APM 82 vs APM 120 / 100 / 70 und die Sehfeld (FOV) Frage

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So kann man aber auch auf 400 Beiträge kommen..

Kaum passt man nicht auf, passiert genau das... :D

Aber die Realität ist: man kann einen Thread nicht wirklich kontrollieren. Jeder darf seinen Senf dazugeben, und manchmal diskutiert man dann zwischendurch über ganz andere Dinge. So ist das Leben. Im Übrigen hast nicht nur Du noch offene Astro-Fragen, die habe ich ebenso, und die wird es auch immer geben... :coffee:

lg
Niki
 
Hallo Niki,

kann ich denn damit, dass Dir dieses Nebenthema wichtiger ist, auf Deine schweigende Zustimmung schließen, dass es zahlreichen beratenden Beiträgen an mangelnder Beachtung von Grundlagenwissen fehlt, wodurch gerade dieses wichtige Wissen nicht oder schlimmer noch verzerrt bis verfälscht weitergegeben wird? Du hattest Dich ja auch bereits dahingehend geäußert, dass beim Fragesteller noch Grundlagenwisse fehlt und vorgeschlagen, dieses Wissen außerhalb des Threads oder gar des Forums anzueignen. Was ja mehr als andeutet, dass Du nicht siehst, dass es in der Forenberatung hinreichend fundiert vermittelt werden kann. Ich hätte das gerne anders und suche das mit meinen Beiträgen zu tun - scheint nicht gerade beliebt zu sein, weil es ja beständig Beratungsmängel aufzeigt, also an Befindlichkeiten Kratzer erzeugt, die ich nicht mit :coffee: betäuben mag.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Sven,

mir ist das "Nebenthema Emoticons" tatsächlich nicht wichtiger. Erst durch Deinen Nachsatz mit den Smileys habe ich nochmals nachgedacht, wie wohl Deine Sichtweise dazu ist und warum.

Auch wenn ich hier off-topic werde: ich denke, man kann bei Beratungen oder Erklärungen selten mit ein oder zwei Sätzen einen Sachverhalt korrekt und umfassend darstellen, und je mehr Sätze ich brauche, umso unübersichtlicher wird es. Das liegt in der Natur der Sache, denke ich. Einfache Erklärungen greifen zu kurz, lange sind eher unübersichtlich. Ob Forum oder Gespräch, neben diesen Fakten (würde auch Günther wohl sagen) gibt es auch viele andere Einflüsse, wie persönliche Vorlieben und Produktversprechen, Erfahrungsberichte und dergleichen mehr.

Was ja mehr als andeutet, dass Du nicht siehst, dass es in der Forenberatung hinreichend fundiert vermittelt werden kann. Ich hätte das gerne anders und suche das mit meinen Beiträgen zu tun - scheint nicht gerade beliebt zu sein, weil es ja beständig Beratungsmängel aufzeigt, also an Befindlichkeiten Kratzer erzeugt, die ich nicht mit :coffee: betäuben mag.

Also ich persönlich lese Deine Meinung hier sehr gerne. Sie ist für mich meistens verständlich und gut formuliert, "Beratungsmängel" sind eher etwas Systemimmanentes, da die Übermittlung von Wissen, Erfahrung und persönlicher Sicht eben immer ein Gemisch sein wird, das nie wirklich objektiv sein kann. Und das muss es auch nicht. Insofern denke ich sehr wohl, dass Deine Bemühungen hier durchaus beliebt sind. Ob der Kaffee (oder sagen wir: das Icon einer heissen Tasse) "betäubt" oder belebt, kann jeder für sich entscheiden.

Ich bin durchaus sehr selbstkritisch, was "Beratung" anbelangt, da ich gefühlsmäßig viel mehr an dieser Welt und der Astronomie NICHT verstehe, als dass ich sie verstehe. Also "lese ich gerne jenen zu", die hier tieferes Wissen haben und vermutlich stets haben werden. Meine Stärke sind (trotzdem ich Techniker bin) wohl eher die Betrachtung und Einbeziehung des Umfelds, der Nebengedanken, der Philosophie und des Marketing, hier versuche ich rein technische Fakten in einen neuen Kontext zu stellen, was auch nicht jeder mag...

