Selbstbau einer Sternwarte mit 2,6m Kuppel

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Hallo,

meinen allergrößten Respekt. Das sieht echt toll aus.
Eine Frage, hast du für dieses Projekt eine Baugenehmigung benötigt?
Ich habe nämlich auch vor mir irgendwann in der Zukunft eine Sternwarte zu bauen.

Viele Grüße
Andraes
 
Servus Andreas,

ja, in meinem Fall in Bayern habe ich eine Baugenehmigung benötigt und ich hätte auch eine beantragt, wenn es nicht nötig gewesen wäre, um keine Probleme mit den jetzigen und späteren Nachbarn zu bekommen...

Gruss

Sebastian
 
Hallo Sebastian,

deine Polhöhenwiege ist ein absolutes Sahneteil und einem Menschen der viele Jahre im Werkzeug- Maschienebau gearbeitet hat, weis eine solche Arbeit zu schätzen.
Mittlerweile klikkere ich auch nur noch Daten in V5 in den Rechenknecht. Hallo Kollege ;-)


Gruß
Thomas


 
Servus,

in der Zwischenzeit hat sich einiges getan:

Die beiden Torhälften sind fertig - inklusive Lackierung und ambienter Beleuchtung.
Die Stromversorgung der LED-Stripes erfolgt über die Teleskopschienen zum Öffnen der Tore.


 

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... auch die 22 Laminate für die Kuppel sind fertiggestellt und warten nun darauf, dass das Kuppelgerüst zusammengebaut wird.
In den kommenden sechs Wochen sollten die restlichen Holzteile für die Kuppel gesägt, bzw. gefräst werden.

 

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Ausserdem habe ich begonnen, mein LX200ACF genauer unter die Lupe zu nehmen und einige Verbesserungen vorzunehmen.
Die Antriebe und Lagerungen hatte ich schon vor längerer Zeit optimiert, u.a. mit Peterson-Artikeln.

In erster Linie ging es mir um die Verbesserung des Kontrastes und des Tubusseeings - daher habe ich drei kleine, regelbare Ventilatoren eingebaut, die die Luft im Bereich der Schmidtplatte über zwei Luftfilter (Eigenbau) ansaugen.
Auch die Messung der Spiegeltemperatur wurde vorgesehen.

Anschliessend haben wir den Tubus und das Blendrohr von innen mit Antireflexfarbe lackiert - das Ergebnis kann sich sehen lassen!




 

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... beim Lackieren des Blendrohres haben wir den Luftstrom der Absaugung des Lackierraumes genutzt - dadurch ist es uns gelungen, das Blendrohr auf der kompletten Länge in beiden Richtungen perfekt zu lackieren...
 

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Den Tubus und die Aufnahme des Primärspiegels habe ich bei dieser Gelegenheit vermessen lassen, um etwaige Fertigungsfehler zu entdecken. Das Gleitrohr des Primärspiegels habe ich im Bereich der Spiegelaufnahme überdreht, um einen geringeren Winkel- und Konzentrizitätsfehler zu erreichen. Die Abweichung für die Konzentrizität beträgt nun 0,03mm und der Winkelfehler des Anlageflansches des Spiegels zum Innendurchmesser des Gleitrohres 0,014 Grad.

 

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Hallo Sebastian,

absolut klasse, was Du hier auf die Beine stellst!

Danke auch für den prima dokumentierten Baubericht, bitte schön bis zur Fertigstellung durchhalten, ich bin mächtig gespannt auf das Endergebnis...! :super:

Viele Grüße, Michael
 
Die Klemmung des Hauptspiegels auf dem Gleitrohr habe ich so modifiziert, dass der Spiegel genau zum Innendurchmesser des Gleitrohres ausgerichtet werden kann.
Dazu habe ich mir eine kleine Vorrichtung gebaut, mit der ich das Gleitrohr im Innendurchmesser aufnehmen kann und den Spiegel rotieren kann. Mit Hilfe eines Lasers lässt sich so der Spiegel sehr genau ausrichten.

 

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Endlich ist das Teleskop wieder komplett zusammengebaut und wartet nun auf seinen Einsatz in der Sternwarte...

Gruss

Sebastian
 

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Hallo Sebastian,

toller Fortschritt beim justieren deines Hauptspiegels. Und professionelle Lüftergitter hast du da im Einsatz. Die Rotations-Vorrichtung habe ich seit einigen Jahren und verwende sie mit anderer Aufnahme ebenso für RC. Ich habe für den 16" ACF jetzt mit der neuen Polhöhenwiege gleich eine neue Rotations-Vorrichtung gebaut. Bilder habe ich leider noch nicht davon.

Hier ältere Bilder vom Zerlegen und Justieren des 16" LX200 SC (nicht ACF)--> Umbau und Justage eines 16" LX200 Schmidt Cassegrain

Wie du siehst hatte mein alter SC die gleiche Spiegelaufnahme. Deine Blendrohrhalterung irritiert mich daher ein wenig, weil sie aussieht wie beim älteren LX200 SC. Dein Gerät ist aber ein LX200 ACF?

Bei meinem ACF ist da noch die Platte mit der Spiegelklemmung zwischen. Hier ein Bild:

Link zur Grafik: http://www.poguntkeweb.de/ACF-16-01.jpg

Des Weiteren sieht bei mir auch die Fangspiegelhalterung des ACF ganz anders aus. Ist das ACF eines der ersten Modelle, gab es die ohne Spiegelklemmung?

Ansonsten natürlich viel Erfolg mit dem Gerät und deinem Sternwartenbau!

