ich beobachte in der letzten Zeit fast ausschließlich visuell. Könnte mir vorstellen, dass ich dann Zeuge von der ein oder anderen Sternbedeckung quasi in Echtzeit werde, auch wenn's nur extrem kurz ist.:devilish: Spass... :giggle:
(1,1m) / (7700m/s) = 1/7000 Sekunde. Yup, "extrem kurz" passt... :giggle:
Kann das der Video-Modus von den neuen iPhones? :cool:

Thorsten
 

ws_mak12

Mitglied
[Antarktis...]
Okay....also wenn ich bissi mehr Feuerwerk sehen möchte, muss ich da hin, verstanden.
Wird ja dann nicht bei dieser einen Kollision bleiben. Hätte den Vorteil: Ich war da noch nie;)... und außerdem gibt es dort sowieso das weltweit beste Seeing. (y) Endlich mal große Öffnung bei schnuckeligen Temperaturen ausreizen.:cool:

Viele Grüße
Werner
 

Okke_Dillen

Mitglied
Speichere meinen Kommentar und ich verspreche Dir, wenn in den nächsten 20 Jahren ein Kessler Syndrom wegen Starlink passiert, gebe ich Dir nen Bier aus
Dieses Bier wird mir nicht schmecken! Weiß ich doch, was der Preis dafür war... Nein, laß mal, mir wäre lieber, keinen Anlaß für dieses Bier zu haben.

Das ist frisch nach dem Start normal. In einigen Wochen sieht man sie nur noch in der Dämmerung.
das ist nur im Winter so. Im Sommer hat man richtig viel davon.

Noch ein paar Worte zu der Betäubungpille "Wirtschaftswunder Starlink": Internet für die entlegendsten und unzugänglichsten Winkel der Welt - was für ein verlogenes Argument! Die Menschen, über deren Köpfen fleißig Bomben abgeworfen werden, die in Dürregebieten ihr Auskommen fristen müssen, brauchen natürlich live und in HD unbedingt die letzten Posen der Kardashians. Davon werden sie satt und deswegen leben sie dann in Sicherheit?
Und diesen, um ihr tägliches Überleben kämpfenden Menschen, wird bestimmt auch die Äpp "feed me now", "give me water" und "peace for my home" das Leben retten. Äpps zum essen, trinken.... DAS ist die Lösung!

Es geht bei Starlink primär um den Hochfrequenzbörsenhandel, eins der ganz üblen Krebsgeschwüre der sogenannten "Zivilisation", eine "Wertschöpfungskette", die Geld ohne Gegenleistung, ohne Gegenwert, aus sich heraus generiert, wodurch sich die Geldmenge stets vergrößert, sich so sukzessive entwertet und denjenigen, die sich ihr Geld mit ehrlicher Arbeit verdienen, ebenjenes indirekt aber unausweichlich wegnimmt. Immer mehr. Das ist Schmarotzertum in Reinkultur. Bestehende Konflikte werden verstärkt und dort, wo jetzt noch keine sind, wreden neue geschaffen. Homo homini lupus!

Herzlichen "Glückwunsch", Starlink....

Gruß,
Okke
 

DocHighCo

Mitglied
Ich bin kein Linker Okke, aber wo Du rechts hast, hast Du recht. Ich habe es oben ja schon gesagt. Starlink dient nicht dazu die Armen dieser Welt über Internet mit Bildungsprogrammen zu versorgen, damit sie sich besser helfen können. Das würden auch Satellitenplatformen im geostationären Orbit erledigen können, wenn man wollte. Es geht, wie Du schreibst, um die Reaktionszeit - gerade beim Militär und nicht nur bei Finanzen. Über GEO bekommt man ein Feedback auf ein Remotekommando an eine Drohne z.B. nach frühesten einer halben Sekunde (~4 x 36000km). Wenn das Ding mit fast Schallgeschwindigkeit fliegt, viel zu langsam. Wenn das Steuerzentrum aber nur einige hundert Kilometer vom "Tatort" entfernt ist, dann dauert das über den nächsten Starlinksatelliten weniger als eine hundertstel Sekunde. Damit kann man unbemannte Kampfdrohnen steuern ohne sich in Gefahr zu begeben - zu Land, zu Wasser und in der Luft. Was mit Starlink etc. auf uns zukommt ist einen neue Art der Kriegführung - die eine Seite stirbt und leidet und für die andere Seite ist es nicht mehr als ein First-Person-Shooter-Game!