So komme ich denn auch immer wieder mal zurück auf das stark verkürzte "hey, guck durch und gut ist´s", was einem Fragenden technisch nichts erklärt, aber manchmal auch ein wenig Licht wieder auf das Erleben selbst lenkt, auf die Faszination, und das Verlieren in hundert gleichzeitige Fragen vielleicht manchmal ein wenig mildert und die Verzweiflung, alles bedenken und richtig machen zu müssen, ebenso.

Zwischen diesen Polen bewegt sich ja diese kleine Forenwelt. Wir schauen ja nicht primär durch ein Teleskop, weil es zB 12" hat oder nur, weil es ein Mak ist oder schwarz oder grün, sondern wegen es Gefühls, das wir bekommen wenn wir den Himmel damit betrachten. Ausgenommen natürlich bei unsere geliebten Tests, wo wir Winkelauflösung, Kontrastübertragung und den ganzen Schnickschnack und all die technischen Zusammenhänge verstehen und ermessen wollen.

Also diesmal für Dich ohne Kaffee.

lg
Niki
 
2“ Okulare bieten keinen Mehrwert bei Hochvergößerung.
Hallo Sebastian, ja ich weiss. Habe mich nur falsch ausgedrückt..

Ich würde u.a. wegen des möglichen wahren Gesichtsfeldes (wGF) das 90er Borg-Bino vorziehen. Damit könnte ich etwa 4,3° wGF randscharf erzielen
Was ich hier nicht verstehe.. Du würdest dir ein super teures Borg Bino kaufen nur um bei (und bis) ca 25x Vergrösserung ein möglichst weites Sehfeld zu haben? Habe ich das richtig verstanden?
(4,3° wGF müssten beim 90er Borg-Bino und >70° 2" Okularen ca. 25x ergeben).

Und die 25x würden dir dann genügen?
(25x müsste dir genügen, denn bei höheren Vergrösserungen würde das wGF wieder abnehmen)

Ich finde das erstaunlich.. Ich meine wenn man den hohen Gesamtpreis bedenkt..
LG, sebastian
 
Hallo Sebastian,

der andere Sebastian trifft genau das, was auch mich an solchen Binos fasziniert, wenn ich mal durchschauen kann.
Weitfelt ist auch für mich die Domäne solcher Geräte und für mich fängt Weitfeld bei.......naja 3,5° erreichbarem tatsächlichem Gesichtsfeld an und 4° + X ist genial.
Andromeda GX komplett braucht unter gutem Himmel 4°, Plejaden, Nordamerikanebel, California, die Krippe, Milchstraßenfelder mit mehreren Objekten im Feld und noch vieles mehr, das unter gutem Himmel ist Weitfeld in seiner genialsten Form.
25fach hebt sich schon sehr gut von Freihandferngläsern ab.
Da dann nochmal mit 50fach und 80fach reingehen können ist klasse.

Schön wenn so ein Ding auch mal 100fach kann ohne einzubrechen, ist ne nette Zugabe, zumal das ja gegenüber Mono von der Vergrößerung her (nein nicht von der Auflösung her, wirklich nicht) schon etwa gefühlte 140fach sind (das ist wieder so ein Mittelwert der individuell auch mal 1,3 oder 1,5 sein kann oder gar nicht zum Tragen kommt), aber das geht dann mit mehr Öffnung und anderen Systemen besser und das ist auch gar nicht so teuer.

Würde ich mir so ein gutes Weitfeldbino kaufen?
Jederzeit sofort, wenn ich es mir leisten könnte und schon einen richtig fetten, richtig guten Dobson hätte.
Ich hab halt Platz, gute Bedingungen und sehr breit gestreute Beobachtungsinteressen.

Gruß
*entfernt*
 
Weitfelt ist auch für mich die Domäne solcher Geräte und für mich fängt Weitfeld bei.......naja 3,5° erreichbarem tatsächlichem Gesichtsfeld an und 4° + X ist genial.
Andromeda GX komplett braucht unter gutem Himmel 4°, Plejaden, Nordamerikanebel, California, die Krippe, Milchstraßenfelder mit mehreren Objekten im Feld und noch vieles mehr, das unter gutem Himmel ist Weitfeld in seiner genialsten Form.
Da dann nochmal mit 50fach und 80fach reingehen können ist klasse.
3,5° bis 4°+ bei 50fach oder 80fach??
Wie macht man das?
 
