Projekt Raspberry 4 B gestartet

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Hallo, darf ich da mal kurz fragen ?
Die EQ6 wird mit Win 10 ASCOM gesteuert, aber diese ist dann sicherlich direkt am Windows PC angeschlossen?
Oder gibt es eine Möglichkeit mit ASCOM die am Raspberry angeschlossene Hardware anzusprechen?

Grüße
Tom
Hallo Tom,

ASCOM Treiber nutze ich in der Tat nur über meinen WIN10 PC zum betreiben der Montierung, z.B. im Zusammenspiel mit Cartes du Ciel und Stellarium.
Hatte mir hierfür sogar einen eigenen WIN10 Notebook mit TouchScreen und 360° FlipDisplay angeschafft.

Alle anderen gelisteten SW Pakete habe ich auf dem ASTROBERRY RPi per Image (also als Gesamtpaket) installiert. Diese arbeiten mit INDI Treibern.
Für mich der absolute Knaller ist, dass ich nun über mein iPAD mit SkySafari (über den Raspberry Pi hindurch, aufgesetzt als Astroberry) die Montierung steuern kann. Da erscheinen sogar zusätzliche Soft-Keys auf dem Bildschirm zur Direktsteuerung der Montierung. Ausprobieren muß ich das selbe noch mit meinem Android Smartphone. Das sollte aber gehen. Ansonsten gilt, Stern antippen und die Montierung wandert dahin.

Laut ASCOM sollen deren Treiber aber auch unter LINUX laufen. : ASCOM - Standards for Astronomy
Nur verwendet das Projekt ASTROBERRY eben keine ASCOM Treiber sondern INDI Treiber.

Ich weiss aber nicht, welche Linux / Raspberry Pi basierte Plattform mit ASCOM Treibern arbeitet. :(

Grüße
Hartmut
 
Den Pi4B kannst Du auch per Tablet oder SmyrtPhone (bissi popeliges Display dafür) mit passender Software steuern.

Das ganze mit dem Pi4B hat halt den Vorteil das Du kein Notebook mit rausschleppen musst und somit auch nicht der ganze Umstand mit dem Kabelgedönse.
Den Pi4B befestigst Du mittels Klettband am Tubus oder an der Montierung.

Bin gerade dabei, mir ein RPi4 Gehäuse zu drucken mit einer Grundplatte, in die der RPi eingeschoben und wieder entfernt werden kann.

Dazu entwerfe ich mir auch gerade eine an die EQ6 angepasste Halterung für diese Grundplatte. Ziel ist dann, die Halterung mithilfe 5mm längerer Schrauben der Wartungsplatten der Montierungsantriebe an der Montierung anzuschrauben. Auf diese Halterung wird dann die Grundplatte des RPi Gehäuses fest aufgeschraubt.

Der RPi wird dann einfach in diese Grundplatte eingeschoben oder entfernt.

Hier mal der Link zum von mir verwendeten Gehäuse: Raspberry Pi 4 Case, active cooled with wall mount by tipam

Im Anhang dann Bilder vom gerade laufenden Druck, der noch ein paar h dauert sowie der erste Rohentwurf für die Halteplatte.
Ebenso die abschraubten Wartungsplatten. Ich mußte mir die Bohrlöcher für meine Halterung auf Papier übertragen.
Hab auch gleich gesehen, dass da ein bischen Abrieb von den Zahnriemen drin lag. Hoffe, das gibt sich nach dem einlaufen... :rolleyes:

CS und Grüße
Hartmut
 

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Vielen Dank schon mal für die ausführlichen Antworten.
Den RPi hab ich mit Astroberry schon am laufen. Läuft mit noVNC oder VNC oder Remote Desktop.
Das ist schon mal sehr schön um im trockenen zu sitzen.
Reizen würde mich ja noch die Tablet Anbindung von Stellarmate, mal sehen ob ich mir das OS noch kaufe.
Hat das jemand Erfahrung damit? Geht das gut mit der APP für EKOS/INDI?