Gruß

Heiko
 
Wenn man die Bedeutung globaler Internet Versorgung auf sinnlose Videos der Kardashians reduziert, erübrigt sich leider jede weitere Diskussion. Das so ziemlich jede Wertschöpfungskette der Welt inzwischen an vernetzen Systemen hängt und künftig noch viel mehr hängen wird, wird man in Deutschland wohl erst in ferner Zukunft realisieren...
Ich wäre hier im Landkreis Vogelsberg auf jeden Fall auch sofort Starlink Kunde. Und hier fliegen weder Bomben noch hungern die Menschen.
Das so eine Technik militärisch genutzt werden wird ist natürlich sonnenklar. So wie jede andere Technik auch - einschließlich Teleskope als Zieloptik für Waffen...

LG Marcel
 

Okke_Dillen

Mitglied
Ja Heiko, völlig richtig, der mil-Aspekt ist gleich der nächste. Aber der ist ja bereits offen aggressiv, wo dann auch keine "rosa-Brille" à la sog. "Wirtschaftswunder" mehr hilft, darüber hinweg zu täuschen. Obwohl.... es gibt ja dieses wunderbare Konstrukt der "Achse des Bösen", schnell den Gegner dort verorten und schon legitimiert man sich die "Anwendung aller Mittel".
Wobei, "intelligente" Projektile beliebigen Ausmaßes (nano bis mega) bedürfen keiner Echtzeitkontrolle, solche sind weitgehend autonom.

Hehe, und ja, "links"..... Anstelle von vernunftbasierter Politik wird stures Lagerdenken à la "links", "rechts", "mitte", "oben", "unten", "blau", "grün", rot", "gelb", "schwarz" etc betrieben und damit die Unfähigkeit, ja sogar der Unwille, sich mit Aspekten des anderen Lagers zu befassen, unabhängig davon, ob das ein sinnvoller/vernünftiger Aspekt ist. Sondern er kommt aus dem gegnerischen Lager und deswegen ist alles, was von da kommt a priori Teufelszeug. Es kommt nicht mehr darauf an, WAS gesagt wird, sondern WER es sagt. Das ist m.E. der Zustand, in dem sich die Weltpolitik befindet. Bereits hierzulande trefflich zu beobachten.

Ich habe kein Problem damit, Argumente eines beliebigen Gegenübers, anzuerkennen und ggfs gutzuheißen. Aber ich räume ein, daß ich das erst lernen mußte. Immerhin ein Beweis dafür, daß man es prinzipiell lernen kann ;)
Eine Einstellung, mit der ich allerdings in kein Lager passe. Schnell fiele ich in Ungnade jedes beliebigen Lagers wegen Verstoßes gegen die Lagerdoktrin.

Starlink ist leider nur der Anfang und die Spitze eines nahenden Eisberges. Von 12.000 SL-Satelliten war zunächst die Rede und ca 60.000 insgesamt geplanten sog. Komm-Sats, wenn man Planungen anderer (US-)"Player" einbezieht. Ein delta von 48.000. Zusätzlich. Starlink hat inzwischen auf 40.000 erhöht (42.000?). In Summe dann also 100.000 solcher Objekte. Bleibt es dabei? Nein. Ein China war zu jenem Zeitpunkt nichtmal Teil dieser Überlegung.... Russland? Indien? ...? ...Nordkorea?? Von einer Anzahl >100.000 zusätzlicher Sats am Himmel darf man also getrost ausgehen. Konservativ gerechnet. Schöne Aussichten...

