Seestar S50

Für Mond und Sonne super. Für die helleren Deep Sky Objekte klasse im Bereich der Optik.
Planeten natürlich nicht so prickelnd. Da bräuchte man mehr Öffnung und mehr Brennweite.
Aber man sieht Jupiter mit den Monden und den Ring von Saturn.
Aber da kommt es an ein großes nicht ran. Daher nutze ich es selten für Planeten.
Aber es findet Neptun, Uranus, ... sofort. Was konventionell nicht immer so einfach ist.

Gruß Play
 
Hi Alexander @trillano und andere,

also kurz von mir einen einfachen Anwenderbericht:

vorher Aufladen (wichtig, Akku hält ca. 5h), draußen aufstellen (egal wie), einschalten, App auf dem Smartphone mit dem Seestar "connecten", Objekt (oder auch eine Position) auf der Karte oder aus dem Katalog auswählen, "Gazing" drücken, Live-Bild begutachten, Aufnahme drücken, entstehendes Bild beobachten.
Geht auch alles im warmen Wohnzimmer.

Oder man verbindet es sogar mit dem Haus-Wlan, dann kann man während man woanders Fussball schaut das Seestar nebenher steuern. ;)
(was mich aber ins Überlegen bringt, dass ich wieder mehr visuell mit meinem 12 und 20 Zoll Dobson beobachten will)

Fertig!
Kaufen, jetzt! ;)

Gruß
Peter
 
Zuletzt bearbeitet:
Genau. Geht auch bequem vom Wohnzimmer aus. Da ich im ersten Stock wohne und das Seestar weiter weg stehen würde, weiter als das WLan reicht, habe ich mir einen WLan Repeater / Extender gekauft (20,-). Wenn es also a.kalt ist, muß man sich nicht den H. abfrieren. Bequemer war Astrofotographie noch nie. ;)

Gruß Play
 
Hallo, Raumfisch, also kann man auch keine IR Aufnahmen von Tieren machen?

Tom.
Tagsüber?

Akku: Kann man den selbst ersetzen, wenn der mal fertig ist?

Tom.

Ja. Unten ist eine Klappe, Ist ein Standardakku. Als Reserve nutze ich eine Intensio Powerbank, falls das Handy akkumässig schwächelt.
Das Seestar eher selten.

Der WLan Repeater erweitert einfach die WLan Reichweite. Das Seestar verbinet sich mit dem Repeater und der gibt es weiter.
So reicht es die weite Strecke und trotz Stalbetonbau.

Gruß Play
 
Genau. Geht auch bequem vom Wohnzimmer aus. Da ich im ersten Stock wohne und das Seestar weiter weg stehen würde, weiter als das WLan reicht, habe ich mir einen WLan Repeater / Extender gekauft (20,-). Wenn es also a.kalt ist, muß man sich nicht den H. abfrieren. Bequemer war Astrofotographie noch nie. ;)
ich benutze zusätzlich Powerlan im Haus und da gibt es Adapter die auch zusätzlich ein WLAN aufbauen.
Das ist auch super praktisch, weil ich diesen Adapter nur in die Terassen-Netzdose stecken muss und schon hat das Seestar Verbindung zum Haus-LAN.

Gruß
Peter
 
Oh, danke für die vielen Tipps jetzt. Mit der App habe ich mich schon etwas vertraut gemacht, die grundsätzlichen Möglichkeiten habe ich gesehen. Nicht so klar sind einzusetzende Filter oder wie es mit dem Bildausschnitt paßt. Manchmal habe ich den Eindruck, daß es auch "zoomt", wenn großflächige Nebel und kleinere Sternhaufen z.b. beide formatfüllend abgebildet werden. Oder ist das der nachträglichen Arbeit geschuldet? Wie sieht ein original gestacktes Bild im Vergleich zu einem bearbeiteten aus? Wie kann man es am besten bearbeiten, ohne ein Elektronik- und Technikexperte zu sein?
CS Alexander
 
Filter kann man im Starglazing Modus aktivieren oder deaktivieren. Die App wählt erst einmal automatisch aus.
Also beim Orion Nebel z.B. Einfach vor dem Start an oder abwählen, wenn man das ändern will. Der Orion Nebel z.B. sieht mit und ohne chick aus.
Auschnitt sieht man im Planetarium auch gut. Man kann nach dem automatischen Finden und zentrieren auch vor der Aufnahme das Teleskop etwas umpositionieren. Am besten slow. Um z.B. mehrere Panoramaaufnahmen zu machen. Bei großen Nebeln, ....