Was mir noch fehlt, wäre eine Anbindung zum RPI mit EKOS/INDI,
um vom Notebook aus Programme unter Windows zu nutzen die nur mit ASCOM reden.
Z.b. N.I.N.A

Ich werde am Wochenende mal ein paar Bilder reinstellen um meine Equipment zu zeigen.
Z.b. auch die Verkabelung an der Montierung.

Grüße
Tom
 
Die App von Stellarmate steuert remote den Desktop von KStars/Ekos. Bis auf das Polar Alignment sind soweit alle Funktionen vorhanden, dieses wird aber im kommenden Update hinzugefügt.

Ich muss mich aber persönlich noch in das erstellen von Sequenzen einarbeiten, so ganz intuitiv wie mit KStars geht mir das noch nicht von der Hand. Ist aber wohl nur eine kleine Umstellung.

Ein großer Vorteil wie ich finde ist, dass man sich einen GPS Dongle sparen kann (wird mit dem Smartphone abgeglichen, dazu aber bei KStars einstellen, dass KStars GPS/Zeit einstellt) und dass alles übersichtlicher ist. Selbst auf meinem 6" Smartphone fällt die Steuerung leicht.

CS

Ralph
 
Hallo zusammen,

so, da jetzt alles zu meiner Zufriedenheit funktioniert, fehlt eigentlich nur noch g'scheits Wetter um mal alles in der Praxis zu testen.

Kennt keiner ne Webseite wo man besser Wetter zusammenklicken kann ;)?
 
Hallo in die Runde,

habe meinem Pi eine Powerbank gegönnnt :y:.

Aber es fehlt immer noch das passende Wetter :unsure: .
 
Hallo Jörg,

ob ich für die meine, Goobay 59821 10000mAh, (schon) eine Empfehlung aussprechen kann, weiß ich noch nicht.
Habe mich halt auf mehreren Pi-Webseiten umgetan und mich dann für diese entschieden.
Die Praxis wirds weisen.
 
Wichtig ist, dass die Spannung über 5,1V auch bei Volllast stabil bleibt.
Tut sie das nicht, taktet der Raspberry die CPU herunter. Bei Langezeitbelichtungen ist das kein Problem, bei Planetenvideos schon.
Am einfachsten sieht man das, wenn man einen Monitor an den HDMI Port anschließt. Erscheint der kleine gelbe Blitz rechts in der Ecke, taugt die Spannungsquelle nichts....

Zur EQ6:
Ich hatte den anderen Thread schon gesehen. Allerdings scheint das die aktuelle Version der EQ6, also die EQ6-R zu sein.
Meine sieht völlig anders aus.

Tino
 
Zur EQ6:
Ich hatte den anderen Thread schon gesehen. Allerdings scheint das die aktuelle Version der EQ6, also die EQ6-R zu sein.
Meine sieht völlig anders aus.
Möglicherweise galt diese Info mir, da ich in einem anderen Link nachgefragt hatte, ob die EQ6 Montierung auf der Antriebsseite äußerlich immer identisch aussieht.
Scheint also wohl nicht so zu sein... :confused:
 
Es geht in diesem Thread zum RPi(4) zwar etwas drunter und drüber, aber hier mal die Lösung zu meiner Zwischenfrage hinsichtlich der von mir gewünschen Zwangswahl des RPi zum einbuchen in ein bestimmtes WiFi-Band (2.4 oder 5GHz).
Dies hat ja bei mir nicht funktioniert und auch nach Anfrage im INDI / Astroberry Forum kamen zwar Ratschläge, aber keine Lösungen, so wie ich mir das vorgestellt hatte (In der Regel die EMpfehlung zur Festlegung zweiter unterschiedlicher SSID). Das Problem findet man in vielen Diskussionen, auch generell zum RPi.