Ich wäre hier im Landkreis Vogelsberg auf jeden Fall auch sofort Starlink Kunde. Und hier fliegen weder Bomben noch hungern die Menschen.
Marcel, beeil dich, die ersten 500 Anmeldungen sollen einen erheblichen Rabatt bekommen....
Vllt hast du dann schneller schnelles Internet als es der "geplante" (sollte ich besser sagen "zer-plante"?) Internetausbau unserer Regierung bewerkstelligen kann..... oder eben doch nicht kann. Deinen Frust diesbzgl kann ich nachvollziehen!
Aber,
Wenn man die Bedeutung globaler Internet Versorgung auf sinnlose Videos der Kardashians reduziert, erübrigt sich leider jede weitere Diskussion. Das so ziemlich jede Wertschöpfungskette der Welt inzwischen an vernetzen Systemen hängt und künftig noch viel mehr...
an welcher Stelle sind die paar Millisekunden Vorsprung (45ms vs 75ms) für die fertigende Industrie - nicht die "Quatsch-Industrie" - von existenzeller Bedeutung, außer für die ach so verantwortungsvoll handelnde Finanz"industrie"?
Die Onlinespiel-Industrie? Ja schon, hier nützt es wirklich...

Gruß,
Okke
 

DocHighCo

Mitglied
Ich wäre bei uns auch in Zukunft eher für Glasfaser und nicht für Starlink - auch wenn es vieleicht länger dauert. Da machen wir uns wenigstens nicht abhängig von USA, China oder wem auch immer. Und ich habe noch nicht gehört, daß zwei Glasfaserkabel zusammen gestossen sind und eine Kettenreaktion ausgelöst haben.
Eine Glasfaser hatte ich bis jetzt auch noch nicht in einer Aufnahme (jedenfalls nicht bewußt).

Gruß

Heiko

PS:
Wobei, "intelligente" Projektile beliebigen Ausmaßes (nano bis mega) bedürfen keiner Echtzeitkontrolle, solche sind weitgehend autonom.
Nein die nicht. Aber stell Dir ferngesteuerte Kampfwagen oder Helikopter vor, die bei Aufständen oder im Straßenkampf eingesetzt werden oder für "Polizeimaßnahmen". Da wo der Gegner sich erst kurzfristig zu erkennen gibt oder ausgemacht wird und dann bekämpft wird.
 
Zuletzt bearbeitet:
Marcel, beeil dich, die ersten 500 Anmeldungen sollen einen erheblichen Rabatt bekommen....
Vllt hast du dann schneller schnelles Internet als es der "geplante" (sollte ich besser sagen "zer-plante"?) Internetausbau unserer Regierung bewerkstelligen kann..... oder eben doch nicht kann. Deinen Frust diesbzgl kann ich nachvollziehen!
Aber,

an welcher Stelle sind die paar Millisekunden Vorsprung (45ms vs 75ms) für die fertigende Industrie - nicht die "Quatsch-Industrie" - von existenzeller Bedeutung, außer für die ach so verantwortungsvoll handelnde Finanz"industrie"?
Die Onlinespiel-Industrie? Ja schon, hier nützt es wirklich...

Gruß,
Okke

Echt? Wo muss ich mich da anmelden? :Du

Die Ping Zeiten machen natürlich keinen Unterschied in den meisten Fällen. Ob ich aber an jeden Ort der Welt zu erträglichen Preisen Gigabit Internet bekomme oder zu horrenden Preisen gerade so ein Megabit macht einen gewaltigen Unterschied. Wir wissen glaube ich alle, das es sowohl in Europa als auch in Nordamerika Millionen von Menschen gibt, die auch in 20 Jahren noch keine Glasfaser im Haus haben werden. Und von anderen Weltregionen rede ich da noch gar nicht...
 