Gruß Play
 
Auf dem Handy sieht das Lifestacking Bild recht gut aus. Auf dem PC will man mehr und kann dann nachträglich aufwendiger z.B. mit Siril stacken.
Erik hat spezielle Seestar-Siril-Stacking-Skripte geschrieben.
Auch alles ganz easy.

Bei Sonne und Mond z.B. das Video mit Pipp konvertieren und mit Autostakert stacken.
Einfaches Einzelbild geht natürlich auch.

Gruß Play
 
Dennis,
ich meinte nur Aufnahmen des Seestar, "out of the box" und das Ergebnis oder die Einzelaufnahmen bearbeitet bzw. gestackt.
Alexander
 
Danke, Play! Ich werde mir mal Siril und Pipp anschauen.
Alexander
 
Das Seestar macht im Deep Sky automatisch ein Livestacking. Bei Beendung wird das Ergebnis des Livestackings ans Handy übertragen.
Im Seestar wird entweder auch nur das Ergebnis gespeichert oder (wenn man es aktiviert) auch alle Einzelbilder des Stacks.
Als jpg und fits.

Man muß also nix nachträglich machen. Das Livestacking Ergebnis ist schon nicht schlecht.
Aber will man das Letzte rausholen dann benutzt man später am PC Siril, Autostackert oder ähnliches.
Bei Mond und Sonne nehme ich ein ca. 30 sec Video auf. Wandel es mit Pipp und jage es danach durch Autostackert.

Bei Deep Sky kopiere ich die Einzelbilder (Ordner) auf den PC und stack mit Siril.

Kann man. Muß man aber nicht. Alles easy.

Gruß Play
 
Soweit ich weiß hat das Seestar einen IR CUT Filter eingebaut.
Der Lightpollution Filter ist eher so ein Duo-Narrowbandfilter. 20nm Ha/ 30nm Oiii
Hallo,

okay dann ist die Kamera etwas geändert von der asi-Version, bzw ein zusätzliches Filter drin: Mit meiner asi462 kann ich solche Tieraufnahmen (bei Nacht) gut machen.

Jorrit: Geht das nur mit Nicht-Windows oder kann man auch normale Büro-Laptops nehmen?

Peter: Ist ein Repeater sowas wie ein MESH oder was meinst du damit?
Tom.
 
Die Seestar App läuft auf Android oder auf einem Apple Smartphone.
Man müßte Android auf der Hardware emulieren. Z.B. unter Windows oder Linux.

Auch ein Rasperry Pi mit Android drauf müßte funktionieren.

Gruß Play
 
Hi Tom,
Peter: Ist ein Repeater sowas wie ein MESH oder was meinst du damit?
bin kein absoluter Home-LAN Experte, aber die MESH Technik ist eine Erweiterung eines Powerline Netzwerks mit WLAN.
Also man hat mehrere Powerline Adpater im Haus, die dann jeweils ein kleines lokales WLAN aufmachen.
Das ganze wird auch so konfiguriert, dass die WLAN Geräte transparent immer das gleiche Netz sehen, egal mit welchem Powerline Adapter sie sich verbinden.

Braucht man aber nicht unbedingt. Man kann auch einfach da wo man zusätzlich zu Powerline lokal WLAN haben will das im Adapter aktivieren (wenn er WLAN hat). ZB auf der Terasse für den Seestar.