Die Lösung sieht so aus:
- im RPi (beim Astroberry über die GUI zur Netzwerkeinstellung) den RPi so konfigurieren, dass er nur das gewünschte Netz nehmen soll. In meinem Fall nur 2.4GHz.
- Im Feld BSSID die BSSID des WLAN Interface des Routers eingeben. Dies ist bei der Fritzbox die MAC-Adresse des jeweiligen WiFi Fequenzband-Interface

Bis dahin hatte ich das alles schon erfolglos gemacht und auf 2.4GHz eingestellt. Dennoch wollte der RPi immer ins 5GHz Netz.
Entscheidend war nun noch, das "Band-Steering" im Router abzuschalten. Der Begriff war weiter oben schon gefallen (Danke dafür!).

Jetzt bucht sich der RPi sofort ins 2.4GHz Netz ein und der RPi läuft stabil. Bei meinem RPi ist die reichweite des 5GHz Netzes sehr gering und sorgte für hohe Instabilität des Astroberry. Immer wieder mußte ich mich über den Web-Brwoser neu einbuchen. Das ist nun vorbei.
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So, wer bis hierhin durchgehalten hat, noch ein Hinweis zu einer sehr schönen, aber offensichtlich weitgehend unbekannten APP für Android: "Telescope.Touch".
Infos hier: marcocipriani01/Telescope.Touch

Aber keine Angst, man kann sich die APP über den normalen Google Playstore runterladen. Diese verbindet sich mit dem INDI Server auf dem RPi und erlaubt die manuelle Stuerung der Montierung und bietet darüber hinaus noch das Auslesen aller Parameter sowie ein Planetariumsprogramm incl. Skyview Option (Skymap), der Anzeige des Polaris Stundenwinkels und diverser weiterer Optionen.

CS Hartmut
 
Hallo Hartmut,

vielen Dank für Deine Infos :y:.

Das mit 2.4GHz und 5GHz werde ich mir merken.
Bis jetzt habe ich unter 5GHz noch keine Beeinträchtigung feststellen können.
Konnte das ganze aber bis jetzt auch nur in der Wohnung testen.
Draußen auf dem Balkon oder auf dem Acker, da wohl eher weniger, nun ja bei dem bescheidenem Wetter im Moment :rolleyes:.

Die APP habe ich natürlich :D auch gleich auf mein Smartphone geladen und es hat sich alles einwandfrei verbunden.
Aber, habe ich glaube ich schon öfter erwähnt ;), die Displays von den Teilen sind mir einfach zu "popelig".
Ein Android-Tablet habe ich keines mehr und für iPad gibt es die APP ja leider nicht.

Das liefert mir ja auch EKOS unter KStars auf dem Pi.
Da habe ich mir einfach zwei Profile angelegt
- EQ-6 R und Asi224
- iOptron und Asi224
Somit kann man über "AI Mount Control" manuell Steuern, sprich Feineinstellung vornehmen.
 
Hi Matthias,

denke, dass auf dem Acker nur ganz kurze Distanzen zu bewältigen sind und da belasse ich den Berry im Hot Spot Mode auf 5GHz bzw. freie Wahl.
Bei meinen Dry Runs hier im Wohnzimmer und Terrasse war es stabil nur mit ETH-LAN möglich. Dachte erst, dass das ganze Astroberry Konstrukt instabil ist. Das läuft aber über LAN und nun 2.4GHz absolut stabil, soweit ich das testen kann.

Ob ich die APP nutzen werde, weiß ich auch nicht (ebenso nur kleines Android Smartphone) oder besser über Skysafari Pro auf dem iPAD nutze, weiß ich auch n.n.
Spiele aber gerne mal alle Varianten durch, solange das Wetter sich so konstant hält. :regen: :cautious:

Zurzeit spiele ich gerade mal mit meinem uralten GPS RX rum. Am Astroberry unter INDI läuft er spitze. Nun möchte ich noch am Notebook unter ASCOM zum laufen bringen für den alternativen "Ackerbetrieb".