Okke_Dillen

Mitglied
Ich glaub das war am Ende eines der Promo-Videos von SpaceX, gestern, hatte mich den ganzen Abend durch allerlei pro- und contra-Videos gewühlt, um die Auswirkungen auf andere Bereiche besser einschätzen zu können und um zu versuchen, die Gewinn-Seite besser zu verstehen (meine - zumindest vorläufige - Bewertung eines Schaden-zu-Nutzen-Verhältnisses wurde leider nicht positiver)
 

eckehardt70

Mitglied
Hallo,

Ich stimme Okke und Heiko vollumfänglich zu und ob es nun links, unten oder oben ist ist erst einmal egal. Vielleicht hat es was mit gesundem Verstand zu tun, wenn man Dinge hinterfragt und auch mal nicht gut findet.
Ich denke auch der Vogelsberg und so manche andere Ecke in Deutschland und der Welt kann man an das Internet anbinden, ohne das Weltall vermüllen zu müssen. Wie ist denn die Weltbevölkerung verteilt? Ozeane, Wüsten und menschenleere Gebiete, aber ein weltumspannendes Netz, um den letzten Gamer interaktiv in Echtzeit spielen zu lassen. Die Finanzelite mit ihrem Casino ordne ich auch mal unter Spieler ein, nur das die Kerle noch richtigen Schaden anrichten. Ein kompletter Wahnsinn was da oben geplant ist. Vernetzte Wertschöpfungskette funktioniert auch jetzt schon ohne Starlink.
Wenn ich zurück denke, habe ich mich damals über die internationalen Raufahrtprojekte gefreut. Über Ländergrenzen hinweg wird die Zukunt gestaltet. Das hatte was positives! Momentan kommen immer mehr kaputte Typen mit wirren Ansichten an die Macht und stellen die Weichen. Aktienunternehmen dürfen das Welall zubasteln und kaum einen juckt es, weil es unter dem Deckmantel der Zukunftsgestaltung vermarket wird. Jedem sein Giganetz, während die Wertegemeinschaft ganze Landstriche in das Mittelalter zurückbomt. Was wohnen die auch auf unserem Öl! Schade, so hatte ich mir die Zukunft damals nicht vorgestellt.
Thomas fahr dich runter!

Gruß und CS
Thomas
 

Achim_B

Mitglied
Hallo Marcel,
Starlink wird Internet mit bis zu 1gigabit pro Sekunde zur Verfügung stellen. Das ist Glasfaser Geschwindigkeit.
Technisch zweifellos eine Leistung. Im privaten Bereich lassen sich damit aber nur Leute einfangen, denen nicht bekannt ist, daß die Geschwindigkeit des eigenen Internetzuganges oberhalb gewisser Mindestwerte nur einer von vielen Faktoren ist, von denen die Internetgeschwindigkeit letztendlich abhängt. Der weit überwiegende Teil der Internetuser hat keine bandbreitenfressenden Anwendungen. Auch wenn es sicher einige sog. "Poweruser" gibt ist die Werbung mit Gbit-Internet völlig gaga, auch wenn man kommende Entwicklungen wie das "Internet der Dinge", Hausautomatiserung etc berücksichtigt. Erst recht wenn ein so monströses Projekt wie Starlink dahintersteht, das andere Wissenschaftszweige beeinträchtigen wird und möglicherweise (!) sogar die künftige Raumfahrt in Frage stellen könnte (!). Weitere 30000 Satelliten - dann also insgesamt 42000 - wurden von SpaceEx beantragt. Das muß zwar nicht zwingend heißen, daß die auch gestartet werden, aber man sieht wohin die Reise geht. Auf die diversen Gesichtspunkte der Internetversorgung in den ärmsten Gebieten der Welt hast Du es bisher ja tunlichst vermieden zu antworten. Langer Rede kurzer Sinn: Die Darstellung des Herrn Musk, mit Starlink endlich weltumspannend die Menschen mit Gbit-Internet beglücken zu wollen, ist Quark. Auch wenn ich nicht der Erste bin, der hier diese Meinung vertritt. Das ist nur ein Nebenprodukt, verspricht aber wohl angesichts der Masse an potentiellen Kunden, seien es Bewohner unterversorgter Regionen (die es sich leisten können) oder einfach nur Gbit-Gläubige, die meisten Einnahmen. BTW: Mit welcher Internetgeschwindigkeit bist Du im Moment unterwegs?

