es ist angerichtet: APM 150mm 90° SD Bino

Danke, Michael.
Auf den Bildern hatte ich das Stativ noch falsch zusammengebaut, die Unterlegscheiben habe ich oben am Tubus unterlegt.
Inzwischen sind sie aber unter den Flügelmuttern :-)

Noch eine kleine Ergänzung:

Ich hatte ja Angst, dass ich bei hohen Vergrößerungen viel und schnell nachführen muss.
Bei meinem Portaball verwendete ich Vergrößerungen von maximal 350x und soweit ich mich erinnere fand ich es schon um 300x ziemlich nervig.
Damals habe ich auch schon Ethos eingesetzt und liess das Objekt immer durchs Feld driften, bevor ich nachgeschubst habe.

So weit weg sind die 240x im Bino davon ja nicht, aber mir kommt das extrem entspannt vor.
Ich lasse das Objekt auch nicht wie beim Dobson durchs Feld wandern, sondern führe permanent mit der Nase nach und halte das, was ich sehen mag in der Mitte des Bildfeldes.
Absolut genial und ein Grund mehr, dem Dobson keine Träne nachzuweinen [IMG alt=":-)"]- Astrotreff - Die Astronomie und Raumfahrt Community

Planeten haben für mich ja keine Priorität, sie sind eine nette Ergänzung, wenn sie gut zu beobachten sind.
Ein Bino, egal wie groß und wie gut wird auch nie das Paradeinstrument für Planeten sein.
Dennoch werde ich bei Gelegenheit mal ein paar Planetenokulare antesten, ein Sternfreund mit dem ich hoffentlich irgendwann mal wieder beobachten gehen kann, hat da einiges im Okularkoffer.

Grüße Jochen
 
Think big ...

IMG_1228.jpeg


Da ich noch an einen zweiten StarSense Halter und somit Spiegel gekommen bin werde ich mir wohl eine Halterung für mein iPad Pro basteln

Grüße Jochen
 
Ha Ha Ha,
hab ich mir schon gedacht das da was größeres kommt. Ich war auch am überlegen, aber son Smart is mir einfach zu klein für DeepSky <Grins>

Gruß Michael
 
Das ist mal ein der Größe des Binoculars angemessenes Navigationsgerät!
Auch ich nutze so ein 12.9 Ipad Pro, allerdings nicht für Navigation, sondern für Karten (SkySafari) und um Skizzen zu machen. Setze es aber nicht unter Null Grad ein, denn ich habe gehört, die Ipads vertragen niedrige Temperaturen schlecht.

Sergey
 
Zuletzt bearbeitet:
So gestern Abend hatte ich die erste ernstzunehmende Nacht ohne Mond mit recht guten Bedingungen, ich habe von 22 Uhr bis 1 Uhr beobachtet:

Bild 09.05.21 um 00.14.jpg


Anfangs war es noch nicht richtig dunkel, was sich in einem grauen Himmelshintergrund bemerkbar machte.
neuerdings hat auch ein Nachbar sein Balkongeländer mit Glühbirnen "verschönert" die er erst gegen 0:30 Uhr ausgeschaltet hat.
Der Balkon ist zwar 200 Meter entfernt, dennoch stört es gewaltig.
Inzwischen habe ich mir zwar so ein schwarzes Beobachtungstuch besorgt, hatte es gestern aber noc h nicht im Einsatz, da es mir mehr um Testen denn ernsthaftes Beobachten ging.

Dennoch ist klar, für wirklich gute Beobachtungen muss ich raus aufs Feld, gegen Ende meiner Session waren zwar die meisten Lichtverschmutzer incl. Strassenbeleuchtung aus, was ich deutlich im Kontrast bemerkbar machte, dennoch bleibt eine gewisse Grundhelligkeit durch einzelne erleuchtete Nachbarfenster, auch wenn die recht weit entfernt sind.