Tja, so hat man auch unter diesen Wetterbedingungen immer was im Hobby zu tun... :coffee::teleskop:_schnee:;)

CS
Hartmut
 
Hallo Hartmut,

Spiele aber gerne mal alle Varianten durch, solange das Wetter sich so konstant hält.
so siehts aus.
Was dann letztlich dabei raus kommt, wie praktikabel das ganze ist und wofür ich mich entscheide, weiß ich auch noch nicht so genau.

Bei den Trockenübungen läuft mittlerweile alles gut.
Jetzt kann man aber schon ein bisschen nachvollziehen woher die Preise für fertige Produkte (AsiAir, Stellarmate... ...) ungefähr herkommen.
So ganz trivial ist das ganze ja nicht, wenn man das alles selbst von grundauf aufbaut.
Wenn ich bedenke dass ich "nur" zwei Montierungen habe und "nur" eine Planeten-/Astrokamera, was da doch an Stolperfallen (z.B. ständiges vertippen bei Nuzername oder Passwort :eek:;)) auftauchen kann... ... ...

Im "Ackerbetrieb" (toller Begriff :y:) werde ich wohl weiterhin mit den Handcontrollern arbeiten.
Da möchte ich einfach nur visuell durchs Okular beobachten und sich Anregungen holen, was ich dann vom Balkon aus (versuchen) könnte abzulichten.

Meine grundsätzliche Überlegung für den Balkon war, das ich alles vom Sessel aus steuern kann ;).
Also alles ordentlich aufbauen:
- Montierung gut ausrichten
- Teleskop drauf
- Asi dran
- usw. usw.

Klar könnt ich einfach das Notebook mit auf den Balkon nehmen, Asi an den USB, FireCapture oder ähnliches starten
und dann auf dem Notebook-Display anschauen. Montierung über Stellarium (o.ä.) steuern.
- Live-Stacking
- Planetenvideos erstellen
Aber... hmmm... warum in der eiseskälte draußen hocken und über das Notebook-Display beobachten?
Okular geht ja nicht, die Asi hängt ja dran.
Auch wenn man Nachtmodus bei den Softwaren einstellt, aufblitzen tut immer irgendwas und das Display ist meist immer zu hell ;).
Da kann ich m.E. gleich drinnen bleiben, außer für den Aufbau, und alles vom Notebook aus über den Pi "fernsteuern".
Langes USB-Kabel für die Asi war mir auch zu blöd. Außerdem muss da immer irgendein Fenster oder die Balkontür einen Spalt offen sein. Is nix für die Heizkostenbilanz ;).

Wird sich aber alles noch herausstellen ob das so klappt wie man sich das vorstellt.
Wenn es dann wirklich gut läuft, kann ich mir für mich vorstellen, doch mal langsam an die DSLR-Astrofotografie heranzutasten.
 
Okular geht ja nicht, die Asi hängt ja dran.
Auch wenn man Nachtmodus bei den Softwaren einstellt, aufblitzen tut immer irgendwas und das Display ist meist immer zu hell ;).
Ich dachte dafür gibt es den Baader Planetarium Flip Mirror
Und wegen Nachtmodus: hatte auch darüber nachgedacht. Letzte Idee war es einen e-ink Display ohne aktive Beleuchtung zu benutzen. Dafür aber eine rote Astro-(Stirn)Lampe. So denke ich, könnte man die Software-Ausgaben kontrollieren und dennoch mit adaptierten Augen verzögerungsfrei weiter betrachten.
 
Ha, so ähnlich sind meine Gedanken und Ideen auch. Aber meine praktische Erfahrung beschränkt sich noch auf 4 Nächte mit ein paar Stunden und einer PUSH+ Dobson. Aber ok, das Hobby soll mich ja min. ein paar Jahre begleiten und da gibts noch sooo viel zu erkunden und auszuprobieren.