Das so ziemlich jede Wertschöpfungskette der Welt inzwischen an vernetzen Systemen hängt und künftig noch viel mehr hängen wird, wird man in Deutschland wohl erst in ferner Zukunft realisieren...
Ich wäre hier im Landkreis Vogelsberg auf jeden Fall auch sofort Starlink Kunde. Und hier fliegen weder Bomben noch hungern die Menschen.
Das so eine Technik militärisch genutzt werden wird ist natürlich sonnenklar. So wie jede andere Technik auch - einschließlich Teleskope als Zieloptik für Waffen...
Deine Argumentation ist echt atemberaubend.

Gruß
Achim
 
Lieber Achim,

Erstens muss man das Potential ja nicht mit jedem Anschluss ausschöpfen wenn es noch nicht benötigt wird, zweitens gibt es durchaus auch heute schon Anwendungen für Gigabit Internet und drittens wird das System ja ein paar Jahre existieren. Die Anforderungen an Bandbreite wächst expotentiell und viele künftige Anwendungen sowohl im beruflichen wie auch im privaten Bereich werden künftig Gigabit oder Multi Gigabit Verbindungen benötigen. Für die Polemiker... 16k VR Videos von Khloe Kardashian z.B.

Was soll ich zum Themen Komplex Internet in Entwicklungsländern denn noch antworten, wenn der Sinn des Internets insgesamt einigen noch unklar ist... Ich könnte jetzt etwas von Chancen durch Informationszugang erzählen, von IT Startups in Kenya und Äthiopien (oder Indien), von der Chance knappe Ressourcen besser zu nutzen und digitale Dienste Global anzubieten. Hey, vielleicht bringt es ja einige sogar aus der Armut und dem Hunger hinaus. Aber solange noch ein Mensch hungert braucht schließlich niemand Internet in der dritten Welt. Das es weder die Aufgabe von SpaceX noch von Daimler oder irgend einem anderen Konzern ist, die Welt zu ernähren oder Frieden zu schaffen, geschenkt.

Ich war beruflich und privat viel in Ost Afrika unterwegs und weiß aus eigener Anschauung wie wichtig z.B. Smartphones für die dortigen Menschen sind. Wird das hier jemanden überzeugen? Nein. Von daher verabschiede ich mich auch nun aus dieser Diskussion.

Was meinst du eigentlich mit atemberaubend? Das jede Technologie militärisch genutzt wird? Das ist das Wesen des Menschen. Das kann man gut finden oder nicht, ändert aber nicht das geringste an der Wahrheit der Aussage. Was möglich ist und Macht bringt, wird auch gemacht.

VG Marcel
 

MiMeDo

Mitglied
Ähm! Von Ende Mai bis Ende Juli dämmert es nördlich von 50° Breite ununterbrochen. :rolleyes:
Ich weiß. Aber da in diesem Thread ständig Sachen gepostet werden, die in vorangehenden Beiträgen bereits erwähnt oder widerlegt wurden, dachte ich mir, dass ich mir das jetzt auch mal erlaube. Ausnahmsweise. ;)
Zum Glück sind professionelle Observatorien meist auf niedrigeren Breiten angesiedelt, so dass sich das Problem auf Nordamateure reduziert. Die haben's aber wirklich bekaçkt. Im Winter Wolken, im Sommer Starlink.

Ok, ein bisschen ernsthafter jetzt.

Militär und Hochfrequenzhandel:
Wenn ich Weltregierungschef würde, wäre eine der ersten 10 Amtshandlungen sicher, den Hochfrequenzhandel zu verbieten. Militär abschaffen ist eine komplexere Aufgabe, siehe Obama und Guantanamo. Allerdings ist das Problem dahinter das Wesen der Menschen (einiger, bei weitem nicht aller!), und Starlink ändert da nix dran. Ohne Starlink werden halt andere Techniken eingesetzt.

Und hier noch ein ganz interessanter Artikel bei Forbes von Ethan Siegel. So ganz ausgegoren scheint mir das zwar noch nicht, aber er zeigt doch auf dass es noch jede Menge Möglichkeiten gibt, das Problem in den Griff zu bekommen.
Das ist übrigens auch der Autor von diesem sehr schönen Artikel über den Brief von Ernst Stuhlinger an Sister Mary Jucunda über den Nutzen der Raumfahrt an sich. Auch im Zusammenhang mit Starlink nicht unaktuell.