LG
Eberhard
 
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Hallo Eberhard,

mein LX200 ist schon ein ACF - auf den Bildern war die Spiegelklemmung einfach noch nicht montiert.
Und beim 12" ist die Fangspiegelaufnahme auch anders, als beim 16".


Gruss

Sebastian
 
Hallo Sebastian,

ich hatte es selbst auch gesehen, da zwei Durchlässe (Spiegelverstellung+Spiegelfeststellung) im Tubus sind. Da war´s mit dem Post aber schon zu spät.

Danke und viel Freude mit deinem ACF!

LG
Eberhard
 
Ein weiteres Teil der Kuppel ist fertig - letzte Woche habe ich die acht Kreissegmente des Hauptringes verleimt und auf den richtigen Durchmesser gebracht. Diesen Samstag habe ich die Taschen für die Bogensegmente der Kuppel in den Ring gefräst, alle Schrauben vom Verleimen zugespachtelt, verschliffen und grundiert.


Gruss

Sebastian
 

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... der fertige Ring, der das komplette Gewicht der Kuppel trägt.
 

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Servus,

es geht weiter - heute habe ich angefangen, einen Teil der grob vorgesägten Bögen für die Kuppel zu fräsen. Morgen wird der Rest gefräst. Dann noch die Holzteile für die Kuppelöffnung nachfräsen und dann kann der Zusammenbau der Kuppel beginnen.
 

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Hi, aus welchem Material ist denn der Ring gemacht?
(wasserfest oder nicht)?

hast du 2 oder 3 Schichten übereinandergeleimt (welche
Dicke)?

Wofür hast du die Nuten eingefräst in den Ring, bzw wie willst du die aufrechten Spanten mit dem Ring verbinden?

Gruss
Torsten
 
Servus Torsten,

den Ring mit den Taschen und einen weiteren Ring (unterer Abschluss der Kuppel) habe ich aus Birke Multiplex gefertigt - alle Holzteile der Kuppel sind aus diesem Material. Der Ring mit den Taschen ist aus zwei Lagen zu je 20mm verleimt, der Abschlussring aus zweien zu je 15mm.
Der Ring mit den Taschen trägt das komplette Gewicht der Kuppel - er läuft auf acht Rollen. Die Spanten sitzen in den Taschen und stützen sich durch einen Hinterschnitt auf der Oberseite des Ringes ab und werden durch Metallwinkel mit dem Ring verschraubt.


Gruss

Sebastian
 
Servus Sebastian,

sehr spannend zu lesen, ich bin auf dem gleichen Weg,
aber ca 9 Monate hinterher :-))

besten Gruss und Danke für die Infos

Ach ja: hier in Frankreich gibt es sogenanntes "contreplaqué marine" (CTBX) welches mit wasserfestem Leim verklebt ist, somit feuchtigkeitsunproblematisch ist. Gibt es diesen Unterschied in Deutschland auch?

Torsten
 
Servus Torsten,

ja, diesen Unterschied gibt es auch hier - das Holz, welches ich verwende, ist auch wasserfest verleimt. Das ändert aber nichts daran, dass die Bauteile komplett gegen den Einfluss von Wasser/Feuchtigkeit geschützt werden müssen...

Gruss

Sebastian
 
Servus,

heute habe ich die Spanten der Kuppel fertiggestellt, d.h. die Kanten gefast, geschliffen und vor allen Dingen die Enden, die später an den Rahmen des Beobachtungsspaltes anschließen, mit der richtigen Länge und dem exakten Winkel versehen.

Gruss

Sebastian
 

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Servus Thomas,

ja, ohne diesen phantastischen Maschinenpark und die teilweise Unterstützung der Mitarbeiter der Werkstatt wäre es mir nicht möglich, die Kuppel zu bauen - bin meinem Chef auch sehr dankbar, die Werkstatt nutzen zu dürfen...:-)

Gruss

Sebastian
 
... die 22 Spanten im Überblick...
 

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@ Torsten

... aus den Schnitten kannst du erkennen, wie der Aufbau mit den zwei Ringen und den Spanten aussieht...

Gruss

Sebastian
 

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... heute noch die Bohrungen in den Spanten verschlossen und das Holz grundiert, damit die Spanten rundum vor Feuchtigkeit geschützt sind.
Kommende Woche wird der Rahmen für den Beobachtungsspalt vorbereitet, damit dann in zwei Wochen mit dem Zusammenbau der Kuppel begonnen werden kann...

Gruss

Sebastian
 

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Servus Torsten,

vielen Dank für dein Lob - bei der CAD-Software handelt es sich um Catia V5 R19


Gruss

Sebastian
 

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Servus,

der Bau der Kuppel kommt jetzt in die finale Phase:

Letztes Wochenende habe ich den Rahmen des Beobachtungsspaltes fertiggestellt.
Gestern habe ich damit begonnen, die Kuppel zusammen zu bauen - dazu habe ich den Hauptring auf fünf Stützen gelegt, darunter liegt der Abschlussring, dessen Innendurchmesser etwas grösser ist. Er wird später mit den Enden der 22 Spanten verbunden.
An dem Hauptring habe ich dann die drei kurzen Spanten unterhalb des Rahmens befestigt, den Rahmen darauf gesetzt und ihn am anderen Ende mit einem Brett abgestützt. Nachdem ich ihn ausgerichtet hatte, habe ich damit begonnen, die einzelnen Spanten mit dem Rahmen und dem Hauptring zu verbinden. Alle Spanten passen perfekt an den Rahmen und den Hauptring.
Am kommenden Wochenende werde ich den Rohbau der Kuppel fertigstellen.

Gruss

Sebastian
 

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