Primär mag ich auch das Aufstellen der Montierung auf der Terrasse, RPi mit Astroberry einschalten und der Rest von drinnen bei geschlossener Tür. Das klappt seit gestern sehr zufriednestellend :D. Das Feld mit KStars, Ekos, INDI und was es da alles gibt, hab ich jetzt bis auf die Astrofotografie-Dinge weitgehend beleuchtet. Fand ich anfangs total verwirrend. Astrofotografie ist bei mir auch noch weit in der Ferne. Spiele nur mit einer alten ASI120MC rum. Eventuell landet die mal in einem All-Sky Projekt. :alien::D

Jetzt bin ich gerade wieder im Bereich ASCOM unterwegs. Damit hatte ich das ganze Thema PC und Astro ja angefangen. Mein GPS RX läuft jetzt, aber der Weg dahin war schon holprig, bis ich alles aus dem Web zusammengetragen hatte.

Jetzt bin ich gerade dabei, mir EQMODLX mit dem ganzen drumherum zu installieren. Damit läßt sich die Monti zum Satelliten-Tracking einsetzen.
Erafhrung bisher: wenn in der linken Ecke des Universums steht, dass die Inbetriebnahme einer SW leicht ist, dann befinde ich mich damit gerade nahe der rechten Ecke...o_O:eek:_affeaugen:

CS
Hartmut
 
Etwas zum Thema SSH und Remote-Desktop:

- Login per PublicKey einrichten. Dann spart man sich die Passworteingabe. Allenfalls kann man den PrivateKey auf dem Startrechner der Verbindung noch per Passphrase sichern. In Kombination mit einem laufenden SSH-Agent muß man dann die Passphrase nur einmal per Session eingeben. Den Rest übernimmt dann der Agent.
- Auf dem Weg kann man auch den Root-Login auf dem Raspbi nutzen und absichern wenn man in der sshd_config "PermitRootLogin prohibit-password" setzt.
- Richtig interessant wird das, wenn man Remote bestimmte Scripte und Programme aufrufen möchte. Die kann man dann sehr bequem per SSH triggern ohne sich anmelden zu müssen. Z.B. 'ssh pi@rasbpi uptime'. in ~/.ssh/config kann man für Zielhosts Parameter für die Verbindung hinterlegen. Z.B. den zu verwendenen Key oder 'X11Forward yes'.
- In der Kombination mit "ForcedCommands" kann man auf dem Zielhost gezielt für bestimmte Keys definierte Befehle erzwingen. Unabhängig von den per SSH übermittelten Befehlen wird dann nur genau der in der authorized_keys hinterlegte Befehl ausgeführt. Mit etwas Script-Foo kann man sich das zu einem vollständigen Framework für z.B. Wartungszwecke ausbauen. Paramter kann man im aufgerufenen Script aus dem SSH-Environment auslesen und zielgerichtet auswerten. Dabei kann man auch 'verbotene' Parameter filtern. EIn Login ist mit einem so verdrahteten Key dann nicht möglich, aber alles was irgendwie gescriptet oder programmiert werden kann, kann man darüber triggern. Man könnte z.B. über die GPIO-Pins des Rasbpi mit etwas Elektronik das komplette Equipment ein- oder ausschalten....
- Man kann über SSH in Kombination mit einem ForcedCommand auch per Pipe Dateien übertragen. in beide Richtungen. Durch die Komprimierung ist das mit einem Overhead verbunden und nicht immer ratsam. Aber eine Alternative, wenn andere Dinge versagen, oder wenn man so etwas automatisieren und absichern will.