Gruss
Thorsten
 

Achim_B

Mitglied
Hallo Marcel,

nun ja, man macht es halt, weil man es kann. Es ist wohl so wie bei der Entwicklung von Fernsehgeräten: Es sind schon einige Zeit 8k-Geräte auf dem Markt, obwohl noch nicht mal 4K-Inhalte in nennenswertem Umfang in Sicht sind. Und selbst die werden wohl nur auf sehr großen Displays und bei sehr kurzen Betrachtungsabstand einen merklichen Unterschied zu Full HD erkennen lassen. Aber warum nicht, es gibt keinen Grund den technischen Fortschritt künstlich aufzuhalten. Ob man als Anwender jeder [weibliches Borstentier mit drei Buchstaben - Zensurvermeidung:)] hinterherlaufen muß, die gerade durchs Dorf getrieben wird, muß jeder für sich entscheiden. Aber der Zweck heiligt nicht die Mittel, das ist auch der Extrakt meiner Meinung zu Starlink. Mobilität wird auch immer wichtiger und wir können nicht jede Landstraße zur Autobahn ausbauen. Nicht alles was hinkt ist ein Vergleich, ich denke es wird deutlich was ich meine.

Was meinst du eigentlich mit atemberaubend? Das jede Technologie militärisch genutzt wird?
Nein, daß das Militär Entwicklungen und Forschungsergebnisse auf Brauchbarkeit für die eigenen Zwecke abklopft ist kein Geheimnis. Es geht mir hier eher um Deinen Argumentationsstil:
Das so ziemlich jede Wertschöpfungskette der Welt inzwischen an vernetzen Systemen hängt und künftig noch viel mehr hängen wird, wird man in Deutschland wohl erst in ferner Zukunft realisieren...
Das ist schlicht und ergreifend falsch. Wer die Schattenseiten diverser Technologien in die Waagschale wirft wird quasi als Ewiggestriger und Fortschrittsverweigerer hingestellt, auch wenn Du das so natürlich nicht gesagt hast. Trotzdem: Es fehlt nur noch ein "Wacht endlich auf."

Und hier fliegen weder Bomben noch hungern die Menschen.
Ein völlig verquerer und nicht nachvollziehbarer Bezug zu Okkes Posting, der wohl seine Darstellung ad absurdum führen soll, auf welche Art auch immer.

So wie jede andere Technik auch - einschließlich Teleskope als Zieloptik für Waffen...
Aha - sollen die (Hobby-)Astronomen mal schön still sein, weil sich ja doch irgendwie ein (mehr oder weniger holpriger) Bezug von Teleskopen zu Waffen herstellen läßt? Das riecht doch stark nach Whataboutism.

Nix für ungut - Du hast gefragt, ich habe geantwortet. Und diese Antwort bitte ich natürlich nur als meine Meinung und nicht als persönlichen Affront aufzufassen.

Gruß
Achim
 

joetaiga

Mitglied
Die Frage ist, ob das noch in einem Rahmen ist, wo man es mit Sigma Kappa Clipping raus bekommt. So lange ein Satellit nicht direkt die selben Pixel trifft, wie ein anderer, bekommt man ihn heraus, wenn man eine gewisse Menge an Bildern hat. Bei Schmalband ist es kritisch, da man sehr lange belichtet, aber da ein Satellit kein diskreter Strahler ist, wird es nicht groß Auswirklungen haben.

Wie viele Satelliten sieht man heute? Keine Ahnung,1000? Wenn die sich dann alle ausgetobt haben...Musk wird ja nur der Anfang sein...sinds 50000? 100000? Das ist maximal Faktor 50-100. Heute habe ich ca alle halbe Stunde einen Satellit oder Flugzeug auf dem Chip meiner APS-C bei 3/4m Brennweite. Das wäre dann ein Strich all 20-30 Sekunden. Ist nur eine Daumenschätzung, aber in der Größenordnung wirds wohl sein. Nur bei kurzen Brennweiten ist dann gut was los.