Hallo Sebastian,

entschuldige die Unschärfe in meinem Beitrag.
Du selbst hast für die 25fach mit dem genannten Gerät 4,3° angegeben, das war mein Aufhänger, genau das ist Weitfeld in genialer Form für mich.
Dass man mit den Okularen für die höheren Vergrößerungen an dem Gerät dann, je nach Feldblende/Gesichtsfeld Feld einbüßt, ist nicht zu verhindern. Das ist aber in Kauf zu nehmen, um zu mehr Auflösung und Detail beim Beobachten der Objekte zu kommen.

Gruß
*entfernt*
 
Ok, verstehe.
Teurer Spass für die paar ° mehr.

Aber klar, wenn ich im Lotto gewinne, würde ich mir das überlegen.
.. oder abwarten was der kommende 70er Borg-Bino kosten wird.
Wie teuer war eigentlich der letzte 70er? (bei AOKswiss wird der z.Zt. nicht angeboten)

Und was nimmt man dann für Okulare? Gibt es 120° Okulare dafür? :)
 
Zuletzt bearbeitet:
Günther hat es sehr gut beschrieben und Du hast es korrekt zusammengefasst: Teurer Spaß für die paar Grad mehr. (Und für etwas besser bei höheren Vergrößerungen. Und für ziemlich leicht. Usw.)

Aber wie gesagt, ein 70er APM liefert Dir immerhin auch schon ~4° für kaum mehr als die Hälfte des Preises meines Borg-Binos (und ein Drittel des Preises eines 90ers mit 2”).

Viele Grüße
Sebastian
 
Was kostet ca. ein 70er Bino-Borg? (ohne Stativ, Stativkopf und Okulare)
Nur dass ich eine Vorstellung habe..
Kann nirgends einen Preis finden.
 
Hallo Niki,

ich muss Dir zu dem Zeitpunkt noch Antwort schreiben, was früher nicht ging. Es ist aber sehr kurz:

Grundlagenwissen ist derart fundiert belegt, dass es nicht verhandelbar ist. Da geht es nicht um Meinung, auch nicht um Erfahrung oder Schätzwerte. Es mag sein, dass dies an der Stelle schwer vermittelbar ist, wo es dem Gegenüber an der nötigen Erfahrung fehlt. Es wirkt dann wie ein Beharren, und ja: Es ist ein Abwürgen anderer Meinungen, aber ein sehr, sehr, sehr :coffee: begründetes. Meinung gegen Wissen, das ist oft schmerzlich für denjenigen, der nur meinen kann. Grundlagen-Wissen, nicht Grundlagen-Theorie, nicht Grundlagen-Vermutung, nicht Grundlagen-Religion. Definiertes Wissen.
Wenn man sich das außerhalb des Forums besorgen muss, weil es hier nicht vermittelbar ist, dann sollte man den Laden abschalten. (Und dieser letzte Satz ist nun Meinung und der einzige Punkt, an dem man diskutieren kann.)

Clear Skies
Sven
 
Nochmals Hallo Niki,
wie ist bei dem Nitrotech N8 die untere Anbringung an das Stativ?
1/4" oder 3/8" Öffnung?
Grüße, Sebastian
 
@Niki
super danke!
Ist das N8 mit dem AMP 100 nicht bereits am Limit? Und dann vielleicht noch schwere Okulare..

Was wäre andererseits, wenn man die N12 nehmen würde, dort aber ab und zu auch ein leichtes Fernglas benutzen möchte? Die N12 hat ja einen Counerbalance von 4-12 kg. Würde das für Ferngläser <4 kg trotz dem funktionieren?

Und die Berlebach C29, ist die schnell aufgebaut?
LG, Sebastian
 
Ist das N8 mit dem AMP 100 nicht bereits am Limit?

Doch, ist es definitiv. Mit 2 x 24 Panos geht es gut.
Mit schwereren Okus müsste man die Kupplung fester anziehen und es sozusagen klemmen.

Was wäre andererseits, wenn man die N12 nehmen würde, dort aber ab und zu auch ein leichtes Fernglas benutzen möchte?

Vermutlich würde sich das Ding von selbst wieder waagrecht stellen, aber natürlich kann man es mit der Kupplung auch fixieren. Dann muss man sie halt immer lösen, wenn man es verstellt. Aber für ein leichtes Glas kannst Du einen kleinen Fotoneiger auch nehmen, der hat keinen Gewichtsausgleich.

Und die Berlebach C29, ist die schnell aufgebaut?