Ein reiner Repeater erweitert ein vorhandenes WLAN mit einem neuen WLAN.

Gruß
Peter
 
Man müßte Android auf der Hardware emulieren. Z.B. unter Windows oder Linux.
die Seestar App habe ich schon unter Windows mit scrcpy laufen lassen. Es gibt aber auch Windows Android Versionen. Habe ein paar ausprobiert. War alles nicht so toll. Bluestacks wäre gut, aber da hat die Authentifizierung mit dem Seestar nicht funktioniert.
Das alles ist aber mM relativ witzlos, da die App nicht auf den ganzen Bildschirm aufziehbar ist (keine Tablett Auflösung) und wer hat heutzutage kein Smartphone ;) .

Man müsste es allerdings mal mit der neuesten Version ausprobieren, vielleicht wurde da etwas verbessert.

Gruß
Peter
 
Zuletzt bearbeitet:
Out of the Box:
3-4min mit und ohne Filter. Sowas bekommt man quasi sofort direkt vom Seestar.
Will man mehr, muß man länger belichten und oder am PC stacken.
Richtig gut wird es, wenn man z.B. 30min stackt. Dann kommt Tiefe ins Bild und das Rauschen reduziert sich.

Stacked_M 42_10.0s_LP_20240207-200424.jpg


Stacked_M 42_10.0s_IRCUT_20240207-190155.jpg


Gruß Play
 
Dennis, sorry, ich habe nur die Aufnahmedetails im Link gesehen. Und. Tolle Fotos! Was ist der Unterschied zwischen beiden? Mit und ohne Filter?
CS Alexander
 
Die Bilder wurden mitten in Hamburg gemacht unter schlechtem Seeing mit hoher Lichtverschmutzung durch Straßenlaternen, Autoscheinwerfern, Hausbeleuchtung und dem Flutlichtstrahler, der angeht, wenn ein Mensch den Weg lang läuft. Mit bloßem Auge waren am Himmel vieleicht 40 Sterne zu erkennen.

Gruß Play
 
Hallo,
da ich immer noch überlege, mir so ein Seestar anzuschaffen, hatte ich mir hier mehr Infos und Hinweise zum Gebrauch gewünscht. Insofern finde ich die ständigen Debatten über Alternativen, Vergleiche mit herkömmlicher Ausrüstung, Preisvergleichen, Qualitätsvergleichen wenig hilfreich. Ich will auch nicht wissen, welche tolle und teure Ausrüstung jemand neben seinem Seestar hat und wieviel besser ein Foto mit einem 16" Dobson sein kann. Und auch nicht, wie aufwendig der Aufbau und die Ausstattung für eine gute Fotomontierung plus Teleskop ist. Das setze ich einfach als bekannt voraus. Stattdessen ist für mich interesssant, wie man das Seestar optimal bedient und wie man damit zu guten Ergebnissen kommt. Da muß ich nicht dauernd auf die Limitierung eines 50 mm Teleskops hingewiesen werden, vollautomatisiert im Vergleich zu den Alternativen eine preiswerte Ergänzung.
Ich hoffe mal, daß bald im Thread wieder über die Fähigkeiten des Seestar debattiert wird. In diesem Sinne!
CS! Alexander
Hallo Alexander,

das Schöne am Seestar ist, dass es da gar keiner großen und geheimen Tricks bedarf, um gute Ergebnisse zu bekommen. Die Bedienung ist derart einfach, dass es schon langweilig ist. :D ;)

Einschalten, App auf dem Handy starten und mit dem Seestar verbinden. Das geht ratzfatz, da muss nicht lange ein WLAN-Signal gesucht werden, das liegt sofort an. Nach Starten der App kannst Du ein Ziel aussuchen, entweder aus dem vorgegebenen Katalog, oder Du gibst den Namen des Objektes ein und dann fährt der Seestar das Ziel an. Wenn Du dann entscheidest, das Objekt zu fotografieren, macht der Seestar zunächst mal ein paar Darks, er zeigt das aber nicht an, sondern sagt, er bereitet die Integration vor, was ca. 1 oder 2 Minuten dauert und bittet solange um Geduld. Anschließend startet er den Livestack. Du kannst in den Einstellungen vorgeben, ob er jeden Subframe gesondert speichern soll, was Sinn macht, damit Du anschließend die Bilder noch mal stacken kannst. Nur dann werden die Ergebnisse aus dem Seestar wirklich konkurrenzfähig. Die Livestacks sind nicht wirklich zufriedenstellend, jedenfalls nicht in meiner Bortle 5-Umgebung.