EIne Alternative zu X11Forward bzw. VNC ist x2go. Das funktioniert analog zu RDP unter Windows oder Citrix und nutzt ebenfalls SSH als Verbindungsprotokoll. Bezüglich Datenübertragung ist das deutlich effektiver als X11Forward. Allerdings muß dann der Raspbi wie bei VNC das Rendern übernehmen. Den Klienten gibt es für alle relevanten Plattformen. Anders als bei VNC kann man aber analog zu Citrix auch eine Session mit 'freigegebenen' Anwendungen definieren. Dabei wird dann nicht der vollständige Desktop übertragen, sondern nur ein Fenster mit der jeweiligen Anwendung, das dann wie ein normales Fenster auf dem eigenen Desktop erscheint und z.B. bei der Verwendung von mehreren Monitoren beliebig platziert werden kann. Man kann auf dem Weg auch mehrere unterschiedliche Anwendungen starten und ist nicht auf einen beschränkten Remote-Desktop eingeengt.

Wir haben hier im Homeoffice die Erfahrung gemacht, daß das gegenüber X11Forward eine echte Verbesserung ist. Allerdings liegt das daran, daß im Homeoffice meist der Upstream über den Provider die Bremse ist. Innerhalb des Heimnetzes wird das vermutlich nicht so wichtig sein. Will man aber auf das heimische Teleskop von unterwegs zugreifen (keine Ahnung, ob das jemand macht), könnte das eine mögliche Lösung sein. Man kann dann auch den Browser des Rasbpi darüber nutzen und muß nicht etwa HTTP/HTTPS für Fernzugriff freigeben oder gar per X11Forward tunneln. Wenn man das möchte, kann man das dann auch noch mit oathtool per 2-Faktorauthentisierung absichern.

Gruß
Berthold
 
Hallo Berthold,

eigentlich wollte ich mich ja nach zwei Jahrzehnten beruflicher IT nicht mehr so intensiv mit dem ganzen Kram beschäftigen.
Aber Deine Erwähnung von X2Go brachte mir das wieder in Erinnerung.
Also gesagt getan und installiert.

Gefühlt ist das ganze wirklich performanter als VNC.
Das Einrichten für Standardbenutzung kein Hexenwerk und das "Rüberholen" eines Fensters hat was.
Sagt mir, nach ein wenig rumspielen, schon zu.

Habe mich früher auch nur am Rande mit diesen Möglichkeiten (VNC, X2Go, nomachine... ...) beschäftigt.
In meinem beruflichen Umfeld waren es meist Linux-Server und weniger, oder besser gar keine Linux-Desktops, mit denen ich mich beschäftigt habe. Auf den Servern war halt ganz selten eine Desktopumgebung installiert.
Da war halt von Windows aus die erste Wahl 'putty' und von einem Linuxarbeitsplatz halt 'ssh'.

Aber wie gesagt, mal schauen was dann letztendlich in der Praxis genutzt wird.
 
Gefühlt ist das ganze wirklich performanter als VNC.
Eine typische Bremse bei VNC ist "temporal Dithering". Ist immer dann der Fall wenn Der Grafikchip der Quelle durch Dithering mehr Farben dem Auge vorgaukeln möchte. Schneller Wechsel zwischen den Farben lässt das Auge die Farbe zwischen den beiden Werten wahrnehmen. Für VNC ist das aber schlicht eine Veränderung die es zu übertragen gilt. Je nach Desktop also prüfen ob Dithering an ist und ggf. abgeschaltet werden kann. Die RP User müssen dazu sich nach hvs_set_dither umschauen in ihren Einstellungen der Firmware
 
Auf den Servern war halt ganz selten eine Desktopumgebung installiert.
Hallo Mathias.