3 Stativbeine auseinanderziehen und ggf. auch ausziehen, das unterscheidet sich ja nicht von allen anderen Stativen dieser Welt, die 3 Beine haben. ;) Kurbelsäule rauf dauert 5 Sekunden. Wenn Du den Nitro-Kopf oben lässt, dann steht das Stativ samt Kopf also in etwa 1 Minute.

Das Bino drauftun und die Rutschkupplungen temperaturgemäß anziehen, damit es weich und gut läuft, braucht auch ca 1 Minute.

lg
Niki
 
Hallo Niki, hattest du schon Gelegenheit durch die Nagler T6 zu schauen und sie mit deinen Delos zu vergleichen?
Mich würde interessieren, ob der Grössere Augenabstand der Delos den "Nachteil" kleineres FOV aufwiegt.
LG, Sebastian
 
Ok, und wie ist es mit den 10mm Ethos? Sind sie zu groß für ein 100er APM? Ungeeignet?
Das 100° FOV ist hier interessant..

Gleiche Frage zu den 9mm APM Lunt XWA. Die kosten viel weniger als die Ethos aber haben auch 100°.
Wären die ok für ein Bino, oder zu groß? Wie kommen die Ethos & Lunt mit dem schnellen f/5,5 zurecht?

Bestimmt können die Lunt den Ethos nicht das Wasser reichen, aber wenn der Unterschied nicht zu groß ist,
wären sie auch eine Überlegung wert. Finde nicht so viel im Internet zu den Lunt..
Vielen Dank, Sebastian
 
Was hat sich bei einem 90° APM Bino mehr bewährt, ein Sucherfernrohr mit Winkeleinblick (z.B. 6x30) oder ein gerader Leuchtpunktsucher wie z.B der von APM/TS/WO/Omegon etc.?
LG, Sebastian
 
Hallo zusammen
Wir sind auch aktuell mit der Okular Auswahl für ein APM ED-APO 100mm 45° beschäftigt:
2x 10mm Ethos - komme nicht in den Fokus
2x 8mm Ethos - TOP Bild - aber die Okulare sind relativ gross und schwer
2x 6mm Ethos - etwas unruhiges Bild - hat uns nicht gefallen

Nagler / Panoptik:
2x 3,5mm Nagler - sehr unruhiges Bild -Vergrößerung zu hoch
2x 9mm Nagler - super!!!
2x 19mm Panoptik - IDEAL und die besten am APO (unsere Ansicht)

Baader:
2x 17,5mm Morpheus - Sehr GUT - Empfehlung
2x 4,5mm Morpheus - sehr unruhig - nicht optimal

nutzen einen Leuchtpunktsucher..

Gruss
Christian
 
Hallo Christian!
danke Vielmals! Super Infos!
Hätte ich nicht gedacht, dass die 10mm Ethos nicht in den Fokus kommen.
Die Rede ist aber von einem Refraktor und nicht Bino oder? Also monookular?
Nehme ich einmal an, sonnst könnte man die Baader Morpheus wegen den 2" nicht installieren :-)

2x 8mm Ethos - TOP Bild - aber die Okulare sind relativ gross und schwer
2x 6mm Ethos - etwas unruhiges Bild - hat uns nicht gefallen
Ebenfalls, besten Dank für die "Warnung"!

Nagler / Panoptik:
2x 3,5mm Nagler - sehr unruhiges Bild -Vergrößerung zu hoch
2x 9mm Nagler - super!!!
Ich nehme an du meinst die T6 Reihe?

2x 19mm Panoptik - IDEAL und die besten am APO (unsere Ansicht)
Was ich im Internet so lese betrachten die meisten Leute die 24mm Panoptic am Bino als "gesetzt" an.
Habt ihr die auch mal probiert?
Warum habt ihr euch für die 19mm und nicht für die 24er entschieden?

Baader:
2x 17,5mm Morpheus - Sehr GUT - Empfehlung
2x 4,5mm Morpheus - sehr unruhig - nicht optimal
Wollt Ihr nicht mal die APM Lunt XWA ausprobieren? Die sollen qualitativ nahe an den Ethos sein und sie sind mit Sicherheit besser als die Baader (Bezogen auf Transmission, Farbfehler und Schärfe). Außerdem das große FOV von 100° und 110°. Vor allem die 9mm XWA im Vergleich zu den Nagler T6 9mm wäre interessant!