Deshalb bin ich froh, dass das Setup noch mobil ist, ich habe es in 4 Teilen rausgetragen:

- Stativ mit Kurbelsäule und Fluidhead
- Das Bino selbst
- Der Okularkoffer
- Der Hocker

Hocker und Stativ mit Säule und Fluidhead habe ich ungeschützt über Nacht draussen gelassen, nur das Bino und die Okulare habe ich weggeräumt

Fangen wir mit Stativ, Fluidhead und Kurbelsäule an.
Das Neumann Stativ ist erwartungsgemäß ein Fels in der Brandung, da bewegt sich nicht, wie auch? :)
Ich benutze den Fluidhead ja komplett ohne Hemmung damit es absolut keinen Widerstand in beiden Achsen gibt.
Dazu muss das System aber 100% waagerecht stehen, sonst setzt sich das Bino von alleine drehend in Bewegung.
Mein erster Plan war es, das System zu Beginn mit einer großen Dosenlibelle auszurichten, aber auch das ist noch nicht genau genug.

Das ist aber kein Problem, denn sobald sich das Bino von alleine in Bewegung setzt dreht man einfach an der gegenüberliegenden Stellschraube des Statives etwas und es passt.
Nachdem man einmal in jede Himmelsrichtung beobachtet hat ist das System so sauber ausgerichtet und bleibt auch so.

Auch am Fluidhead musste ich bezüglich der ALT Achse nochmal Feintuning machen, hier hat man ja die Möglichkeit die Federkraft zu verstellen und den Schwerpunkt zu verschieben.
Auch das passt jetzt perfekt und das Bino bleibt in jeder Lage stabil stehen und hat beim bewegen keinen Widerstand - Ein absoluter Traum !

Ja, keine Frage, eine Kurbelsäule muss man kurbeln, die elektrische Hubsäule war diesbezüglich Luxus per Knopfdruck auf der Fernbedienung pur :)
Dennoch bevorzuge ich die Kurbelsäule.

Abgesehen vom Laden und schleppen des Akkus hatte ich im Dunkeln immer mit den Strippen gekämpft, also ganz ohne Schatten ist auch die Hubsäule nicht.
Das Kurbeln der Säule ist unproblematisch, solange sich die Kurbel nicht gerade auf der Rückseite befindet.
Links und Rechts ist kein Problem, mit beiden Händen lässt sich die Last ohne aufwand heben und senken.
Klar sind für große Winkelunterschiede viele Kurbelumdrehungen nötig, aber das ist eben so.
Gestern bin ich wild am Himmel herumgesprungen, bei einer etwas geplanteren Beobachtungsnacht stellt man das Stativ so, dass die Kurbel optimal positioniert ist und man eher wenige Winkelsprünge macht.

Fazit: Hat mich das Kurbeln gestört?
Nein, nicht wirklich, auch wenn ich gestern viel gekurbelt habe und dazu teilweise auch aufstehen musste.
Für mich ist die Kurbelsäule perfekt.

Das Thema Vibrationen und Nachschwingzeit hätte ich fast vergessen, weil es nicht existent ist.
Zumindest gestern war es das nicht, als ich die Ethos 17 bis 6mm verwendet - also bis zu 140x vergrößert habe.
Ich war viel in der Nähe des Zenith unterwegs, und da ist mich nichts negatives aufgefallen, auch als ich dann extra mal am Bino gewackelt habe und die Reaktion im Okular beobachtete.
Also auch hier absolute Zufriedenheit, klar an Mond und Planeten mit bis zu 240x wird es minimal mehr sein, aber weit entfernt von störend.

Soviel also zur Mechanik, die in jeder Hinsicht überzeugt, aber was leistet das Ding denn nun optisch?

Das Seeing war gestern nicht perfekt aber doch ziemlich gut.
Vega zeigt fokal wie extrafokal null Farbe und die Beugungsringe extrafokal wie infrafokal sind einfach perfekt.
Anfangs hatte ich etwas das Gefühl, die Sterne sind nicht diese Nadelstiche auf schwarzem Samt, wie ich sie mir erhofft hatte, aber das lag zum Einen am noch zu hellen Himmel, zum Anderen braucht wohl auch ein 150er Bino etwas Auskühlzeit.
Nach einer halben Stunde war jedenfalls alles perfekt.