das ist bei uns im Job genauso. Das Thema x2go wurde aber durch das Corona-Homeoffice akut. Bei bestimmten grafischen Anwendungen wurde das Arbeiten für die Kollegen und auch mich zur Qual, weil halt da der Uplink über die letzte Meile das Limit stellt. Und bei uns in der Siedlung gibt es viele Leute im Homeoffice...Wenn Du dann noch über einen Jumphost in eine speziell abgesicherte Umgebung tunneln mußt..... Da mußte eine Alternative her. Ich hab dann zwei Linuxserver mit x2go an unterschiedichen Standorten aufgebaut.
Privat sind meine Rechner inzwischen windowsfreie Zone. Nach Möglichkeit versuche ich Windows-Programme unter Wine zum laufen zu bekommen. Oder ich suche nach Alternativen unter Linux. Für zwei letzte Programme muß ich notgedrungen eine Windows-VM einsetzen. Drei wenn ich Ascom für meine Bresser EXOS2 mit zähle. Aber versuche ich jetzt den Schritt zu Indi. Den Treiber (der Link war hier in einem der Foren) hab ich schon gebaut, bin aber noch nicht dazu gekommen, das zu testen.

Gruß
Berthold
 
Hallo Berthold,

ich bin jetzt gut vier Jahre raus aus der IT, irgendwann muss mal Schluss sein ;).
Aus diesem Grund auch nicht mehr so auf dem Laufenden. Für zu Hause reichts noch :D.
Corona war kein Thema, geschweige denn bekannt und somit auch Homeoffice nicht in dem Maße.
Bei uns im Rechenzentrum wurden eigentlich nur für die "Chefetage" und das "mittlere Management" der Firmen und Außendienstmitarbeiter Fernzugänge über VPN eingerichtet.
Und natürlich für uns Techniker/Administratoren.
Hauptsächlich war ich aber für den "VM-Park", Mail-Server und Backup-Systeme/-Umgebung zuständig.
Und eben auch für die "Update-Orgien" ;) der Windowsarbeitsplätze bei den Kunden.

Bei mir läuft seit gut zehn Jahren alles unter Linux.
Für die Astronomie verwende ich nur Linux-Programme. Habe zwar auch Anfangs mit 'wine' gearbeitet.
Aber wenn Linux, dann auch komplett :D. Bin jetzt aber kein beinharter Verfechter für das eine oder andere Betriebssystem. Jedes hat seine Vorzüge und Nachteile.
Bis jetzt, für meine Bedürfnisse, hab ich alles unter Linux im astronomischen Bereich gefunden.

Da ich den Pi schon vor Jahren, zwangsläufig in den alten Versionen, für die ein oder andere Aufgabe eingesetzt habe fand ich das Teil in seiner neuesten Version recht passend, um damit mein Astrogeraffel, außer vom Notebook, zu steuern :D.
Vorher Astroberry und auch 40,-€ in StellarMate investiert und geschaut wie das so aufgebaut ist und was es liefert.
Habe mich dann aber für das "originale" Raspian entschieden. Mit 'Debian' hab ich über die Jahre gute Erfahrungen gemacht. Gelegentlich etwas "altbacken" aber grundsolide und stabil. Wers aktueller und "frischer" mag kann ja auch den 'Testing-Zweig' umschalten. Weiß jetzt gar nich worauf Raspian basiert, 'stabel' oder 'testing'?
 
Oder gibt es eine Möglichkeit mit ASCOM die am Raspberry angeschlossene Hardware anzusprechen?
Meine ersten Versuche mit meiner Bresser EXOS2 und GoTo hab ich mit meinem Laptop (Linux, Debian stable) gemacht. Von Bresser gibt es nur einen Ascom Treiber dafür. Also hab ich das in einem virtuellen Windows installiert und den USB-Seriell-Adapter als Device an die VM durch gereicht. Das hat funktioniert. Ich hab dann noch Ascom-Alapca in der VM installiert. Das stellt für die Steuerung einen Webservice zur Verfügung, über den ich aus dem Linux heraus (etwas von hinten durch die Brust...) mit Carte Du Ciel die Hardware ansteuern konnte. Ich hab nicht getestet, ob ein Raspbi für so etwas leistungsfähig genug ist (eventuell mit 8G), aber vom Prinzip her müßte das auch mit dem Raspbi gehen.. Mit Wine hab ich Ascom leider nicht ans laufen gebracht.