Auf jeden Fall Super Tipps. Stehe kurz vor dem Kauf von Okularen, daher hilft es mir sehr.
Wollte eigentlich mit den 24mm Panoptic beginnen..
LG, Sebastian

PS
Und die Delos werdet ihr die auch noch testen?
Die haben einen angenehm großen Pupillenabstend von 20mm..
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Sebastian
Nein es geht hier um das APM ED-APO 100mm 45° Binokular
APM Bino
Nö die Morpheus sind 1,25" Okulare
Ethos: Warnung wäre übertrieben - sind uns selber noch nicht einig was wir mit den 8mm machen.
Nagler: Ja sind die T6
Panoptic: Die 24mm haben nur 22fache Vergrößerung - die 19" haben dann 28 fache - finde Ich besser

Testen gerade noch Explore Scientific 24mm (68°) / 11mm / 6,7mm (82°) - erste Test sind sehr vielversprechend und der Preis der Okulare ist super!

Nein weitere Tests und Okulare sind nicht geplant.

Gruss
Christian
 
Liebe Sternfreunde!
Es ist soweit. Es wurde investiert :) und hier wie versprochen mein Feedback:

Equipment
Hauptgerät
Es wurde (Trommelwirbel) das AMP 100 mm 90° ED-Apo
Ich bin ja mit der Idee "ästhetisch schöner Anblick + weites FOV" gestartet. Nun, das war einfach. Einmal da draussen, bei schöner Sicht, gibt es keinen schöneren Anblick als das direkte Beobachten komplett ohne Geräte :D (na ja, meine Brille hatte ich auf :) ) Und als netten Nebeneffekt hat man ein maximales FOV :p
..jaaaa, auch da muss man erst drauf kommen ..Hab wahrscheinlich von Anfang an diesbezüglich zu kompliziert gedacht..

Da sich das FOV "Problem" also in Luft auflöste, konnte ich nun eine grössere Öffnung anpeilen. So wurde es das 100er und nicht das 80er Bino. Ich habe auch kurz überlegt das 120er zu nehmen, aber der fast doppelte Preis und das höhere Gewicht haben mich abgeschreckt. Ich muss aber sagen, hätte das 120er die Möglichkeit 2" Okulare zu benutzen, würde ich den Kauf ernsthaft in Erwägung ziehen. Warum kann das 120er keine 2" Okulare??! Ich bin mir Sicher, das würde bei APM auf Anhieb und mit großem Abstand das Zugpferd werden!!

Okulare
Da ich Step by Step vorgehen möchte, vorerst nur die 24mm Variante. Und zwar die APM/Lunt UF.
Später sollen weitere APM XWA folgen. Ich habe viel über Okulare gelesen, und wäre ansonsten wohl bei TeleVue gelandet. Aber was man so liest, sind die Unterschiede wohl nicht den Aufpreis wert.

Stativ
Konnte ein gebrauchtes ergattern. Es heisst: "Linhof Heavy Duty Professional", ist ein älteres Modell dass es neu (in dieser Ausführung) nicht mehr zu kaufen gibt. Es ist massiv und hat eine Kurbel. Soweit ok.

Stativkopf
Da fand ich den Rat von Niki (Nitrotech N8) von Anfang an gut. Habe mich aber für die N12 entschieden, da der Preis mittlerer Weile heruntergesetzt wurde (kommen bald Nachfolgemodelle auf den Markt).

Karten
Stellarium App + Sky Safari Plus App auf dem Tablet

Sucher
keiner :) ..kommt noch

Nachtsession am Himmel
Beobachtungszeit ca. 3h von 23:30 - 2:30 Uhr. Der Aufbau war schnell erledigt. Habe mir einige Objekte vorher in der Sky Safari App in einer Beobachtungsliste zusammengestellt (u.a. Andromeda Nebel, M7, M6 und M27).

Leider lassen sich Objekte vorab nicht in der Stellarium App speichern. Stellarium finde ich irgendwie viel besser in der Darstellung (realistischer). Sowohl Gesamthimmel als auch die einzelnen Objekte. Ausserdem werden in Stellarium die Namen in deutsch angezeigt. So bin ich also leider immer zwischen den beiden Apps hin und her gesprungen.