Tot ist Deepsky Fotografie damit nicht, aber es wird schwieriger. Den Programmierern der Stacking Software wird da sicher was einfallen. Visuell wird es vielleicht nerven aber das wird trotzdem gehen. Richtig nerven wird es sicher, wenn man sich einfach rauslegen will und den Himmel anschauen. 2 mag hat da einer geschrieben, selbst wenn die Dinger auf ihrer Umlaufbahn sind....dann gute Nacht, wenn da 300-400 2 mag Sterne rumfliegen, die hie und da mal aufleuchten...

Eigentlich hatte ich grad wieder Licht am Horizont gesehen. Skybeamer sind deutlich weniger geworden, es werden die ersten Sternenparks aufgebaut, Straßenlampen strahlen nach unten und nicht überall hin. Das ist jetzt aber schon ein Tiefschlag. Kann mir auch nicht vorstellen, wer so was braucht. Für die armen Leute ist das sicher nicht, die können sich das nicht leisten. Für die nächste Generation sicher auch nicht, die zocken fast alle online, da brauchts einen guten Ping, das hat das Zeug nicht. In entlegenen Gebieten wohnen nicht genug Leute, um das zu finanzieren. Und selbst wenn der Typ, der alleine seinen Schlitten an den Nordpol zieht einen 8k Video-Live-Blog haben muss, wird das den Bock auch nicht Fett machen. Ich brauch's auch nicht. Handy Empfang ist hier lausig, aber 100mbit hab ich trotzdem. In 10 Jahren ist 1gbit sicher Standard in jeder Kleinstadt und auch beim Mobilfunk, d.h. die Masse der Leute braucht es auch nicht. Bleibt nur das Militär. Sonst fällt mir niemand ein.

Meine Konsequenz ist auf jeden Fall, dass Tesla für meinen Energiespeicher, der nächstes Jahr hier rein kommt, von ganz oben auf den letzten Platz der Kandidaten gerückt ist.

VG Joachim
 
Kann mir auch nicht vorstellen, wer so was braucht. Für die armen Leute ist das sicher nicht, die können sich das nicht leisten. Für die nächste Generation sicher auch nicht, die zocken fast alle online, da brauchts einen guten Ping, das hat das Zeug nicht. In entlegenen Gebieten wohnen nicht genug Leute, um das zu finanzieren. Und selbst wenn der Typ, der alleine seinen Schlitten an den Nordpol zieht einen 8k Video-Live-Blog haben muss, wird das den Bock auch nicht Fett machen. Ich brauch's auch nicht. Handy Empfang ist hier lausig, aber 100mbit hab ich trotzdem. In 10 Jahren ist 1gbit sicher Standard in jeder Kleinstadt und auch beim Mobilfunk, d.h. die Masse der Leute braucht es auch nicht. Bleibt nur das Militär. Sonst fällt mir niemand ein.


VG Joachim

Lieber Joachim,

Eigentlich wollte ich ja nichts mehr dazu schreiben, aber ich tue es nun doch noch ein letztes mal... Wer gerne den Sinn und die ökonomischen Hintergründe zu Starlink nachlesen möchte, kann dies unter folgendem Link tun:


Der Autor ist promovierter Physiker und arbeitet fürs Jet Propulsion Laboratory der NASA - eine gewisse Sachkompetenz sollte man ihm also unterstellen.

Beste Grüße,
Marcel
 

joetaiga

Mitglied
Der renommierte Physiker kommt bei einem Satellitengewicht von 227kg und 2500$/kg auf Startkosten von 100k$ pro Satellit. Mit Starship sogar auf 15k$. Damit wären das dann <1$/GB. Kein Mensch weiß, ob und wann Starship fliegt und was es kostet. Hört sich seriös an die Rechnung............