In der Beurteilung der Leistungsfähigkeit an Objekten tu ich mich etwas schwer, es ist einfach schon Jahre her, dass ich zum letzten Mal durch ein ernsthaftes Instrument geschaut habe.
Die mir gut bekannten "Kerzen" wie M31, M42 oder auch mein Lieblingsobjekt der Double Cluster waren gestern nicht zugänglich.
Dafür habe ich zum ersten Mal M13 und M57 mit dem 150er APM gesehen

M13 war im 10mm und 6mm wunderschön aufgelöst, in Sachen Helligkeit hätte ich mir aber mehr erwartet.
Ohne direkten Vergleich ist das Schwierig, aber damals hatte ich ja M13 mit dem Doppelborg und dem C8 Bino verglichen wobei das C8 besser abgeschnitten hat.
Mein damaliges Gefühl sagte mir, 6" Apo Bino ist mit dem C8 Bino gleichauf.
Ob das wirklich so ist werde ich wohl nicht mehr herausfinden können :-)

M57 hingegen war beeindruckender, als ich erhofft hatte, wunderschön groß und ich hatte den sicheren Eindruck, dass der Ring bläulich war, was aber ja nicht sein kann, da M57 nicht blau ist.
M81 / 82 wieder sehr nett, M51 beide Komponenten gut sichtbar, aber keine Spiralen.

Natürlich habe ich wieder den StarSense Explorer eingesetzt und mir dieses Mal die Mühe gemacht ihn gleich zu beginn an einem Stern mithilfe des Kugelkopfes sehr genau auszurichten.
Das hat sich gelohnt, der die Genauigkeit bleib den ganzen Abend über bestehen und war extrem gut.
Erst gestern habe ich bemerkt, dass man in der Starsense App auch reinzoomen kann.
Bisher hatte ich immer ein Objekt in die Suche eingegeben und das dann angefahren.

Durch das Zoomen in der App ergeben sich aber völlig neue Möglichkeiten.
irgendwann bin ich bei der Black Eye Galaxy gelandet und durch zoomen in der App tauchten rechts daneben die ganzen Galaxien des Virgo Haufens auf.
Ich war hier mit 6mm (140x) unterwegs und habe eine Galaxie nach der Anderen in der App zentriert und sie dann direkt im Okular gesehen.
Das war ein für mich völlig neues Beobachtungserlebnis, kein Suchen oder Starhoppen, sondern wie spazierengehen am Himmel und ein Objekt nach dem Anderen abklappern.
Ich war extrem begeistert!

Als es dann ziemlich dunkel war hat sich aber auch ein Nachteil der App gezeigt:
Natürlich habe ich sie im Nachtmodus betrieben, aber die Statuszeile und auch die Taskbar unten im iPad sind dadurch unbeeinflusst hell und blenden.
Das könnte man lösen, indem man statt dem Nachtmodus eine Folie verwendet, ich werde die Bereiche demnächst einfach mit schwarzem Isolierband abkleben.

Die Weitfeldqualitäten des Binos für Sternhaufen kannte ich ja schon, und dafür ist es auch ganz sicher das perfekte Instrument.

Gestern war ich hauptsächlich mit 6mm und 10mm unterwegs und wollte mal schauen, was es an den kleineren und schwächeren DS Objekten leistet.
Und ja, die 8mm dazwischen fehlen und müssen unbedingt in den Okularkoffer. Oft war das 10x zu schwach und das 6x schon zu dunkel.

Ich habe so viele Galaxien, Nebel und KS abgeklappert wie noch nie bei einer Beobachtung zuvor.
Dabei ging es mir weniger um Details als um "kann ich das Ding erkennen" und es gab kein Objekt, das ich in der App ausgewählt habe und danach nicht zumindest als "smudge" im Okular gesehen habe.
Viel mehr war es aber meist auch nicht, mehr als die grobe Form war nicht drin.
Der Eulennebel war klar zu erkennen, aber halt auch nur ein grauer "Blob"

Wie gesagt fehlt mir der direkte Vergleich zu anderen Instrumenten und ich habe auch schon sehr lange nicht mehr durch ein Teleskop geschaut.
Klar weiss ich, dass ich keine Hubble Bilder in den Okularen erwarten kann und der Bino Effekt ist gerade bei den schwachen Galaxien deutlich.
Immer wieder habe ich mir mal eine der Galaxien mit nur einem Auge angesehen, um den Eindruck zu bekommen, wie das ein einem 6" Refraktor etwa aussehen würde.
Es ist als würde man beim beidäugigen Beobachten einen Vorhang wegziehen...