Gruß
Berthold
 
Ich hab dann noch Ascom-Alapca in der VM installiert. Das stellt für die Steuerung einen Webservice zur Verfügung, über den ich aus dem Linux heraus (etwas von hinten durch die Brust...)
Nun ja, letztendlich bekommt man bei Computern (fast) alles an's laufen, so meine Erfahrung.
Wenns nicht auf dem "schönen" gedachten Weg geht, dann eben anderen suchen.
Lassen wir mal die Eleganz dabei außer acht ;).
Potenziert aber leider auch die Fehleranfälligkeit und deren Suche.

Aber mei, was will man da teilweise machen, wenn einem von Seiten der Hersteller nichts g'scheits angeboten wird oder nur in eine Richtung entwickelt wird.
Als Linuxer ist man da leider öfter mal im Hintertreffen oder muss ordentlich um's Eck denken.

Wenn ich es richtig verstanden habe, soll INDIGO ähnliches Leisten wie Ascom-Alapca.
 
Hast du Zeit und die Möglichkeit das mit "Windows 10 IoT Core" zu testen? Downloads - Windows IoT
Hmmm... Ich steh nicht grad auf Maso und versuche, wo immer möglich, einen Bogen um Winzigweich zu machen. :cool:

Die Windows VM hab ich nur, weil ich für zwei Programme noch keine Alternative unter Linux gefunden habe. Proprietäre Datenformate... Für die Tests mit der Goto ist jetzt halt noch die Ascom-Plattform dazu gekommen. Indigo unter Linux ist dank des Treibers hier aus dem Forum schon in der Warteschleife. Zur Zeit habe ich nur noch einen Raspi 3 hier liegen, der in den nächsten Tagen meine Homematic Zentrale ersetzen soll.

Windows IoT ist für mich völliges Neuland, Das müßte ich mir erst noch genauer ansehen. Das System scheint auch sehr eingeschränkt zu sein. Vor allem, weil wohl nur eine Anwendung im Vordergrund laufen kann. Wenn das Framework erst einmal konfiguriert ist und Alpaca-Remote läuft, so daß man von außen zugreifen kann, müßte das gehen. Vorher muß man aber erst einmal die Prerequisites von Alpaca erfüllen. Also diverse .NET Versionen installieren.
Ich muß gestehen, daß mich das doch ein wenig reizen würde. Aktuell finde ich aber nur wenig Zeit und Konzentration für so etwas. Ich kann nichts versprechen.

Gruß
Berthold
 
Hallo Mathias,

weswegen genau hast du jetzt Raspbian gegenüber Astroberry bevorzugt? Bin gerade dabei eine ähnliche Migration zu Raspberry Pi wie du zu machen und bin erstmal von Astroberry recht angetan. Ich hatte auch was Netzwerk angeht keinerlei Probleme. Mein WLAN wurde sofort gefunden und alles lief reibungslos.

Gruß

Stefan
ja, das interessiert mich auch, ich habe mir auch vor zwei Tage einen Pi4 mit 8GB RAM etc bestellt - bin gespannt, wie das alles wird. Ich bastle gerne...
 
Hallo,

wie schon erwähnt, letztendlich ist es "wurscht" ob man das Astroberry mit einigen vorinstallierten Programmen, für StellarMat 40,- € investiert und ein paar Programme mehr schon installiert hat oder halt alles selbst macht.

Ich habe mir halt angewöhnt meine Linux-Systeme eigenständig aufzusetzen.

Astroberry und StellarMate haben halt den Vorteil, für einen Einsteiger in Linux, das KStars/EKOS und das ganze INDI-Geraffel schon installiert sind und man es sich nicht zusammen suchen muss. Was aber auch kein Hexenwerk ist, da es auf der INDI-Seite gut dokumentiert ist.
 
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