Ist mir am Ende auch egal. Dann haben ein paar Leute, die ohnehin schon sittenwidrig viel Geld für sich alleine haben, noch mehr Geld für sich alleine. Für mich und für fast alle anderen Menschen auf der Welt, macht das keinen Unterschied, außer dass sie vielleicht noch unwichtiger geworden sind als ohnehin schon und der Nachthimmel komplett versaut ist. Da freue ich mich ja total drauf, wenn sich eine Einzelperson mit übergroßem Ego ein Denkmal setzt, dass jedem Mensch auf der Erde jeden Tag vor der Nase herum tanzt. Das hat noch keiner geschafft. Egal wo ob bei den letzten Naturvölkern am Amazon, einer Bergsternwarte in den Alphen oder bei den Pinguinen am Südpol. Ganz super!

Astrofotos werde ich sicher weiter machen können, aber im Sommer abends entspannt auf der Terrasse liegen und den Sternhimmel genießen, wird für die nächste Generation sicher Geschichte sein, wenn die Teile tatsächlich 2 mag haben sollten. Und da rege ich mich zu recht auf und nein da muss ich nicht warten, ob es überhaupt so schlimm wird. Alleine das vielleicht reicht mir schon um Theater zu machen.
 

MiMeDo

Mitglied
2 mag haben sie bestimmt nicht, höchstens die in niedrigen Orbits wenn ein Flare erzeugt wird in der Dämmerung in Horizontnähe. Eher 6-7mag, also was für gute Augen unter gutem Himmel.

Gruss,
Thorsten
 

Dysnomia

Mitglied
Der renommierte Physiker kommt bei einem Satellitengewicht von 227kg und 2500$/kg auf Startkosten von 100k$ pro Satellit. Mit Starship sogar auf 15k$. Damit wären das dann <1$/GB. Kein Mensch weiß, ob und wann Starship fliegt und was es kostet. Hört sich seriös an die Rechnung............
SpaceX Prototyep 1 vom Starship ist heute Nacht in die Luft geflogen. Sah wie ein überdimensioniertes Tischfeuerwerk aus. 😂

2 mag haben sie bestimmt nicht, höchstens die in niedrigen Orbits wenn ein Flare erzeugt wird in der Dämmerung in Horizontnähe. Eher 6-7mag, also was für gute Augen unter gutem Himmel.
Somit wären gleich einige Dutzend Satellitenspuren auf weitwinkligen Aufnahmen. Man kommt bei 20 bis 30 Sek. Belichtungszeiten auf eine Grenzgröße von ca. 8 mag.

Zu sagen „Wir brauchen das Internet mehr als einen unberührten Nachthimmel", ist gleichbedeutend mit "Wir brauchen das Internet mehr als ein sauberes Meer".
 

MiMeDo

Mitglied
Mein Kommentar bezog sich auf:
"...im Sommer abends entspannt auf der Terrasse liegen und den Sternhimmel genießen, wird für die nächste Generation sicher Geschichte sein, wenn die Teile tatsächlich 2 mag haben sollten."
Also visuelle Beobachtung.

"Man kommt bei 20 bis 30 Sek. Belichtungszeiten auf eine Grenzgröße von ca. 8 mag."
Hm, das gilt doch für Punktquellen, oder? Demnach sollten bewegte Satelliten dieser Helligkeit noch nicht sichtbar werden... :unsure:

Trotzdem ist natürlich klar dass das für Fotografen erstmal kompliziert wird. Hoffen wir, dass es da bald brauchbare Lösungen geben wird. Sowohl von der Verursacherseite (reduzierte Albedo, geeignete Ausrichtung von Satellit und Solarzelle...) als auch von Fotografenseite (Software...), um das Problem in akzeptablen Grenzen zu halten.

Zur Klarstellung: Wenn ich hier ständig pro-Starlink argumentiere, dann ist das nicht weil ich es super finde dass die den Nachthimmel "versauen", sondern weil ich es wichtig finde, dass in so einer Situation sehr sauber argumentiert wird; dass wahres von unwahrem und wichtiges von unwichtigem getrennt wird. Trotz "Aufregung" über das Thema. Denn wenn nicht, wird es eher kontraproduktiv und man landet schnell in der Ecke "die Spinner die sich wegen jedem Mist aufregen".

Gruss
Thorsten
 
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