Den Himmel fand ich schön. Konnte noch Sterne bis ca. Mag 8.0-8.5 mit dem bloßen Auge erkennen. Andromeda war dann auch relativ schnell mit dem Bino gefunden. M6 und M7 war schon schwieriger. Hatte nicht wirklich Anhaltspunkte. Selbst den Stachel vom Skorpion konnte ich nicht finden. War wohl zu nahe am Horizont.. Aber plötzlich.. ein Sternhaufen im Sehfeld ..In der App vergrössert. Sternanordnung verglichen.. Ja, es war der Schmetterlingshaufen :) Jetzt musste ich nur noch 2,5° nach S/O schwenken und M7 war auch da. Zuletzt habe ich mir den Hantelnebel vorgenommen. Der war für mich schwer zu finden. Irgendwo zwischen Altair und Vega. Aber dazwischen scheinen alle Sterne zimlich homogen.. Na ja, muss man halt genau schauen, dann findet man auch den Pfeil :) Vom Pfeilende 3° nach oben geschwenkt und da war er.

Diese Schwenks z.B. um 3° das geht alles recht gut mit dem 24mm Okular, aber ich frage mich, wie soll ich das mit den höher vergrösserenden Okularen machen? Nach Gefühl 6x um 0,5° in eine Richtung schwenken, weil man weiß, dort irgendwo müsste mein Objekt sein, das wird dann nicht mehr machbar sein.
Mit einem normalen Leuchtpunktsucher wird ein (z.B) Hantelnebel aber auch nicht zu sehen sein.
Also einen weiteren vergrössernden Sucher benutzen?

So, das war sie jedenfalls, meine erste Nachtsession mit dem APM Bino.
Und alles ohne Sucher :eek:
Immerhin habe ich gelernt einige Sternbilder zu orten bzw. zu identifizieren.

War insgesamt sehr schön, obgleich M6, M7, M31 nur milchige Flecken/Schleier waren..
Überrascht war ich vom Saturn. Die Ringe von der Kugel schön und deutlich getrennt sichtbar. Und das bereits bei dieser Vergrösserung. Habe ich so nicht erwartet.
Einen Bonus zum Abschluß gab es auch. :) Als nette Überraschung bot sich mir um 1:11 Uhr der Anblick der Ariane 5, die gerade als ich dabei war das Sternbild Bärenhüter zu identifizieren, von dort aus in Richtung Gr. Bär flog.

Nächster Schritt
Natürlich Sucher und weitere Okulare besorgen.
Und auch UHC Nebelfilter. Habe an den Astronomik UHC gedacht..

Noch ein Wort zu den Okularen. Habe keine Vergleichswerte, aber bei meinen 24mm APM/Lunt ist mir nichts negatives aufgefallen. Keine Farben, Verzerrungen, Unschärfen etc. Das Bild war scharf bis zum Rand. Und wenn dann vielleicht die letzten 5-10% leicht unscharf, aber da schaut man ja sowieso nie hin. Bin zufrieden.

Ach ja, was mir im Allgemeinen noch aufgefallen ist. Die Deep Sky Objekte wie z.B. M6, M7 konnte ich viel besser sehen und in ihrer Gesamtheit erfassen, wenn ich nicht direkt drauf, sondern leicht daran vorbei (ca. 0,1° - 0,5°) geschaut habe. Stimmt etwas nicht mit meinen Augen? Kennt jemand dieses Phänomen?

LG, Sebastian
 
Zuletzt bearbeitet:
Danke für die Rückmeldung! Das klingt doch positiv!

Zum Thema Sucher: Ich halte den für verzichtbar. Schwierige Objekte suche ich mit den langbrennweitigen Okularen und stecke dann um auf die Okulare für die gewünschte Vergrößerung. Schwierig würde das nur für Objekte, die in Deinen 24mm Okularen nicht zu sehen sind, aber für solche kleinen und schwachen Objekte ist das Grossfernglas sowieso nicht das geeigneteste Instrument.

Viele Grüße
Sebastian
 
Zum Thema Sucher: Ich halte den für verzichtbar. Schwierige Objekte suche ich mit den langbrennweitigen Okularen und stecke dann um auf die Okulare für die gewünschte Vergrößerung.
Hallo Sebastian,
daran habe ich auch schon gedacht, aber mir gefällt nicht die Idee, bei jedem neuen Objekt die Okulare wieder wechseln zu müssen. Dieses häufige hin und her Wechseln würde auf Dauer vielleicht dazu führen, dass zu viel Staub in das Teleskopinnere gelangt.
Schönen Gruß
Sebastian
 
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