Inzwischen bietet die App nicht nur 10 Sekunden-Einzelbelichtung an, sondern auch 20- bzw. 30 Sekunden, wenn ich es richtig in Erinnerung habe. Die längeren Belichtungszeiten habe ich aber nicht ausprobiert.

Wenn Du genug gesehen hast, beendest Du den Livestack und dann wird das gestackte Bild abgespeichert. Die Einzelframes liegen dann aber auf der Festplatte immer noch vor, wenn Du das vorher so eingestellt hast. Der eingebaute Filter wird vom Seestar automatisch - je nach Ziel - gewählt, du kannst ihn aber auch selbst ein- und ausschalten. Achso, vor dem Livestack macht der Seestar einen Autofokus. Den kannst Du auch jederzeit selbst anstoßen. Du kannst auch manuell fokussieren, was ich aber nie gemacht habe. Macht keinen Sinn, der Seestar fokussiert gut.

Viel falsch machen kann man da halt nicht, aber viel gestalten eben auch nicht. Das geht dann eben bei der Bearbeitung der Subframes über ein Bildbearbeitungsprogramm Deiner Wahl.

LG Olaf
 
Zuletzt bearbeitet:
Olaf, nein, keine Tricks nötig, als einziges Gerät vielleicht auch langweilig, aber bei der Bearbeitung der Einzelframes gibt es offenbar noch viele Verbesserungsmöglichkeiten. Da wird es auch interessant.
CS Alexander
 
Ich habe die längeren Belichtungen mal ausprobiert. Aber jemand anderes erwähnte es glaube ich schon mal hier im Thread. Die Nachführung ist dafür leider nicht brauchbar. Mit den 10 Sek. Bildern aber läuft es wie ich finde ganz gut, so lange kein zu großer Wind geht.

Hab gestern noch mal 2 Stunden von M 51 sammeln können, mal sehen wann ich zum Bearbeiten komme. Zu den Mond oder Sonnenvideos, da mache ich immer direkt 10 Minuten lange Videos, allerdings kann man sich den Umweg zu PiPP sparen. Da es ja schon RAW Video Dateien sind, kann man diese direkt so in AutoStakkert laden, es sei denn natürlich man will sie vorher etwas sortieren, wegen Wolken etc. Dann macht man es mit PiPP.

Aber für Sonnen- und Mondfotos ist es echt gut geeignet. Anbei die Sonne vom 10.04. und der Mond von gestern Abend.

Sonne 10.04.2024.png
Mond 11.04.2024.png


VG&CS
Matthias
 
Zuletzt bearbeitet:
Olaf, nein, keine Tricks nötig, als einziges Gerät vielleicht auch langweilig, aber bei der Bearbeitung der Einzelframes gibt es offenbar noch viele Verbesserungsmöglichkeiten. Da wird es auch interessant.
CS Alexander
Richtig, die Nachbearbeitung ist dann das wirklich Spannende. Allerdings ist das Seestar nicht langweilig. Man sieht halt auf einem Handybildschirm nicht so viel. Mit der Asiair arbeite ich mit einem Ipad, oder sogar mit einem Macbook, das ist schon deutlich attraktiver beim Beobachten. Die Seestar-App ist aber für das Handy optimiert, daher gibt es da eben gewisse Einschränkungen. Wenn Du die Bilder hinterher nachbearbeitest, spielt das natürlich keine Rolle mehr.

LG Olaf
 
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