Ich denke ich muss jetzt regelmäßig beobachten, auch um meine Augen wieder zu trainieren.
Und ich muss das Bino direkt bei Treffen mit anderen Instrumenten vergleichen um zu sehen, was es wirklich leistet.

Dennoch lag ich nach der Beobachtung noch lange wach und habe gegrübelt:
Zwei C8 Edge HD, Zwei 2" EMS, Augenabstand über Verschieben der Tuben, Fokussieren am SCT. das alles auf den Fluidhead...
Entgegen meinem ersten C8 Bino wäre der Aufbau durch Verwenden des Fluidhead statt der Gabel deutlich unkomplizierter und ein Edge HD dürfte auch nochmal leistungsfähiger als die alten orange tubes sein.

Die Frage ist , würde sich das lohnen, es wäre dann nur für DS Objekte und vielleicht Planeten.
Obstruktion und 4 Spiegelflächen "fressen" ja auch wieder Licht, wäre da ein spürbarer Gewinn gegenüber unobstruierten 6"

Oder vielleicht zwei 210er Mewlon?

Bitte redet es mir aus :-)

Grüße Jochen
 
Kleiner Nachtrag:

Der Fluidhead ist übrigens sehr feinfühlig.
Schon wenn ich das Smartphone aus der Halterung nehme stimmt das Gleichgewicht nicht mehr und muss korrigiert werden.
Ich bin deshalb sehr froh, meine Okulare alle gewichtsgleich gemacht zu haben, das erspart mir viel Nachjustieren beim Beobachten.

Grüße Jochen
 
Hi Jochen,

toller ehrlicher Bericht. Meines Erachtens benötigst Du einen besseren Beobachtungsstandort für DS Fait fuzzys.. Also muss Du mobil bleiben.
Mit 2 C8 HD bist Du nicht mehr ganz so mobil und aufwendiger. Auch denke ich wird der Unterschied gering sein und nur bei besten Seeing
ggf vorhanden sein, wenn überhaupt. Den Test zwischen 150 SD APO und C8 HD ist doch weltweit noch nicht angestellt worden.

Empfehle 150 er behalten und bei besten Himmel entsp. Orte aufzusuchen, sag mal 3-4 mal im Jahr und den Rest eben zu Hause an ausgewählten Objekten die keine
absolut ruhige Luft und beste Transparenz bei dunklen Himmel um 6,5 mag benötigen abzufrühstücken.


VG. Michael
 
Hallo Michael,

nein, das doppel C8 wäre sogar handlicher:
Deutlich kürzer und ca. 10 Kilo leichter.

Aber ich denke Du hast Recht, der Unterschied wäre nicht wirklich dramatsich, dafür hätte ich dann aber nicht mehr den knackigen Reflektorlook, viel Brennweite und müsste mich immer wieder zwischen 2 Teleskopen entscheiden.
Ich hatte ja schon Spiegel und weiss, weshalb ich sie nicht mehr haben wollte, die Erinnerung daran ist halt etwas verblasst :)
Das ist aktuell eine fixe Idee, die spätestens ad acta gelegt wird, wenn ich mal ein C8 mit einem meiner Bino Tuben direkt vergleichen kann.

Und ja, ein weiterer Zugewinn wird nur über einen besseren Himmel und mehr Höhe über Meeresspiegel machbar sein.

Bisher haben mich faint fuzzies ja gar nicht interessiert, ich erfreue mich mehr an den Paradeobjekten, Sternhaufen und Sternmustern.
Graue, schwache Wattebällchen unterschiedlicher Formen fand ich noch nie reizvoll und mehr ist mit realistischen Aufwand einfach nicht drin.

