Hallo Werner,
Wenn hier nur Wellenoptik zur Erklärung herangezogen würde, wäre das schlicht nicht möglich. Du hast das ja auch bereits weiter oben ebenfalls richtig erwähnt...
Geometrische und Wellenoptik sind lediglich 2 unterschiedliche Erklärungsmodelle.
Natürlich ist das Modell der Wellenoptik das präzisere mit denen sich auch Erscheinungen erklären lassen die sich mit geometrischer Optik nicht erklären lassen, trotzdem sollen vom Grundsatz her beide Modelle letztlich das gleiche nämlich das Verhalten des Lichts beschreiben.
Was einen Schatten anbelangt so lässt sich dieser auch mit der Wellentheorie erklären, dem Huygensschen Prinzip, das gilt für alle Schatten auch die in unserer makroskopischen Wellt.
Das an makroskopischen Schatten augenscheinlich keine Beuguserscheinungen sichtbar sind heißt nicht das es keine gäbe sondern lediglich das der Effekt so klein ist das wir Ihn nicht erkennen.
Das Huygensschen Prinzip gilt aber selbstverständlich auch hier.
Und das dem so ist beweist das es zwischen dem makroskopischen Schatten in unserem Alltag und dem Mikroskopischen in einem defokussierten Stern keinen Fundamentalen Unterschied gibt.
Es ist ein und dieselbe Erscheinung.
Ab wann Beugungserscheinungen augenscheinlich werden hängt vom Verhältnis der Größe des Schattens zur Wellenlänge ab.
Bei sehr großer Wellenlänge wie sie Wellen im Wasser oder Schallwellen eigen ist kann man Erscheinungen die das Huygensschen Prinzip beschreibt auch in unserer makroskopischen Welt sehr schön beobachten.
Welches Erklärungsmodell (Geometrische oder Wellenoptik) man nun nutzt hängt schlicht davon ab welchen Effekt man Erklären möchte.
Um einen Schatten zu erklären reicht das geometrische Modell, um Beugungserscheinungen auch innerhalb dieses Schattens zu erklären bedarf es des wellenoptischen Modells.
Es ist auch in der Fachliteratur üblich Erscheinungen für dessen Erklärung das geometrische Modell ausreichend ist dann auch mit dem geometrischen Modell zu erklären.
Auch wenn man diese Erscheinung mit dem wellenoptischen Modell ebenfalls erklären könnte.
Insofern ist es auch aus fachlicher Sicht vollkommen korrekt wenn ich hier zur Erklärung des FS Schattens und den von Dir erwähnten an sehr schnellen Newton wahrnehmbaren Versatz des FS Schattens wegen Offset das geometrische Modell verwende.
Das hat nicht das Geringste mit Sonderphysik zu tun wie unverbesserliche Zeitgenossen behaupten sondern es entspricht dem fachlich korrektem Grundsatz das Modell zu nutzen welches das betreffende Phänomen hinreichend gut erklärt und so das Ganze nicht unnötig zu verkomplizieren.
Letztlich ist nämlich auch das wellenoptische Modell nicht der Schusspunkt sondern die Quantenphysik.
Hätte ich den Habitus eines Herrn Schätte müsste ich Leute die das wellenoptische Modell nutzen auch als Sonderphysiker bezeichnen da das Quantenmodell das exaktere ist.
Am einfachsten wird dies durch geometrische Optik darstellbar.
Ganz genau und daher ist es fachlich korrekt das geometrische Modell für eine solche Erklärung zu nutzen auch wenn man mit dem Wellen Modell das ebenfalls erklären könnte.
Grüße Gerd