Ich habe gestern nicht explizit nach Sternhaufen gesucht, bin aber beim scannen über den Himmel an einigen vorbeigekommen.
Jedesmal hielt ich kurz inne und dachte "wow, ist das schön"
Wirklich toll sind die klaren verschiedenen Sternfarben.
Albireo habe ich mir bewusst angesehen - irre schön!

Das sind die Dinge, auf die ich mich zukünftig konzentrieren werde.

Grüße Jochen
 
Vielen Dank für den informativen Bericht. Was mich von Anfang an etwas gewundert hat, insbesondere nach meinen eigenen Erfahrungen mit "Apo"-Ferngläsern aus dem Hause APM (ggf. siehe Suchfunktion hier): Offenbar entspricht die Qualität Deines Geräts ja einem hochwertigen apochromatischen Doppelrefraktor. Ist das wirklich so, oder habe ich das nur in Deine Berichte ("keine Farbe an der Venus", "Beugungsringe einfach perfekt") hineininterpretiert? Ein APM 150 ist einem 2x TOA-150 ebenbürtig?
 
Hallo.

Der Farbfehler steigt physikalisch gesehen quadratisch mit dem Öffnungsverhältnis (und linear mit der Öffnung). Heißt dann überschlägig, das APM-Bino muß bei gleicher Öffnung verglichen mit einem Tak-TOA mindestens ca (7,3 / 5,6)² = ca. 1,7 mal mehr Farblängsfehler machen - und hat zuzüglich, da mehr Glasweg, etwas mehr Sphärochromasie und Farbquerfehler und etwas weniger Transmission und Kontrast.
Die subjektive Bewertung des Ganzen liegt natürlich im Auge des Betrachters.

Gruß,
Mathias

PS.: so wie ich das sehe, ist das eine never ending story, bei der der Weg das Ziel ist - und die Drehbank aus Vorfreude schon wieder leise brummt, oder? ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Janapier,

da ich nie einen hochwertigen APO besessen habe kann ich Dir das nicht als echtem Vergleich mit eigenen Augen sagen.
Was ich aber sagen kann ist, dass die Sterntests bei beiden Tuben perfekt sind.
Absolut rund und intrafocal wie extrafocal gleich.

Wenn ich mich richtig erinnere zeigt ein ED ja nur im Brennpunkt keine Farbe, sobald man etwas defokussiert kann es etwas bunt werden.
Das ist beim 150mm APM Bino definitiv nicht der Fall.

Ich bin mit der Abbildungsleistung sehr zufrieden, habe aber wie gesagt keine Erfahrung mit anderen hochwertigen Refraktoren.

Grüße Jochen
 
Hallo Matthias,

nein, das Thema ist durch, es war nur das für mich übliche nach der ersten Begeisterung "da muss doch noch mehr gehen"
Aber da geht halt nicht mehr, zumindest nicht realistisch.

Mehr Größe und Gewicht kann und will ich nicht.
Ein Doppel C8 wäre noch in dem Rahmen von 20 Kilo und ich habe die letzten 2 Tage viel dazu recherchiert.

Außerdem hatte ich ja schon nen guten 12.5 Dobson sowie C8 und C11 sowohl mono als auch als Bino.
Beim C11 Bino aber auch C8 Bino blieb mir vor allem ein extrem beeindruckender M13 in Erinnerung, Galaxien waren damit aber nicht so kontrastreich wie mit dem Doppelborg.

Dass das C8 Bino an M13 so toll ist verwundert nicht, ein C8 entspricht rechnerisch von der Lichtleistung her einem 175er Refraktor.
Das mal 2 ergibt durch binokulare Addition 245mm Öffnung, das ist schon ne Ansage.

ABER: Laut meinen Recherchen insbesondere be CN fand ich mehrfach die Aussage, dass die nutzbare Öffnung eines C8 zwar 175mm entspricht, vom Kontrastverhalten her entspricht er aber eher einem 130mm APO
Und genau da liegt der Hase im Pfeffer, für nen Kugelsternhaufen brauche ich keinen besonders großen Kontrast, da brauche ich Licht und Auflösung.

Da ich mir aber kein Instrument speziell nur für Kugelsternhaufen bauen werde bleibt es beim 150er APM und die Drehbank bleibt aus :)

Grüße Jochen
 
Hallo Jochen,

die Amis arbeiten doch auch mit Restlichtverstärker am Okular (Faint fuzzys pimpen). Weiß nicht wie das genau funktioniert , aber wäre das nicht eine Möglichkeit
der erweiterten Nutzung und Leistungsfähigkeit?

VG. Michael
 
Hallo Michael,

sehr gut, danke, dass Du mir das wieder in Erinnerung rufst!
Irgendwie war ich in der klassischen Denke "mehr geht nur mit mehr Öffnung" gefangen, aber night vision ist da wirklich eine sehr interessante Alternative für die faint fuzzies.

Ich habe mich vor 1-2 Jahren schon mal damit befasst, bin damals aber nicht sehr tief in die Materie eingestiegen.
Hier im Forum gibt es ja auch einen sehr interessanten Thread zum Thema:

https://forum.astronomie.de/threads/nachtsichtgeraet-am-teleskop.252726/

Das Problem ist, die Dinger sind exorbitant teuer, die wirklich guten Röhren sind für Privatleute in Europa nicht zugänglich und man braucht natürlich 2 davon :)
Aber wahrscheinlich ist das mittelfristig wirklich der beste Weg um "tiefer" zu sehen und den Anblick immer noch live im Okular zu haben.

Grüße Jochen
 
Hallo,

stimmt, "Night Vision Astronomy" beidäugig an diesem Großfernglas auszuprobieren, das wäre für jemandem mit dem nötigen Kleingeld doch mal eine Idee....

Frage wäre allerdings, ob dazu wegen knappem Backfokus nicht eine Brennweitenverlängerung fällig wäre (bzw. überhaupt möglich) und wie weit die das reale Sehfeld schrumpfen und die Vergrößerung steigen liesse...

Gruß
 
@Michael1
Hallo,
das mit der Nachtsicht ist leider wirklich teuer und obendrein doch noch monochrom. Habe den Thread um zwei Aufnahmen vom Wochenende ergänzt. Mir persönlich gefällt es sehr dass ich am Bino pur visuell unterwegs bin und das Maximum mit beiden Augen ausschöpfe, während ich bei Bedarf schnell die Nachtsicht-Kamera an das Okular halten kann um nochmal mehr heraus zu holen. Die nächste Steigerungsform ist dann ein Notebook in der Nähe, womit ich innerhalb einer Minute einen zügigen Stack machen kann.
Gruß
 
Hallo,

stimmt, "Night Vision Astronomy" beidäugig an diesem Großfernglas auszuprobieren, das wäre für jemandem mit dem nötigen Kleingeld doch mal eine Idee....

Frage wäre allerdings, ob dazu wegen knappem Backfokus nicht eine Brennweitenverlängerung fällig wäre (bzw. überhaupt möglich) und wie weit die das reale Sehfeld schrumpfen und die Vergrößerung steigen liesse...

Gruß
So ungefähr?
 
Ja, so würde ich mir das vorstellen.
Die Kosten dafür sind aktuell halt im Bereich vom 150er Bino selbst ;-)

Grüße Jochen
 
diese Okulare hier wären wohl noch die ultimative Steigerung ohne zusätzliches Gewicht! was ist der Unterschied bzgl. FOM 1800, 2100, 2400 + 2600, die Qualität der Verstärkerröhre?
<★ OVNI-M ★>
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Willy,

ja, das sind die "üblichen" PVS-7 Restlichtverstärker.
Mit gescheiten weissen Phosphor Röhren kosten sie halt richtig viel Geld ...

Grüße Jochen
 
ja, und 26mm Brennweite würde passen (AP=4,8 beim 120er Bino).
Die Fragen die sich mir stellen sind folgende:
1. sind die Abbildungen damit auch wirklich scharf
2. wie viel Öffnung müssten unsere Binos haben um mit der jetzigen Öffnung plus FOM 2400-OVNI-Okular zu konkurrieren
3. ist eine afokale Nutzung wie dort beschrieben praktikabel um auch andere Okularbrennweiten nutzen zu können (eventuell muss man sich Adapter drehen lassen)
4. was bringt die Lichtverstärkung wenn auch das Hintergrundlicht verstärkt wird (Filter mal außen vor)

aus den Antworten könnte man dann leicht erkennen ob sich eine solche Anschaffung lohnt...
Wenn ich mir vorstelle ich könnte damit z. b. die doppelte Öffnung erzielen wäre der Preis doch bereits mehr als gerechtfertigt...
Wahrscheinlich bin ich da viel zu optimistisch aber die Dinger haben mich echt angefixt...
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Willy,

und das Eigengesichtsfeld der Dinger beträgt nur 40°

Die Öffnung ist relativ irrelevant, die Dinger zeigen ja auch schon ohne Optik davor bei 1x irre Sachen.
Die Optik braucht man primär für Vergrößerung.

Punktförmige Sterne liefern die Teile nicht, aber das müssen sie für Nebel und Galaxien auch nicht.
Die Qualität steht und fällt mit der Qualität der Röhre und wenn man das Maximum will kann man pro Auge locker 10.000 Euro ausgeben.

Alternativ kann man mit billigen grünen Röhren einsteigen und später updaten, aber ist das befriedigend?

Grüße Jochen
 
ja, weiß schon 40° ist bisserl wenig... aber am 120er Bino wären das immerhin noch 1,6° bei 25-facher Vergrößerung.
Die Firma TecnoSky schreibt unter einem Vorstadthimmel und einem 10 / 12cm Refraktor könnte man schwache Objekte besser sehen als mit einem 40cm Dobsonian unter einem Berghimmel. Aber klar ist natürlich auch das die Leute verkaufen wollen.
 
Für Koboldmakis... muss in meiner Geburtsurkunde nachsehen, ob ich dazugehöre... :unsure:
 
Auch nicht zu 100% ernst gemeint mit den Augentropfen :)
Hätte ich ein kostbares 150 SD Bino mit StarSense+Tablet... ich wäre wohl mehr als zufrieden und würde mir eben auf dem Tablet die maximalen Details betrachten, die von Menschen gemachte Technik je vom Universum aufgenommen hat. Gerade mit den in Sachen Gewicht angeglichenen Okularen, dürfte mir so ein Instrument und Zubehör gerne visuell bleiben.
 
Da bin ich bei Dir, aber Restlichtverstärkung mit Phosphorschirm ist für mich in gewisser Hinsicht noch visuell.
Die neuen Generationen mit Kamera und Bildschirm im Okular hingegen nicht mehr.

Grüße Jochen
 
Habe jetzt mal versucht herauszufinden, was ein "Wintergatan" überhaupt ist - erst dachte ich, das Tier des Avatars wäre von eben dieser Art, dann meinte Google, "Vintergatan" sei schwedisch für "Milchstraße". Mit "V". Eventuell ist "Wintergatan" dann die Milchstraße im Winter... :unsure:

Allerdings ist "Wintergatan" eine schwedische Folktronica-Band aus Göteborg mit Fokus auf Instrumentalmusik. Diese sieht wiederum überhaupt nicht so aus wie das Tier des Avatars. Dafür sieht das Avatar-Tier einem Kobildmaki ähnlich, dessen Augentropfen Du wiederum für Menschen empfiehlst. :sick:

Vielleicht klärt sich das alles nie auf.
Viele Dinge auf Erden klären sich nie auf.
Die meisten davon sind auch völlig unwichtig... :):coffee:

lg
Niki
 
Hallo Niki,

die Bedeutung von Vintergatan hätte ich dir auch ohne Google erzählen können. Schwedisch ist übrigens eine sehr schöne, und für deutsch und englisch sprechende Menschen leicht zu erlernende Sprache. Vintergatan heißt die Milchstraße deshalb, weil die Masse der Schweden sie vor den Zeiten des Massenturismus im Sommerhalbjahr nicht zu Gesicht bekam.

CS Gerhard
 
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